ghostwriter am 21.08.2008 um 19:26 Uhr
Mein Sohn, 21,hat eine abgeschlossene Berufsausbildung u.auch den Zivildienst abgeleistet.Nun beginnt er am 1.10 eine weitere 4-jährige Ausbildung in seinem Traumberuf.Nun bin ich dahinter gekommen, dass er sein Konto mächtig überzogen hat.Er konnte noch nie mit Geld umgehen, war oft schon nach einer Woche wieder pleite.Er gibt Geld aus (für Handy,ständig essen gehen, Klamotten,Kino etc.)das er eigentlich nicht hat, denn immer wieder pumpt er seine Freunde an u. sogar seine jüngeren Geschwister, denen ich eigentlich verboten habe, ihm Geld zu leihen.Wir haben ihm das nicht vorgelebt,sind eher sparsam u. machen keine Schulden.Wie kann ich ihn wieder auf den richtigen Weg bringen?
Durch ein Gespräch und ein konsequentes NEIN zum Thema Geld leihen.... Du mußt ihm erklären, dass Du gerne bereit bist ihm bei der Kontobereinigung zu helfen, aber er muß Dir auch zeigen, dass er das wirklich macht... Noch kannst Du ihm den richtigen Weg zeigen, aber solange Geschwister und Freunde ihm weiterhin etwas leihen, wird er da auch zugreifen. Das klingt echt hart, aber es hilft. Genau dieses habe ich selber mitgemacht mit meinem Bruder und kenne die Folgen auch die er daraus tragen mußte... Mach ihm klar, dass die Bank irgendwann das Geld wiederhaben will und das die auch vor Gehaltspfändungen nicht zurückschrecken. Wünsche Dir viel Glück und Kraft
Ich glaube, er muss erst ganz unten ankommen - mit zig Schulden am Hals - bevor er sein Verhalten ändert. Da muss er ganz allein durch und das ganz allein lernen, sonst bleibt er lebensuntüchtig. Wenn ihm erst mal alles unter dem Hintern weggepfändet wird, denkt er vielleicht um.
vollimleben am 21. August 2008 19:39 "Herrliche"Antwort DH
ghostwriter am 21. August 2008 19:56 Ich sehe das kommen.Aber vielleicht muss es dann so sein.
solche fälle sind schwer, lebt er denn noch bei euch zu hause?! wenn nicht habt ihr kaum eine kontrollmöglichkeit. da müssen alle mitziehen und ihm nichts mehr leihen. am besten sollte er alle ausgaben dokumentieren um sich so zu vergegenwärtigen was er wirklich ausgibt!
ghostwriter am 21. August 2008 19:32 Ja, er wohnt noch bei uns.Alles Reden hilft nichts.Er nimmt das auf die leichte Schulter, ihn jucken auch die Mahnungen nicht, die ins Haus flattern.Neuerdings hat er Versandhäuser entdeckt u. bestellt dort Klamotten, die er erst in 100 Tagen bezahlen muß.Ich habe darüber schlaflose Nächte.
heligirl am 21. August 2008 20:10 Er scheint ja schon ein schwerer Fall zu sein, wenn er das alles ignoriert und es ihm nicht unangenehm ist. Ich würde ihn entweder vor die Tür setzen oder ihn alles bezahlen lassen, d.h. nichts ist mehr mit schön zuhause umsonst wohnen und essen. Zieht die Notbremse, bevor es zu spät ist und er da gar nicht mehr rauskommt.
das ist echt schwer.. ihn vor die tür setzen heißt fast unweigerlich, dass er noch mehr schulden macht (mietschulden ect.) weiß ich leider auch keinen rat.. könnt einen erwachsenem ja kein hausarrest geben. aber auf jeden fall großes lob dass ihr euch gut kümmert und euch solche sorgen macht!
das ist echt schwer.. ihn vor die tür setzen heißt fast unweigerlich, dass er noch mehr schulden macht (mietschulden ect.) weiß ich leider auch keinen rat.. könnt einen erwachsenem ja kein hausarrest geben. aber auf jeden fall großes lob dass ihr euch gut kümmert und euch solche sorgen macht!
ghostwriter am 21. August 2008 20:51 Naja, vor die Tür setzen gut u.schön.Nur als Eltern sind wir ja verpflichtet Unterhalt zuzahlen, bis er 25 ist.
