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Mein neuer Hund hat ne Macke...

gefragt von SilberkieselSilberkiesel am 03.02.2009 um 2:36 Uhr

Wir haben seit 3 Wochen einen 15 Monate alten Hund aus der Tierrettung übernommen. Ich verlasse jeden Tag für 2 Stunden das Haus und jedesmal wenn ich zurückkomme, verhält sich das Tier, als wenn ich es totschlagen würde. Beim erstenmal dachte ich, es hätte wunderweisswas angestellt...es holt sich aber nur ein getragenes Kleidungsstück aus dem Wäschemops und legt sich drauf...für sie hingelegt Sachen ignoriert sie ..sie will lieber klauen...okay..hab ich dann extra nicht für sie offenschtlich beachtet. Es gibt schlimmeres! Sie pinkelt sich aber jedesmal ein,wenn ich heimkomme..ich ignoriere das dann, lobe sie, gebe Leckerchen und nehme das geklaute Kleidungsstück erst weg, wenn der Hund es nicht sieht...wenn ich nämlich das in ihrem Beisein tue, stirbt sie fast den Angsttot...mach ich das richtig? Oder was kann ich noch tun? Wie kann ich ihr sonst noch begreiflich machen,dass es okay ist?


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Pianoman81
beantwortet von Pianoman81 am 3. Februar 2009 02:42
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du beschreibst hier ein sehr komplexes problem. ich denke nicht, dass dir hier jemand wirklich helfen kann. besprich das problem doch einmal mit deinem tierarzt. wichtig wäre, dass du weißt, was der hund durchgemacht hat. dass er sich getragene kleidungsstücke holt, die nach dir riechen ist einfach nur ein versuch, sich zuhause zu fühlen. und das einnässen ist bei weibchen ein bekanntes problem. ein freund hat das bei seinem hund. wenn sie sich freut, dann pinkelt sie. ist nicht leicht in den griff zu bekommen. er hat es dadurch geschafft, dass wir alle wissen, wir begrüßen den hund zu beginn nicht. dann regt er sich wieder ab und alles ist ok. überschwängliches begrüßen oder überschwängliche freude führt aber immer noch zu harnverlust.... viel erfolg!

Kommentar von Simple_avatar10smallSilberkiesel am 3. Februar 2009 02:47

Das ist mal eine hilfreiche Antwort..ich habe seit 4 Tagen ausprobiert, einfach reinzukommen und zu sagen..ja,ja..alles gut. Dann tue ich so, als wenn ich gar nicht weg gewesen wäre und sie regt sich nicht mehr ganz so auf..stimmt also schon was Du schreibst. Danke!

Vielleicht bin ich auf dem richtigen Weg..der Hund ist sonst sehr aufgeschlossen und anhänglich.

Kommentar von D6b06b4331f88b9ba16e9d70a6cd3d6dsmallPianoman81 am 3. Februar 2009 02:49

ok, mir fällt da was ein. gib deinen hund in einen raum. gib ihm seine decke, seine was auch immer.... er soll sich hinlegen. dann gehst du aus dem zimmer und machst die tür zu. komm nach minuten wieder rein. wenn der hund dort liegt, dann belohnen. wenn nicht, dann nicht strafen, aber leg den hund wieder dort hin. verkürze dann die wartezeit. wenn du wiederkommst und er liegt wieder da, dann belohnen. dadurch merkt sie erstens, dass du wiederkommst. zweitens, dass es nicht schlimm ist. drittens möchte sie versuchen, es dir recht zu machen. also wird sie bald dort bleiben und sich freuen, dass sie alles zu deiner zufriedenheit gemacht hat. hoffe, das hilft! viel erfolg!

Kommentar von A1825c1d993ccb5b948f440ce19ee1c7smallholsch am 3. Februar 2009 02:50

das hört sich gut an !

Kommentar von Simple_avatar10smallSilberkiesel am 3. Februar 2009 02:58

Das hört sich machbar und für den Hund nett an..vielen Dank!


Grenzwert
beantwortet von Grenzwert am 3. Februar 2009 02:38
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wer weiss was der hund vorher alles durchmachen musste.


holsch
beantwortet von holsch am 3. Februar 2009 02:38
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für das pinkeln belohnen...halte ich für sehr bedenklich

Kommentar von Simple_avatar10smallSilberkiesel am 3. Februar 2009 02:40

Der Hund pinkelt ja nicht bewusst, sondern indem er sich einpinkelt wenn er auf mich angstvoll zurobbt...praktisch vor Angst nicht halten kann.

