Frage von PadiPadi, 214

Mein Vater wurde als Kind sexuell missbraucht, was soll ich tun?

Hey. Schon seit einigen Jahren hatte ich die Vermutung, dass mein Vater in seiner Kindheit sexuell missbraucht, bzw. vergewaltigt wurde, weil er sich in gewissen Situationen sehr seltsam verhalten hat. Ich habe mich auch wegen ähnlichen Vorfällen in meinem Freundeskreis und nachdem ich erfahren habe, dass meine Oma in ihrer Kindheit regelmäßig von ihrem Vater vergewaltigt wurde (der irgendwann zum Glück ins Gefängnis gekommen ist) mit dem ganzen Thema beschäftigt und bei ihm haben die "typischen Symptome" alle zugetroffen. Naja und irgendwie habe ich es einfach gespürt... Hört sich vielleicht dumm an, aber so ist es.
Und jetzt gerade habe ich in dem Bücherregal meiner Mutter (ich hatte Lust was zu lesen und sie meinte, ich kann einfach bei ihren Büchern gucken - wir lesen eh die selben Sachen) Bücher für Partnerinnen von Männern die Opfer sexuellen Missbrauchs waren, Handbücher zu sexuellem Missbrauch usw. gefunden... Ich weiß, dass sich meine Mutter ebenfalls mit dem Thema beschäftigt hat und sie hat mir auch nie verheimlicht, dass sie einige Opfer kennt. Vor ein paar Monaten habe ich sie mal wegen meinem Vater gefragt,  worauf hin sie meinte, sie möchte dazu nichts sagen und ich soll ihn doch selbst fragen. Das habe ich dann allerdings nicht getan, weil ich mit ihm ein bisschen zerstritten war und er nicht mit mir, bzw. meiner Hochbegabung klar kommt.

Jetzt ist es ja aber irgendwie ziemlich offensichtlich, dass er Opfer sexuellen Missbrauchs ist.
Ich würde ihn gerne darauf ansprechen, kann aber auch verstehen, wenn das für ihn eben Vergangenheit ist und er nicht mit seiner 14 jährigen Tochter über sowas sprechen möchte. Er ist ein sehr emotionaler Mensch und hatte Jahre lang Depressionen... Ich will das nicht wieder alles hochholen.

Was denkt ihr?
Soll ich ihn darauf ansprechen? Oder soll ich es einfach für mich behalten? Oder eben warten bis ich 20 bin oder so... Wobei ich denke, dass es dann doof kommt, wenn ich sage, dass ich es schon mit 14 "gewusst" habe... Oder soll ich vielleicht einfach nochmal meine Mutter darauf ansprechen...?

Ganz in mich hinein fressen muss ich es auf jeden Fall nicht, denn ich bekomme bald Psychotherapie und kann da ja auch evtl. mal mit meiner Therapeutin drüber sprechen:)

Okay mir braucht jetzt niemand mehr eine Antwort schreiben, mit dem selben Inhalt wie all die anderen auch.

Seine Depressionen sind schon mehr als 14 Jahre her und ich will mit ihm ja nicht darüber sprechen um ihm zu helfen. Er ist ein erwachsener Mensch und wird sicht früher bestimmt Hilfe gesucht haben. Ich lasse es also gut sein und spreche ihn nicht darauf an. Und wir sind übrigens nicht so dolle Zerstritten, dass es mich nicht interessieren sollte. Außerdem haben wir das mittlerweile auch geklärt.

Trotzdem danke für die Antworten:)

Und danke an den jenigen, der den Kommentar Incest ist Wincest gemeldet hat!

Antwort
von teafferman, 34

Tatsächlich finde ich, Du bist noch zu jung. Denn auch wenn diese Erlebnisse Deines Vaters bereits behandelt wurden und er heute symptomfrei ist

Ich habe manche Männer erlebt, die bei dem Thema selbst bei einer Andeutung agierten, dass nicht erwartbar ist, Du kannst damit mit Deinen 14 Jahren schon umgehen. 

Missverstehe mich bitte nicht: 

Wir Menschen sind nun mal durchschnittlich erst mit 24 Jahren voll entwickelt. Es geht hier also nicht um ein Urteil oder so. Es geht hier einfach um die Berücksichtigung noch anstehender Entwicklungsschritte, welche Deine Sinne erweitern werden. 

