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Mein Sohn weint bei jedem, der ihn anspricht.

gefragt von wob01 am 04.09.2008 um 9:33 Uhr

Guten Morgen, ich hoffe, es kann mir jemand weiterhelfen. Mein Sohn (2 1/2 Jahre alt) fängt sofort an zu weinen, sobald ihn jemand anspricht. Das ist nicht nur bei Fremden, sondern auch bei Bekannten, die er länger nicht gesehen hat so. Egal, ob Spielkreis, Kindersport, draußen oder wenn uns jemand besuchen kommt. Das ist wirklich anstrengend und ich weiß auch nicht, wie ich dann reagieren soll. Teilweise kennt er die Leute schon lange. Gruß Tanja


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andreas48
beantwortet von andreas48 am 4. September 2008 09:38
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das nent man Intensivfremdeln..das gibt sich ganz schnell wieder..scheinbar hat er eine sehr hohe emotionale Bindung zu Euch..

es wäre also gut, wenn Fremde/Bekannte nicht gleich auf den Kleinen zugehen sondern sich erst mit Euch unterhalten, so daß er sehen kann, daß ihr mitenader vertraut seid..

und macht er trotzdem Theater, dann sollen sich diese Leute sofort von ihm zurückziehen und nciht mit Gewalt ein Lachen herausfordern..das geht dann schief ud die Sachlage verhärtet sich

Kommentar von wob01 am 4. September 2008 09:43

Vielen, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich hoffe, Du hast recht. Es steht jetzt auch an, dass er alleine im Spielkreis bleiben soll. Das wird für alle hart werden.


unbekannteta
beantwortet von unbekannteta am 4. September 2008 14:57
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Dieses fremdeln ist ganz normal, das legt sich wieder. Das ist ein ganz großer liebesbeweiß an dich oder deinen partner. 'Das geht dir bestimmt bald auf die nerven weil du ihn auch nirgendswo lassen kannst. Warte ab das legt sich wieder, spätestens wenn er in kindergarten geht. Das hat auch vorteile, er geht mit niemanden fremden weg. Das ist ein sehr großer vorteil. Also kopf hoch es bessert sich.


zaubermaus036
beantwortet von zaubermaus036 am 4. September 2008 23:09
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Unsere Tochter hat das auch gemacht bis sie 4 Wochen vor ihrem 2. Geburtstag stand. Dann hat sie von einem auf den anderen Tag aufgehört und heute mit gut 3, sucht sie lediglich den Kontakt zu mir, also ihre Sicherheit. Das geschieht aber in Form von Blickkontakt zu Hause und unterwegs an Körperkontakt. Bei Bekannten redet sie auch wie ein Buch. Also laß Dich nicht entmutigen, dass wird sich ändern, auch wenn es jetzt ziemlich nervt. Denke nicht, dass dieses Verhalten etwas mit Aufmerksamkeit zu tun hat, sondern lediglich mit einer sehr festen Bindung zur Bezugsperson.

Kommentar von wob01 am 5. September 2008 07:09

Ich möchte Euch allen herzliche für die Antworten danken. Ich werde versuchen die Ratschläge umzusetzen und hoffe, dass sich das bald normalisiert. Danke schön. Tanja


anonym
beantwortet von miez06 am 5. September 2008 09:23
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Hallo Tanja,

das hat unsere Tochter auch gemacht. Das gibt sich wieder, Tritt aber immer wieder auf. So bis sie ungefähr 6 / 7 sind. Meine Kinderärztin hatte mir empfohlen, sie für 2 - 3 Stunden am Tag wegzugeben (Kindergarten, -krippe). Das war sehr schwer für uns beide. Sie weinte jeden Morgen ganz entsetzlich, wenn ich sie abgegeben habe. Die Erzieher haben sich rührend um sie gekümmert. Nach ca. 4 Wochen war ihr klar, dass ich immer wieder komme und wenn Fremde mich ansprechen, dass die Mama immer da bleibt bzw. nicht weggenommen wird. Wenn sie sich dann eingewöhnt hatte, ging alles sehr gut. Auch die Begegnung mit anderen Menschen. Allerdings bei jedem Ort- bzw. Bezugspersonenwechsel (Wechsel Kinderkrippe - Kindergarten, Wechsel Kindergarten - Schule, Beginn eines Schwimmkurses etc.) ging das Weinen und Fremdeln wieder von vorn los. Und da muß man dann dem Kind zeigen, dass alles gut ist und man der "neuen" Person vertraut. Mitleid mit ihm macht alles schlimmer. So hart es klingt, man muß einfach gehen und draußen weinen, wo es das Kind nicht sieht. Das zahlt sich aus.


