Mein Zeitarbeits Vertrag endet am 31.07.2016 habe ich Anspruch auf 25 Urlaubstage oder auf 15 Tage?

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3 Antworten

Also laut Österreichischen gesetz  hast du pro Monat 2 Urlaubstage anspruch, pro Jahr 25 Werktage, also vom 04.12.2014-04.12.2015=25 Tage

Ab 05.12.2016 besteht schon der neue Anspruch, das heist 7 Monate mal 2 Tage sind 14 Tage + für Dez. 2015 1,7 Arbeitstage. Dein Arbeitsgeber hat da schon ziemlich recht, daher 15 oder aufgerundet 16 Urlaubstage hättest du Anspruch! Die Frage ist hast du den Urlaub vom 25 Tage im 2015 konsumiert, wenn nicht müssen die auch noch Ausbezahlt werden oder konsumiert, je nach dem was du mit deinen Arbeitgeber ausmachst. Meiner meinung nach ist es besser Ausbezahlt zu bekommen. Vorsicht, wenn sie dir was zum Unterschreiben hinlegen- genau durchlesen, es kann nämlich drinnen stehen das du den Urlaub bereits konsumiert oder noch konsumieren wirst.

lg

Anna

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Kommentar von Mensch90
21.06.2016, 00:33

Aufgrund das ich seit dem 11.01.2016 erkrant bin habe ich Anspruch auf 8 Tage Urlaub vom letzten Jahr,  ergibt gleich 23 Tage  plus noch meine Stunden auf Arbeitszeitkonto ca.50 Stunden.

komisch nur das mir das vom Arbeitskammer gesagt wurden ist, das hat mich irritiert, und da dass Verbrecher sind will ich nur auf nummer Sicher gehen.

Danke ich werde mich sicherheitshalber noch bei der IGM informieren, da ich Mitglied bin.

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Was steht denn zum Urlaubsanspruch im Arbeitsvertrag? Gibt es eine Zwölftelregelung? Gilt ein Tarifvertrag?

Wenn Dein Urlaubsanspruch 25 Tage/Jahr beträgt und Du keine Zwölftelregelung im Arbeitsvertrag/anwendbaren Tarifvertrag hast, stehen Dir die kompletten 25 Urlaubstage zu.

Gibt es eine Zwölftelregelung bekommst Du bei einer 5-Tage-Woche 20 Urlaubstage da Du in der zweiten Jahreshälfte ausscheidest und deshalb Anspruch auf den kompletten gesetzlich vorgeschriebenen Jahresurlaub hast, trotz Zwölftelregelung.

Dazu kommen noch die 8 Urlaubstage vom letzten Jahr, wenn Du dieses Jahr krankheitsbedingt keine Möglichkeit gehabt hast, diesen zu nehmen. Urlaub aus dem letzten Jahr wäre nur zum 31. März 2016 verfallen, wenn Du nicht krank geworden wärst und den Urlaub nicht beantragt hättest.

Kann Urlaub krankheitsbedingt nicht genommen werden, verlängert sich die Frist bis zum Verfall um 12 Monate.

Selbstverständlich müssen auch die noch bestehenden Überstunden abgegolten werden.

Du solltest aber bedenken dass Du dieses Jahr keinen Anspruch mehr auf gesetzlichen Urlaub hast, wenn Du den kompletten Jahresurlaub nimmst. Der Gesetzgeber schließt Doppelansprüche im § 6 Bundesurlaubsgesetz aus.

Ein potentieller AG muss Dir dann nur noch anteilig den Urlaub geben, der im Betrieb über Deinen genommenen Urlaubsanspruch gewährt wird.

Nimmst Du Urlaub nach der Zwölftelregelung hast Du beim neuen AG Anspruch auf 1/12 des dort gewährten Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Arbeitsverhältnisses.

Deshalb ist ein AG auch verpflichtet dem AN bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Urlaubsbescheinigung auszustellen.

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Hi,

§ 5

Teilurlaub

(1) Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer

a)  

für Zeiten eines Kalenderjahrs, für die er wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt;

b)  

wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet;

c)  

wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/burlg/gesamt.pdf

Das kannst du dein AG gerne mal ausdrucken.

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Kommentar von Anna1972
21.06.2016, 00:37

und was wird das wenns fertig ist...

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Kommentar von Mensch90
21.06.2016, 00:57

hab das davor auch im Internet gelesen.

1. Bei einer Beendigung bis einschließlich 30.06.:

Scheidet

der Arbeitnehmer innerhalb der ersten Jahreshälfte aus so hat er

grundsätzlich Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden

vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses (§ 5 Abs. 1 lit. c,

BUrlG). Scheidet der Arbeitnehmer also beispielsweise zum 31.05. eines

Kalenderjahres aus dem Arbeitsverhältnis aus, so hat er bei dem

gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch von 20 Urlaubstagen für das gesamte

Kalenderjahr, einen Urlaubsanspruch in Höhe von 8 Urlaubstagen. Das

Arbeitsverhältnis bestand in diesem Kalenderjahr nur fünf volle Monate

(01.01. bis einschließlich 31.05.) und es ergibt sich folgende

Berechnung: 5 Monate / 12 Monate x 20 Urlaubstage = 8,33 Urlaubstage.

Bruchteile von Urlaubstagen, die weniger als einen halben Tag ergeben,

sind dabei auf ganze Urlaubstage abzurunden, also in unserem Beispiel

auf 8 Urlaubstage.

2. Bei einer Beendigung zu einem Zeitpunkt nach dem 30.06.:

Bei

einem Ausscheiden beispielsweise zum 31.07. ist die Sachlage eine

andere, jedenfalls wenn das Arbeitsverhältnis bereits seit dem 01.01.

eines Jahres bestand. Die Regelung zum Teilurlaub ist hier nicht

heranzuziehen. Vielmehr hat der Arbeitnehmer immer einen Anspruch auf

den vollen

gesetzlichen Mindesturlaub

, bei einer 5-Tage-Woche also auf 20 Urlaubstage.

QUELLE: https://www.darmstadt.ihk.de/produktmarken/Beraten-und-informieren/recht_und_fair_play/Arbeitsrecht/bestehendeArbeitsverhaeltnisse/Urlaub/Urlaubsanspruch/2552870#titleInText1

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