Frage von mira500, 137

Mein Pferd ist gestern eingeschläfert worden, ich weine nur noch, was kann ich machen?

Wie ihr oben lesen könnt wurde gestern meine RB im Alter von 27 Jahren eingeschläfert. Ich hatte ihn jetzt 2 1/2 Jahre... Die Besitzerin hat sich in der Zeit nicht mal ansatzweise mehr um ihn gekümmert, sie ist dann auch noch weg gezogen, und hat ihn da gelassen, weil sie ja wusste, das ich mich um ihn kümmer. Nun habe ich letztes Jahr mein eigenes Pferd bekommen, mit dem ich auch alle Hände voll zu tun hatte. Es wurde mir aber irgendwann einfach zu viel, jeden Tag zwei Boxen machen, dafür sorgen das die Decken wieder heile werden, Futter für beide kaufen und beiden gleich viel Aufmerksamkeit schenken. Ich hatte dann einen offenstall für ihn raus gesucht, und die besi nach laaaaaanger Zeit auch überredet bekommen ihn da vor zwei Monaten hin zu stellen...Er hatte es wirklich gut da, mit nur zwei andren Stuten, 24h draußen Riesen Weide usw. wo er der Hahn im Nest war, und das hat er auch sichtlich genossen :)
ich bin ihn dann auch besuchen gehangen, nur leider nicht allzu oft, da mir einfach die Zeit fehlte
Nun kam dann gestern die Nachricht das er sich festgelegen hat, ich bin sofort zu ihm, aber da ist er auch schon über die regenbogenbrücke gegangen...ich mache mir solche forwürfe, das wenn ich ihn beim Hof behalten hätte, er jetzt noch leben würde. Er hatte in der Zeit auch grade wieder hinten einen richtig dollen Einschuss, der bis zum Sprunggelenk ging, aber er konnte einfach nicht mehr aufstehen...Ich bin nur noch am weinen und vermisse ihn so unendlich doll...der Anblick wie er da lag zerreißt mir immer noch das Herz...wie lange dauert es bis ich nicht mehr so traurig bin? Und bitte keine dummen Kommentare wie, du hast doch ein eigens warum heulst du einem so altem Pferd hinterher, was noch nicht mal die gehörte! Ich hab ihn so unendlich doll lieb gehabt...ich habe mich noch neben ihn gesetzt und mich entschuldigt und ihm gesagt das ich ihn lieb hab...glaubt ihr, er hat es quasi auch so geshen, das er dort seinen Frieden finden konnte?

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Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 78

Das tut mir echt Leid! So etwas ist immer schlimm - noch schlimmer, wenn man meint, sich Vorwürfe machen zu können. Aber ehrlich - das hilft Dir auch nicht weiter und bringt Dir das Pferd auch nicht zurück.

Versuch an all das Schöne zu denken, dass Dich mit ihm verbunden hat. Such ein schönes Foto von ihm raus, lass es vergrößern, hänge es an eine schöne Stelle und vergiss ihn nicht. Bewahre ihn in Deinem Herzen und höre auf, Dich selbst zu geißeln.

Du hast für ihn gesorgt und das obwohl er nicht Dein Pferd war. Dass Du weniger oft zu Besuch bei ihm warst, liegt in der Natur der Dinge, wenn die Pferde auf die Rentnerweide gehen. Er hatte es dort gut, er hastig wohl gefühlt und einfach Pech gehabt. 27 ist alt, zwar nicht steinalt - aber auch Menschen werden nicht immer 90 Jahre alt. 

Wein Dich erst mal so richtig aus. Und dann sieh wieder nach vorne.

Antwort
von Muckula, 51

Hallo,

das tut mir sehr Leid. Ist immer schlimm, wenn ein geliebtes Tier geht :(

Mach dir keine Vorwürfe, du hättest ihm doch vermutlich eh nicht helfen können, und du hast doch für ihn viel getan, damit es ihm gut geht. Du bist sofort hingefahren, als du davon erfahren hast, und du hast "dein" Pferd geliebt. Jetzt hat er zumindest keine Schmerzen mehr und er hatte ja auch, wie du es beschreibst, ein sehr schönes Pferdeleben.

