Frage von adueK, 125

Mein Sohn kommt nicht in die Spur, wie helfen?

Hallo, Ich wende mich sorgevoll mal an euch. Mein Sohn macht mir Sorgen. Er hat 2014 Abitur gemacht und nachdem er und ich auch nicht wussten wie es weitergeht, hat er ein FSJ gemacht. In der Zeit hat er einen Studiengang entdeckt, dem ihm gefiel, ich hatte Zweifel. Nach dem verpflichtenden Praktikum nach dem fsj hat er gemerkt, das es falsch ist. Nach langem Hin und her schrieb er sich für Lehramt ein, da er sich das auch immer sehr gut vorstellen konnte. Nun das Problem, er sagt er hat keine Lust auf Student sein und lernen, obwohl es für ihm immer klar war das es weitergeht. Er kann auch nicht abschalten, sagt, seine Gedanken kreisen immer um das Thema Beruf, er ist sehr antriebslos, und zeigt sich sehr zurück obwohl er immer viel unterwegs war. Das geht jetzt seit paar Monaten so. Er hat so Angst vor der Zukunft, weint sehr viel. Er ist aber überhaupts kein Problemkind. Er ist wirklich nett, hilfsbereit usw. , ein guter junger Mann, nur sagt er, es macht ihn einfach so kaputt nicht zu wissen was er will. Und er beschreibt ein großes druck Gefühl auf der Brust, was ihn wahnsinnig macht.. Wir Eltern und seine vielen Freunde unterstützten ihn wirklich psychisch sehr, bei der uni Betreuung ist er, leichte anti depressiva kriegt er auch, aber ich hab das Gefühl es wird nicht besser. Er hat die Schule und das fsj immer sehr eigenständig gemeistert, aber in Thema Beruf ist er einfach hilflos.. ein paar Praktika hat er gemacht, ihm gefällt nichts großartig irgendwie.. Er meint auch, er hätte lieber mittlere reife und einfach einen Job ohne dieses Druck.. ich weiß nicht weiter Jemand Erfahrung? Er ist 20

Antwort
von TechnicalRAC, 52

Hallo adueK,

Studenten haben einen sehr hohen Druck. Das kann man auch verstehen, bei den ganzen Lernstoff. Dein Sohn kann ja trotzdem eine normale Ausbildung absolvieren. Nur weil er Abitur hat heißt es schon lange nicht das er studieren muss. Es gibt auch viele Ausbildungsberufe bei denen man auch nicht schlecht verdient und es auch keine Drecksarbeit ist.

Aber als erstes würde ich mit ihm besprechen was ihn interessiert und sich vorstellen kann, was er einmal arbeiten möchte. Den ohne Berufswunsch kann man nicht sagen in welche Richtung es gehen soll. Nur eins kann man sagen und das ist, dass er unbedingt von der Uni runter muss.

Ich verlinke dir mal eine Seite bei der es darum geht was man nachdem  Abi machen kann, wenn man nicht studieren will:
http://www.nach-dem-abitur.de/abitur-berufe.html

Ich wünsche deinen Jungen viel Glück dabei!

MfG

Antwort
von inixverstehe, 49

Mit 20 braucht man da noch gar keinen Druck haben. Da ist noch genug Zeit. Ich kenne einige die erst mit 27 oder sogar erst mit 30 eine abgeschlossene Ausbildung (kein Studium) in der Tasche hatten - ich selbst war auch erst mit 25 mit meiner Ausbildung fertig (und wir sind alle gut unter gekommen).
  
Mit 20 ist da noch genug Zeit.

Warum macht dein Sohn nicht ein paar Praktika in verschiedenen Bereichen und Branchen? Da gibt es Jobs auf deren Existenz kommt man in 100 Jahren nicht.
Ich bin auch durch ein Praktikum darauf gekommen dass es Menschen gibt die im Großen und Ganzen meinem Hobby nachgehen und dafür sogar bezahlt werden (eigentlich war das offensichtlich dass es das als Beruf geben muss aber ich hab daran einfach nicht gedacht). Also hab ich das dann auch gemacht und bin seither glücklich im Berufsleben.

Und nur weil er ein Abitur hat muss er doch nicht zwangsläufig Studieren und kann doch auch einfach eine Ausbildung machen?
Es gibt so viele Ausbildungen für alles mögliche - wenn da nichts dabei wäre würde mich das arg wundern.

