Mein Sohn ist 22 Jahre alt. Er hat das Abi gemacht und anschließend studiert. Zuerst 2 Semester dann abgebrochen und anschließend noch 1 Semester und Studium wieder abgebrochen. Ich habe versucht ihn auf den richtigen Weg zu bringen und mit ihm Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz geschrieben. Nur 20 Bewerbungen hat er deutschlw. verschickt, nahm an drei Bewerbungsgesprächen teil u. meinte anschließend ihm wäre dies zu aufwendig und möchte nur noch einen Ausbildungsplatz in der Nähe suchen. Jetzt ist 5/2008 und es ist nicht mehr viel Zeit. Jetzt macht sich bei ihm eine Null-Bock-Stimmung breit und er erwägt sogar erst nächstes Jahr sich einen Ausbildungsplatz zu suchen. Was kann ich tun?

den Geldhahn bis auf eine ganz bestimmte Summe(maximal 154 euro) zudrehen...das merkt er dann schon..

Lebt er bei dir? Bezahlst du sein Leben? Mach ihm liebevoll, aber mit Nachdruck klar, dass du hierzu nicht mehr bereit bist, wenn er sich nicht mehr Mühe gibt, sein (Berufs-) Leben in den Griff zu bekommen. Studien abzubrechen ist keine Schande, sein Leben dann nicht in die Hand zu nehmen schon.
KLeineR am 14. Mai 2008 14:11 Du hast dann nähmich die Fäden in der Hand. Ich weiß nicht ob es noch für Erwachsene gilt aber bleib konsequent. Sonst steigert er sich während der Zeit noch tiefer in leere Versprechungen hinein, umso schwerer wird es dann für ihn sein wieder Fuß zu fassen, weil er dann nur auf sein eigenes Versagen(sag ich jetzt mal) zurückblickt und das ist dann noch depremierender für ihn. In dieser Zeit braucht er eine Person, die ihn wieder auf den rechten Weg führt, die konsequent ist und ihn beisteht, DICH. Er wird dir später noch dafür dankbar sein! Lass dich nicht von Gefühlsduseleien einwickeln.
Hallo,
ich würde ihm einfach den Geldhahn zudrehen, das hilft immer :-)

Nimm die Hand weg vor seinem Popo, damit er mal richtig darauf landen kann, auch diese Erfahrung kann helfen endlich erwachsen zu werden. Versuch nicht sein Leben zu gestalten und alles Schlechte von ihm wegzuhalten. Du erziehst Dir sonst nur eine Made, die von einer Speckseite zur nächsten springen kann bzw. noch dahin gebracht werden muss.

Gib ihm das Kindergeld, das ihm noch zusteht und gut. Schließlich (wenn ich Dich richtig verstanden habe) wohnt er bei Dir und wird auch verpflegt. Das kostet alles enorm viel Geld.
Bislang hast du immer alles für ihn geregelt. Lass es, du erziehst ihn so zur Unselbstständigkeit. Erkundige dich nach dem Mindestunterhalt, den du ihm schuldig bist und dann stelle alles andere ein, Essen kochen, waschen, Hilfe und vor allem finanzielle Unterstützung, auch nicht mehr für Kleidung und Pflegeartikel.
Das Einzige, das er von dir noch zu erwarten hat, sind gute Ratschläge, wenn er Orientierung sucht.
Auf andere Weise kannst du ihm nicht mehr helfen.

Nun ja, offensichtlich hat er noch kein berufliches Ziel, das ihn wirklich packt und ist obendrein durch das bisherige Studium frustriert und demotiviert. Geldhahn zudrehen halte ich an diesem Punkt der Entwicklung für ausgesprochen phantasielos, was sollte dabei denn schon herauskommen als noch mehr Frust. Spendiere ihm vielleicht zuerst ein intensives Profiling bei einem erfahrenen Anbieter, die erarbeiten mit ihm berufliche Perspektiven und Wege, die Bestand haben und die er dann mit Freude und Interesse zielstrebig verfolgt.
Eveline am 13. Mai 2008 11:46 Da hat ja wieder die Mutter den ganzen Stress, kann denn Sohnemann in dem Alter nicht auch mal allein irgendeine Initiative ergreifen? Der Vorschlag mit dem Profiling ist zwar gut, aber wenn er nicht selbst aus dem A... kommt, wird er immer verwöhnter.
holodeck am 13. Mai 2008 13:17 Ach herrje, O-Ton Mama und der Nick passt auch noch ;-))
Nein, offenbar kann er das nicht, sonst würde er es ja tun, oder? Antriebsarmut wegen Frustration und ggf. verdeckter Depression aufgrund von subjektiv empfundener Perspektivlosigkeit sind weder altersabhängig noch selten. Die Problemschilderung jedenfalls lässt weitaus mehr Ursachen und Möglichkeiten für die Situation zu, als "Verwöhntheit". Und auf die ist die Geldhahntour definitiv eine weniger nützliche Antwort. LG
Und was könnte man Deiner Meinung nach tun? Vielen Dank
holodeck am 13. Mai 2008 14:01 Wie gesagt, ich würde ein professionelles Profiling durchführen lassen! Dazu gehören: Potenzialanalyse, biografisches Interview, Stärken-Schwächenprofil, Anleitung zur Selbstreflektion, umfassende Information über zur Person und zum Typ passende Berufsfelder. Der Berufswahl wird eine solide Basis geben. Ich habe lange genug mit "Berufskrüppeln" gearbeitet um zu wissen, wovon ich rede und wie mit diesen erschreckend einfachen Mitteln sich Antriebslosigkeit in Motivation verwandeln lässt. Es gibt ja doch weitaus mehr Berufe als die, die man gemeinhin im Kopf hat.
Es gibt viele Anbieter dafür, deren Qualität ich allerdings im Einzelnen nicht beurteilen kann. Sehr bekannt und mit bundesweiten Vertretungen sind Hesse und Schrader. Einfach einmal auf den Seiten stöbern, auch unter Seminare. Ansonsten nach Profiling und Berufsorientierung googlen. Viel Erfolg!
Vielen Dank. Ich werde mal stöbern.