Alternativ kannst Du natürlich Deine Mutter noch mal fragen, ob sie ihn darauf vorbereiten will, ob er dafür Zeit und Raum braucht und so fort. 

Denn das Thema bleibt anstrengend nach meiner Erfahrung. Sinnvoll ist in jedem Fall, dem Opfer einen Tag Erholung einzuräumen, bevor der Alltag wieder zuschlägt. 

Und Deine Mutter magst Du mal von mir herzlichst drücken. Leider finden viel zu wenige Männer solche Frauen, die ihnen zur Seite stehen. :))))

Ich bin noch ein wenig durch Antworten gestreift: 

Tatsächlich wird Inzest als Tradition konditioniert. Sooo ungewöhnlich, wie hier behauptet wird, ist Deine Schilderung also absolut nicht. - Es gibt Studien dazu. 

Tatsächlich macht es einen Unterschied, ob ein Junge oder ein Mädchen missbraucht wurde. Die Erinnerung kommt, je jünger das Erlebte geschehen ist, je später ins Bewusstsein. Und dann wird nicht wie als Kind empfunden, sondern mit dem aktuellen Entwicklungsstadium. 

Du liest hier aus den Antworten: 

Es handelt sich tatsächlich um ein tabuisiertes Thema in unserer Gesellschaft. Tabuisierten Themen werden gerne Schablonen einer Traumwelt auch von sogenannten Fachmenschen über gestülpt. 

Antwort
von Bambi201264, 102

Missbrauchte Männer leiden sogar mehr als missbrauchte Frauen, weil man von Männern eigentlich erwartet, dass sie sich verteidigen können.

Ich finde, Du solltest Deinen Vater nicht darauf ansprechen, das würde ihn vermutlich noch mehr demütigen.

Auch wenn er wohl nichts dafür kann, so wird er sich doch, wie die allermeisten Missbrauchsopfer, schuldig fühlen und an Selbstekel leiden.

Ich hoffe für ihn, dass er eine Therapie hatte. Komisch, dass es in Eurer Familie so viele Fälle gab...

Kommentar von Tragosso ,

Ein missbrauchtes Kind ist ein missbrauchtes Kind, völlig egal ob Junge oder Mädchen, die körperliche Kraft kommt wohl aufs selbe hinaus, da kann man sich nicht wehren. Ich wüsste nicht weshalb da ein Mann welcher als kleiner Junge missbraucht wurde mehr leiden sollte als eine Frau die als Mädchen sexuell missbraucht wurde.

Kommentar von Huckebein3 ,

Komisch, dass es in Eurer Familie so viele Fälle gab...

Finde ich auch...

Kommentar von teafferman ,

Es ist eben nicht egal, welches Geschlecht das Opfer hat. 

Und ungewöhnlich ist die Schilderung absolut nicht. 

Zu beiden Unterthemen gibt es reichlich Fachliteratur mit reichlich Nachweisen und Begründungen. 

Antwort
von kiara36, 46

Ähm, das finde ich sehr merkwürdig...

Dein Vater ist doch kein Forschungsobjekt, wo Du nach und nach Symptome aus Fachbüchern zusammensetzt und dann eine Diagnose stellst.

Spreche mit Deiner Therapeutin darüber, diese ist von Fach und kann sicherlich auch evtl. das richtige Raten.

Ich hoffe, das Du Dich da in etwas verrannt hast und alle Symptome falsch gedeutet hast.

Und NEIN! Ich würde Deinen Vater erst mal nicht darauf ansprechen, sondern die Therapeutin vom Fach um Rat bitten.

Es könnte alles passieren, von Bruch der Vater-Tochter-Beziehung, Eskalation (Erniedrigung) oder wenn alles falsch ist, wird er Deine Hochbegabtheit noch mehr verabscheuen, weil Du ihm so was unterstellst.