Connyconrad am 23. August 2008 09:07 Er muss sich auch dementsprechen benehmen und sorgsam mit den Geldern umgehen sonst verliert er den Anspruch aufs Unterhalt. Es sind ja noch andere Kinder da und bevor Sie Unterhalt zahlen müssen wird erst mal gesehen wie hoch Ihre Belastungen sind. Ansonsten stehen Ihrem Sohn nur das Kindergeld zu.
Du hast ja hier bereits viele wirklich tolle Antworten bekommen.
Als Ergänzung würde mir noch folgendes einfallen.
Es gibt ein Brettspiel - Cashflow - mit welchem man spielend den Umgang mit Geld lernt.
Für dieses Spiel gibt es in ganz Deutschland zig Spielkreise, die sich einmal im Monat treffen. Dort sind 12 jährige und 70 jährige mit dabei.
Das Spielen kostet nichts, sondern es geht einfach um den Umgang mit Geld.
Hier findest Du dazu weitere Informationen mit einer Liste aller Orte: http://www.rich-dad.de/cashflowclub.html
Das Spiel vermittelt auf ganz einfache und spannende Weise den Umgang mit Geld.
Vielleicht wäre das eine weitere Möglichkeit für euch.
tolle Idee, habe mich gleich nach einem Cashflowclub in meiner Stadt umgesehen. Ich denke auch, spielerisch lernt es sich einfacher, als mit erhobenem Zeigefinger. Bei 21jährigen funktioniert ins Gewissen reden eh nicht mehr.
Ja, man muss es selbst erfahren oder lernen und nicht von anderen gesagt bekommen.
Viel Spaß dabei. Die Spieleabende machen sehr viel Spaß.

Einfach kein Geld mehr zustecken.
ghostwriter am 21. August 2008 19:28 Von uns kriegt er auch keins!

Den Geldhahn zudrehen und auch nicht auf Bitten und Betteln reagieren.
ghostwriter am 21. August 2008 19:29 Von uns bekommt er kein Geld u. das weiß er auch. Er hat andere "Quellen"
BELLA64 am 21. August 2008 19:34 dann musst du ihn ins kalte Wasser fallen lassen. Wenn er noch zu Hause wohnt, mach ihm eine Rechnung über Kostegeld, die er zu zahlen hat.
indem Du ihm nicht mehr aus der Scheiße hilfst... Irgendjemand scheint ja letztendlich die Rechnungen zu zahlen.
ghostwriter am 21. August 2008 19:57 Ich helfe ihm nicht aus der Scheiße.Aber sein Konto gerät immer mehr ins Minus.
Die Gläubiger werden die gesetzlichen Instrumente bald anwenden, dann wird er selbst lernen müssen, wie er damit klarkommt. Solange es noch andere gibt, die ihm Geld leihen, wird sich wohl nichts ändern.
Solange ihm immer wieder jemand Geld zusteckt, wird er nie lernen, sparsamer zu sein.
ghostwriter am 21. August 2008 20:00 Eben, dass ist ja meine Sorge.Von uns kriegt er nichts u. das weiß er auch.

Du musst Ihm auf alle Fälle klar machen,das ihr für nix aufkommt!!!
ghostwriter am 21. August 2008 19:58 Das weiß er auch.

Er hat noch 4 Jahre vor sich, wo er wenig verdient und sparen muss. Vielleicht fürchtet er sich davor und kommt nicht damit zurecht, dass er eigentlich schon Geld verdienen könnte. Ihr müsst mit ihm darüber reden, dass er da in seine Zukunft investiert und dass sich das lohnt. Sonst hält er das Aufbaustudium nicht durch oder verschuldet sich aus Frust noch mehr.
ghostwriter am 21. August 2008 20:00 X-mal haben wir mit ihm schon darüber geredet.Er nimmt nichts an.
ambassador am 21. August 2008 20:12 Mehr könnt ihr nicht tun. Es ist sein Leben. Wenn er Fehler macht, muss er sie selbst wieder ausbügeln, meist geht das ja auch. Wenn ihr dann auch für ihn da seid, ist das schon viel.
