Hallo, Mein Sohn hat Angst falsche Entscheidungen zu treffen und trifft deshalb lieber gar keine. Beispiele: Er möchte in einen Sportverein, hat mehrere Möglichkeiten und meldet sich nirgendwo an. Er hat das Geld für den Führerschein zusammen, macht 2 Fahrstunden und geht nicht hin. Wie kann ich ihm helfen ?

ich kannte das von meinem Sohnemann auch und habe folgendes gemacht:
mit ihm gesprochen (andere vorher eingeweihte Personen auch) und ihm aufgezeigt, das es wesentlich besser ist eine Entscheidung zu fällen als alles vor sich herzuschieben. Menschen, die Entscheidungen fällen sind uns lieber als die berühmten Zauderer, die ja nicht anecken wollen und damit noch mehr Probleme aufbauen
macht zusammen das berühmte Adenauerkreut mit Plus und Minus und erarbeite mit ihm gemeinsam, was für und was gegen eine Entscheidung spricht und achte darauf, das er SELBST das Pro und Contra erläutert..so führst du ihn zur Entscheidung hin..

ich denke, er hat keine angst....er ist stinkefaul
Es gibt sehr viele Menschen mit solch einem Problem. Das hat selten was mit Faulheit zu tun. Im schlimmsten Fall muss sowas sogar psychologisch behandelt werden. Darum sollte man vorsichtig sein mit der Aussage, sojemand sei stinkefaul.
BELLA64 am 18. Mai 2008 10:21 Im Grunde genommen magst du recht haben. Aber dann sollte ich das als Fragesteller in der Frage auch erwähnen. L.G.
Da steht doch: Mein sohn hat Angst, Entscheidungen zu treffen... und nicht: Mein Sohn will nichts machen...
Wie hätte man es denn sonst schreiben sollen?
gertrude2 am 18. Mai 2008 10:32 eltern finden gerne erklärungen für solch ein verhalten der kinder. im schlimmsten fall gefällt den kindern diese "opferrolle" und sehen dies als eine möglichkeit immer im mittelpunkt zu stehen. das ist genauso wie adhs....für viele ist es einfacher ihre kinder so eine diagnose aufzubinden anstatt sich mit ihnen zu beschäftigen oder gar aufmerksamkeit zu schenken.
gertrude2 am 18. Mai 2008 10:28 kann es sein, dass viele gerne den rat geben eine therapie zu machen?! ehrlich gesagt, bin ich absolut nicht der ansicht, dass man kinder wegen jedem fur... therapeutisch behandeln lassen müsste. da hilft manchmal ein machtwort von den eltern und die welt sieht ganz anders aus.
Nein, habe ich in diesem Fall auch gar nicht geraten. Ich habe nur angemerkt, dass sowas durchaus auch psychologische Gründe haben kann und nicht einfach nur Faulheit ist, wie du denkst und geschrieben hast.
Selbstverständlich sollte man Kinder nicht wegen jedem Dingen psychologisch behandeln lassen, aber man sollte sowas auch nicht einfach pauschalisieren und es als Faulheit abtun.
gertrude2 am 18. Mai 2008 10:40 natürlich gibt es auch kinder die therapeutische hilfen benötigen, aber leider lese ich hier viel zu oft, dass so eine massnahme vorgeschlagen wird. man sollte vielleicht erstmal den eltern klar machen, ob sie nicht evtl. zu vorsichtig mit ihren kindern sind. diese eltern machen auf mich einen eindruck als hätten sie selbst angst. so kann man keine charakterstarken kinder erziehen. ausserdem finde ich die antwort von andreas48 ganz toll...ein offenes gespräch und die biete von hilfe gibt dem kind selbstvertrauen.
Beruhige dich doch mal wieder. Ich habe oben gesagt, dass sowas im SCHLIMMSTEN FALL und nicht grundsätzlich behandelt werden muss. Man darf es nur nicht einfach als Faulheit abtun, wie du es gemacht hast. Also häng dich doch jetzt nicht daran auf.
gertrude2 am 18. Mai 2008 10:51 hä?! bin doch ruhig :)habe nur meine meinung geschrieben
ich teile die meinung von gertrude2, dass er es einfach bequem findet, etwas nicht zu tun, weil er es eben nicht will. und etwas nicht zu tun, hatte scheinbar in der vergangenheit keine konsequenz nach sich gezogen. wird ja wohl unterstützt, ein solches verhalten ist kindern nicht angeboren. und wenn er schon so alt ist, dass er den führerschein machen kann, hilft in meinen augen nur noch ihn ins kalte wasser zu stossen! irgendwann muss er lernen eigene entscheidungen zu treffen, wenn sie falsch waren daraus zu lernen, auf eigenen füssen zu stehen etc. oder dein sohn wird später ein kandidat in "schwiegertochter gesucht", weil er es bei mama/papa so bequem hat und die die entscheidungen für ihn jahrelang trafen. lg

Ich glaube du musst mal ein ernstes Wort mit ihm reden, wie es im wirklichen Leben aussieht und lang geht. Er soll seine Augen öffnen und wissen was man will. Mit 17 Jahren "sollte" so was erwartet werden können!! SOLLTE!!!!
Im Grunde genommen kannst du ihm nur immer wieder mut machen, die Dinge anzupacken. Er soll sich doch mal vor jeder Entscheidung fragen: Was kann mir im schlimmsten Fall passieren?
Meist kommt dabei das Wort "nichts" heraus. Vielleicht hilft es ihm, danach seine Entscheidungen zu treffen.

Hier gibt es jetzt bereits einige hilfreiche Antworten, die man ausprobieren kann.
Aber setz Dir eine Frist von 5 oder 6 Monaten: Wenn bis dahin nichts wirkt, ist Familientherapie angesagt. Der Junior hat bestimmte Einstellungen und Ihr habt bestimmte Einstellungen, die ihr auch wirder irgendwo gelernt habt;
die Summe daraus hat zur jetzigen Situation geführt; daher muss auch die Summe betrachtet werden.
Das hilft wirklich.