Kommentar von PadiPadi ,

Nein so war es gar nicht. Ich habe mich mit dem Thema beschäftigt (wie gesagt wegen Vorfällen aus meinem Freundeskreis, weswegen ich mich einfach mit dem Thema beschäftigt habe)
Ich habe meinen Papa dort einfach ziemlich wiedererkannt.
Ich wusste, dass in seiner Kindheit etwas passiert ist, bei dem er sich gewünscht hätte das Gefühl zu haben mit seinen Eltern darüber reden zu dürfen. Unsere Eltern haben eben über solche Sachen mit uns gesprochen und wollten unser Versprechen haben, dass wir mit ihnen darüber sprechen falls uns etwas bedrückt. Mein Papa wollte da (als ich noch ein Kind war) aber nie genauer drüber reden. Und dann finde ich ein Buch bei meiner Mutter, für Partnerinnen von Missbrauchs Opfern. Meine Mutter wird wohl kaum ein Buch darüber lesen, bzw. gelesen haben, wenn ihr Partner (in dem Fall mein Papa) nicht betroffen wäre.
Ich möchte ihn nicht therapieren?! Ich möchte ihn darauf ansprechen. Ich möchte auch nicht dafür sorgen, dass er sich Hilfe holt. Ich denke die hat er bereits bekommen und außerdem geht es ihm seit 10 Jahren psychisch gut. Ich würde nur gerne mit ihm darüber reden. Einfach um mir selbst keine Theorien machen zu müssen oder irgendwelche falschen Verdachte auszudenken. Aber ich habe meine Entscheidung ja jetzt eh schon getroffen.

Antwort
von Dahika, 14

Du bist nicht die Therapeutin deines Vaters. Und in deinem Alter auch nicht die Gesprächspartnerin deines Vaters über seine eigenen Themen.

Besprich das mit deiner Therapeutin, aber lass deinen Vater in Ruhe.

Kommentar von PadiPadi ,

Ich will ihn doch auch nicht Therapieren. Mein Gott er hat schon längst Hilfe bekommen, meine Mutter scheint ihn begleitet zu haben, und er wirft mir immer vor, dass ich nie mit ihm spreche. Dass ich mich nicht für ihn interessiere. Und ihm geht es seit mehr als 10 Jahren psychisch völlig gut. Ich möchte einfach nur nicht irgendwelche falschen Theorien aufstellen, sondern es lieber wissen. Und es ist eben ein Thema, dass in der Gesellschaft ziemlich häufig vertreten ist. Und wenn meine Mutter die Bücher dazu ganz offensichtlich rumstehen lässt, kann es so geheim ja wohl nicht sein.

Antwort
von Nashota, 79

Du kannst da gar nichts tun.

Erstens sind es nur Vermutungen. Und zweitens ist es immer die Sache derer, denen sowas Schlimmes passiert ist. Die müssen sich um Hilfe zur Bewältigung kümmern. Und wer nicht über gewisse Dinge reden will, der kann und sollte auch nicht dazu gezwungen werden.

Deine Beschreibungen zu deinem Vater lesen sich davon abgesehen auch etwas durcheinander. Sehr emotional und mit dir zerstritten, nur weil du hochbegabt bist, passt nicht so zusammen.

Kommentar von Menuett ,

Doch, das passt sogar sehr gut zusammen.

So wie es Dir offensichtlich aufstößt, wenn da jemand hochbegabt ist, so kann es auch dem Vater gehen.

Hoher IQ ist übrigens nicht gleichbedeutend mit weit fortgeschrittener sozialer Entwicklung.

Kommentar von Nashota ,

Geht das auch auf verständlich? Wo liest du was von "mir stößt was auf"?

Da steht, dass es für mich nicht zusammengeht, dass jemand sehr emotional sein soll und sich auf der anderen Seite mit seinem Kind zerstreitet, nur weil es hochbegabt ist. Sowas sollte Eltern eher stolz machen.

Außer, das Kind stellt seine Klugheit sehr heraus und brüskiert damit immer seine Eltern.

Kommentar von Menuett ,

Dir stößt es doch auf. Ich habe das schon ganz richtig gelesen.

Kinder, die ihre Intelligenz hervorstellen, brüskieren ihre Eltern nicht.

Auch wenn die sich vielleicht so fühlen.

Kommentar von Nashota ,

Mir stößt gar nichts auf. Da musst du nichts hineininterpretieren, nur weil du Recht haben willst.

Und es gibt durchaus Kinder, die meinen, dass sie klüger sind als ihre Eltern und sie das auch spüren lassen.

Kommentar von Menuett ,

Ja, und?

