Frage von CTR10, 74

Mein onkel hat kleinzelliger lungenkrebs (extensive disease) hat jemand erfahrung?

Kennt sich jemand aus mit dem Krebs mein Onkel hat das, wie ist die Lebenserwartung, ich bin für alle infos sehr froh danke im voraus.

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Antwort
von cempion12, 34

Lungenkrebs (=Lungenkarzinom) lassen sich in 2 grosse Teile gliedern

A) Kleinzelliges  (weil die Zellen sehr klein aussehen im Mikroskop)
B) Nicht- Kleinzelliges (Adenokarzinom und das Plattenepithelkarzinom)
    -> dies steht nur dafür dass es sich nicht um A) handelt

während die nicht Kleinzelligen von dem eigentlichen Gewebe der Lunge ausgehen, hat das Kleinzellige seinen Ursprung in Nervendrüsen, welche sich überall im Körper aber auch eben in der Lunge befinden. Entartet eine dieser "neuroendokrinen" Drüsen kommt es zur Diagnose des Kleinzelligen Lungenkarzinoms.

Unter diesem Kleinzelligen unterscheidet man dann die Ausdehnung auf Lunge und Nachbarorgane. Wie du sicher vermutet hast, bedeutet extensiv, dass es schon andere Organe befallen hat, und damit eine Prognose liefert, die nicht gerade gut ist. Aus eigenem Erfahrungsstand wird hier eine Chemotherapie den Tumor verkleinern aber nicht ganz entfernen können. Wie es aber genau bei deinem Onkel ist kann ich nicht aus Entfernung sagen. Wie lang dann das Leben weitergeht hängt von zahlreichen anderen Faktoren ab. Ich spreche nur aus Daten meines Studiums und der Klinik. Bin noch kein Arzt sondern Student im 7. Semester. Leider kann ich dir nichts fröhlicheres sagen, aber man darf sich nicht durch Statistiken und Überlebensraten den Kopf zerbrechen und auf einen schliessen, sondern muss die Zeit machen lassen.

Weiterhin viel Kraft euch beiden in dieser Zeit.


Kommentar von CTR10 ,

Vielen vielen dank!

Kommentar von cempion12 ,

Gerne! Liebe Grüsse

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Medizin, 9

Die Lebenserwartung ist immer individuell und kann nur sehr grob geschätzt werden. Leider gehört diese Diagnose zu den "ungünstigen" Lungenkrebsarten. Aber man arbeit schon an einer Antikörpertherapie, die gerade bei dieser Krebsart eine bessere Erfolgsrate verspricht. 

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Gesundheit, Krankheit, Medizin, 37

Hallo CTR10,

leider kann ich Dir da keine 'schöne' Antwort geben. Es hängt sehr stark vom Zeitpunkt des Erkennens ab sowie des bis dahin diagnostiziertem Stadium. Je eher, desto besser sind die Prognosen. Da Du kein Stadium angegeben hast, vielleicht auch gar nicht weißt, ist eine Antwort eher spekulativ.

Hier ist ein Link, der Dir zusätzliche Informationen gibt:

https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/lungenkarzinom-kleinzellig-scl...

Wenn Du noch Fragen hast, schreibe mir gerne.

LG

Kommentar von CTR10 ,

Es ist schon recht gross ..

Kommentar von Buddhishi ,

Aus allen Antworten, die Du bisher bekommen hast, wirst Du schon Deine Rückschlüsse gezogen haben. Aber: es spielen immer viele Faktoren eine Rolle und es gab immer wieder Erkrankte mit sog. Spontanremissionen, also einer an Wunder grenzenden Heilung.

Diese Betroffenen berichteten aber immer auch davon, dass mit der Diagnose eine komplette Lebensänderung (z. B. hinsichtlich Ernährung etc.) oder Änderung der Einstellung zu bestimmten Dingen verbunden waren. Auch die Psyche spielt eine enorme Rolle.

Wie eng bist Du mit Deinem Onkel verbunden?

Kommentar von CTR10 ,

Sehr eng ich verusche ihn immer zu besuchen jeden tag bis jeden 2ten tag aber mein vater (sein bruder) ist jeden tag bei im. Psychisch ist mein Onkel sehr stark er denkt positiv

Kommentar von Buddhishi ,

Das ist sehr gut, dass Dein Onkel stark ist und positiv denkt. Medizinisch wird alles für ihn getan. Was Du tun könntest, wäre Berichte von Spontanremissionen für ihn zu sammeln.

Ich weiß nicht, ob es das vielleicht auch irgendwo im Net gibt, aber es gab einige TV-Sendungen/Dokus, in denen die Betroffenen selbst über ihren Weg der Heilung berichteten. Das fand ich sehr eindrucksvoll und voller Hoffnung.

