Frage von Horsegirl1986, 122

Mein Pferd hat ständig ein geschwollenes Auge und plötzlich wieder nicht, was könnte das sein?

Meine 30 jährige Stute hat seit einigen Monaten starke Probleme mit einem Auge. Von einen auf den anderen Moment schwellt es komplett an, tränt und sie bekommst es nicht mehr Gescheid auf, doch das komische ist, 5 Minuten später sieht es wieder ganz normal aus. Nicht angeschwollen, tränt nicht und sie kann es wieder ganz normal aufmachen. Das hat sie jeden Tag alle paar Stunden mal, oder wenn man kurz hin kommt. Der Ta war auch schon da, er meint es sein eine hornhautverletzung, doch auch mit der von ihm verschriebenen Salbe würde es bis jetzt nicht besser, außerdem wäre es bei einer hornhautverletzung ja ständig geschwollen. Weiß von euch jemand, was das sein könnte oder hatte selber schon mal sowas bei seinem Pferd?

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 53

ich habe mir (und dir) den aufbau des pferdeauges mal herausgesucht.

mich hat folgendes an deiner beschreibung etwas stutzig gemacht:

von einem auf den anderen moment schwillt es komplett an, tränt und sie bekaommt es nicht mehr gescheit auf, doch das komische ist, 5 minuten später sieht es wieder ganz normal aus.

diese symptomatik würde meiner ansicht nach eher auf ein problem mit der tränendrüse oder mit dem entsprechenden oberen fettkörper hindeuten.

http://www.wutzlhof.de/images/aufbau_auge.gif

irgend etwas verlegt vorübergehend den tränenkanal, bis die tränenflüssigkeit quasi unter druck "überquillt" und sich schlagartig entleert.

das könnte sowohl gewebsflüssigkeit im oberen fettpolster über dem augeninneren sein, aber auch ein einfaches winziges granulom, also eine art "gerstenkorn" an der mündung des tränenkanals. ein granulom kann zum beispiel durch einkapseln eines winzigen fremdkörpers oder ein eingewachsenes haar entstehen.

solange dein pferd jetzt nicht erheblich davon eingeschränkt ist oder mehrmals täglich dadurch schmerzen hat, würde ich eigentlich folgendes vorschlagen:

ich gehe davon aus, wenn deinem pferd die zähne gemacht werden, wird es dafür sediert.  im rahmen der nächsten "zahnarbeiten" bestünde dann die möglichkeit, dass der tierarzt sich das auge einmal gründlich ansieht. ein kleines oberflächlich sitzendes granulom könnte dann gleich entfernt werden ohne den kreislauf des pferdes zu sehr zu belasten.

die zweite möglichkeit wäre ein ultraschall des auges. das dürfte dem pferd, auch wenn es überhaupt nicht wehtut, unangenehm sein. vielleicht kannst du ja dafür sorgen, dass es den kopf stillhält. per ultraschall lassen sich im normalfall von einem geübten tierarzt auch veränderungen unterhalb der grösse von 1mm finden.  natürlich kommt auch eine zwischenzeitliche lähmung des oberern augenmuskels infrage.

falls es sich um einen fremdkörper oder ein granulom handelt, dürfte es so etwa in der grössenordnung von maximal 2mm sein.

sollte es sich um ein problem des innenauges handeln - damit müsste dein pferd leben. bei einer entzündung der tränendrüse käme eventuell ein antibiotikum infrage.

ich kann dir natürlich nicht garantieren, dass dein pferd tatsächlich unter einer der angegebenen möglichkeiten leidet, aber für mich klingt die symptombeschreibung nach einer verlegung des zum auge hin liegenden tränenkanals.

etwas... humorvoll ausgedrückt könnte man sagen, deinem pferd drückt was auf die tränendrüse...

du könntest den tierarzt ja mal auf ein ultraschall oder eine konventionelle untersuchung ansprechen.

Antwort
von cingurl, 64

Wurde das Auge schonmal auf Fremdkörper untersucht. Auch das kleinste Staubkorn an der falschen Stelle kann sowas verursachen.


Liebe Grüße

Antwort
von kordely, 30

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