Mein Therapeut hat mit meinem Chef über mich gesprochen (wohlwollend), weil sie sich privat kennen - wie gehe ich damit um?

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6 Antworten

Du weißt nichts. Er wird mit Deinem Chef nicht über Dich gesprochen haben. Dein Chef wird nicht wissen, dass er Dich behandelt. Vielleicht hat er mit ihm ganz allgemein über Teamsitzungen und Vorstellungen geredet, wenn es nicht nur einfach ein Zufall war.  

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Du weist ja gar nicht ob er wirklich darüber gesprochen hat. Vielleicht ist es ja nur ein Zufall oder Dein Chef macht das halt hin und wieder nur mal so.

Ich würde Deinen Therapeuten nicht vorverurteilen.

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Dias entscheidende Wort ist "vermutlich", Du befindest Dich in einer Schleife von Spekulationen. Sprich Deinen Therapeuten darauf an, ansonsten ist Dein Vertrauen bald ganz weg, aber daß Du die Befürchtung habest, daß er Deinen Chef dazu veranlaßt haben könnte und Du Angst habest, daß nun Dein neuer Chef wisse, daß Du in Therapie seiest etc. .

Es kommt ja, sollte er es angeregt haben, nicht nur darauf an, daß er es gemacht hat, sondern wie er es gemacht hat. Wenn er es z.B. nur in einem Gespräch hat einfließen lassen, daß neue Studien gezeigt hätten, daß solche Vorstellungsrunden sich positiv auf das Betriebsklima auswirkten, so wäre es unverfänglich und unproblematisch. Damit will ich nur sagen, daß er durchaus den Chef dazu veranlaßt haben könnte, ohne Bezug auf Dich zu nehmen.

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Es kann sein, dass Dein Therapeut überhaupt nichts über Dich gesagt hat. Zum Beispiel könnte Dein Chef ihn gefragt haben, was er denn bei den Teamsitzungen besser machen könnte und Dein Therapeut hat ihm darauf die Vorstellungsrunden vorgeschlagen. Ohne Deinem Chef zu sagen, dass das von Dir kommt. 

Falls er aber wirklich irgendetwas über Dich weitererzählt haben sollte, kannst Du ihn anzeigen und er wird seine Lizenz verlieren (wenn Dein Chef wahrheitsgetreu aussagt). Das geht überhaupt nicht! Therapeuten haben Schweigepflicht. Ich denke, dass er auch nicht erzählen darf, dass Du bei ihm in Therapie bist. 

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Kommentar von XY123XY123
22.07.2016, 20:20

P.S.: Eigentlich fände ich es auch seltsam, wenn er Deinem Chef die Idee mit der Vorstellungsrunde erzählt hätte, ohne ihm zu sagen, dass sie von Dir kommt. Auch wenn er das vor dem Gesetz darf. Mein Vertrauen wär da weg.

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Ja, er ist zu weit gegangen, das darf er nicht!

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Netter Versuch:
Vielleicht war er einfach nur arglos und dachte, es sei nichts dabei,
wenn er meinem Chef den Tipp gibt, mir da indirekt ein bisschen entgegen
zu kommen, ums mir am Beginn der Arbeit leichter zu machen oder so
etwas.

Also 1. Kein Therapeut ist arglos oder Gedankenlos. Wenn doch, dann hat er den falschen Beruf.

Lösungsansatz: Wenn dieses Verhalten Deines Therapeuten dazu führt, dass Dein Chef "dauerhaft umgänglicher" wird, dann freu Dich über den "Erfolg" und genieße es.

Sollte die "Verhaltensänderung lediglich temporär" sein, dann sprich mal mit dem Therapeuten darüber und erkläre ihm:

Das seine Indiskretion ein eklatanter Verstoß gegen den Berufsethos sei und er bei Wiederholung seine Zulassung verlieren kann. Du würdest im Wiederholungsfall keine 'Scheu vor einer Anzeige beim Berufsverband haben, soweit sei die beisherige Therapie ja erfolgreich gewesen.

Das  sollte als "Schuß vor den Bug" reichen.

Rechtlich hat er genen das Datenschutzgesetz und die Schweigepflicht verstoßen. Das reich in besonderen Fällen. Abhängig vom Richter kommen da schon 3-4 Jahre zusammen.

Wenn allerdings der Erfolg für Dich sehr positiv sein sollte................  Vielleicht kannst Du ja fünfe mal ausnahmsweise gerade sein lassen.

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Kommentar von elektromeister
22.07.2016, 20:01

Nachsatz: Das alles unter der Voraussetzung, dass es tatsächlich ein Gespräch zwischen Dem Therapeuten und Deinem Chef über Dich gegeben hat.

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