Radiocafe
beantwortet von Radiocafe am 5. September 2008 11:04
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Hallo Tanja, ich habe bis meinem 6. Lebensjahr kein Wort mit einem fremden Menschen gesprochen, sogar mit meiner Tante nicht (sie hatte eine tiefe Stimme). Meine Eltern hatten vor meiner Einschulung schlaflose Nächte gehabt und ab dem ersten Tag meiner Einschulung war meine "Menschefobie" weg. Heute bin ich ein sehr aufgeschlossener Mensch. Fazit: es ist nicht schlimm, wenn Dein Kind fremdelt. Beobachtet ihn nicht, wartet ab, es kann auch Jahre dauern (wie bei mir), Dein Kind ist wahrscheinlich überdurchschnittlich sensitiv und braucht eine längere Zeit bis er sich auf die neue Umgebung, bzw. Menschen gewöhnt. Akzeptiert es als eine Eigenschaft Eures Kindes. Wenn er groß wird und erwachsen, wird er bestimmt sein Umfeld genau beobachten und darauf reagieren. Es ist eine durchaus positive Eigenschaft und zeichnet oft interessante, charismatische Persönlichkeiten aus. Also: nicht weinen, lächeln und das Kind akzeptieren wie es ist.



collo
beantwortet von collo am 4. September 2008 10:08
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Dein Sohn ist ganz einfach schlau :-)

Er hat gelernt, dass man ihm ganz besonders viel Beachtung schenkt, wenn er weint. Also macht er das. Erst wenn er merkt, dass man ihn mehr beachtet, wenn er nicht weint, wird sich das ändern.

Ich denke er wird sich sehr wundern, wenn man ihm bei nächsten mal nicht beachtet ;-)

Kommentar von 01fa1e5ea1d14415ea7a6d2297571c93smallSabi05 am 5. September 2008 21:41

Das stimmt nicht das ist eine fase Die nennt man "FREMDELN". Das hat ein jedes kind das hat mit der aufmerksamkeit nichts zutun. das legt sich schon wieder. Lg


anonym
beantwortet von naominoelle am 7. September 2008 12:52
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Meine persönliche Meinung: ich würde gerade in dieser Situation das Kind NICHT abgeben! Klar, irgendwann würde er aufhören zu heulen und nach 3 Std. kommt seine Mami ja dann auch wieder, aber ich befürchte, dass er so nur lernt, dass seine Mutter nicht 100% zu ihm steht in einer für ihn schwierigen Situation! Ähnlich fänd ich es, ein Kind, das im Bett liegt und raus will und weint, einfach weiter heulen zu lassen...:irgendwann wird es vor Erschöpfung einschlafen, aber gelernt hat es höchstens, dass es allein gelassen wurde und so wird das Zubettgehen für´s Kind erst recht zur bösen Situation. Bei allem, was ich über´s fremdeln gelesen habe, ist das Fazit: NICHT DRÄNGEN ODER ZWINGEN. Wenn die Mutter zu ihrem Kind hält, wird es irgendwann das nötige Vertrauen haben, von selbst "loszulassen". Ich würde es auch gar nicht immer thematisieren, nach dem Motto:"die tut Dir doch nichts, jetzt heul doch nicht". Lieber den Erwachsenen erklären, dass das kind gerade eine Phase durchmacht und zu nix gezwungen werden sollte. Auf jeden Fall sollte man auf der Seite des Kindes bleiben und das mit dem alleinbleiben in der Spielgruppe wirkt auf mich wie eine Schocktherapie, sofern es überhaupt eine "Therapie" ist und nicht ein Vertrauensbruch zur Mutter. Im Zweifelsfall klammert das Kind doch jetzt erst recht, weil es befürchten muß, dass man es wieder gegen seinen Willen weggibt...Würde mich interessieren, wie Du die Situation letzendlich gelöst hast... LG


anonym
beantwortet von wob01 am 8. September 2008 07:11
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Guten Morgen Euch allen,

nochmal vielen, vielen Dank für die ganzen Antworten. Mein Sohn war in der Zwischenzeit noch 2 mal im Spielkreis und es ging ganz gut. Die Erzieherin hat sich langsam an ihn rangepirscht. Und ich muß sagen, sie hat das wirklich gut gemacht. Er würde zwar noch nicht allein dort bleiben, aber zumindest geht er auch schon allein los und spielt mit den anderen Kindern. Und eine gesunde Portion "Zurückhaltung" kann ja auch nicht schaden. Fazit: Dieses Forum hier ist super klasse und ich danke Euch für die aufbauenden und hilfreichen Antworten. Bis zum nächsten Mal. Tanja


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