Frage von UsernameABC, 173

Mein Vater hat etwas gegen meinen Freund, weil er transgender ist?

Hallo.. Ich bin 17, mein Freund ist 19. Meine Eltern sind sehr christlich und haben etwas gegen Transexualität. Mein Vater ist vollkommen negativ dazu eingestellt, er sagt er ekelt sich vor solchen Menschen, sagt die ganze Zeit extra "Sie" und nennt ihn bei seinem Mädchennamen. Mein Freund hat noch keine OP's hinter sich, er nimmt lediglich Hormone, sieht deshalb auch eigentlich nicht mehr aus wie ein Mädchen und seine Stimme ist auch sehr tief. Mein Vater behauptet, dass mein Freund von Dämonen besessen sei, er lässt ihn deshalb auch nicht in unsere Wohnung. Er dürfte höchstens mit mir im Wohnzimmer sein unter meines Vaters Aufsicht. Sonst würde ich unreine Geister in mein Haus bringen. Meine Mutter kann wegen eines Schlaganfalls leider nicht mehr wirklich sprechen, aber sie ist der gleichen Meinung, wie mein Vater.

Mein Freund ist wirklich sehr traurig darüber, er ist wirklich lieb zu mir und wünscht sich so sehr, dass meine Eltern ihn mögen.

Er wollte auch erst, dass mein Bruder (22) nicht mit seiner Freundin in einem Zimmer schläft, wegen Sex vor der Ehe.

Mein Vater verbietet mir die Beziehung nicht, er sagt er könnte es eh nicht verhindern, aber unter seinem Dach lässt er es nicht zu und er nennt es Homosexualität.

WAS SOLL ICH TUN?

Ich möchte auch mal mit ihm zu mir... Vor allem ist es jetzt bald voll kalt draußen und wir können nicht jedes mal zu ihm.

Antwort
von Pan9999, 58

Also man kann noch so viel Verständnis für dich und deinen Freund haben und noch soviel Unverständnis für deinen Vater , aber dieses  Thema geht mir wirklich auf die Nerven langsam. Du bist nicht die einzige Person mit genau diesem Problem. Ich habe schon mit unzähligen Kindern gesprochen , welche durch die streng konservative Haltung ihrer Eltern gesprurt haben. Sowohl Christliche als auch Muslimische. Und auch ich hatte das selbe Problem, da ich und meine Familie Moslems sind und die Frau in die ich mich verliebt habe Katholisch. Doch es ist falsch nur Mitleid mit dir und deinem Freund zu empfinden. Heutzutage glauben die Kinder doch tatsächlich dass ihnen alles nachgetragen wird und jeder sie so lieb haben muss dass man ihnen mit Freude den Arsch abwicht und ein Küsschen drauf gibt. Du solltest nicht vor deiner Familie weg laufen und du solltest sie auch nicht verstoßen. Werde erstmal stark , bilde dich weiter , bring dich in eine lage wo du nicht mehr finanziel von deinen Eltern abhängig bist und bilde dich soweit es geht über den Christentum weiter. Der Christentum ist ein schöne Religion und natürlich kann man sie auf verschiedene Weisen ausleben. Du musst dich deinen Eltern entgegen stellen und klar deine Sichtweise auf die Dinge rüber bringen. Aber mach nicht den Fehler und sag dass du nichts mit ihnen zu tun haben willst , mach ihnen klar wie du dazu stehst , mach ihnen klar dass du so bist wie du bist und ihr Verhalten dich verletzt und wenn sie dich und deinen Freund dann in ihrem Haus nicht akzeptieren wollen sollen sie dich raus schmeißen. Aber dann sind sie es die etwas hinter her zu bereuen haben und die dich verlassen und nicht umgekehrt. Man sollte versuchen so gut es geht mit seiner Familie klar zu kommen , man hat nämlich nur diese eine Familie, aber man sollte sich auch nicht wirklichalles gefallen lassen und schau du solltest deine Familie niemals zugunsten eines Freundes verlassen , dass geht meistens nach hinten los , tu es viel mehr aus deiner Überzeugung heraus dann hast du auch hinter her nichts zu bereuen 

Antwort
von MaraMiez, 53

Und wieso könnt ihr nicht jedes Mal zu ihm? Dein Vater hat das Hausrecht, er müsste nicht mal begründen, wieso er jemanden nicht ins Haus lassen will, egal wie intolerant das auch sein mag.

Das muss man, wohl oder übel, akzeptieren.

Antwort
von nettermensch, 72

gegen verbohrte Eltern kann man leider nichts machen. ist eigentlich schade. das einzigste, was du machen kannst, versuchen vernüftig mit deinem vater darüber zu reden. ansonsten, wenn du volljährig bist, kannst du eine Wohnung suchen.

Antwort
von KeinName2606, 57

Wenn du noch zuhause wohnst kannst du leider nichts ändern. Eskalieren wird das Ganze irgendwann sowieso, wenn deine Eltern so drauf sind. (und ich dachte meine Mutter ist  katholisch haha). Du kannst mit 18 ausziehen, oder  du fügst dich...

Antwort
von LuzifersBae2, 45

Dein Vater lebt nur seinen Glauben bzw Religion richtig aus, mehr ist dass eigentlich nicht. So verblendet, dass sie schon die Menschlichkeit verloren haben, keinen Toleranz besitzen und andere Meinungen, Lebensweisen nicht akzeptieren. Nichts gegen dein Vater, aber so sind viele religiöse, die ihre Religion auch ernst nehmen.