Warum müssen Eltern damit ein Problem haben?

Meine Jungs überflügeln mich da auch - und lassen das auch gerne mal raushängen.

Ich kann mich jetzt natürlich fürchterlich empören - ich kann da aber auch einfach bleiben lassen und mich über die klugen Kinder freuen.

Spricht jetzt nicht für die soziale Kompetenz solcher Eltern.

Kommentar von Nashota ,

ich kann da aber auch einfach bleiben lassen und mich über die klugen Kinder freuen.

Eben. Also stellt sich doch die Frage, warum ein als emotional beschriebener Vater Streit mit seiner Tochter hat, nur weil sie hochbegabt ist.

Sollte wirklich der sexuell traumatische Hintergrund bestehen, scheint da so Einiges nicht aufgearbeitet zu sein. Sollte er zum Beispiel auch immer ein Vorzeigekind sein und er war es nicht? Wurde er nie für seine Leistungen gelobt?

Ist er deshalb nicht gut auf Menschen wie seine Tochter zu sprechen, denen Lernen (sehr) leichtfällt oder die die Anerkennung bekommen, die er nie hatte?

Antwort
von Kessy02, 39

Ich glaube kaum, dass dein Alter dabei einen Unterschied macht. Egal, ob du 14 oder 20 bist, ist es ein äußerst sensibles Thema.

Meine Empfehlung: Wenn du schon eine Psychotherapie machst, solltest du die Chance nutzen mit deiner Therapeutin über die Sache zu reden. Dabei kannst du sie ja auch gleich fragen, ob es ratsam ist das Thema gegenüber deinem Vater anzusprechen. Vielleicht kennt sie eine Möglichkeit, schonend mit der Angelegenheit umzugehen und nicht sofort mit der Tür ins Haus zu fallen.

Antwort
von einfachichseinn, 31

Ich würde einfach warten bis du die Therapie beginnst. Dann würde ich das Thema einmal Kit dem Therapeuten besprechen und schauen, was der dazu meint.

Antwort
von Mimi33394, 17

Ich würde nichts sagen. Bei mir in der Familie ist es genauso. Wenn er möchte, dass du es weißt, wird er es dir sagen. Bei einer Therapeuten kannst du natürlich sprechen. Vielleicht solltest du es sogar. Ich war damals völlig allein mit diesem Wissen, denn meine Eltern wussten nichtmal, dass ich es herausgefunden habe. Das hat mich ziemlich belastet.

Antwort
von Menuett, 53

Wäre ich mißbraucht worden, ich hätte alles, nur gesichert nicht den Wunsch, das meinen Kindern zu erzählen.

Besprich das lieber mit Deiner Therapeutin, Deinen Vater würde ich damit ganz in Ruhe lassen.

Kommentar von teafferman ,

Menuett, eine pauschale Antwort verbietet sich nach meiner Erfahrung hier. 

Das fragestellende Mensch schreibt ja, die Ehefrau des Opfers hat ihren Mann lange dabei begleitet. Die entsprechenden Bücher zum Thema stehen offen herum. 

Ich habe in meinem Leben einige Männer kennen gelernt, die es begrüßt haben, mit ihren Kindern darüber sprechen zu können. Allerdings nicht in diesem Alter. Wie ich in meiner Antwort begründete. 

Du weißt, wir sind keine Schablonen. 

Ändert Nichts an der Tatsache, dass mit 14 kaum die Entwicklung entsprechend fortgeschritten ist, dass es für alle Beteiligten Sinn machen könnte. 

Antwort
von Wonnepoppen, 51

Ja, mach das, sprich mit deiner Therapeutin darüber, die wird dir sicher einen Rat geben können, was du tun sollst, bzw. kannst?

Antwort
von seelenwanderin, 40

Hi PadiPadi,

ich kann mich den meisten hier nur anschließen. Sprich ihn lieber nicht darauf an. Insbesondere wenn er gerade auf dem Weg zur Besserung ist. Wenn du ihn jetzt darauf ansprichst, könnte ihn das noch mal zurückwerfen. 

Wenn die Zeit gekommen ist, wird er vielleicht von sich aus auf dich zu kommen und darüber reden. Überlass ihn die Entscheidung. 

