Mein Vater (50) ist mit seiner Kneipe vor zwei Jahren pleite gegangen. Nun sucht er immer neue Ausreden, um nicht zu arbeiten. Er will sich wieder in der Gastronomie selbstständig machen und ich sage ihm, dass er erst mal wieder arbeiten gehen soll. Er hat nämlich keine finanziellen Rücklagen und lebt nun von Sozialhilfe... Wie kann ich ihn aus seinem Tief rausholen? Und an wen kann ich mich wenden (professionelle Hilfe)

Das muss er selbst machen. Einmischen bringt da - denke ich - eher wenig. Ist er arbeitslos gemeldet? Dann schlag ihm Angebote von der Arbeitsangentur vor (Weiterbildungen, Umschulungen etc.)

Du könntest dich an den Sozialpsychiatrischen Dienst wenden und denen mitteilen, dass du dir Sorgen machst um deinen Vater. Dann wirst du zum Gespräch eingeladen (vermutlich) und kannst klären, inwieweit die helfen können oder wer sonst. Letztlich ist dein Vater selbst für sich verantwortlich, aber manchmal braucht es einen Anstoss von außen... Alles Gute euch! Anell

Psychotherapie. Mir fällt nur dieses eine Wort ein. Außerdem ist der Vater kein Arbeitsesel, darum geht wohl hoffentlich nicht.
Sorry, hatte die erste Antwort abgeschickt, bevor ich eingeloggt war und habe dann wohl das Zeitlimit mit meiner "richtigen Antwort" überschritten. Also, nachdem ich deine Frage komplett gelesen habe, noch mal meine Antwort:
Hallo hamburg77, vorausschicken möchte ich meiner Antwort, dass ich auf dem Gebiet einige Erfahrungen gesammelt habe, sowohl als Geschäftsführer im Personalbereich wie auch als Geschäftsführer einer Gastronomiefirma. Details hierzu beantworte ich gerne, wenn Du daran interessiert bist.
Dein Vater ist als ehemaliger "Selbständiger" gewohnt "selbständig" zu arbeiten und einen hohen Freiheitsgrad zu genießen. Auf der anderen Seite hat(te) er auch die volle Verantwortung. Das Problem ist, dass ehemalige Selbständige von Arbeitgebern nur ungern fest eingestellt werden und selbst nur ungern fest eingestellt werden wollen. Möglicherweise hat dein Vater ja (wahrscheinlich halbherzig) auch einige Bewerbungen abgeschickt und resigniert jetzt (vorsätzlich). Konkret befindet sich dein Vater in einer "Pat-Situation". Hierzu folgenden Vorschlag: Er soll aus seinen (vermeintlichen) "Fehlern" lernen und wieder eine neue Selbständigkeit planen. Dazu gehört aber eine Budgetierung und ein handfestes Konzept. Budget und Konzept helfen ihm aber sich zu strukturieren und halten ihn eventuell von "Träumereien" ab. Mit einem guten Konzept kann er auch Brauereien etc. als Geldgeber gewinnen. Ich glaube, dafür könnte man ihn begeistern. Da die Umsetzung jedoch Zeit kostet und er ggf. seinem Konzept bei potentiellen Geldgebern auch einen Lebenslauf beilegen muss, sollte er parallel hierzu wieder arbeiten. In der Gastronomie findet man immer einen Job, wenn man das will, glaube mir. Ich denke, dass mit der neuen Selbständigkeit und dem Lebenslauf für Geldgeber könnte ihn motivieren, zumindest vorübergehend, wieder in einem (so genannten) "abhängigen Angestelltenverhältnis" zu arbeiten. Jetzt weißt Du aber auch gleich, warum ehemalige Selbständige ungern, zumindest als Führungskräfte, eingestellt werden. Wer einmal Selbständig war, wird es in der Regel immer wieder tun, es sei den, er (Sie) sieht ein, dass das nichts für ihn (Sie) ist und lieber etwas sorgloser und dafür mehr "Fremdgesteuert" sein Dasein fristet.
Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen
Viele Grüße Aqua1962
Hallo hamburg77, vorausschicken möchte ich meiner Antwort, dass ich auf dem Gebiet "Spezialist" bin. Details hierzu beantworte ich gerne, wenn Du daran interessiert bist. Zunächst bitte ich dich um folgende Informationen um dir einen adäquaten Rat zu erteilen:
1) Warum arbeitet dein Vater nicht, ist er arbeitslos, krank oder hat es einen anderen Grund? 2) Wie alt ist dein Vater? 3) Was hat dein Vater gelernt 4) Als was hat dein Vater als letztes gearbeitet und wie lange? 5) Wie lange arbeitet dein Vater schon nicht mehr?
Ich freue mich auf dein Feedback, bis bald.
Viele Grüße Aqua1962

Vielleicht wäre ein 1-Euro-Job eine Chance, ihn wieder in das Arbeitsleben zu integrieren.