Frage von Jackylissy, 191

Mein sohn hat mit seinem Auto das auf mich angemeldet ist , er ist natürlich auch eingetragen (19 und in der Probezeit )einen Freund fahren lassen der kein Füh?

Mein sohn hat mit seinem Auto das auf mich angemeldet ist , er ist natürlich auch eingetragen (19 und in der Probezeit )einen Freund fahren lassen der kein Führerschein hat und er hat damit einen Unfall gebaut ,Frontall auf ein geparkten lkw Aufgefahren jedoch hat er bei der versicherung angegeben das er gefahren wäre jedoch habe ich jetzt erfahren das auch ein weiterer Freund beifahrer war der auch in der probezeit ist mitgefahren ist . Kurz und knapp ich werde am Montag meinen anwalt informieren mit der warheit allerdings hätte ich jetzt gerne erfahren was für rechtliche folgen auf ihn zukommen bzw vieleicht auf mich als Halter Vielen Dank im Vorraus?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Apolon, 64

@Jackylissy,

Du bist der Fahrzeughalter - soweit ist dies klar.

Nachfolgender Text, soll dann wohl bedeuten, dass dein Sohn der Versicherungsnehmer ist.

  jedoch hat er bei der versicherung angegeben das er gefahren wäre

Dieser Satz bedeutet dann aber auch noch - Versicherungsbetrug !

Auszug aus den Versicherungsbedingungen:

Fahren nur mit Fahrerlaubnis

D.1.1.3 Der Fahrer des Fahrzeugs darf das Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen nur mit der erforderlichen Fahrerlaubnis benutzen. Außerdem dürfen Sie, der Halter oder der Eigentümer das Fahrzeug nicht von einem Fahrer benutzen lassen, der nicht die erforderliche Fahrerlaubnis hat.

D.2 Welche Folgen hat eine Verletzung dieser Pflichten?

Leistungsfreiheit bzw. Leistungskürzung

D.2.1 Verletzen Sie vorsätzlich eine Ihrer in D.1 geregelten Pflichten, haben Sie keinen Versicherungsschutz. Verletzen Sie Ihre Pflichten grob fahrlässig, sind wir berechtigt, unsere Leistung in einem der Schwere Ihres Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Weisen Sie nach, dass Sie die Pflicht nicht grob fahrlässig verletzt haben, bleibt der Versicherungsschutz bestehen.

............................................................

Und da es sich hier um eine vorsätzliche Tat handelt (einen Freund der nicht im Besitz eines Führerscheins war - das Auto zur Verfügung zu stellen) wird der Versicherer den vollständigen Schaden zurück fordern.

Die Vollkasko-Versicherung wird keinen Cent zahlen.

Gegen deinen Sohn, wie auch gegen den Freund (Fahrer) wird man ein Strafverfahren einleiten.

Kommentar von Jackylissy ,

Versicherungsnehmer bin ich mein sohn ist nur mit eingetragen das er das fahrzeug auch fähren kann und ich habe nur haftpflicht für das fahrzeug das mittlerweile abgemeldet und auf dem Schrottplatz steht

Kommentar von Jackylissy ,

Sorry fahren kann

Kommentar von Apolon ,

 Versicherungsnehmer bin ich mein sohn ist nur mit eingetragen

Bedeutet dann aber auch, dass der Versicherungsnehmer und nicht ein eingetragener Fahrer, den Schaden an seine Versicherung melden muss.

Antwort
von kevin1905, 48

Entzug der Fahrerlaubis für den Sohn steht m.M.n. außer Frage, aber das ist Sache des Strafverteidigers.

Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr oder Geldstrafe (§ 21 Abs. 1 StVG).

Antwort
von Othetaler, 93

Der Anwalt ist sicher der richtige Weg und auch nötig.

Auf deinen Sohn kommt ein Strafverfahren zu, da er jemanden ermöglicht hat zu fahren, der keinen Führerschein hat. Das ist keine Kleinigkeit, noch dazu, wo es zu einem Unfall gekommen ist.

