Frage von Frag1234, 63

Mein Physik-Nachhilfelehrer sagt Kontakt mit Außerirdischen ist fast unmöglich ( Theorie lesen bitte)?

Eine recht interessante Theorie wie ich finde, die mir und ein paar anderen Schülern mal mein Nachhilfelehrer mit auf den Weg gegeben hat:

Außerirdische werden nie zueinander Kontakt aufnehmen können, da im Idealfall, die Distanz vielleicht 20 Lichtjahre ist. Fortschrittliche Zivilisationen zerstören sich aber in 10.000 Jahren selbst sagen Wissenschaftler, daher hat der technische Fortschritt nie genug Zeit um soweit zu kommen, dass man solche Distanzen überwinden könnte.

Meinungen?

Antwort
von JTKirk2000, 45

Technische Entwicklung muss nicht zwangsläufig mit moralischem Verfall einhergehen. Wenn man danach geht, hätte sich die Menschheit schon längst selbst ausrotten können, denn Massenvernichtungswaffen auf Basis von Kernspaltung und Kernfusion sind mittlerweile seit  etwa 60 Jahren bekannt.

Außerdem kommt es sehr darauf an, ab wann man eine Zivilisation als solche bezeichnet. Was ist also der Mindestmaßstab dafür? 10'000 Jahre sind eine hübsche runde Zahl, aber eben gemessen woran?

Klar ist eigentlich nur, dass nach den uns bekannten Möglichkeiten - selbst auch nur der theoretischen - ein Erreichen der Lichtgeschwindigkeit mit einem Raumschiff schlichtweg nicht möglich ist. Eine Distanz von 20 Lichtjahren zwischen verschiedenen Zivilisationen erscheint sehr optimistisch. Vielleicht sind eher 1000 Lichtjahre zwischen den verschiedenen Zivilisationen wahrscheinlich, aber solange man keine außerirdischen Kulturen findet, kann man einfach nicht wissen, wie weit es bis zur nächsten außerirdischen Kultur oder gar die durchschnittliche Entfernung zwischen den Zivilisationen ist. Immerhin ist es auch möglich, dass wir dahingehend in einer relativen Leere sind oder in einer Gegend relativer Vielfalt - um dies festzustellen reicht es nicht, die benachbarten Zivilisationen kennen zu lernen, sondern zumindest in Bezug auf unsere Galaxie eine gewisse Übersicht aller enthaltenen Zivilisationen zu haben und selbst dann ist diese relative Betrachtung nur auf unsere Galaxie bezogen.

Am schnellsten ist bisher, laut unserem Kenntnisstand, die Informationsverbreitung durch elektromagnetische Wellen. Wenn man diese aber nicht entsprechend fokussieren kann, sondern diese sich allseitig ausbreiten, nimmt ihre Intensität sehr schnell ab und wird entsprechend der Intensität direkt beim Sender bei entsprechender Entfernung vom Sender so schwach, dass die Energie der elektromagnetischen Wellen des Senders einfach von der Hintergrundstrahlung überlagert wird.

Obwohl man die Lichtgeschwindigkeit nicht überschreiten und nicht einmal erreichen kann, wäre eine Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit für interstellare Reisen durchaus schon interessant, selbst wenn es darum geht, Sonnensysteme zu erreichen, die 10 oder sogar 1000 Lichtjahre von uns entfernt sind, ohne dass dafür ein Generationenschiff notwendig wäre. In dieser Hinsicht kommt der relativistische Effekt auf die Raumzeit bei Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit zum Tragen. Zugegebenermaßen wirkt sich dieser Effekt auch auf den Energieverbrauch für die Beschleunigung aus, aber wenn man beispielsweise 99,9999999 % der Lichtgeschwindigkeit erreichen könnte, würde man die Reisezeit an Bord des Raumschiffes bei einer Entfernung von 1000 Lichtjahren als lediglich 16 Tage, 8 Stunden, 1 Minute und 38,76 Sekunden empfinden, ausgehend von einer gleichbleibenden Geschwindigkeit. Trotzdem würde das Raumschiff von der Erde betrachtet etwa 1000 Jahre bis zum Ziel benötigen. Eine Rückkehr wäre zwar für die Besatzung durchaus innerhalb eines erlebten Monats möglich, doch auf der Erde wären bis dahin mindestens 2000 Jahre vergangen.