Antwort
von beangato, 23

Er ist 20

Lass ihn los. Er ist erwachsen. Wenn Du ihn immer weiter "bemutterst", kann er nie selbst entscheiden.

Du kannst ihn ins Arbeitsamt schicken. Dort kann ihm geholfen werden.

Oder lass ihn - allein - diesenTest machen:

http://berufstest.plakos.de/

Das schreibt eine Mutter, deren 3 Kinder längst selbstständig leben. Fass meine Antwort bitte nicht als Vorwuf auf.

Antwort
von eichhoernchen00, 47

Hmm n bekannter hatte ein ähnliches Problem eh hat sein Studium geschmissen naja nach einem jahr zu hause sitzen hat er jetzt ein duales studium angefangen.. der mix aus praxis und theoreischem studium hat ihn wider Motivation und antrieb gegeben.. vielleicht funktioniert es bei euch auch? Wäre das eine alternative? Hoffe mal ich konnte ein bisschen helfen ;)

Antwort
von ArenCaven, 28

Nun, die Situation ist eigentlich die selbe wie meine, weshalb mich echt interessieren würde, was die Anderen so schreiben.

Macht er denn was? Also beschäftigt er sich mit etwas, hat er Interessen, macht er Sport, etwas mit seinen Freunden? Ist er ansonsten "normal"? Ich weiß, als Eltern hat man immer einen entwas anderen Eindruck von seinem Kind, aber ist er anders als früher? Gab es irgendein Ereingins, von dem er vielleicht nichts erzählt hat, was für diesen "mentalen Druck" sorgt?
Oder hat er einen einen Wunsch der ihm nicht erfüllt werden konnte? Hat er vielleicht auch einfach kein oder weinig Selbstvertrauen oder vielleicht auch zu wenig ergeiz für seine Ziele?

Antwort
von Mignon2, 27

Ich denke, dein Sohn hat massive psychische Probleme. Der Druck auf der Brust kann ein psychosomatisches Symptom sein. Möglicherweise fühlt er sich von euch hinsichtlich einer Ausbildung enorm unter Druck gesetzt und ist deshalb in seiner eigenen Entscheidungsfindung wie gelähmt. Ich glaube, du/ihr Eltern seid sein Problem. Sorry, ist nicht böse gemeint!

Klärt zuerst seinen physischen und psychischen Gesundheitszustand ab. Seine Antriebslosigkeit könnte gesundheitliche Ursachen haben. Sie könnte auch mit falscher Ernährung zusammenhängen.

Abgesehen davon gibt es viele 20-Jährige, die bei der Berufswahl noch unentschlossen sind. Das ist nicht sehr außergewöhnlich.

Vielleicht ist es in der Tat besser, dein Sohn macht eine Lehre, damit der Druck von ihm abfällt. Nach Beendigung der Lehre kann er immer noch mit einem Studium beginnen, wenn er es möchte.

Antwort
von Marbuel, 16

Dann soll er halt einfach erstmal eine normale Ausbildung anstreben. Er muss ja nicht zwingend studieren. Offensichtlich ist ihm ein Studium im Moment ja zu viel. Nur, wissen, was er werden will, muss er so auch.

Antwort
von Sanja2, 24

Ich bezweifle, dass eine Ausbildung besser gewesen wäre, aber das ist wie so oft die Phantasie, wenn ich mich damals anders entschieden hätte, ....

Na ja, ich würde in diesem Fall zu einer systemischen Beratung raten. Wird leider nicht von einer Krankenkasse oder so bezahlt, bringt aber viel, gerade wenn jemand so feststeckt. Er muss es schaffen darüber nachzudenken was er will und nicht was er nicht will. Er muss darüber nachdenken, was die Zukunft für Chancen birgt und nicht was in der Vergangeneheit eventuell verpasst wurde.

Antwort
von robi187, 12

ich denke (aber das kann er nur selbst) entweder mal mit einem arzt darüber sprechen (denn es könnte eine depri sein) oder

er sol mal bei einer jugendberatunstelle anrufen die haben viel erfahrung. z.b.

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php?id=/de/index/kinder_und_jugendt...

Antwort
von Schocileo, 13

Das klingt, als sollte er vielleicht erstmal eine Ausbildung machen.

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