Frage von stevenfischer, 147

Mein Sohn wurde mit 0,83 Promille in der Probezeit erwischt.6 Monate Führerschein weg und 600 Euro Strafe. Droht jetzt noch MPU und lohnt Berufung?

Er hat keinerlei Vorstrafen und hatte auch keine Ausfallerscheinungen. Leider haben sie bei der Verhandlung eine Schulklasse zugelassen und die Staatsanwältin wollte ihm sogar den Führerschein ganz wegnehmen. Und zu guter letzt wurde er auch noch nach Erwachsenenrecht verurteilt. Also ich finde das ziemlich übertrieben. Er wurde behandelt wie ein Schwerverbrecher. Wir sind total verunsichert, ob jetzt nicht auch noch eine MPU angeordnet wird. Überlegen auch in die Berufung zu gehen. Haben aber Angst, dass er noch eine schlimmere Strafe bekommt. Hat jemand schon etwas Ähnliches erlebt.?

Antwort
von peterobm, 76

Während der Probezeit und bis 21 besteht eine 0,0 Promille-Regelung. 

Das Bübchen hat Alk getrunken, dafür muss er sich nun verantworten. Eine Berufung könnt ihr euch schenken.

Strafrechtlich das eine, alles andere läuft nun über die Fsst. Verl. der Probezeit und Aufbauseminar und Punkte

Kommentar von peterobm ,

auch bei einer Berufung kann die Strafe nicht höher ausfallen.

Kommentar von Darkmalvet ,

Dummerweise ist es erst ab 1.1 Promille wirklich strafbar.

Er hätte nie vor dem Gericht landen dürfen.

Also lohnt sich da die Berufung schon, ggf bis nach Karlsruhe, denn die Anklage war Verfassungwiedrig

Antwort
von Apfel2016, 85

Er fährt in der Probezeit unter Alkoholeinfluss und du findest das ungerecht?

Es hätte sonst was passieren können...er wird das ja warscheinlich schon öfter gemacht haben

Sie hätten ihm den Führerschein wegnehmen sollen, dass ist das beste was man machen kann mit Leuten die trinken und dann fahren!

Antwort
von Gerneso, 44

hatte auch keine Ausfallerscheinungen

Also Du findest es ok, dass er Alkohol getrunken hatte und gefahren ist, weil er "keine Ausfallerscheinungen" hatte?

Leider haben sie bei der Verhandlung eine Schulklasse zugelassen

Ja und? Wenn man Mist baut, muss man auch dazu stehen? Die Schulklasse war ja wohl nur als Beobachter im Saal und wurde nicht in die Verhandlung einbezogen. 

Und zu guter letzt wurde er auch noch nach Erwachsenenrecht verurteilt.

Alkohol darf ja auch nur an Erwachsene ausgeschänkt werden. Da fühlte er sich also erwachsen genug, ja? Aber wenn es ums Geradestehen geht will er sich hinter Mama's Rockzipfel verstecken?

Also ich finde das ziemlich übertrieben. Er wurde behandelt wie ein Schwerverbrecher.

Dass man nicht trinken und fahren darf ist allseits bekannt. Anstatt ihn jetzt noch zu bedauern, solltest Du ihm klarmachen, dass "zum Glück" niemand zu Schaden gekommen ist und er in Zukunft bitte einfach ein Taxi nehmen soll, wenn er getrunken hat.

Überlegen auch in die Berufung zu gehen.

Oh je......

Kommentar von Darkmalvet ,

Dummerweise ist es erst ab 1.1 Promille wirklich strafbar.

Er hätte nie vor dem Gericht landen dürfen

Kommentar von Gerneso ,

Sohn wurde mit 0,83 Promille in der Probezeit erwischt

Er ist Fahranfänger und in der Probezeit. Da gelten besondere Bestimmungen.

Kommentar von Darkmalvet ,

Aber nicht was die Strafbarkeit betrifft, nur was den Führerscheinentzug betrifft.