So schwer das ist, aber mehr wie vorleben könnt ihr es ihm nicht. Er ist erwachsen, und muss für sein Tun selbst die Verantwortung übernehmen.
ghostwriter am 21. August 2008 20:03 Natürlich,dass seh ich genauso.Das Problem ist nur, so kommt er nie auf einen grünen Zweig u. wer zahlt letztenendes die Zeche? Wir. Denn solange er nicht mal was auf die Seite legt,kriegt er nie Geld für eine eigene Wohnung zusammen.

Mit allen Bekannten reden das sie ihm keinen Cent mehr geben.
heligirl am 21. August 2008 20:13 Das würde ich als zu großen Eingriff in seine Privatspäre sehen.
ghostwriter am 21. August 2008 20:53 Dann müsste ich ihn ja vor allen Bekannten bloßstellen u. von seiner Finanzlage erzählen.Das sehe ich dann auch als Eingriff.
Zander1961 am 22. August 2008 19:45 Wenn nichts mehr anderes hilft? In meinen Augen die letzte Chance ihn zur Vernunft zu bringen wenn er merkt das er nirgends mehr was bekommt
ich bin bis heute so, wir hatten nie geld. hatten nie besonderes essen und klamotten gab es höchstens zu weihnachten. damit ich was zum anziehen hatte habe ich die klamotten geklaut. naja und als ich dann mein erstes eigenes gehalt hatte , war ich auch oft nach einer woche wieder pleite. bin immer irgendwie über die runden gekommen, nun verdiene ich seit 8 jahren geld und denke über kinder nach, das sich da an meinem kaufverhalten erstmal was ändern muss ist offensichtlich. ich werde es versuchen , ich beginne mit einer umschuldung, mein dispo beträgt 600 euro bei einem gehalt von 1100 euro. habe ieinfach zu große angst davor nicht mehr da raus zu kommen. was bringt einem es ein gewisse zeit in saus und braus zu leben , wenn man dann ewigkeiten braucht um da wieder raus zu kommen und im dieser zeit ist das absolute gegenteil angesagt, man kann sich so gut wie garnichts mehr leisten, obwohl man arbeiten geht. versuche ihm klar zu machen, das er seine schulden früher oder später zurückzahlen muss und er lieber jetzt weniger geld ausgeben soll, als wenn er irgendwann nur noch dafür arbeiten geht um seine schulden abzubezahlen.
ghostwriter am 21. August 2008 20:07 Danke für deine Offenheit.Ich habe ihm schon so oft ins Gewissen geredet, ihm auch klar gemacht, wenn er erstmal einen Schufa -Eintrag hat, dass er dann keinen Handyvertrag mehr kriegt und u.U. noch nicht mehr ne Wohnung.Verstehe aber auch die Sparkasse nicht.Er hat einen Dispo von 100 Euro u. sie haben trotzdem zugelassen, dass er sein Konto fast 2000 Euro überzogen hat!!Und das,obwohl er Azubi bzw.Zivi war.
heligirl am 21. August 2008 20:12 Die Banken vedienen doch an solchen Leuten. Die haben kein Interesse daran, dass er lernt mit Geld umzugehen. Traurig aber wahr.