Vielleicht gibt es dahingehend bessere Alternativen wie die Nutzung von Wurmlöchern oder die Krümmung der Raumzeit auf eine uns noch unbekannte Weise (wie beispielsweise der Warpantrieb aus Star Trek oder der Hyperantrieb aus Stargate), aber bis dahin sieht es noch etwas mau aus.

Grundsätzlich kann ich aber dennoch nicht mit der Annahme überein stimmen, dass eine Kontaktaufnahme zwischen verschiedenen Zivilisationen ausgeschlossen werden kann.

Kommentar von Frag1234 ,

Das heißt bei einen Hin- und Rückflug mit Lichtgeschwindigkeit würde die Besatzung vielleicht nur wenige Monate altern? Während auf der Erde bereits tausende von Jahren vergangen sind? Gebt es im Internet irgendsoeinen Rechner? Oder wie hast du die exakte Zeit berechnet?

Kommentar von JTKirk2000 ,

Für die Berechnung habe ich eine Excel-Datei angelegt, welche in Tabellenform verschiedene Auswirkungen bei bestimmten Prozentzahlen der Lichtgeschwindigkeit entsprechend der Lorentztransformation angeben. Allerdings gehen diese Berechnungen von stabilen Geschwindigkeiten aus, da mir das Wissen für entsprechende Anwendung bei Beschleunigungen fehlt. Aufgrund eben dieser in der Excel-Datei enthaltenen Angaben habe ich die Geschwindigkeit von 99,9999999% der Lichtgeschwindigkeit als Beispiel verwendet, wobei entsprechend der Lorentztransformation ein Verhältnis zwischen t/t' (oder umgekehrt) von 1:22360,68009 besteht. Der Rest ist dann einfache Umrechnung basierend auf durchschnittlich 365,25 Tagen pro Jahr, 24 Stunden pro Tag und je 60 Minuten pro Stunde und Sekunden pro Minute.

Da man bei dieser Geschwindigkeit von annähernder Lichtgeschwindigkeit ausgehen kann, dürfte für einen relativ ruhenden Beobachter wie auf der Erde die Reisezeit eines mit annähernd Lichtgeschwindigkeit reisenden Raumschiffes für eine Reise von 1000 Lichtjahren in etwa 1000 Jahren entsprechen. Bei 99,9999999% der Lichtgeschwindigkeit sind es sogar sehr genau 1000 Jahre, ausgehend davon, dass es exakt 1000 Lichtjahre sind. Die Reisezeit wäre nur 31,6 Sekunden länger als genau 1000 Jahre - von der Erde aus gesehen und relativistische Effekte auf die Erde außen vor gelassen.

Im besten Fall, wenn die Besatzung höchstens ein paar Stunden beim Ziel verbringt, würde die Besatzung sogar innerhalb von 33 Tagen erlebter Reisezeit wieder auf der Erde sein können, ausgehend davon, dass das Raumschiff sehr schnell auf diese Reisezeit beschleunigen und die Mannschaft diese Beschleunigung überlebt.

Kommentar von Frag1234 ,

Ist wirklich faszinierend irgendwie. :) 

Kommentar von Mikkey ,

Bei der Annahme von nahezu Lichtgeschwindigkeit vergisst Du die erforderliche Beschleunigung. Es dauert bei Erdbeschleunigung allein ein Jahr, bis auch nur die Größenordnung erreicht ist und abgebremst muss dann auch noch werden.