PS:

Das sind die besonderen Bestimmungen, sonst nichts:

0,0 Promille für Fahranfänger

Wer sich in der Probezeit befindet oder jünger als 21 Jahre ist, hat absolutes Alkoholverbot. Ansonsten drohen Punkte in Flensburg ein Bußgeld von 250 Euro und die Teilnahme an einem Aufbauseminar sowie die Verlängerung der Probezeit um weitere 2 Jahre

Kommentar von peterobm ,

mir scheint, da wurde etwas verheimlicht, Gefährdung, Unfall; darüber kann man aber nichts lesen.

Kommentar von Darkmalvet ,

Ja, das kann natürlich sein.

Wenn er andere Gefährtet hat, dann landet das auf jeden Fall vor Gericht, eben so bei einem Unfall (und sei es nur ein kleiner Blechschaden).

Da hilft dann auch keine Revision mehr, da muss er halt durch

Selbst Schuld

Antwort
von TheAllisons, 53

Es ist so schon richtig, in der Probezeit unter Alkoholeinfluss Autofahren, da muss die Strafe schon hoch ausfallen, denn das sollte eine Wirkung zeigen. Es wird eventuell noch eine Nachschulung auf ihn zukommen, was auch zur "Verkehrserziehung" gut ist. Und er müsste wissen, dass man sich in der Probezeit und natürlich auch generell im Straßenverkehr an die Gesetze halten soll. Denn er hat nicht nur sich, sondern auch andere gefährdet. Das sollte schon eine Lehre sein.

Kommentar von Darkmalvet ,

Dummerweise ist es erst ab 1.1 Promille wirklich strafbar.

Er hätte nie vor dem Gericht landen dürfen

Antwort
von Marakowsky, 53

Es tut mir leid das so zu sagen: aber ich hoffe doch, dass die mpu kommt. Das war keine Glanzleistung und so ziemlich das schlimmste was ein Autofahrer ohne suizidale Absichten tun kann. Ausfallerscheinungen hin oder her. Wie würdest du jetzt argumentieren, hätte er tatsächlich jemanden angefahren? Ich meine es weiß jeder das Autofahren und Alkohol eine ganz schlechte Kombi ist.

Antwort
von Darkmalvet, 61

Eine Straftat ist Fahren unter Alkoholeinfluss doch erst ab 1.1 Promille.

Er hätte gar nicht im Gericht sitzen dürfen, mit 0.83 hätte das ledigtlich das Verkehrsamt per Fahrverbot und Bußgeld.

Zitat Bußgeldkatalog:

Fahren mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille und mehr ("absolute Fahruntüchtigkeit"), wird als Straftat geahndet

Kommentar von peterobm ,

auf welchen Ross sitzt du? Verschärfung wegen Fahranfänger und Missachtung der 0,0 Grenze. 

Kommentar von Darkmalvet ,

An der Strafbarkeitsgrenze von 1.1 Promille hat sich für Fahranfänger nichts getat, da passiert nur das


0,0 Promille für Fahranfänger

Wer sich in der Probezeit befindet oder jünger als 21 Jahre ist, hat absolutes Alkoholverbot. Ansonsten drohen Punkte in Flensburg ein Bußgeld von 250 Euro und die Teilnahme an einem Aufbauseminar sowie die Verlängerung der Probezeit um weitere 2 Jahre
                                                                          <span class="rangySelectionBoundary"></span>
Antwort
von ratatuie, 44

Was wäre den passiert wenn er ein Kind dabei getöttet hätte. Ein Mensch der im Straßenverkehr unterwegs ist alkoholisiert sollte mal das gegenteil erleben. 

Wie soll die Polizei den reagieren. ACH MENSCH jung das kann doch mal passieren. Wo sind wir den hier. 

Antwort
von archibaldesel, 21

Nein, aber deine Angst ist berechtigt. Genau das kann bei einer Berufung passieren.

Ein Schwerverbrecher kommt übrigens nicht mit einer Geldstrafe i. H. v. EUR 600,00 weg. Mir mangelt es auch ein wenig an Verständnis für deine Empörung. Wer in der Probezeit ist, weiß um die Auflagen und solle gar nichts trinken.

Antwort
von Annabell2014, 48

Fahranfänger... unter Einfluss von Alkohol! Absolut richtig was er da an Strafe bekommen hat. Finde es sollten ständig Schulklassen anwesend sein, bei solchen Verhandlungen.

MPU wird er machen müssen. Zurecht!