Schick ihn doch mal zur Berufs-Beratungsstelle für Studienabbrecher - vielleicht kann man ihm hier Orientierungshilfe geben oder was entsprechendes vermitteln. Zudem sollte man ihm dort bewußt machen, daß der Einstieg in's Berufsleben mit der Zeit nicht leichter wird.
Stellt Eure Forderungen an ihn und zeiht diese konsequent durch, damit er mal merkt, daß das Geld zum Leben nicht vom Himmel fällt.
Ich würde Ihn eine Bewerbung bei der BW machen lassen. Die suchen momentan Personal und dort wird er auch gleich hinreichend erzogen. Als Saz 6 gibt es auch gleich noch eine Berufsausbildung.

Wenn er keine Ausbildung findet für dieses Jahr dann soll er eben arbeiten gehen um Erfahrungen zu sammeln. Dann wird er schon merken wie schwer eine körperliche Tätigkeit sein kann und das es besser ist zu stiederen um später es leichter zu haben! Du darfst ihm nicht erlauben ein ganzes Jahr nichts zu machen. Je länger man nichts tut, desto schwerer ist der Einstieg in ein Berufsleben!!! Das gelernte vom ABI wird er auch in der Zeit vergessen und dann von neu lernen müssen!!! Er soll auf jeden Fall arbeite gehen!!!
Du solltest ihm jedenfalls klarmachen, daß er Dir nicht auf der Tasche liegen kann. Ich würde ihm auch kein Taschengeld mehr geben - denn er wohnt ja noch bei Dir, bekommt zu essen und zu trinken usw., und das kostet mit Sicherheit mehr, als es an Kindergeld für ihn gibt (falls es das zur Zeit für ihn gibt, wenn er sich so wenig um eine Ausbildung bemüht - muß man der Kindergeld zahlenden Stelle ja auch erst mal verklickern.) Er soll gefälligst arbeiten gehen. "Von Beruf Sohn" ist ein ziemlich schlechter Start ins Leben - egal wie gut es Dir selber geht.

Dein Sohn sollte ein Jahr arbeiten oder Praktikum machen so hat er Zeit zu überlegen ob es dennoch besser wäre die Studien fortzusetzen. Vielleicht findet er einen passenden Arbeitsplatz wo er fortfahren kann.

ihm mal Feuer unter dem Hintern machen und sämtliche Bezüge die von Dir kommen streichen, sonst könnte es schnell passieren das er zu garnichts mehr Lust hat....
Hat er seine Bundeswehrzeit schon hinter sich gebracht? Vielleicht wäre ein soziales oder ökologisches Jahr die richtige Alternative? Mit dem Geldhahn zu drehen und irgendwelcher sonstiger Konsequenzen, solltest Du Dich auf Dein Gefühl verlassen. Sei etwas egoistisch, wenn er Dir zu sehr auf den Nerven rumtrampelt - aber stehe immer voll dahinter, wenn Du ihn an die Kandarre nehmen willst. Mithilfe im Haushalt und Einschränkung Deiner unentgeltlichen Leistungen für Ihn, kommt ihm in seinem späteren Leben auf jeden Fall zugute - wenn Du es nicht schon längst angefangen hast.
Arbeitsamt ist auch eine gute Idee.
Mut machen ist im Moment das Wichtigste ...

hast du deine geschichte vollständig erzählt? der ganz ähnliche fall, den ich kenne, hat im hintergrund bei näherer betrachtung noch einiges aufzuweisen: der vater hat seit frühester kindheit versucht, dem sohn maßstäbe und lebensziele überzustülpen, die mit seiner eigenen biografie zu tun haben. der vater hatte einen unbändigen ehrgeiz, und litt darunter, dass er nur einen teil seiner eigenen hochgesteckten ziele erreicht hat. nun sollte der sohn sozusagen stellvertretend auf die erfolgsstraße geschickt werden. aber der sohn - in der mir bekannten geschichte - hatte schon von früher kindheit eine antipathie gegen den lebensstil und gegen die zielvorstellungen seines vaters. also konnte das ganze nur schiefgehen und ist ein anlaß zu ständiger klage des vaters geworden. der sohn hat es allerdings bis heute nicht geschafft, sich aus den finanziellen und weltanschaulichen fesseln des vaters zu befreien. das ist ja auch ein sehr schwieriger prozess, oft führt er dazu, dass solche söhne - oder auch töchter - sich so weit wie möglich vom elternhaus entfernen, buchstäblich, und zb nach neuseeland auswandern...
du solltest das geld begrezen, das du ihm gibst! also wird seine einzige loesung entweder durch eine ausbildung oder durch einen job mehr geld zu verdienen.
Richtig das ist erzieherisch vernünftig, und ihm anraten Prospekte auszuteilen,diese Stufe hat er erreicht. Leider haben Eltern zu diesem Schritt oft wenig Konsequenz