Kommentar von sternsau am 3. Februar 2009 02:42

hast du zuhause einen spiegel?

Kommentar von Simple_avatar10smallSilberkiesel am 3. Februar 2009 02:43

Warum?

Kommentar von D6b06b4331f88b9ba16e9d70a6cd3d6dsmallPianoman81 am 3. Februar 2009 02:43

das zurobben hat eher mit dem pinkeln zu tun als mit der angst....

Kommentar von A1825c1d993ccb5b948f440ce19ee1c7smallholsch am 3. Februar 2009 02:44

würde ich trotzdem nicht belohnen... er verhält sich dann immer so, weil er "denkt" daß Dir das gefällt

Kommentar von Simple_avatar10smallSilberkiesel am 3. Februar 2009 02:50

Er pinkelt sich erst ein, wenn ich nach dem gestohlenen Kleidungstück greife..deswegen lasse ich das in seinem Beisein.Aber diese Angst finde ich grausam...als wenn ich sie schlagen würde...wird wohl früher deswegen passiert sein.

Kommentar von A1825c1d993ccb5b948f440ce19ee1c7smallholsch am 3. Februar 2009 02:55

vermutlich...

Kommentar von 02f5f3d1c6a04654a2e8194ce5241948smallSamml am 3. Februar 2009 06:04

Ein Hund wird nicht geschlagen, sowas kennt er eigentlich gar nicht. Seine Mutter würde ihm in Nacken packen und schütteln wenn er etwas falsch macht. Einen Hund bestrafen wenn nötig hat nichts mit Schlagen zu tun, braucht es auch gar nicht. Strenge Worte oder ignorieren sind viel wirksamere Methoden.

Kommentar von D48e2ba0d2b968305a5b46bb1887a5a9smallUrbanessa am 3. Februar 2009 07:18

Vollkommmen richtig. Aber dieser Hund kommt von der Tierrettung und die Fragestellering weiß ja nun mal nicht was das Tier schon durchmachen musste. Bei dem demonstrierten Verhalten liegt der Gedanke nahe, dass der Hund geschlagen worden ist, ehe die Fragestellerin ihn bekommen hat.


Tonica
beantwortet von Tonica am 3. Februar 2009 02:44
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Ich vermute, der Hund hat Angst vorm alleinsein, und klaut ein Wäschestück, das von Dir getragen ist, damit er deinen Geruch hat. Vermutlich ist er in der Vergangenheit dafür geschlagen worden. Geb ihm wenn Du gehst ein getragenes Wäschestück, dann muß er nicht klauen und verliert auf Dauer die Angst. L.G.

Kommentar von Simple_avatar10smallSilberkiesel am 3. Februar 2009 02:53

Das dachte ich mir auch..aber Wäschestücke die ich ihr hinlege - getragen - bringen wohl nicht das Gleiche..sie diebt trotzdem was..ist mir ja wurscht..muss ja eh gewaschen werden..aber mir ist wichtig, dem Hund diese Angst zu nehmen, dafür bestraft zu werden.

Kommentar von D6b06b4331f88b9ba16e9d70a6cd3d6dsmallPianoman81 am 3. Februar 2009 03:04

du kannst den hund ruhig bestrafen.... durch "Nein!" und missachtung.... er wird lernen, dass du es nicht magst. aber er wird auch lernen, dass du ihn nicht schlägst! das dürfte der vorbesitzer gemacht haben.... verhalte dich so, wie du bist. wenn etwas nicht passen, dann maßregeln. aber eben tiergerecht. und er wird bald merken, dass er keine angst haben muss, aber wird, weil es eben die natur des hundes ist, versuchen, es dir recht zu machen. und das kannst du dann belohnen! dann wird es schon was! viel erfolg! p.s. auch wenn du jetzt noch das bedürfnis hast, deinem hund das leben leicht zu machen, wird das eher in der zukunft zum Desaster führen. von anfang an klare regeln machen. und wenn du das wie gesagt tiergerecht machst, dann versteht er/sie das auch.... aber nichts einreißen lassen....!!!! hilft weder dem tier noch dir!

Kommentar von 4f19440479ddcdbaecc688e5d7021208smallaline1507 am 3. Februar 2009 03:12

Pianoman, DH von mir!

