Mein Vater stirbt bald. Wie soll mein Leben weitergehen?

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4 Antworten

Hallo, frag deinen Vater was er möchte!
Sich in so eine Situation hinein zu versetzen ist für Außenstehende fast unmöglich.
Er wird sterben - aber bis dahin ist und bleibt es dein Vater mit dem du Zeit verbringen kannst.
Du kannst dir auch Hilfe bei der Telefonseelsorge holen, in Hospizen - es gibt einige Anlaufstellen.
Wünsche euch viel Kraft und - trotzdem - wunderbare gemeinsame Tage.

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Hey es ist jz schon bisschen her die frage aber ich hoffe ich kann helfen erstmals... :ich musste anfangen mit weinen als ich das las ich hoffe dein Vater ist nicht tot und es gibt irgendwelche Möglichkeit zur Besserung wenn nicht tut es mir sehr leid für dich aber du musst stark bleiben ich denke du hast genug Familien Mitglieder die dir immer bei Seite stehen und dir helfen für solche Fälle gibt es auch bestimmte therapieren beim Psychologen und wenn es dir so schlecht geht und du depressiv wirst, wirst du wahrscheinlich in eine psychatrie eingeliefert (ich will dir jz keine Vorwürfe oder Angst machen das du in die psychatrie musst)dort wird dir dann geholfen bis es dir besser geht

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Kommentar von DCMotion
06.12.2016, 22:33

Vielen Dank. Es ist noch nicht vorbei, aber wenn du weißt was ich meine, wird es dieses Jahr keine schöne Weihnacht. Die Tatsache auf den Tag X habe ich soweit psychisch abgeschlossen, und ich bin dafür bereit, doch was danach kommt lässt sich nicht einschätzen. Ich bin eigentlich psychisch ganz gesund, aber solche Familien-Erfahrungen verändern einen für immer.

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Lieber DCMotion,

der erste Teil Deiner Frage hat mich sehr berührt. Es gibt keine allgemein gültigen Antworten, jeder Mensch ist anders und jeder möchte anders in der jeweiligen Situation behandelt werden.

Ich werde deshalb etwas von mir erzählen und meinem Großvater, der vor einigen Jahren an Bauchspeicheldrüßenkrebs verstarb. Er hielt es frei nach Cicero "Dum spiro spero" - "So lange ich atme hoffe ich". Er wollte nicht, und das hat er schon viele Jahre vorher gesagt, auf einen bevorstehenden oder nahenden Tod angesprochen werden.

Uns (Familie) und auch mir war es klar, dass wir nur noch eine sehr begrenzte Zeit miteinander Verbringen dürfen, welche auch aufgrund der Krankheit alles andere als einfach werden würde.

Die Zeit war jedoch sehr intensiv. Es haben sich Freunde, Frau, Kinder, Enkel und Urenkel um ihn gekümmert. Wir haben versucht ihm das Leben so angenehm und "voll" wie möglich zu machen. Viele Besuche, gemeinsame Essen, ein Vatertagsbier etc etc etc. Diese Zeit, so schwer sie war, so intensiv war sie auch, denn der Körperliche verfall ging rapide voran.

Ich hätte mir damals gesagt: Nutze die Tage, stelle Fragen auf die Du Antworten von ihm brauchst. Unterhaltet Euch über gemeinsame Erlebnisse und wenn Du der Meinung bist, dass Du Dich einmal daneben benommen hast so nutze die Zeit dies wieder gerade zu biegen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir und Deiner Familie viel Kraft und Mut.

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Der Schnitt hier führt in die Zukunft und mag deshalb etwas hart sein.

"Die Erde dreht wie Kinderkreisel um ihre Achse Tag für Tag was ihre Position im Kosmos recht gut stabilisieren mag ... Und leicht geneigt als ob voll Demut reist Sie durch's All auf ihrer Bahn wie sie's fast ideal im Kreise seit Jahrmillionen schon getan ... Wenn Menschenflöhe sie auch zwicken, bleibt sie gelassen, still und heiter. Sie schüttelt sich von Zeit zu Zeit und dreht sich einfach weiter." 

Die rechtlichen Themen sind relativ kurz erklärt. Wenn es nur Schulden zu erben gibt, so kann man das Erbe ausschlagen. Wenn das Einkommen zunächst nicht zum Leben genügt, so gibt es Sozialhilfe bzw. ALGII, Witwen und Waisenrente.

Was Deine Zukunft angeht bin ich allerdings zuversichtlich. Du bist ein junger Mann, der sich ausdrücken kann. Du weisst worauf es ankommt um in unserer Gesellschaft finanziell über die Runden zu kommen. Es wird zwar nicht alles nach Plan laufen, aber das wirst Du und Deine Mutter meistern.

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Kommentar von Tamtamy
17.12.2016, 09:11

Danke für deinen Beitrag!

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Die Situation in deiner Familie ist wirklich sehr schwierig, für alle von euch.
Das tut mir aufrichtig leid!
Du solltest dich ans Jugendamt wenden und dort ein erstes Gespräch mit einer Sozialpädagogin (bzw. Sozialpädagogen) ausmachen.
Die kennen sich am ehesten mit Familienhilfe aus bzw. evtl. anderen Unterstützungsmöglichkeiten!
Es ist auf jeden Fall sinnvoll, dass du dir professionelle (Beratungs-)Hilfe holst!
Gute Wünsche!

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