P.S.: Wer immer den Kommentar von dem W*#!?er gelöscht hat bzw. ihn gemeldet hat, der eben schrieb: Incest is wincest... Danke! :D So ein dämlicher Untermensch. Wollte ihm gerade verbal ne Schelle verpassen, da war der Kommentar schon weg.

Kommentar von Bambi201264 ,

Gerne geschehen.

Ich habe ja sehr viel Humor und verstehe auch Sarkasmus, aber man muss die Grenze nicht überschreiten...

Kommentar von seelenwanderin ,

Richtig @Bambi201264 ! Schön wenn man ab und zu noch auf etwas Menschlichkeit trifft xD

Antwort
von Ramonaralf, 53

Da spreche nochmals mit deiner Mutter darüber das du da was rausgefunden hast. Wenn du mit deinem Vater so zerstritten bist wird er dir sowieso nichts erzählen. Aber wenn ich soviele höre muss es ganz schlimm gewesen sein früher mit Vergewaltigung und sexuelle belästigen. L.g

Antwort
von blackndwhite, 29

Was bringt das denn wenn du dein Vater ansprichst? Wenn es eh schon quasi auf der Hand liegt, dass er missbraucht worden ist.. Ich meine es ist bestimmt eine grosse Last für ihn und das muss er auch noch mit seinem Kind besprechen? Hm das wär mir ziemlich unangenehm red ebtweder mit deiner Mutter darüber wenn du das unbedingt genau wissen willst aber dein Vater würde ixh nicht anprechen.. Wird kein Sinn haben ausser das er sich noch schlechter fühlt..
Ist natürlich meine bescheidene Meinung.. Alles gute

Antwort
von Schuhu, 64

Warum willst du es wissen? Du bist mit deinem Vater zerstritten, also kann es nicht sein, um ihm zu helfen (wie denn auch als - zwar "hochbegabtes" - aber erst 14jähriges Kind?). Nur um deine Neugier zu befriedigen, wird dein Vater dir keine Auskunft geben wollen.

Vielleicht wäre es wirklich sinnvoll, mit deiner Therapeutin darüber zu sprechen und herauszufinden, was dich so an der sexuellen Erniedrigung deines Vaters interessiert.

Kommentar von Menuett ,

Das ist Unfug.

Die meisten Kinder würde das interessieren. Das ist völlig normal.

Kommentar von Schuhu ,

Wenn mich mein vierzehnjähriger Sohn aus reinem "Interesse" danach fragt, ob mir jemals sexuelle Gewalt angetan wurde, würde ich mich wirklich fragen, warum er sich dafür interessiert. Auch du begründest nicht, warum die sexuelle Ausbeutung so neugierig machen soll. Wenn du meinen Beitrag für "Unfug" hältst, solltest du wenigstens ein Argument haben.

Dass Pubertierende sich für verschiedene Formen der Sexualität interessieren, ist klar. Dass sie aber aufgrund einer Vermutung ihre Eltern ins Verhör über deren (negative) sexuelle Erfahrung nehemn, geht zu weit.

Antwort
von Caila, 39

Definitv nicht darauf ansprechen. 

Im Grunde geht dich das nicht mal wirklich was an. Außerdem wird er sicherlich nicht mit seiner 14 Jährigen Tochter darüber sprechen.

Was willst du den da auch sprechen?

"Hallo Papa ich bin mir sicher das du sexuell missbraucht wurden bist. Wie war das?"

Oder wie soll man sich das vorstellen?

Lass ihn einfach sein Leben leben. 

Antwort
von howelljenkins, 51

wenn dein vater missbraucht wurde, ist das ein problem, ueber das er mit sehr hoher wahrscheinlichkeit nicht mit seiner tochter sprechen will. ich finde ehrlich gesagt auch, dass dich das gar nichts angeht.

wenn er hilfe oder zuspruch braucht, wird er sich das von anderer stelle holen, zumal ja offenbar seine frau und andere erwachsene verwandte bescheid wissen.

was genau du da jetzt in dich "hineinfressen" muesstest, ist mir allerdings nicht ganz klar. 

Kommentar von Menuett ,

Ähm, ein solches Wissen ist eine große Belastung für ein Kind/Teenager.