Kommentar von Simple_avatar10smallSilberkiesel am 3. Februar 2009 03:20

Ich bin eine sehr konsequente Hundemama! Ich erlaube immer das Gleiche und verbiete immer das Gleiche..der Hund weiss woran er ist. Habe auch schon 2 Hunde lange Jahre gehabt.Strafen tue ich nur im Moment der Tat durch ein schärferen Ton und angeschlossen daran eine Unterordnungsübung wie Platz oder ähnliches die dann auch mit "guter Stimme" belohnt wird. Ich habe sogar ihren Radius des Vorrauslaufens von 30 auf 5 m beschränkt, ohne Strafen anzuwenden..sie bleibt gern in meiner Nähe..deswegen ist es mir ein Bedürfnis, diese unnötige Angst aus dem Hund zu holen.


Samml
beantwortet von Samml am 3. Februar 2009 06:00
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Wer weiß was dieses Tier schon alles erlebt hat. Ich würde versuchen über einen Tierazt einen Hundepsychologen oder Hundetrainer zu bekommen. Bestimmt ist in dem Alter noch vieles machbar !!!! Viel,viel Glück dabei !



anonym
beantwortet von Darlingsweet am 3. Februar 2009 09:55
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Ich finde das er angst hat allein zu bleiben , wir haben uns auch mal einen hund aber außem tierheim geholt er war 7 mon und hat vor alles und jedem eine todesangst . wir wussten das aber nicht so genau da wir beide berufstätig sind und der hund noch nicht so weit war um mit ins altenheim zukommen musste er mit meiner hündin schonmal allein bleiben . Aber er hat jedes mal kaputt gemacht und geklaut . Als wir einmal nachhause kamen hat es in unserem badezimmer nur noch gefunkelt da er die steckdosen aus der wandgerissen hat und drauf gepinkelt hAT ,die tierärztin und psychologen konnten in diesem fall aber nicht wirklich viel machen , also blieb mir nix anderes über als den hund wieder abzugeben zum tierschutzbund . Aber bei deinem hund kann die mitsicherheit der Tierarzt helfen denn es ist ja nicht so schlimm vorgeschritten und mit einem psychologen kannst du vielleicht herausfinden was er durchgemacht hat! viel erfolg


anonym
beantwortet von codan am 14. Februar 2009 17:56
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Vielleicht hat der Hund viel Prügel bekommen, wo er früher war, der Verdacht liegt nahe. (Wir haben unseren einen Hund jetzt ein Jahr und noch heute, bei plötzlichen Bewegungen mit der Hand, duckt er sich weg. Aber inzwischen weiss er, daß wir ihn nicht schlagen) Idee: Leg ihm immer das gleiche Kleidungsstück, eines das er haben darf, in den Wäschemops, später auf den Mops, dann davor und dann vielleicht immer näher und später auf seinen Platz. Vielleicht kannst Du ihr das klauen so abgewöhnen und es ihm als Schmusetuch überlassen. Vielleicht braucht er das, um sich sicher zu fühlen und Verlustängste, wenn Du gehst, zu bekämpfen. Wenn Du die Möglichkeit hast, lass' ihn jetzt am Anfang erst mal nicht so lange am Stück alleine. Wenn das nicht geht, trainiere mit ihr auch öfter am Tag - ohne Grund - das Weggehen. Geh aus der Wohnung, bleib ein paar Minuten weg und dann immer etwas länger, damit der Hund lernt: Weggehen ist was ganz normales. Ignorier sie, wenn Du reinkommst erstmal. Begrüße sie erst etwas später und gib ihr auch kein Leckerli, wenn Du nach Hause kommst, lob sie auch nicht: wofür lobst Du sie denn, wenn Du kommst. Das weiss der Hund nämlich nicht, kann sein, daß Du das einpinkeln damit eher noch verstärkst. Sie pinkelt, Du lobst, sie pinkelt du gibst Leckerchen. Ignoriere ihr Verhalten, wisch es weg - ohne Kommentar - und geh zur Tagesordnung über. Es wird sicher eine Weile dauern, bis sie wirklich Vertrauen zu Dir hat, aber ich denke mit Geduld kannst Du das schaffen. Wenn Du sehr unsicher bis, zieh einen Tierpsychologen zu Rate.


anonym
beantwortet von hundini am 20. April 2009 14:56
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Es kann evtl Monate dauern, bis der Hund genug Vertrauen aufgebaut hat. Probiere es mal mit Tellinton TTouch. Gibt da ein gutes Buch, es werden aber auch Kurse angeboten (kann man im Internet finden). Die Zeit, die er alleine bleiben muß, langsam steigern und auch öfter mal am Tag alleine lassen.


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