Frage von SchillixD, 129

Mein Vater ist Tod, kann mir jemand helfen?

Hey, also es fällt mir irgendwie wirklich schwer aber ich halte es nicht mehr aus. Mitte Januar diesen Jahres ist mein Vater im Hospiz an Krebs gestorben, es kam mehr oder weniger überraschend da ich gerade für mich neue Hoffnung geschöpft habe ( er hat halt immer wieder gesagt alles wird gut). Ich hab es halt meinen engsten Freunden per whatsapp gesagt aber sonst nicht wirklich mit jemandem darüber geredet. Ich kann einfach nicht von mir aus aus auf jemanden zu gehen und halt anfangen darüber zu reden und weil halt niemand von sich aus auf mich zu gegangen ist (erwarte ich auch nicht also kein Vorwurf ) habe ich nicht wirklich darüber geredet. Das klingt vielleicht irgendwie komisch aber ich würde halt gerne mit jemandem darüber reden, der mich vielleicht auch versteht, ich schätze nämlich jemandem, der so was nicht erlebt hat, wäre es nur unangenehm wenn ich ihn voll heulen würde. (meine Freundin meinte halt mal sie weiß immer nicht wie sie damit umgehen soll wenn jemand weint). Es ist halt nur so ich bin jetzt 15 und es sind ca. 2 Monate seit dem Tod vergangen und ich weine trotzdem noch ziemlich oft, ich vermisse ihn immer stärker und ich weiß nicht wann das aufhört, ich meine sollte ich nicht langsam darüber hinweg kommen oder zumindest nicht mehr so sensibel auf das Thema sein? Kurzes Beispiel : Wir haben so ein Film in der Schule geguckt da ist die Mutter von einem ca. 9 Jährigem Mädchen gestorben und das Mädchen hat dann halt nicht mehr wirklich geredet und niemanden an sich ran gelassen. Meine Freundin (haha) hat sich halt darüber "lustig" gemacht und aufgeregt. Ich hätte sie in diesem Moment am liebsten geschlagen!

Naja meine Frage ist wie geht ihr damit um oder habt ihr irgendwelche "Tipps" falls ihr das schonmal erlebt habt. Oder hattet ihr vielleicht schonmal eine/n Freund/in in der selben situation??

Tut mir echt leid wenn das alles durcheinander und unverständlich ist ich weiß nicht wie ich das sonst erklären bzw. fragen soll :D Ihr könnt aber gerne nochmal nachfragen

Danke schonmal

Antwort
von FriedaKroete, 32

Es gibt keinen festen Zeitpunkt, wann du darüber hinweg sein musst oder nicht mehr weinen darfst! Du entscheidest selbst, was dir gut tut und was du brauchst!

Wenn du darüber reden möchtest, sind deine Freunde bestimmt für dich da! Du musst ihn vielleicht einfach sagen, was du von ihnen erwartest. Sollen sie nur zuhören, sollen sie dich trösten, willst du, dass sie dich ablenken? Vermutlich haben deine Freunde einfach Angst, etwas falsch zu machen und dich damit zu verletzten. Auch wenn deine Freunde dich bestimmt gut kennen, können sie verunsichert sein und da deine Situation ja nicht alltäglich ist.

Wenn du nicht mit deinen Freunden reden kannst oder willst, dass gibt es verschiedene Rufnummern (z.B. 0800/1110111). Dort kannst du anrufen und erzählen, was in dir vorgeht. Ich kann verstehen, dass du es vielleicht merkwürdig findest mit einer fremden Person dort zu sprechen, allerdings sind die Menschen die dort arbeiten genau für sowas da!

Antwort
von AntworterNBG, 48

es wird immer ein komisches, bedrückende, trauriges Gefühl sein auch auch mehrere Jahren. Man redet auch nicht gerne drüber und wenn man mal ein bestimmtes Lied hört einen Film sieht oder sonst was ist es ein mulmiges trauriges Gefühl was aber nicht schlimm ist weil Trauer normal ist rede doch mal mit deiner Mutter oder Geschwister evtl.

Antwort
von carolinalison, 39

Vielleicht würde es dir helfen dich abzulenken. Am besten ist es nicht allein zu sein oder sich zu langweilen, sonst denkt man zu viel darüber nach... es war bei mir jedefalls so... meine Freunde haben dann die ganze Zeit was mit mir unternommen als sie gemerkt haben wie schlecht es mir ging und irgendwann konnte ich dann auch wieder halbwegs normal darüber reden.

