Mein Sohn wird in letzter Zeit extrem schnell aggressiv, wenn ihm etwas nicht gelingt. Dabei ist er sehr gut in allem, was er macht. Hat eine Klasse übersprungen ect. , ist leider reifer als seine Schulkameraden...dafür aber sehr sensibel...mit Kritik kann er schlecht umgehen und kann sich schlecht anpassen. Habt ihr Tipps, wie man z.B. sein Selbstbewußtsein steigern kann, bzw. wie er sich ein "dickeres Fell" anlegen kann?

Kann es ein, dass Du, weil er intelligent ist, vieles was er gut macht, als zu selbstverständlich siehst? Vielleicht fehlt ihm Lob. Auch für die "normalen" Dinge. Sonst denkt er, er bekommt nur Anerkennung, wenn er alles besonders gut macht und gerät dabei immer mehr unter Druck.

wenn ein Kind in diesem Alter schon schlecht mit Mißerfolgen umgehen kann, dann höchstwahrscheinlich weil ihr als Eltern ihm zu verstehen gebt dass er nur lobenswert ist wenn er Erfolg hat! so macht er sich anscheinend ganz schön viel Druck, da ihr,bestimmt unbewuss, ihn fühlen lasst dass er dann gut ist!..ihr solltet weniger in die richtung "konsequent" ihm gegenüber sein sondern ihm mehr zeigen dass Misserfolge nicht schlimm sind und ihn für andere dinge als Leistung loben!..weniger Kritik!mehr lob! er ist 7...da brauchts ned wirkliche kritik!
Mit "Kritik" meine ich eigentlich die Meinung anderer Schulkameraden, die kommt nicht von uns !!!
Lilly1985 am 17. März 2009 23:44 ok, aber mit 7 jahren ist er bisher zum grössten teil durch euch sozialisiert und reagiert dann so wie es vermittelt habt dass man mit kritik umgeht...es ist schwierig..an der kritik der schulkameraden könnt ihr leider nix ändern...lies dir doch mal was über entwicklungspsychologie durch falls es dich interessiert da könntest du vielleicht anhaltspunkte für sein verhalten finden, z.B über wikipedia, über Erikson, Piaget.. usw

Hochbegabt?
Lasse ihn mal untersuchen. Es könnte sein, dass er a) hochbegabt ist und eitere Probleme hat die sich daraus ergeben. b) jemanden braucht, der ihn ablenkt und beschäftigt. c) es könnte noch ein ganz anderes Problem sein.

Nicht das Selbstbewusstsein steigern. Wenn er so gut ist, kommt er einfach nicht mit Niederlagen zurecht.
Helft ihm einfach zu verstehen, dass ermit etwaigen Niederlagen auch mal leben muss. Das klappt in der regel mit Gesprächen.
Ist er in einem Sportverein? Dort lernen Kinder normalerweise sehr schnell, dass man nicht immer gewinnen kann. Sag ihm auch ganz deutlich, dass Mißerfolge normal sind und zum Leben dazu gehören.

Dafür braucht er einen guten Vater, der ihm das vorlebt.
Hat er...er ist die Geduld in Person und gleichzeitg konsequent, also kein Hick hack..