Und das musst du halt akzeptieren bis du 18 bist.

Kommentar von DesbaTop ,

Das ist so nicht richtig. Leute die ihre Religion wirklich ernst nehmen sind in keiner Weise intolerant oder haben ihre Menschlichkeit verloren. (Stichwort "Liebe deinen nächsten"). Ein wahrer Christ der seinen Glauben richtig auslebt würde sich an dieses "Von Gott persönlich gegebene Gebot" halten anstatt es mir Füßen zu treten.

Das was du meinst sind Fanatiker, die jeglichen Bezug zur Religion verloren haben.

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Beziehung & Liebe, 48
  • Nun, zunächst einmal muss man festhalten, dass sehr viele Eltern die neuen Partner ihrer Kinder nicht mögen und sehr viele Mädchen Probleme haben, ihre Freunde für Sex mit nach Hause zu bringen. Egal ob streng christlich, muslimisch oder aus anderen Gründen heraus. Mit diesem Problem stehst du also nicht alleine da. Wie du siehst, hatte dein Bruder ja die gleiche schwierige Situation, obwohl da keine Transsexualität vorlag.
  • Zweitens ist es aber gewiss so, dass Transsexualität schon eine SEHR schwierige Situation ist und mitten im Übergang zwischen Frau und Mann ist das Geschlecht nun wirklich nicht eindeutig bestimmt. Nur ein paar Hormone machen aus einem Mädchen noch keinen Mann -- selbst mit Operation und langjähriger Hormongabe ist eine transsexuelle Frau nie wirklich ein Mann -- es werden immer erhebliche sexuelle Probleme mit Erektion, Potenz, Libido und natürlich sowieso Freuchtbarkeit bestehen bleiben. Mach dir da nichts vor. Eure Sexualität, wenn es sie gibt, ist doch zur Zeit in der Tat eher homosexueller Natur als heterosexueller, oder? Schau mal den biologischen Tatsachen ins Auge. Normalen Sex wie zwischen Mann und Frau könnt ihr nicht haben. 
  • Ich kann durchaus nachvollziehen, dass das allerletzte was man seine jungen geliebten Tochter als Partner wünscht, eine transsexuelle Frau ist. Das musst du doch auch irgendwie nachvollziehen können,oder? Ich finde, man sollte fair bleiben und Tacheles reden, wenn man schon so eine ausgesprochen ungewöhnliche Beziehung eingeht. Je offener, fairer und selbstkritischer man darüber redet, desto eher kann kann Toleranz erwarten. Stelle nicht ein Mädchen mit Hormonen als Mann da. Das ist schlichtweg Quatsch.
Kommentar von Alex9Q1 ,

Sorry, wo haben Transmänner bitte Probleme mit Erektion und Libido?

Und ich denke offen und fair sollten beide Partien sein. Die Eltern scheinen ja nur die Transsexualität zu sehen (was, wenn die beiden glücklich sind und eine gesunde Beziehung führen, eigentlich ziemlich irrelevant sein sollte), nicht den Menschen. Das ist wesentlich unfairer und verschlossener.

Kommentar von Kajjo ,

Der Penis eines Transmannes ist niemals auch nur annähernd perfekt einem echten Penis. Da muss man sich nichts vormachen.

http://transx.at/Pub/OP_Genital_FM.php

Kommentar von Alex9Q1 ,

Ich denke das ist jeden bewusst. Erektionen sind allerdings trotzdem kein Problem genau wie Orgasmen und die Libido ist stink normal

Kommentar von Kajjo ,

Das ist aus medizinischer Sicht stark geschönt dargestellt. Die Penis-Problematik ist vorhanden und es gibt noch keine wirklich gute Lösung -- je nach dem, welchen Anspruch man an "gut" hat möglicherweise.

Unzählige Männer mit Erektonsproblemen nach Prostataoperationen leiden extrem unter solchen als "gut" dargestellten Penisprothesen. Das ist kein Vergleich mit dem Original -- vor allem auch für die Partnerinnen nicht. 

Kommentar von Alex9Q1 ,

Natürlich ist "gut" subjektiv.
Ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass es da weder Probleme mit der Libido, noch Erektionsprobleme gibt. Wie das für gebürtige Männer mit diversen Problem ist kann ich nichts zu sagen. Aber deine Antwort ist meiner Meinung nach viel zu pauschalisiert

Antwort
von Cavo64, 15

Soweit ich es verstanden hab bist du ein Mädchen?!
Und dann ist es ja auch Homosexualität
Frage ihn doch mal wieso er dich so verabscheut wegen deiner sexuellen Vorliebe
Wieso vertritt er nicht das Gebot der Nächstenliebe?
Seine eigene Tochter...
Es ist nicht nur gegen sie gerichtet sondern auch gegen dich

Kommentar von loema ,

Mit einem transsexuellen Mann eine Beziehung zu führen ist nicht homosexuell.

Antwort
von DesbaTop, 98

Es ist das Haus deines Vaters und damit sind es auch seine Regeln. Völlig egal, wie bescheuert diese auch sind. Ich fürchte da wirst du absolut garnichts gegen machen können, außer zu der weisen Erkenntnis zu gelangen, dass dein Glück nicht von anderen Leuten abhängt

Antwort
von Andracus, 61

Ich glaub du musst mit deinem Vater mal wieder über den Begriff Nächstenliebe reden. 

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