Dir als Fahrzeughalten droht natürlich keine Strafe. Aber die Versicherung wird dich sicher in Regress nehmen. Teuer wird es also auch für dich.

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Aber die Versicherung wird dich sicher in Regress nehmen.

Nö, aber den Fahrer. ;)

Kommentar von SchizoSync ,

Was für ein Strafverfahren soll bitte auf ihn zukommen, indem er einen Freund ohne Erlaubnis ein Auto hat fahren lassen??? Wenn ich dir mein Fenster öffne und dir erlaube, hindurchzuspringen, bin ich dann ein Mörser weil du es machst?

Kommentar von Othetaler ,
Kommentar von Eichbaum1963 ,

Und was ist, wenn der Sohn nicht der Halter ist?^^ Denn § 21 StVG spricht in dem Fall nur vom Halter.

Kommentar von Othetaler ,

Ich gehe mal schwer davon aus, dass in dem vorliegenden Fall der Sohn mit dem Halter gleichzusetzen ist. Er durfte den Wagen fahren und hat jemanden fahren lassen, der das nicht durfte. Da kann man kaum den Vater für haftbar machen.

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Nun Halter ist nur derjenige, der in der Zulassungsbescheinigung eingetragen ist.

Und der Halter macht sich nur dann strafbar, wenn er das Fahren ohne FE angeordnet oder zugelassen hat.

Das der Sohnemann nicht ungeschoren davonkommt, davon gehe ich aus - nur welcher Straftatbestand liegt da vor?

http://www.iww.de/va/archiv/fahren-ohne-fahrerlaubnis-strafbarkeit-des-halters-w...

Kommentar von Othetaler ,

Tja. Ich bin kein Jurist. Du bist kein Jurist. Das sollen die vor Gericht klären.

Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass das auf das gleiche Strafmaß wie bei §21 hinauslaufen wird.

Kommentar von Eichbaum1963 ,

...dass das auf das gleiche Strafmaß wie bei §21 hinauslaufen wird.

Vermute ich auch, aber vermuten ist halt kein Wissen. ;)

Antwort
von BrexitistSuper, 89

lass dich vom anwalt beraten und höre auch auf den

für deinen sohn ist es wohl besser, wenn er gefahren ist und du das so stehen lässt

geld bekommst du von dem fahrer eh nicht, er wird gar keins haben

Antwort
von chongzi, 63

In jedem Fall zum Anwalt. Denn wenn das so rauskommt, wäre es Versicherungsbetrug, ... am Ende bleibst du auf den Kosten sitzen. Dazu kommt dann evtl. eine Anzeige wegen Betrug, das sehen Versicherungen nämlich überhaupt nicht gerne.

Aber auch, wenn bekannt ist, dass er nicht gefahren ist, stehen die Chancen gut, dass er, bzw. sein Freund auf den Kosten sitzen bleibt, da die Versicherung - in meinen Augen zurecht - eine Übernahme der Kosten ablehnen kann, bzw. Was üblicher ist, die Ausgaben zurück zuerstatten.

Antwort
von BenniXYZ, 13

Dein Anwalt wird sich die Hände reiben, nur helfen kann er dir nicht.

Du bist Halter und VN, dein Sohn hat die Schadenanzeige ausgefüllt. Er ist als Fahrer mit angegeben. Willst du jetzt bei der Versicherung anrufen: Hallo, mein Sohn ist doch nicht gefahren, jedoch saß noch ein Bengel in meinem Auto, der auch gerade Führerschein gemacht hat, jedoch war ich nicht dabei und habe eigentlich garnichts gesehen??

War dein Sohn auch bei der Polizei und hat den Vorfall geschildert? Dann wird das wohl auch so stimmen. Ich finde es super in Ordnung, daß die Burschen nicht einfach abgehauen sind, sondern sich kümmern.