Ich denke auch, das es an dem mangelndem Lob für banale Dinge liegt... man selbst merkt aber dieses Fehlverhalten nicht, denn warum über etwas nachdenken, wenn "es" funktioniert. Aber das Dinge auch gewartet werden müssen, damit sie funktionieren, vergessen viele. Und hier heißt es eben viel mehr Lob für Alltägliches und auch in gesunder Form Kritik, dann können auch die Kleinsten mit allem umgehen.
Die obige Antwort war schon gut - hat er denn einen (bei ihm lebenden) Vater? Die Problempunkte bei ihm hast Du ja schon sehr richtig erkannt: intelligenter, reifer, sensibel...damit ist er nicht auf dem gleichen Level wie seine Schulkameraden, liegt also auf der Hand, dass er mit ihnen (bzw, sie mit ihm) nicht klarkommt. Da mußt Du sehr feinfühlig -aber in Alltagsdingen auch sehr bestimmt - sein. Du mußt versuchen, ihn in seinen Problemen zu verstehen, aber gleichzeitig ihm zu Hause nicht zu viele Freiheiten zu gewähren. In seinem Alter braucht er noch klare Grenzen - und natürlich liebevolle Zuwendung - Beides im Gleichgewicht. Hat er Freunde, die mit ihm zusammen spielen? Wenn nicht, das wäre wichtiger, als PC, TV oder dergleichen. Nur im freundschaftlichen Umgang mit Gleichaltrigen (plus Vater!) lernt er, selbstbewußt zu werden und bekommt "automatisch" ein dickeres Fell.
Das ist ja eine sehr einleuchtende Antwort und danke für die Ausführlichkeit,aber er hat (noch) keine Videospiele, PC, Nintendo ect. Er ist doch erst 7 ! Im TV guckt er nur altersgerechte Sachen, Ja, er macht Sport. Und ja, er hat einen Freund,mit dem er sich austauscht. Grenzen hat er, genauso wie kl. Aufgaben, die er übernimmt (altersgerecht natürlich, wie Zimmer aufräumen, Müll wegbringen, Tisch decken ect.) Der Vater lebt auch bei uns. Alles klar soweit, nur trotzdem ist es so.
Sorry, aber ich kenne (leider) 7-jährige, die schon mit alldem aufwachsen.... Aber das war ja auch nicht der Hauptpunkt. Aus Deinen Kommentaren auf die anderen Antworten ersehe ich, dass Du offenbar ein gutes Erziehungskonzept hast - machst Du Dir vielleicht zu viele Sorgen? Denn wie Du schon sagst, er ist erst 7 - da liegt noch eine Menge Schule, und damit Eingewöhnungszeit an die noch recht neue Lebenssituation, vor ihm...
das Prob. hatte ich selber ;). eine gewisse innere Ruhe und Zufriedenheit sollten da "trainiert" werden. lernen Leistungen anderer gut zu heißen; lernen für sich selber gut zu sein und nicht für andere; lernen zu akzeptieren wie Dinge sich entwickeln und wie sie sind ;)

vorbilder, papa, onkel, opa....jemand der ihm zeigt das es nicht schlimm ist im moment zu versagen, ihm zeigt das man es nochmal und anders machen kann um erfolg zu haben

Sport und weniger verhätscheln
Er wird nicht verhätschelt...
geix82 am 17. März 2009 23:25 Du holst dir Rat im Internet über normale Verhaltensweisen eines Kindes, dass gelernt hat nie zu verlieren...
Er hat es nicht "gelernt" nicht zu verlieren, sondern war es immer so, das andere zu ihm aufgeschaut haben(Kindergarten ect.) und sich das jetzt natürlich in der Schule geändert hat. Ihm ist quasi alles zugeflogen...mit 4 Jahren hat er z.B. Puzzle mit 200 Teilen ect. gemacht u.s.w. Jetzt ist er mit dem "Alltag" der Schule konfrontiert, und er weiß nicht, wie er damit umgehen soll..daher die Bitte um Tipps, wie man es ihm leichter machen könnte
geix82 am 17. März 2009 23:38 Ich glaube dass ist eine normale Entwicklung und du kannst wenig machen um ihm das Leben zu "erleichtern". Wie gesgat schick ihn in einen Sportverein, die haben dort tolle Leute, er lernt andere Kinder kennen und kann seine Aggressionen abbauen. Mach dir keine Sorgen und ihm keinen Druck!
Lilly1985 am 17. März 2009 23:30 ..oder mehr verhätscheln ;-)
Genauso denke ich es auch... man selbst merkt aber dieses Fehlverhalten nicht, denn warum über etwas nachdenken, wenn "es" funktioniert. Aber das Dinge auch gewartet werden müssen, damit sie funktionieren, vergessen viele. Und hier heißt es eben viel mehr Lob für Alltägliches und auch in gesunder Form Kritik, dann können auch die Kleinsten mit allem umgehen.