Frage von Lilliana17, 105

Mein Pferd hat sich komplett verändert - was kann ich tun?

Hallo Allerseits, ich beschreibe mal kurz mein Problem. Also seit zwei Monaten habe ich nun endlich mein eigenes Pferd. Es ist ein achtjähriger Andalusierwallach, der erst mit sieben kastriert wurde. Warum die Vorbesitzer auf so eine Idee kamen, das Pferd erst so spät zu legen, kann ich leider nicht sagen. Folglich hat der kleine also noch ein paar "Hengst-Macken"... Als ich ihn vorm Kauf besichtigt habe, war er ein total ausgeglichenes, entspanntes Pferd und auch beim Reiten reagierte er total fein auf die Hilfen und beim Putzen in der Stallgasse stand er still an seinem Platz und ließ sich ohne jegliche Probleme sauber machen. Ich war mit ihm zum Probereiten natürlich auch im Gelände und da dürfte ich feststellen, dass er nicht nur wunderschöne Gänge hat, sondern auch noch tiefenenstpannt ist und kein bisschen schreckhaft. Eigentlich alles zu schön um wahr zu sein .. Und so kam er dann wenig späterauch zu uns. Zwei Tage nachdem ich ihn hatte, war ich mit einer Freundin ausreiten und er zeigte sich so lieb und brav wie ich ihn kannte. Auch in der Herde schien er sich gut eingelebt zu haben, denn es war ja alles neu für ihn.. Die Umgehung, die anderen Pferde und so weiter... Jetzt kommt es zum eigentlichen Problem: Er wurde immer unruhiger und begann die anderen Pferde auf der Koppel plötzlich zu treten und wegzubeißen. Er rannte sogar weg, wenn ich ihn von der Weide holen wollte und beim Führen riss er immer den Kopf hoch und blieb manchmal teilweise einfach stehen und bockte. Es gab Tage, da ging er keinen Schritt mehr weiter. Ich begann also mit ihm Bodenarbeit zu machen, um Vertrauen und Respekt zu verbessern. Das klappte auch alles wunderschön und bald kam er mir auf der Koppel sogar entgegen, anstatt wegzulaufen.. Als ich mich dann sicher fühlte und ihn wieder reiten wollte passierte dann das schlimmste.. Eigentlich wollte ich zur Eingewöhnung nur ein paar runden ruhig über den Platz reiten, doch kaum saß ich im Sattel, begann er völlig unkontrolliert los zu galoppieren und rannte teilweise sogar gegen die Bande und den Zaun dagegen. Er hatte sich vom ruhigen Pferd zum völligen Durchgänger entwickelt. Natürlich habe ich auch ablongieren schon ausprobiert, aber es hat alles nichts geholfen und jedesmal wenn ich ihn wieder reiten wollte, ist er durchgedreht.. Mittlerweile hat er es auch schon zweimal geschafft, mich runter zu werfen und ich habe Angst mich jetzt nochmal in den Sattel zu setzen, weil er total unkontrollierbar geworden ist... Ich bin natürlich enttäuscht von mir selbst und weiß zur Zeit einfach nicht mehr weiter.. Was kann ich tun? Rückenprobleme sind übrigens auszuschließen... Vielen Dank schonmal im Vorraus, Lilliana

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 39

Spät gelegt, 8 Jahre, neue Heimat, neuer reiter,

DAS ist eine explosive Mischung!

Er braucht Zeit, einen einfühlsamen fachkundigen Trainer und du auch.

Als erstes sollte man sich besser ein älteres Pferd holen, das gut ausgebildet , abgeklärt, erfahren ist.

Wer hat die AKU gemacht? ,pupillenreaktion ok???

PATwerte ZU  schön? Bis untertourig?

Ich hab ,den Verdacht, daß er als hengst  nicht handelbar  war und  sein Leben lang hengsten wird

SO EIN PFERD IST ETWAS FÜR PROFIS,  du wirst viel viel externe Unterstützung brauchen.

Hast Du Rechtsschutz?   es wäre zu überlegen, den kauf rückgängig zu machen.

Das ist hart, aber mit angst kannst Du nicht mit ihm arbeiten!

,laß dich bitte bei einem Pferde Anwalt  beraten.

Sorry für dich und dein Pferd!

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 36

Lass einen Profi drauf. Aber einen, der sich dem feinen und reellen Reiten verschrieben hat. Der soll das Pferd eine Weile bereiten. Und dir Unterricht geben. Du scheinst leider überfordert zu sein mit dem Pferd, wie es jetzt ist.

Was das Verhalten auf der Weide angeht, so kann es sein, dass er jetzt "die Sau rauslässt", wo er sich eingelebt hat.

