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Meine beste Freundin hat heute nacht eine Fehlgeburt gehabt. Wie kann ich ihr helfen?

gefragt von Nicky1972 am 06.02.2008 um 7:01 Uhr

Meine beste Freundin hat heute nacht ihre zweite Fehlgeburt innerhalb von einem Jahr erlitten. Wie kann ich sie trösten bzw. wie soll ich mich verhalten?


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Wieselchen1
beantwortet von Wieselchen1 am 6. Februar 2008 07:19
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Sei einfach da, biete ihr an, dass sie jederzeit, auch mitten in der Nacht zu dir kommen, mit dir reden kann. Mehr kannst du im Moment nicht tun.

Später, wenn der erste Schmerz verklungen ist, mal mit ihr was unternehmen, damit sie auf andere Gedanken kommt.

Ein Gedanke noch: Innerhalb eines Jahres zwei Fehlgeburten ist schon heftig. Meine Kollegin hat von ihrem Arzt zu hören bekommen, dass man doch mindestens ein Jahr nach einer Fehlgeburt abwarten soll, bevor man es erneut probiert.

Kommentar von Nicky1972 am 6. Februar 2008 07:23

Danke auch für Deine Antwort. Das weiß sie, dass ich immer da bin. Deswegen hat sie mich ja auch um 6.00 angerufen. Da ahnte ich schon schreckliches. Ihr Frauenarzt hatte nach der 1. Fehlgeburt gemeint, sie solle drei Monaten warten. Das würde ausreichen. Ich persönlich fand das auch ein wenig zu früh.

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 6. Februar 2008 07:27

DH. Ich wünsche Euch alles Glück der Welt und der Freundin ganz liebe und gesunde Kinder.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 6. Februar 2008 07:31

3 Monate sind viel zu früh. Der Körper braucht eine wesentlich längere Zeit, um eine Fehlgeburt zu verarbeiten als eine "normale" Geburt.

Kleiner Hoffnungsschimmer: Meine Kollegin hat nach ihren zwei Fehlgeburten (wollte erst nicht auf ihren Arzt hören)noch zwei gesunde, muntere Kinder bekommen.

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 6. Februar 2008 07:34

Das ist schön zu hören. Freu. Macht Hoffnung.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 6. Februar 2008 07:44

Wobei ich bei dieser Auskunft zu bedenken gebe: VORSICHT bei der Weitergabe an eine Frau, die gerade ihr Kind verloren hat. Sie trauert nämlich in erster Linie nicht darum, dass sie irgendein Kind verloren hat, sondern dass sie speziell dieses Kind verloren hat. Wenn man so einen Trost zu früh bringt, wird sie sich unverstanden fühlen. Zu recht. Geht ja nicht um eine verlorene Handtasche. Sondern um das eigene, individuelle, im Bauch getragene und bereits heiß geliebte Kind.

Kommentar von Nicky1972 am 6. Februar 2008 07:59

Danke für die guten Tipps. Ist schon sehr hilfreich.


jens79
beantwortet von jens79 am 6. Februar 2008 07:28
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Das Buch Gute Hoffnung - Jähes Ende von Hannah Lothrop kann eine Hilfe sein! Da steht alles drin, was in einer solchen Situation auch mit einem selbst passiert!


anonym
beantwortet von hpland am 6. Februar 2008 07:11
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Unterstellt, Deine Feundin hat einen Partner, dann sollte das in erster Linie sein Job sein. Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, zuerst hilft einmal nichts. Hilfreich war bei uns, einfach zu zeigen, dass man da ist und die Frau genauso schätzt wie vorher. Oft ist die Reaktion auf eine Fehlgeburt sich unvollkommen, unweiblich und unvollständig zu fühlen. In dieser Phase im Gegensatz zu etwas später hilft auch die rationale Erklärung, dass es sich um eine Notmaßnahme der Natur bei Gefahr von Fehlentwicklungen handelt nicht so sehr. Einfach erst mal da sein und vorbehaltlos umarmen und lieb haben.

Kommentar von Nicky1972 am 6. Februar 2008 07:15

Ja sie hat einen Partner. Vielen Dank für Deine Antwort.

Kommentar von anjanni am 6. Februar 2008 08:58

Nun - der Hinweis auf den Partner ist nicht so ganz verkehrt. Aber ich kann mir gut vorstellen, daß der selber genau so viel Trost gebrauchen kann.


helenaschloesser
beantwortet von helenaschloesser am 6. Februar 2008 08:20
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das tut mir sehr leid.meine schwester hatte auch schon zwei fehlgeburten.was ich gemacht habe ist,gefragt wonach ihr ist(liegen oder was unternehmen)und dann war ich den ganzen tag bei ihr und hab nach ihr geschaut.als es ihr körperlich besser ging haben wir was unternommen.einfach da sein solang sie dich braucht und wenn sie will drüber reden. alles gute.

Kommentar von Nicky1972 am 6. Februar 2008 08:27

Auch Dir danke für den Tipp. So wie ich das verstanden habe, will sie nur ihren Mann und ihren dreijährigen Sohn um sich haben. Gott sei Dank hat sie schon ein gesundes Kind. Ich hoffe, dass gibt ihr Kraft.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 6. Februar 2008 08:36

Es wird ihr helfen, da sie gebraucht wird. Über den Verlust hinwegtrösten nicht.


anonym
beantwortet von Avalon875 am 6. Februar 2008 13:43
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Ich denke, es hilft ihr, dass Du einfach da bist. Ansonsten kann man da glaub nicht viel sagen oder tun. Wenn sie das Gefühl hat, dass sie jederzeit mit Dir reden kann, auch wenn es immer das selbe Thema ist und es Dich nicht nervt, bringt das glaub schon sehr viel. Es ist ein tiefer Schmerz und da muss sie leider durch. Mit Betroffenen reden könnte ihr vielleicht noch helfen. Ich wünsche ihr alles Gute.



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