Dazu kommt ein echtes Problem: Ein Raumschiff, dass sich nur mit einem einzigen Prozent der Lichtgeschwindigkeit bewegt, hat kaum die Chance irgendwelchen Hindernissen auszuweichen. Mit dieser Geschwindigkeit wäre die Reisezeit aber bereits 2000 Jahre.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Bei der Annahme von nahezu Lichtgeschwindigkeit vergisst Du die erforderliche Beschleunigung. Es dauert bei Erdbeschleunigung allein ein Jahr, bis auch nur die Größenordnung erreicht ist und abgebremst muss dann auch noch werden.

Zunächst einmal gibt es auch heute schon Raketen, die mehr schaffen als nur 1g an Beschleunigung. Auch ein Mensch hält durchaus, wenn er entsprechend trainiert ist, weit mehr als die einfache Fallbeschleunigung auf der Erde aus.

Bei 9,81 m/s² dauert es nach der klassischen Mechanik 353 Tage, 16 Stunden, 51 Minuten und 39,3 Sekunden. Sorry aber in Bezug auf Beschleunigung fehlt mir die Kenntnis um die Reisezeit entsprechend zu berechnen, aber zumindest würde es von der Erde beobachtet entsprechend dauern, bis das Raumschiff diese Geschwindigkeit erreicht. Für die Astronauten wäre die Beschleunigungszeit vor allem gen Ende der Anfangsbeschleunigung erheblich kürzer.

Mit einer Beschleunigung von 4g (also 39,24 m/s²) würde man diese Beschleunigungszeit (ausgehend von auf der Erde beobachtet) auf 88 Tage, 10 Stunden, 12 Minuten und 50,9 Sekunden reduzieren.

Dazu kommt ein echtes Problem: Ein Raumschiff, dass sich nur mit einem einzigen Prozent der Lichtgeschwindigkeit bewegt, hat kaum die Chance irgendwelchen Hindernissen auszuweichen. Mit dieser Geschwindigkeit wäre die Reisezeit aber bereits 2000 Jahre.

Das erste wirkliche Problem liegt weniger darin, mit Objekten zu kollidieren, als vielmehr schon darin, das Raumschiff mit ausreichend Energie zu versorgen, um dieses auf seine maximale Reisegeschwindigkeit zu beschleunigen. Das Problem mit der Kollision mit Objekten kann man durch entsprechend vorherige Aufklärung und Kursberechnung umgehen. Viel problematischer ist die Strahlung, die vor allem von Sternen ausgeht und offenbar durch die Lorentztransformation wesentlich hochfrequenter für das Raumschiff wird. Dem entsprechend muss die Abschirmung verbessert werden, um die Besatzung und alles an Bord zu schützen, was dann auch wieder je nach Art der Abschirmung, als kleinen Nebeneffekt vor Kollisionen mit Objekten schützen kann. Die Kollision mit anderen Objekten ist eine Möglichkeit, die Strahlung von Sternen, die auf das Raumschiff trifft, ist aber mit Sicherheit da.

Expertenantwort
von stekum, Community-Experte für Physik, 22

Die vermutete mittlere Lebensdauer L einer extraterrestrischen

(technischen) Zivilisation (ETIZ) ist wohl der umstrittenste Faktor in der

Drake-Gleichung für die erwartete Zahl N der ETIZn in der Milchstraße.

Über die meisten Faktoren weiß man sehr wenig, über L noch viel weniger.

Jeder „Experte“, der Aussagen über N macht, bestimmt L nach seinem

Bauchgefühl. Während des kalten Krieges bewegten sich die Schätzungen

um wenige 100 Jahre. Mittlerweile ist ein oft gewählter Wert 50 000 Jahre.

Theoretisch kann eine ETIZ etwa solange existieren, wie das Universum.

In der populären SF findet man kaum ETIZn, die aussterben (Dystopien).

