Sobald er morgens wach wird, ist er unerträglich, streitet und schreit rum. Wenn er mal was nicht darf wird er gleich sauer und fängt tierisch an zu weinen und zu schreien.

Sorg für Ausgleich, er muß sich richtig austoben können. Am besten jetzt viel raus gehen und spielen. Und gib ihm Auszeiten, laß ihm Zeit sich auszutoben im Sinne von Heulen, Schreien... am besten in seinem Zimmer, immer wieder konsequent ins Zimmer bringen, falls er wieder raus kommt. Entsprechend seinem Alter nicht zu lange allein lassen. Und immer wieder in den Arm nehmen. Wenn Du mit Ungeduld und ebenfalls Wut/Aggression etc. reagierst, wird es nicht besser, eher schlechter. Fällt nicht immer leicht in der Situtation- ich kenn das nur zu gut. ;-)

Wahrscheinlich eine kleine Trotzphase, wie sie immer wieder mal vorkommen wird. Ganz normal und vor allem sehr konsequent bleiben, nicht alles erlauben, aber auch zeigen, daß man das Kind trotz allem Streß lieb hat.

Ich kann dich gut verstehen,mein Sohn ist auch so. Er macht immer das Gegenteil von dem was ich sage, oder hört mir gar nicht zu. Und Morgens muß ich immer erst mal sehen, wie er mal wieder drauf ist. In den Arm nehmen läßt er sich in den Momenten gar nicht, wie von anderen Usern beschrieben. Ich hoffe es geht bald vorbei! Habe noch einen 7 jährigen Sohn, er ist das ganze Gegenteil, also hab ich bestimmt nichts falsch gemacht ;)

Hallo, Rebecca!
Mein Sohn ist gerade fast 3 und die Phase hintersich gelassen. Ich habe folgendes angewendet:
Wenn es ihm nicht passte, musste er das annehmen. Schreie habe ich ignoriert, wenn er sich beruhigte, habe ich ihm mit Aufmerksamkeit und Umarmung gelobt. Wenn er mich bei seinen Wutanfaellen getreten hat, habe ich mich sofort umgedreht, nicht mit ihm weiter kommuniziert bis er sich entschuldigte, und dann muss ich dazu sagen dass diese ganze Phase auch in Kita gemerkt worde, und zusammen mit der Erzieherinnen worde das gleiche auch in Kita angewendet und die Phase war binnen 2 Wochen aus.
Dazu muss ich noch sagen dass mein Sohn in der Kita heftige Schlaege eines anderes Kindes ertragen musste, daraufhin versuchte er mit gleichem Verhalten etwas zu erzielen, sein Wille durchzusetzten, sein Lieblingsspielzeug zu erringen usw... Beide Jungs mussten feststellen dass sie damit kein Erfolg verbuchen konnten, und jetzt sind beide brav, gutmutig und versuchen ihre Wuensche auf andere Art durchzusetzen.
Kita-Personal war sehr hilfreich weil die Konsequenz den ganzen Tag ueber ausgeuebt worde, also mit deine Kita unbedingt diskutieren und deine Bemuehungen beschreiben sowie sie bitten dich dabei zu unterstutzen. (Dies falls dein Kind eine Kita besucht.)
Etwas Durchhaltevermoegen deinerseits wird sich lohnen. Dein kind muss Erfahrung erleben dass er mit aggressivem Ton kein Erfolg hat.
Hoffe es hilft dir weiter und liebe Gruesse!
Danke, für deine Antwort, aber ich hab das Problem, dass der Kleine eine ganz schöne Ausdauer hat. Wenn ich ihn bzw. das Geschreie ignoriere wird er lauter und steigert sich noch mehr hinein und das auch schon mal über eine Stunde und von Beruhigung ist da auch keine Spur zu sehen. Ich halte das ganze aber auch nicht sehr lange aus. Das ist dann wohl mein Fehler. In der Kita ist er ein ganz anderes Kind. Er ist lieb und zuvorkommend und höflich. Also der komplette Gegensatz von zu Hause.

Ich würde mich mal ganz anders verhalten wie du es die ganze Zeit gemacht hast...einfach ruhig weitersprechen, auch wenn er schreit.Und wie thomytiger schon schrieb, zeig ihm wie sehr du ihn liebst.Vielleicht auch mal unter : www.familienhandbuch.dednachschauen. Viel Glück !!!

Vielleicht ist er ja ein kleiner Morgenmuffel? Und mit 3 Jahren in der Trotzphase?
Gibst Du ihm denn nach, wenn er nur genügend Rabatz macht? Dann weiß er inzwischen, daß sein Verhalten Erfolg hat.
Versuch, "liebevoll konsequent" zu sein, auch wenn es Dich den letzten Nerv kostet.

Liebe schenken...hört sich dumm an, ist es aber nicht...nimm ihn ganz lieb in den Arm und sag ihm dass Du ihn ganz doll lieb hast und erkunde das was ihn bedrück oder fehlt. Einfach mal versuchen.
luperi am 31. März 2007 16:02 Ich habe das gleiche Problem mit meinem 4 jährigen Sohn, in den Arm nehmen läßt er sich nicht, schon gar nicht wenn er schlecht drauf ist!

Ich tippe auf Trotzphase. Kopf hoch, die Pubertät kann noch schlimmer werden... ;-)

Ich stelle es nur mal zur Diskussion: Ist schreien und weinen schon aggressiv?

Vielleicht solltest Du mal das Buch "Hättest du mich festgehalten" von Jirina Prekop lesen über die von ihr entwickelte Festhaltetherapie.
Wir haben dieses Verfahren schon bei verschiedenen, besonders agressiven oder cholerischen Kindern mit grossem Erfolg angewandt.
Vielleicht ein bisschen viel des Guten??? Ich bin selbst Psychologe und daher ein wenig skeptisch. Ich kenne mich zwar mit der Festhaltetherapie nicht so aus, bin aber generell dagegen immer sofort mit dem dicken Therapie-Hammer zu kommen. Bevor ich ein Therapieverfahren empfehle, brauche ich doch erstmal genaue Informationen und eine spezielle Diagnostik. Aus den paar Zeilen, mit denen Rebecca ihren Sohn beschreibt, lässt sich schließlich nicht genau ersehen, wie dessen Verhalten genau aussieht. Ich wäre also erstmal vorsichtig mit therapeutischen Schritten, egal welcher Art! Bei den knappen Infos, die ich bisher habe, würde ich den meisten Vorrednern hier zustimmen: Sei konsequent, besonders in den aggressiven Phasen, lass ihn mit seinem Verhalten nicht durchkommen (im Sinne von seinen Willen durch aggressives Verhalten durchsetzen). Tatsächlich ruhig mal KURZ allein austoben lassen, Trotzdem den liebevollen Umgang nicht vergessen. Sollte sich die Situation durch den konsequenten aber liebevollen Umgang nicht verbessern, kann man später immer nochmal weitersehen. Dann kannst du deinen Sohn immernoch einem "Profi" vorstellen (z.B. Erziehungsberatungsstelle, psychologischer Dienst etc.). Jetzt aber meiner Meinung nach erstmal "Finger weg" von der Therapie. Viel Glück!