Kommentar von Huckebein3 ,

Es handelt sich hier nicht um Wissen , sondern immer noch um eine Vermutung, die sie (er) unbedingt bestätigt haben möchte.
Wieder ein Zeichen dafür, dass Hochbegabung!!! nichts mit Empathie zu tun haben muss, sonst würde sie (er) den Vater in Ruhe lassen.

Kommentar von Menuett ,

Wenn die Mutter sagt, da soll sie selbst mit dem Vater drüber sprechen - dann ist das keine Vermutung mehr.

Sie lässt ihn doch in Ruhe, sie fragt doch, wie sie da handhaben soll.

Mönsch.

Kommentar von Dave0000 ,

Und die Antwort ist: garnicht!

Jeder der hier antwortet soll sich selbst in die Lage versetzen

Würdest du deinen Vater darauf ansprechen?

Kommentar von howelljenkins ,

nein, wuerde ich nicht. 

da ich selbst in einer aehnlichen situation wie der vater bin, wuerde ich auch nicht von meiner tochter darauf angesprochen werden wollen.

Antwort
von MAB82, 58

Soll ich ihn darauf ansprechen?

Ich würde es an deiner Stelle lassen. Sowas bespricht ein erwachsener Mann nicht mit einem Kind, auch nicht mit seiner 14jährigen Tochter. Entweder er kommt auf dich zu wenn du vlt. älter bist oder er behält es für sich.

Antwort
von nettermensch, 49

das deutet viel darauf hin, aber ein beweiß ist das nicht, da mußt du schon dein vater konkret fragen. das kostet zwar Überwindung, aber dann hast du Gewissheit. dann kann dein vater geholfen werden, wenn er das möchte.

Kommentar von Huckebein3 ,

Der Vater ist ein erwachsener Mensch mit Problemen, die überall zu suchen und zu finden sind.
Hier etwas zu konstruieren, wäre völlig falsch und kann das Gegenteil von dem bewirken, was man eigentlich will.
Solange nichts feststeht, bitte trotz "Hochbegabung" nichts in irgendwelche Verhaltensweisen hineininterpretieren.

Antwort
von Dave0000, 42

Wenn du Hochbegabt bist sollte dir doch bewusst sein das es für ihn unangenehm ist wenn seine eigene Tochter ihn darauf anspricht
Aber wie du selbst sagst hast du es bisher auch nicht getan!

Dies ist mittlerweile viele Jahre her und du braucht keine alten Wunden aufreißen
Was erwartest oder erhoffst du dir denn aus einem solchen Gespräch?
Versucht diese Geschehnisse zu vergessen und gut ist

Kommentar von Menuett ,

Offensichtlich noch nie mit Hochbegabung in Kontakt gekommen.

Auch ein hochbegabter Teenager ist ein Teenager.

Kommentar von Dave0000 ,

Auch mit mir wurde als Kind ein IQ Test gemacht und von der Uniklinik in essen eine unterforderung in der Schule wegen einer Hochbegabung bescheinigt....
Aber: das spielt doch mal so garkeine Rolle....
Nichts, aber rein garnix , kann ich dem Text entnehmen das es rechtfertigen würde ihn damit zu konfrontieren
Eine Hochbegabung oder ein Teenagerdasein schon garnicht

Ich als Vater würde alles dafür tun das mein Kind davon niemals erfährt  

Kommentar von Menuett ,

Tja, hier ist es aber herausgekommen.

Und den Teen hier belastet es.

Kommentar von Dave0000 ,

Ja das ist ja verständlich
Es würde mich auch belasten sowas zu erfahren
Aber: was sollte es besser machen wenn sie noch mehr darüber erfährt ??
Die Details könnten so grausam sein das sie ihr ganzes Leben beeinflusst
Und die Belastung dem geschändetem Vater anzutun ist auch nicht fair
Ich hoffe für alle Beteiligten das der Vater seinen Mund hält selbst wenn man ihn drauf anspricht
Das ist alles kein wissen das seine 14jährige Tochter haben sollte

Antwort
von Tragosso, 45

Warum interessiert es dich denn so sehr, wenn ihr sowieso zerstritten seid? Mich würd's bei meinem Erzeuger überhaupt nicht interessieren. Und ich denke auch nicht, dass man als Elternteil mit seinem Kind darüber reden will, das wird er sicher schon mit deiner Mutter getan haben, wenn die sich so mit dem Thema auseinandersetzt. Beim Therapeuten solltest du dich um deine eigenen Probleme kümmern.