Antwort
von paranomaly, 31

Offiziell hat keine Regierung keine Beweise für Außerirdische. Wie gesagt offiziell. Aber gerade gestern kam auf N24 wieder eine interessante Folge von den UFO Akten in MUFON. Dort wurde von einem Mann gesprochen der ein Insider Militär war. Er sprach davon dass die USA an einem  speziellen Antrieb.  Er erwähnte dabei das Element  Ununpentium, das als Kraftstoff für Raumschiffe benutzt wurde. Man glaubte ihm nicht. 2004 dann wurde zum ersten mal das Element künstlich nach erzeugt und es hatte alle Eigenschaften die Lazar Ende der 80er gesagt hatte. Mit diesem Element würde bei einem Raumschiff der Raum gekrümmt werden, wodurch man schneller als das Licht reisen könnte. Merkwürdig finde ich aber folgendes dass die NASA heute schon an einem Warp Antrieb arbeitet, der  durch eine Krümmung funktioniert. Ununpentium kommt so nicht auf der Erde vor. Man kannte es lange vor 2004 bevor es nachgewiesen wurde. Ebenso wurde das Buch "Der Tag nach Roswell" von Col. Corso geschrieben von Paul Hellyer der ehem. Verteidigungsminister von Kanada bestätigt. Du kannst deinem Physiknachhilfelehrer folgende Fragen stellen:

Wie schafften es die Mayas und die Inkas Pyramiden mit Akkustik zu bauen, so dass  wenn man vor ihnen stand, der zurückkommende Schall sich wie der Ruf eines Vogels anhörte?

Warum bauten die Mayas meterbreite Straßen obwohl sie keine Fahrzeuge hatten, sie aber die Funktionsweise kannten, man fand Fahrzeuge als Kinderspielzeug?

Und warum gibt es ein über 400 Mio. Jahre altes versteinertes Zahnrad?

Noch dazu gibt es überall auf der Welt Höhlenmalereien von Wesen mit großen Köpfen, manche davon in Raumanzügen.   

Antwort
von nVega, 14

Irgendwie müssen die Wesen es wohl geschafft haben, länger als 10.000 Jahre zu überleben, sonst wären sie nicht schon da gewesen.
Dazu einfach mal die Dokumentation oder die Bücher von John E. Mack lesen. Da geht es nämlich genau darum, dass Ausserirdische Kontakt zu einigen Menschen aufnahmen und auch wieso sie nicht zu allen Kontakt aufnahmen. Als Psychologe betreute er viele Menschen, die von Ausserirdischen entführt wurden.John Mack war ein Harvard Professor und Pulitzer Preisträger, also kein komischer Spinner.
Auch Edgar Mitchell, ein früherer Astronaut sagte aus, dass er Kontakt mit Ausserirdischen hatte. Sowie auch ein früherer CIA Agent. Und natürlich noch viele andere vom Militär oder Flieger..
Kannst ja mal danach schauen, was die Menschen schon von den Geschichten bestimmter Ausserirdischer Rassen wissen. Einige mussten auch schon auf andere Planeten, da ihrer zerstört wurde. Sie haben unterschiedliche Technologien und Mentalität. Einige waren schon immer auf der Erde, andere kamen nur selten vorbei. Natürlich klingt das für Menschen, die sich zu wenig damit beschäftigen erst unglaubwürdig. Doch mit ein bisschen Interesse und Einarbeitung in das Thema, wir man merken, dass dies die ganze Geschichte der Menschen erklärt.

Antwort
von werbinichbinwer, 63

Es waere aber denkbar, dass wir (oder ausserirdische) technologien entwickeln, die es ermoeglichen ausserhalb des raum-zeit kontinuums zu reisen. 

Wir nehmen das verhaeltnis zwischen raum und zeit ja nur als konstant an, weil es fuer unsere Wahrnehmung naheliegend ist. Es gibt aber gegenbeispiele, die diese Annahme wiederelgen. zB den einfluss von gravitation auf den Raum (Raumkruemmung)...

De facto sind wir (Menschen) zu Machtlos in diesem Universum um allgemeine Aussagen ueber die beschaffenheit des selbigen zu treffen.

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