Frage von anonymly 28.09.2011

Mein Psychiater nimmt mich nicht ernst!

  • Hilfreichste Antwort von IlkaRuSti 28.09.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo, anonymly,

    Du fühlst Dich nicht ernst genommen, von Deinem Psychiater und offensichtlich hast Du mit der Frage, die er Dir gestellt hat nichts anfangen können. Das heißt, zumindest im Moment birngt sie Dich nicht weiter. Genau das hat er aber erreichen wollen. Zum einen hat er versucht, zu klären, ob dieses Gefühl , das wie Du sagst, Deine Umgebung dier fremd und nicht real vorkommt, zum Zeitpunkt der Therapie auch existent ist, dann hätte er Ansatzpunkte ableiten können, womit das zusammenhängt. Es war zudem auch ein Versuch auf Dich und Deine Aussage einzugehen. Er wollte genau das, was Du eigentlich monierst. Er wollte Dich gerade mit dieser Frage ernst nehmen.Scheinbar hat er aber nicht erreichen können, das Du Dich verstanden fühlst. Das ist nicht so gut, da es gerade in einer Therapie wichtig ist, dass der Therapeut auf Deine Aussagen eingeht und Fragen formuliert, die Du auch beantworten kannst oder die Dich dazu bringen nach zu fragen. Aber Du fragst erst hier nach.

    Soll eine Therapie helfen, ist das Verhältnis und die Komunikation zwischen Klient und Therapeut von Bedeutung, d.h. immer, wenn Du nicht verstehst, was er meint oder warum er Dich das fragt, solltest Du ihn auch darauf ansprechen. Machst Du es nicht, könnt ihr nicht klären, ob ihr Ziel führende Gespräche gemeinsam entwickeln könnt. Dann werdet ihr vermutlich beide auch keine Entwcklung sehen können. Gut, der therapeut hat in der Regel für solche Therapiesituationen noch ein übergeordnetes Gremiuml die Supervision. Bei der supervision kann er sich in einem vertraulichen Team von Therapeuten austauschen und erhält so neue Ansatzpunkte, wie er möglicherweise das Gespräch führen kann, so, dass ihr weiter kommt. Wenn Du jedoch unzufrieden nach Hause gehst, wirst Du auch weiter unzufrieden bleiben. Sprich also Deinen Therapeuten an.... jetzt im nachhinein kannst Du es nur beim nächsten Termin klären oder ihn anrufen. Nur dann gibst Du ihm auch die Chance Dir zu helfen. Wenn ihr so schon 1 Jahr nicht weiter kommt, solltet ihr auch klären, ob möglicherweise tatsächlich ein Therapeutenwechsel sinnvoll ist. Das wird Dein Therapeut aufnehmen und möglicherweise kann ein Kollege der gleichen Praxist weiter für Dich hilfreich sein, oder er vermittelt Dich an einen anderen Kollegen. Auch Du kannst natürlich einen neuen Therapeuten suchen. Wenn ich das so lese, wäre es sinnvoller gewesen, Dich nicht so mit einer Bestätigung Deiner Wahrnehmung stehen zu lassen, sondern eine neue wieder offene Frage anzuschließen, dann hättest Du vermutlich weiter reflektieren können. Was kannst Du jetzt tun, um Dich verständlich zu machen..... nun, ich biete Dir folgendes an: Nimm ein Blatt Papier und male 7 zeichen Dich auf das Papier. Es geht nicht um Schönheit und die hohe Kunst des Malens, sondern um Dich. Das Blatt ist noch leer, aber Du hast schon einen Platz darauf. Jetzt denke mal an eine Situation, wo Du denkst, Deine dUmwelt sei nicht real, Du hättest Di Verbindung zu Deiner Umwelt verloren. Versuche das auf dem Blatt darzustellen. Mache Dir Gedanken, wie sieht die Umwelt aus, was trennt Euch....... Alles, was Du für Dich da erklärend malen kannst, ist dann ein prima Ansatzpunkt für Dich und auch für Deinen Therapeuten. Wenn Du glaubst, Du hättest nichts mehr hinzu zu fügen, dann frage ich Dich.... was müßte sich verändern, damit Du wieder Kontakt zu deinem Umfeld bekommst...... denke nach, reflektiere.... Nur Du kannst das wissen. Dein therapeut gibt eigentlich nur professionele HIlfestellung. Also kannst Du es auch ausprobieren. Du kannst möglicherweise schon auf dem Bild erkennen, was geschehen müßte, damit Du dieses irreale Gefühl, von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, los wirst.... Auf jeden Fall nimm das Blatt mit zu Deinem Therapeuten...... ihr habt damit bestimmt ein Gesprächsthema... und das ist auf jeden Fall entwicklungsfähig.