Auch Selbstsuggestionen können die Selbstheilungskräfte positiv unterstützen. Ich greife da immer gerne auf Louise L. Hay zurück, die in ihrem Buch 'Heile deinen Körper' viele Vorschläge gibt. Bei Krebs empfiehlt sie: "Liebevoll vergebe und löse ich alles Vergangene. Ich beschließe, meine Welt mit Freude zu füllen. Ich liebe und akzeptiere mich."

Informiere Dich - wenn Du magst - auch über andere Themen, wie Ernährung, Meditation, Phantasiereisen, Literatur etc. Begleite ihn und stütze ihn, (aber bitte bevormunde ihn nicht.)

Lasse ihn auch einfach mal nur erzählen, was in ihm vorgeht. Ich habe vor Jahren meine krebskranke Freundin begleitet. Das war die intensivste Zeit meines Lebens, natürlich schwer und hart, aber ich habe so vieles gelernt, das ich nicht mehr missen möchte.

Außerdem kann ich Dir dieses Buch empfehlen. Es gab auch dazu eine TV-Sendung, aber das Buch reicht auch.

https://www.amazon.de/Weissbuch-Heilung-moderne-Medizin-nichts/dp/3711000428

Eins noch: Ich finde es toll, dass Du für Deinen Onkel da sein möchtest und ich wünsche Dir alle Kraft dazu. Aber bitte achte bei allem auch auf Dich selbst und betreibe eine gesunde 'Psychohygiene', denn nur ein starker und gesunder Begleiter ist ein guter Begleiter.

Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich.

Alles Gute

Kommentar von CTR10 ,

Vielen vielen dank für deine Supper Antwort!!!

Kommentar von Buddhishi ,

Sehr gerne :-)

Antwort
von JulezHH, 13

Bei kleinzelligen Lungenkrebs ist der Vorteil das die Zellen sich schnell und rasch vermehren, weshalb sie gut auf eine Chemotherapie ansprechen.

Nun sagst du, dass dein Onkel "extensive disease", also im erweiterten Stadium sich befindent - Also ist der Krebs über einen Lungenflügel bereits hinaus gestreut.

Das streuen von Lungenkrebs ist nicht selten, so gelangen die entarteten Zellen in andere Regionen des Körpers und richten dort ebenfalls Schaden an.

Wie Buddhishi schon sagst - es hängt viel vom Zeitpunkt der Diagnostik ab.

Eine Chemotherapie ist in den meisten Fällen angesehen zur Lebensverlängerung, selten einzig zur Heilung.

Antwort
von muckel3302, 10

Dazu müsste man wissen, ob der Tumor schon gestreut hat oder noch nicht. Eine Blutuntersuchung kann sowas weitgehend klären, wobei bei der OP auch die umliegenden Lymphknoten entfernt werden, da diese als erstes von streuenden Krebszellen befallen werden. Diese Lymphknoten werden dann geweblich untersucht. Findet man dort keine Krebszellen, dann sind die Heilungschancen recht gut. Leider streut ein Lungenkarzinom recht schnell, wenn es klein ist und frühzeitig entdeckt wurde, hat man die besten Chancen. Kurzum: man kann erst nach der OP und nach der geweblichen Untersuchung eine Prognose stellen. Man muss aber leider auch anmerken, das kleinzelliger Lungenkrebs aggressiver ist (schneller wächst und schneller streut) als nicht kleinzelliger. Trotzdem alles Gute für deinen Onkel.


Antwort
von kdreis, 9

In Deutschland gibt es einige wenige Kliniken und Ärzte, die mit Lätrile (Vitamin B17) arbeiten. Vitamin B17 ist in bitteren Aprikosenkernen enthalten, aber leider nur so wenig, dass es zur Vorbeugung reicht. Zur vollständigen Heilung braucht es Infusionen. Als Nebenwirkungen kann Fieber auftreten, weil der Körper mit den Resten der getöteten Krebszellen zurecht kommen muss. Chemo zerstört alle schnell wachsenden Zellen. Das sind nicht nur die Haarzellen. Schlimmer ist die Tötung von Darmzellen, die der Körper aber dringend für die Immunabwehr braucht. Die von mir vorgeschlagene Behandlung wird leider nicht von Krankenkassen bezahlt. Das hat ausschließlich kommerzielle Gründe. Die Behandlung ist wirksam und viel billiger als die klassischen Methoden. Die meisten Ärzte kennen dieses Verfahren nicht. Es es überzeugend beschrieben in dem Buch von Brigitte Helene "Vitamin B17 Die Revolution in der Krebsmedizin". Die Zeit für den Kauf und das Lesen des Buchs lohnt sich. Ein Schnellschuss mit Bestrahlung oder Chemo schädigt der Körper so stark, dass auch Vitamin B17 nicht mehr so sicher helfen kann.

Antwort
von Herb3472, 38

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