Wie lange die Trauer bleibt, kann dir keiner sagen - das ist bei jedem anders. Lass die Trauer zu, vielleicht magst du ein Foto deines Pferdes aufhängen oder ihm einen (symbolischen) Grabstein setzen, oder du besuchst einen virtuellen Tierfriedhof im Internet. In Pferdeforen findest du sicher auch Trost und Zuspruch bei lieben Menschen, die deinen Kummer ganz genau nachvollziehen können.

Vergrab dich aber auch nicht, lass dich trösten, tu dir was Gutes. Dein anderes Pferd kann dir auch ein Trost sein und dich ablenken.

Der Kummer geht irgendwann vorbei und dann kannst du auch wieder lachen :-*

Antwort
von Nashota, 52

27 Jahre ist schon ein stolzes Alter für Pferde. Trotzdem tut es natürlich sehr weh, seinen geliebten, vierbeinigen Freund zu verlieren.

Sei für die gemeinsame Zeit dankbar, die ihr hattet und sei dir sicher, dass es die Zeit im Offenstall und mit den anderen Pferden zusammen genossen hat.

Seine/ihre Zeit war vom Alter her leider gekommen.

Du hast sicher Bilder von ihm. Behalte es im Herzen. Ich denke auch noch oft an meine Nurika, auf der ich vor über 30 Jahren über die Prärie geritten bin........

Antwort
von Viowow, 36

hallo. herzliches beileid. ich kann das absolut nachvollziehen, meine alte rb ist "nur" weggezogen und ich war total traurig, obwohl ich eigene pferde habe. traurig sein ist nicht schlimm. du warst für ihn da als seine besitzerin sich nicht mehr gekümmert hat. und im offi ging es ihm sicher gut. er konnte sich selber beschäftigen, und natürlich hast du nicht mehr so oft nach ihm geschaut. deswegen hattest du ihn aber ja nicht weniger lieb. pferde spüren das, da bin ich fest von überzeugt. qualität statt quantität;)
schau auf das positive mit ihm, behalte ihn in guter erinnerung und denk oft an ihn. wenn es dir hilft, kannst du ja etwas mit seinem namen beschriften(z.b. ein kleinen stein) und ihn bei deinem pferd an die box hängen o.ä. dann hast du ihn immernoch bei dir.
sei ruhig traurig, das befreit. aber mach dir keine vorwürfe.
alles gute

Antwort
von Anaschia, 19

Die Einzige die sich hier vielleicht Vorwürfe machen müßte, wäre die Besitzerin. Man kann ein Tier nicht Tag und Nacht bewachen, damit ihm nichts zustößt.

Mein alter Wallach konnte seine letzten Jahre  mit seinem Kumpel auch noch im Offenstall genießen.

Ich hatte die erste Zeit so manche schlaflose Nacht, weil ich Angst hatte das den Beiden dort etwas passieren könnte. Ich sage Dir, er hat dieses Leben in vollen Zügen genossen. Ein Turnierpferd was bei seinem ersten Besitzer nur in der engen Box stand, hatte auf einmal die Freiheit alles das zu tun was er gerade wollte.

Du hast dem Pferd auch noch ein paar herrliche Monate gegeben, und allein das zählt. Natürlich wirst Du noch eine zeitlang trauern, das gehört halt dazu.

Antwort
von staffilokokke, 47

Der tollt jetzt irgendwo mit seinen Ahnen und verschwendet keine Sekunde mehr daran, wie es für ihn war. 
Du wirst noch lange traurig sein, vor allem, wenn Du Pferde siehst, die aussehen wie er. Aber die Trauer vergeht von mal zu mal immer mehr, mit jedem bisschen Spaß, den Du mit anderen Rössern hast. 

Antwort
von FrauJessica, 42

Hallo Mira,

ich denke dein Pferd musste ziemlich viel Leid erleben und du warst die Einzige die sich wirklich liebevoll um ihn gekümmert hat. Er ist dir bestimmt sehr dankbar.

Ihm geht es jetzt bestimmt gut und du solltest dir keine Vorwürfe machen. Du bist ein tolles und verantwortungsbewusstes Mädchen.

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