    Alles gute und eine produktive Arbeit.....

  • Antwort von hourriyah29 28.09.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Anonymly!

    Es kommt darauf an, was Dein Psychiater mit Dir macht, und das sollte er mit Dir besprechen. In der Regel haben Psychiater oft wenig Zeit und sehr viele Patienten, weswegen sie nicht besonders auf den Einzelnen eingehen können. Hast Du schon darüber nachgedacht eine Psychotherapie bei einem Psychotherapeuten zu machen? Oder macht Dein Psychiater mit Dir "richtige" Psychotherapie?

    Meist dienen die Gespräche beim Psychiater nur dazu Deine aktuelle Situation zu überprüfen und eventuell die Medikamente anzupassen und sind zu kurz um mit Dir Psychotherapie zu machen.

    Achtung: je nach Ziel der Psychotherapie ist es nicht Aufgabe des Therapeuten Dir etwas zu erklären, sondern Dir Fragen zu stellen, die Dich zum Nachdenken bringen und das ist dem Arzt anscheinend gelungen. Es ist auch nicht Aufgabe des Psychotherapeuten Dich zu testen oder Dich mit Mitgefühl zu überschütten. Er sollte Dir jedoch helfen mit Deiner Situation besser zurecht zu kommen und die Depression zu überwinden.

    In welchen Situationen wirkt Deine Umgebung vertraut und real? Es gibt bestimmt solche Momente, oder?

    Gute Besserung wünscht Hourriyah

  • Antwort von Zagdil 28.09.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du musst nicht zitternd dem Urteil deines Psychologen harren. Wenn du dich nicht verstanden fühlst oder dir etwas gerade nicht gefällt, sprich es an.

  • Antwort von MrSavage 29.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn ICH an Deiner Stelle gewesen wäre, hätte ich so lange nachgehakt, bis ich eine vernünftige Antwort bekommen und verstanden hätte, was er damit gemeint hat. Wenn Du was nicht verstehst, frag' nach...solange, bis Du es verstehst...Man kann ja keine "Beziehung" zueinander aufbauen, wenn man einander nicht versteht. Zweitens würde ich vielleict mal eine stationäre Therapie versuchen....Geh' mal zu einem Psychologen und besprich das mit dem!

  • Antwort von mariechen3 28.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ich glaub , der wollte nur abchecken , ob du gerade bei der Sache warst, oder ob dui generell woanders bist. Auch könnte es eine typische Gegenfrage gewesen sein : " wie geht es ihnen jetzt damit" ....sind dann oft nur so typische Floskeln , die die Psychs da so hervorbringen,..... vielleicht war der auch selbst gerade nicht so ganz bei der Sache....

  • Antwort von Mucker 28.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ".....Er hat mich darauf gefragt:"Bist du gerade in diesem Raum?". Ich habe geantwortet, dass ich es nicht wüsste. Er hat dann gesagt:"Mir scheint es auch so, dass du es nicht weisst." Danach war das Thema abgeschlossen."

    Wenn das so verlaufen ist - wie du schreibst - scheint mir das auch ein bisschen sehr "mager".

    Wenn du das Gefühl hast, dass die Chemie zwischen euch nicht stimmt und du kein Vertrauen zu dem Therapeuten hast - kannst du auch wechseln.

    Wegen einer Depression würde ich persönlich aber lieber zu einem Psychoiogen oder einer Psychologin gehen - anstatt zu einem Psychiater - die haben mehr Zeit für Gespräche.

    Alles Gute!

  • Antwort von rovercraft 28.09.2011

    er wird schon wissen warum er sich so verhalten hat...

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