Es ist nicht ganz unmöglich, dass das Pferd ein Beruhigungsmittelchen bekommen hat, als du ihn gekauft hattest.

Von wem hast du das Pferd und weißt du etwas über seine Vergangenheit? Warum ist es verkauft worden?  Früher waren Iberer teure Pferde, aber seitdem sie massig "gerettet" werden und in Massentransporten importiert werden, sind es richtige Billigpferde geworden. Leider oft aber immer noch zu teuer. Ich kenne leider einige Spanier, die billig auf der Halbinsel eingekauft wurden und sich als Schrott herausgestellt hatten. Charakterlich und auch gesundheitlich.

Gute Spanier kosten auch heute noch ihr Geld.

Antwort
von LyciaKarma, 56

Ich glaube, dein Pferd ist einfach hoffnungslos überfordert. 

Es kennt dich nicht, kennt die Pferde nicht, kennt das Wasser nicht, das Futter nicht, die Leute nicht, die Umgebung nicht und nach zwei Tagen gehst du direkt ausreiten? 

Wie wärs, wenn du deinem Pferd mal 2-6 Wochen zur Eingewöhnung gibst und dann nochmal *am Boden* anfängst? 

Ich würde sagen, dass er sich wehrt, weil er noch so neu ist und keine Zeit hatte, sich an irgendwas zu gewöhnen und du ihn mit der Arbeit absolut überforderst. 

Antwort
von Secretstory2015, 37

Lass Deinem Pferd erst einmal ein paar Wochen auf der Weide, er muss sich eingewöhnen. Zum Proberitt ins Gelände zu gehen ist übrigens mehr als fahrlässig von Dir gewesen, da hätte sonst was passieren können!

Es erscheint mir beinahe ein wenig so, als sei er einerseits mit der neuen Situation komplett überfordert, und andererseits habe ich das Gefühl, dass er vielleicht mit leichten Sedativa beglückt worden war vor dem Proberitt, damit er lieb und artig ist und man ihn gut "los wird".

Kommentar von Lilliana17 ,

Danke erstmal.. Aber da ist wohl was durcheinander gekommen. Ich wollte es eigentlich so ausdrücken, dass ich ihn in der Halle Probe geritten bin und ein anderes mal mit ihm im Gelände war, um zu sehen, wie er sich da so verhält.. Selbstverständlich war ich nicht allein unterwegs.

Antwort
von Feuerherz2007, 57

Das ist schon eine ganze Menge, was hier nicht rund läuft. Ich gehe davon aus, es ist dein erstes Pferd. Deshalb würde ich dir einen Pferdetrainer empfehlen, keinen Hobbytrainer, sondern einen echten Profi ähnlich wie Klaus Balkenhol aus Leverkusen. Es dürfen hier keine Fehler mehr gemacht werden und von Beginn an sind die richtigen Schritte einzuleiten. Viel Erfolg!

Kommentar von Dahika ,

Klaus Balkenhol

Und der wird auch sofort angeeilt kommen. LOL. Zwischen Hobbyttrainern, die ich auch nicht gut finde, und Herrn Balkenhol gibt es noch jede Menge Zwischenstufen.

Ein guter, feiner ! Reitlehrer reicht auch. Der soll das Pferd mal eine Zeitlang bereiten. Und der dürfte auch nicht so viel kosten wie Balkenhol.

Ich glaube auch kaum, dass Herr Balkenhol von einem Normalo überhaupt bezahlbar ist.

Kommentar von Feuerherz2007 ,

Du musst meinen Text richtig lesen, Balkenhol sollte nur ein Vergleich sein, ich habe geschrieben "ähnlich", der wird ganz bestimmt nicht zu dir kommen! Es gibt aber auch in deiner Region Pferdetrainer.

Antwort
von leniiiiiiiiiiii, 45

Hallo
Ich verstehe dein Problem . Meine Rb hat das bis vor 1 monat auch gemacht.
Ich hab dann auch wie du mit boden arbeit usw. angefangen das hat aaber nix gebracht .
Ich hab dann nach einer Weile meine Rl gefaragt was mit ihm los war .
Sie wusste es auch nicht.

Nach einer weile bekammen wir raus das er sich (weil er erst nach 9jahren verkauft wurde) zu sehr an sein altes zuhause gewohnt hatte das er wieder heim wollte.
Wir haben ihm dann 1 wochen beim seinem galten Zuhause gelassen dan wieder 2 wochen bei uns dann wieder 1 wochen bri seinem altem Zuhause und 3 wochen bei uns.
Er hat es sich dann bei uns angewöhnt und hat nicht mehr gebuckelt usw...

Ich hoffe ich konnte dir helfen mit meiner "geschichte"

Vill. ist es ja das gleiche😹😻

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