Banken verdienen aber am besten, wenn Schuldner auch ihre Schulden zurückzahlen inkl. der Zinsen.
das verstehe ich auch nicht, finde das unmöglich. wollte in meiner ausbildung auch meinen dispo auf 500 euro erhöhen, haben die aber nicht gemacht und bin sehr froh drum. habe mit der postbank wirklich schon viel ärger gehabt, doch diesbezüglich bin ich denen sehr dankbar. ich hoffe dein sohn kommt zur vernunft, du kannst ihn leider nicht zwingen, schlage ihm vor mit ihm zur schuldenberatung zu gehen. wünsche euch alles gute und mach dir keine vorwürfe, ich hab noch 3 geschwister, finanziell sind wir alle gleich aufgewachsen. mein einer bruder ist genau wie ich und es fällt ihm schwer geld längere zeit zu behalten und meine 2 anderen geschwister sind sehr sparsam und bekommen das immer irgendwie hin ohne viel zu verzichten. also nochmal alles gute , einen wirklichen rat kann ich dir leider nicht geben, ausser dir sagen das ich der meinung bin ,dass es hilfreich wäre seine kaufsucht zu therapieren , doch auch dazu kannst du ihn nicht zwingen.
ghostwriter am 21. August 2008 20:55 Danke dir. Auch dir alles Gute
Hallo,
also ich war ähnlich wie Dein Sohn, habe auch Geld ausgegeben, was ich nicht hatte. Zur Besinnung kam ich wirklich erst, als ich einen eigenen Haushalt hatte und dann auch noch die ersten Gerichtsvollzieher vor der Tür standen und die Wohnung gekündigt werden sollte. Also wenn Du Ihn nicht rausschmeißen kannst oder willst, wirst Du es wohl noch 4 Jahre so hinnehmen müssen mit allen Konsequenzen. Kostgeld solltest Du auch fordern, sofern Du es noch nicht tust. Das wirkt auch schon wie ein erster Dämpfer.
Du hast ja hier bereits viele wirklich tolle Antworten bekommen.
Als Ergänzung würde mir noch folgendes einfallen.
Es gibt ein Brettspiel - Cashflow - mit welchem man spielend den Umgang mit Geld lernt.
Für dieses Spiel gibt es in ganz Deutschland zig Spielkreise, die sich einmal im Monat treffen. Dort sind 12 jährige und 70 jährige mit dabei.
Das Spielen kostet nichts, sondern es geht einfach um den Umgang mit Geld.
Hier findest Du dazu weitere Informationen mit einer Liste aller Orte: http://www.rich-dad.de/cashflowclub.html
Das Spiel vermittelt auf ganz einfache und spannende Weise den Umgang mit Geld.
Vielleicht wäre das eine weitere Möglichkeit für euch.
ghostwriter am 23. August 2008 13:20 Danke für den Tipp
rede mit ihm !!
ghostwriter am 21. August 2008 19:58 Hab ich schon oft.Einzige Antwort: Mama, mach dir keine Sorgen, ich mach das schon..."
So ist es!!
http://www.forum-schuldnerberatung.de/
Von mir u. meinem Mann bekommt er auch kein Geld zugesteckt.Es sind andere, die das tun.Post von der Bank hat er auch schon wegen seines überzogenen Kontos bekommen.Abbuchungen werden z.T. schon garnicht mehr angenommen, anschliessend kommen dann Mahnungen.
Es bringt gar nichts, wenn die Eltern das Konto einfach ausgleichen, auch wenn Gespräche oder Predigten damit verbunden sind. Letztendlich hilft leider nur eins: Freunde verlieren, weil er ihnen Geld nicht zurückzahlen kann, mit Hunger am Geldautomaten stehen und kein Geld mehr bekommen usw. Auf eure jüngeren Kinder solltet ihr aber wirklich einwirken, dass sie ihm keinen Gefallen tun, wenn sie ihm etwas helfen. Setzt euch alle zusammen, macht dem Großen klar, dass er von euch keine Hilfe zu erwarten hat und nehmt den Kleineren vor seinen Augen das Versprechen ab, dass sie ihm nichts geben. Das stärkt ihnen vielleicht den Rücken, wenn er sie doch wieder fragt.
Danke hellgirl, genauso hatte ich mir das auch gedacht.Wollte nur mal die Erfahrungen u.Strategien anderer Eltern hören.Nein, ausgleichen werden wir sein konto keinesfalls u. auch keine Rechnungen begleichen.Wir haben 4 Kinder u.kein Geld zu verschenken.Und bestimmt nicht, wenn jemand einfach nicht hören will.