Allerdings solltest du Sohnemann mal 2 Wochen die Autoschlüssel entziehen. Damit er Zeit hat zum Nachdenken. Was alles passieren kann, wenn man einen Kumpel ohne Führerschein mit dem Fahrzeug seiner Mutter fahren läßt.

Kommentar von Jackylissy ,

ich denke zeit zum nachdenken haben die jungs genug das auto ist nur noch ein fall für die Schrottpresse Gott sei Dank das sich keiner Verletzt hat

Antwort
von schleudermaxe, 74

Das Zeugs nennt sich glaube ich auch Versicherungsbetrug und somit sind alle fällig. Der Halter, der Fahrer, die Beifahrer und der VN, der diese Spielchen mitgemacht hat.

Tipp: Den Schaden gleich selber bezahlen, dann gibt es keinen Regreß und keine Rückstufung durch die Versicherung.

Kommentar von BenniXYZ ,

Na das sind Ratschläge die die Welt braucht. Der Besitzer vom LKW wird alle Wehwehchen seines Fahrzeuges mit auf die Rechnung setzen und wahrscheinlich hat er schon Strafanzeige wegen Fahrerflucht gestellt.

Antwort
von BlackRose10897, 62

Zum Anwalt zu gehen ist da die einzig richtige Vorgehensweise. Du musst ihm aber die Wahrheit sagen, nur so kann er euch auch helfen.

Antwort
von NochWasFrei, 96

Auswirkungen bei der Versicherung bei Fahren ohne FS:

- Haftpflicht zahlt erstmal den Schaden des Gegners

- Die Versicherung wird den Schaden von dir (oder Sohn? Wer ist denn nun Versicherungsnehmer?) zurückverlangen (in der Regel bis max. 5000€)

- Rückstufung zum 01.01.2017

Optional hat die Versicherung natürlich bei einem Schadenfall die Möglichkeit den Vertrag zu kündigen.

Kommentar von Apolon ,

 Die Versicherung wird den Schaden von dir (oder Sohn? Wer ist denn nun Versicherungsnehmer?) zurückverlangen (in der Regel bis max. 5000€)

In diesem Fall, werden die kompletten Kosten zurück gefordert werden.

Kommentar von NochWasFrei ,

Seh ich anders. Warum sollte die Begrenzung der Leistungsfreiheit bzw. -kürzung (AKB Punkt D.2.3) hier nicht greifen?

Kommentar von Apolon ,

Wie wäre es denn damit:

Vollständige Leistungsfreiheit in der Kfz-Haftpflichtversicherung E.2.5 Verletzen Sie Ihre Pflichten in der Absicht, sich oder einem anderen dadurch einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, sind wir von unserer Leistungspflicht hinsichtlich des erlangten Vermögensvorteils vollständig frei.

.......................................................

Durch den beabsichtigten Versicherungsbetrug.

falsche Angabe hinsichtlich des Fahrers (ohne Führerschein) dürfte dies zutreffen.

Kommentar von NochWasFrei ,

Okay, kann man so sehen.

Bei sowas wäre der Versicherer in der Beweispflicht. Je nach Schadenhöhe wird der sich evtl. nicht die Mühe machen. Aber wenns drauf angelegt wird, könnte das Ergebnis dann am Ende tatsächlich die vollständige Leistungsfreiheit sein.

Antwort
von MonsterQuest, 98

Ich empfehle auch hier zum Anwalt zu gehen dich beraten zu lassen.

Antwort
von Jackylissy, 3

Ich Danke euch allen für die Hilfreichen Antworten

Antwort
von unintelligente, 57

Sag dem Anwalt ruhig die Wahrheit aber nicht dem Gericht.

Kommentar von chongzi ,

Oh, gute Idee, wieviel stehen auf einen Meineid? 5 Jahre?

Kommentar von kevin1905 ,

Meineid ist ein Verbrechen, dass mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft wird.

Als Vater stünde dem Fragesteller selbstverständlich ein Zeugnisverweigerungsrecht zu.

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