Kommentar von Darkmalvet ,

Natürlich ist MPU zurecht, wobei er niemals hätte vor Gericht landen dürfen, angeklagt werden darf man erst ab 1.1 Promille.

Da muss irgendwo ein Fehler passiert sein, also am besten Sofort in Berufung, das ganze würde aufgehoben

Antwort
von Fati82, 49

Er braucht doch keinen Führerschein um zu fahren. Geht doch auch ohne. Ist doch so wie zB beim Schwimmen. Das geht auch ohne Freischwimmerabzeichen. Bin fast meine ganze Zeit ohne immer.

Kommentar von Darkmalvet ,

Wenn es darum geht, es der blöden Bürokratie zu zeigen, gerne.

PS: Damit meine ich nur, Führerschein zuhause lassen und diskutieren, dass die Gesetze unnötig sind, wenn man angehalten wird.

Aber falls es einem zu bunt wird, kann man aus der Nummer immer wieder aussteigen, wann immer man möchte.

Ja, ich vertrete Anarchistische Überzeugungen, ich halte nicht viel von der Regierung

Antwort
von ratatuie, 68

JA und eine sehr intensive Fragestellung bei der MPU. OHNE Psycholgen wird er sein lappen wohl nie wieder sehen und das zurecht

Kommentar von Darkmalvet ,

Ähhhm Ausland.....

Wenn alle Stricke reißen dann kann er in den Niederlanden oder Polen einen neuen machen

Kommentar von Kandahar ,

Das ist zum Glück nicht mehr so einfach möglich.

Kommentar von Darkmalvet ,

naja, du brauchst nur eine Wohnung in dem Land und musst solange da leben wie du den Führerschein machst.

Kommentar von Bestie10 ,

das war ein mal ...... !!!!

Antwort
von Bestie10, 30

der Ärmste, das armen Büble

fährt besoffen Auto ... hat keine Ausfallerscheinungen ... was zeigt er säuft regelmässig !!

dann ist er 18 (??) darf wählen gehen , hat alle Erwachsenenrechte und wird auch noch als Erwachsener bestraft

Gut dass da ne Schulklasse dabei war,

dann sehen die wenigstens - merken sich das , was passiert wenn man sich unverantwortlich im Straßenverkehr benimmt

Kommentar von Darkmalvet ,

Dummerweise ist es erst ab 1.1 Promille wirklich strafbar.

Er hätte nie vor dem Gericht landen dürfen

Kommentar von Bestie10 ,

dann kann die Familie ja Revision beim OLG einlegen

wenn sie sich schlecht behandelt fühlt

die Eltern , so wie die hier auftreten (uneinsichtig) auch  zu vermuten, werden den Bußgeldbescheid abgelehnt haben

weshalb die Sache vor Gericht kam

Kommentar von Darkmalvet ,

Demnach wären die 600€ ein Bußgeld vom Verwaltungsgericht und keine Strafe in Tagessätzen

Das kann natürlich sein.

Antwort
von Kandahar, 38

Na ja, der hat offensichtlich in der Fahrschule nichts gelernt! Wer alkoholisiert Auto fährt, der hat es nicht anders verdient, denn er gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere. Ich hoffe sehr, dass eine MPU angeordnet wird. Im übrigen ist dein Sohn erwachsen, warum sollte er nicht nach Erwachsenenstrafrecht behandelt werden? Zum Autofahren fühlt er sich ja auch erwachsen genug.

Kommentar von Darkmalvet ,

Dummerweise ist es erst ab 1.1 Promille wirklich strafbar.

Er hätte nie vor dem Gericht landen dürfen

Kommentar von Bestie10 ,

und wenn du dein Sprüchlein bei jedem dranhängst

manchmal gibt es Gerechtigkeit

Kommentar von Kandahar ,

Ich denke mal, der Fragesteller hat hier nicht alle Fakten auf den Tisch gelegt.

Kommentar von Darkmalvet ,

So denke ich mir das nämlich auch.

Entweder die 600 € kommen vom Verwaltungsgericht als Bußgeld (und nicht als Strafe) oder es wurde jemand gefährdet, bzw ein Unfall gebaut.

Dann passt das mit dem Gericht wunderbar und dann ist das auch gut so

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