Antwort
von Err3gungshelfer, 33

Tut mir leid,aber da musst du wirklich durch,auch wenn ablenken hilft. Einerseits kann ich deine Freundin verstehen wenn sie n bissel überfordert ist,andererseits würde ich das niemals so sagen sondern einfach immer versuchen dazusein und zuzuhören wenn du reden willst. Und das mitm Film ist halt blöd gelaufen,aber es ist ja klar das sie vom Tod deines Vaters nicht so betroffen ist wie du. Wenn du reden möchtest schreib mich doch einfach so an,die mutter meines Vaters ist vor wenigen Tagen überraschend gestorben (ist zwar nochmal anders als wenns der eigene Vater ist). :)

LG

Antwort
von diemiIch, 30

Du musst nicht drüber hinweg kommen, du sollst deinen Vater auch nicht vergessen... behalt ihn stets in Erinnerung und versuch dein Leben normal weiter zu leben

Antwort
von xsxsx, 38

Mein Beileid erstmal . Vllt solltest du mir deine Mutter ,Geschwister oder so reden die die selbe Situation haben wie du . Oder Beginn eine Trauer Therapie .(es ist normal das du immer noch nicht hinweg kommst)

Antwort
von FarinaE, 54

Du darfst so lange traurig sein und so oft weinen wie du es willst und brauchst. Da ist es ganz egal was andere dazu sagen. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Dass dein Vater nun nicht mehr da ist, ist ja noch etwas ganz Neues für dich und da kann das Leben meistens nicht einfach so weitergehen.

Vielleicht ist es ein erster guter Schritt, dass du gerade anfängst dich zu öffnen und mit anderen Menschen über deine Situation sprichst. Gespräche haben mir in Prozessen der emotionalen Verarbeitung immer sehr gut geholfen. Und dann ist der entscheidende Faktor die Zeit. Nimm sie dir.

Ansonsten kannst du dich auch an Seelsorge-Dienste (meist telefonisch) wenden und die haben dann meistens ganz gute Ideen wo du dir noch helfen lassen kannst mit deiner Trauerbewältigung.

Alles, alles Liebe für dich!

Antwort
von 1ueberfragter1, 41

Du kannst dich ablenken. Aber der Schmerz kommt einfach und da musst du leider durch. Nimm dir selbst Zeit dafür.

Wie siehst du denn den Tod? Was ist deine Vorstellung davon?

Kommentar von SchillixD ,

Ich weiß es nicht genau, ich bin zwar nicht religiös aber trotzdem stelle ich mir irgendwie vor das mein Vater mir manchmal zuguckt bzw. mir zuhört. Das klingt vielleicht doof aber vielleicht verstehst du was ich meine.

Kommentar von 1ueberfragter1 ,

Denkst du, dass er gelitten hat vor seinem Tod und das möglciherweise eine Erleichterung für ihn gewesen sein kann?

Kommentar von SchillixD ,

Ich denke schon, er hat halt nie darüber geredet wie es ihm geht, wenn er schmerzen hat oder so. Er wusste halt schon die ganze Zeit das er sterben wird hat es uns (meiner Schwester und mir) nie gesagt, er hat uns immer wieder getröstet und ich denke halt das er mit viel schuldgefühlen und einer großen Belastung gestorben ist und das macht es irgendwie noch schlimmer für mich. Ich würde ihm halt gerne sagen das er sich keine sorgen machen muss.

Kommentar von 1ueberfragter1 ,

Das klingt als hat er gelitten und der Abschied viel ihm schwer, weil er Angst hatte euch zu verlassen.

Du sagst, dass du denkst er ist noch immer bei dir. Ich würde dir empfehlen, einen Brief zu schreiben. Nimm schönes Papier, schreib ordentlich - gib dir Mühe damit. Schreib in diesen Brief alles rein, was du ihm noch sagen möchtest oder sagen wolltest. Verschließe oder versiegel den Brief und leg ihn zum Beispiel in ein Fotoalbum. Dann lass ihn zu.
Schreib auch mit hinein, wei du dir deine Zukunft vorstellst und was er dir alles gezeigt hat und in welchen Momenten du an ihn denkst. Lass ihn aber zu. Vielleicht kannst du in 5 oder 10 Jahren ihn öffnen und nochmal lesen wenn du das möchtest.

Antwort
von bambusre, 57

Sport machen da kannst du so zu sagen "abschalten" hab ich damals auch gemacht

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