Davon abgesehen kannst du da so oder so nichts 'tun'.

Kommentar von selijan ,

Also ich ginde das gut dass sie sich interressiert und sorgen macht!'
Jnd klar, wiso nicht: du kannst ja mal mit dem Therapeuten darüber sprechen, aber nicht in dich hineinfressen, fu bist ,,erst" 14,
Und musst mit jemandem darüber reden können. Auch erwachsene sollten das....

Kommentar von Tragosso ,

Man braucht sich aber nicht um Dinge Sorgen machen die noch vor der eigenen Geburt stattfanden. An denen kann man sowieso nichts ändern und so etwas ist auch kein Gesprächthema zwischen Elternteil und 14 Jähriger Tochter. Braucht der Vater Hilfe dann weiß er als Erwachsener was er für Möglichkeiten hat und, wenn nicht, weiß er wo man sich solche Infos beschaffen kann. Davon ab glaube ich nicht einmal, dass er da Bedarf hat, die Mutter scheint Bescheid zu wissen und die beiden haben sich sicher schon darüber ausgetauscht.

Kommentar von Menuett ,

PadiPadi wäre kein normaler Teenager, würde sie das nicht interessieren.

Kinder und Teenager interessieren sich sehr dafür, was die Eltern so alles erlebt haben. Das sollen sie auch.

Für ein KInd/Teen ist ein solches Wissen eine Belastung.

Die kann man nicht einfach mit "das hat Dich nicht zu interessieren, war vor Deiner Geburt" wegwischen.

Kommentar von Tragosso ,

Mag sein, ich würde so etwas dennoch nicht mit meinem Kind besprechen, schon gar nicht in dem Alter.

Kommentar von Menuett ,

Würde ich auch nicht wollen, mit keinem Kind egal welchen Alters.

Das ändert aber nichts an der Belastung und dem Bedürfnis der TE.

Antwort
von ApfelTea, 51

Wenn er heute damit klar kommt, warum willst du dann mit ihm drüber reden? Man muss nicht unbedingt alte Wunden aufreißen wenn es nicht nötig ist.

Antwort
von Shikutaki, 45

Wieso willst du es denn ansprechen und was soll es dir bringen?

Wärst du "hochgegabt" würdest du selbst verstehen, dass Erinnerungen wieder auszugraben schmerzhaft für dein Vater ist.

Halt dich einfach zurück und tu so als wüsstest du nichts oder red mit deiner Therapeutin.

Kommentar von Menuett ,

Hochbegabt bedeutet keineswegs, dass die hochbegabte Person auch psychisch besonders weit entwickelt ist.

Kommentar von PadiPadi ,

"Wärst" du hochbegabt.
Ich BIN hochbegabt. Wenn er aber damit klar kommt, dann dürfte er doch auch damit klarkommen, wenn ich ihn darauf anspreche. Vielleicht ist ja auch alles anders als ich denke - ich will aber einfach die "Wahrheit" wissen und nicht irgendwelche Theorien aufstellen. Außerdem kenne ich wie gesagt auch Leute in meinem Alter, denen sowas passiert ist und vielleicht kann er mir ja da ein bisschen weiterhelfen oder nicht?

Kommentar von PadiPadi ,

Über was diskutieren wir denn hier? Ich bin psychisch ganz normal entwickelt, bzw. sogar meist weiter als gleichaltrige.

Kommentar von Tragosso ,

Das behauptet absolut jeder Teenager von sich und hat Null Aussagekraft.

Kommentar von Menuett ,

*hust*

Ja, Teenager sind immer sehr viel weiter entwickelt als andere Teenager.

In der Hinsicht bist Du wohl eher völlig im Rahmen.

Kommentar von Shikutaki ,

Du kannst das 100% nicht belegen, weil JEDER in deinem Alter sagt, er sei besser als andere oder ist hochgegabt.

Ich würde dir raten schnell dein Kurs zu wechseln, weil das wird dir in deinem Leben viele Freunde wegnehmen, wenn du selbst von dir selbst denkst du wärst zu begabt.

Deinem Vater wirst du genau so viel Schmerz zu fügen, ob du hochbegabt bist oder dumm.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community