Wir haben seit 3 Wochen einen 15 Monate alten Hund aus der Tierrettung übernommen. Ich verlasse jeden Tag für 2 Stunden das Haus und jedesmal wenn ich zurückkomme, verhält sich das Tier, als wenn ich es totschlagen würde. Beim erstenmal dachte ich, es hätte wunderweisswas angestellt...es holt sich aber nur ein getragenes Kleidungsstück aus dem Wäschemops und legt sich drauf...für sie hingelegt Sachen ignoriert sie ..sie will lieber klauen...okay..hab ich dann extra nicht für sie offenschtlich beachtet. Es gibt schlimmeres! Sie pinkelt sich aber jedesmal ein,wenn ich heimkomme..ich ignoriere das dann, lobe sie, gebe Leckerchen und nehme das geklaute Kleidungsstück erst weg, wenn der Hund es nicht sieht...wenn ich nämlich das in ihrem Beisein tue, stirbt sie fast den Angsttot...mach ich das richtig? Oder was kann ich noch tun? Wie kann ich ihr sonst noch begreiflich machen,dass es okay ist?

du beschreibst hier ein sehr komplexes problem. ich denke nicht, dass dir hier jemand wirklich helfen kann. besprich das problem doch einmal mit deinem tierarzt. wichtig wäre, dass du weißt, was der hund durchgemacht hat. dass er sich getragene kleidungsstücke holt, die nach dir riechen ist einfach nur ein versuch, sich zuhause zu fühlen. und das einnässen ist bei weibchen ein bekanntes problem. ein freund hat das bei seinem hund. wenn sie sich freut, dann pinkelt sie. ist nicht leicht in den griff zu bekommen. er hat es dadurch geschafft, dass wir alle wissen, wir begrüßen den hund zu beginn nicht. dann regt er sich wieder ab und alles ist ok. überschwängliches begrüßen oder überschwängliche freude führt aber immer noch zu harnverlust.... viel erfolg!

wer weiss was der hund vorher alles durchmachen musste.

für das pinkeln belohnen...halte ich für sehr bedenklich
Der Hund pinkelt ja nicht bewusst, sondern indem er sich einpinkelt wenn er auf mich angstvoll zurobbt...praktisch vor Angst nicht halten kann.
hast du zuhause einen spiegel?
Warum?
Pianoman81 am 3. Februar 2009 02:43 das zurobben hat eher mit dem pinkeln zu tun als mit der angst....
holsch am 3. Februar 2009 02:44 würde ich trotzdem nicht belohnen... er verhält sich dann immer so, weil er "denkt" daß Dir das gefällt
Er pinkelt sich erst ein, wenn ich nach dem gestohlenen Kleidungstück greife..deswegen lasse ich das in seinem Beisein.Aber diese Angst finde ich grausam...als wenn ich sie schlagen würde...wird wohl früher deswegen passiert sein.
holsch am 3. Februar 2009 02:55 vermutlich...
Samml am 3. Februar 2009 06:04 Ein Hund wird nicht geschlagen, sowas kennt er eigentlich gar nicht. Seine Mutter würde ihm in Nacken packen und schütteln wenn er etwas falsch macht. Einen Hund bestrafen wenn nötig hat nichts mit Schlagen zu tun, braucht es auch gar nicht. Strenge Worte oder ignorieren sind viel wirksamere Methoden.
Urbanessa am 3. Februar 2009 07:18 Vollkommmen richtig. Aber dieser Hund kommt von der Tierrettung und die Fragestellering weiß ja nun mal nicht was das Tier schon durchmachen musste. Bei dem demonstrierten Verhalten liegt der Gedanke nahe, dass der Hund geschlagen worden ist, ehe die Fragestellerin ihn bekommen hat.
Ich vermute, der Hund hat Angst vorm alleinsein, und klaut ein Wäschestück, das von Dir getragen ist, damit er deinen Geruch hat. Vermutlich ist er in der Vergangenheit dafür geschlagen worden. Geb ihm wenn Du gehst ein getragenes Wäschestück, dann muß er nicht klauen und verliert auf Dauer die Angst. L.G.
Das dachte ich mir auch..aber Wäschestücke die ich ihr hinlege - getragen - bringen wohl nicht das Gleiche..sie diebt trotzdem was..ist mir ja wurscht..muss ja eh gewaschen werden..aber mir ist wichtig, dem Hund diese Angst zu nehmen, dafür bestraft zu werden.
Pianoman81 am 3. Februar 2009 03:04 du kannst den hund ruhig bestrafen.... durch "Nein!" und missachtung.... er wird lernen, dass du es nicht magst. aber er wird auch lernen, dass du ihn nicht schlägst! das dürfte der vorbesitzer gemacht haben.... verhalte dich so, wie du bist. wenn etwas nicht passen, dann maßregeln. aber eben tiergerecht. und er wird bald merken, dass er keine angst haben muss, aber wird, weil es eben die natur des hundes ist, versuchen, es dir recht zu machen. und das kannst du dann belohnen! dann wird es schon was! viel erfolg! p.s. auch wenn du jetzt noch das bedürfnis hast, deinem hund das leben leicht zu machen, wird das eher in der zukunft zum Desaster führen. von anfang an klare regeln machen. und wenn du das wie gesagt tiergerecht machst, dann versteht er/sie das auch.... aber nichts einreißen lassen....!!!! hilft weder dem tier noch dir!
aline1507 am 3. Februar 2009 03:12 Pianoman, DH von mir!
Ich bin eine sehr konsequente Hundemama! Ich erlaube immer das Gleiche und verbiete immer das Gleiche..der Hund weiss woran er ist. Habe auch schon 2 Hunde lange Jahre gehabt.Strafen tue ich nur im Moment der Tat durch ein schärferen Ton und angeschlossen daran eine Unterordnungsübung wie Platz oder ähnliches die dann auch mit "guter Stimme" belohnt wird. Ich habe sogar ihren Radius des Vorrauslaufens von 30 auf 5 m beschränkt, ohne Strafen anzuwenden..sie bleibt gern in meiner Nähe..deswegen ist es mir ein Bedürfnis, diese unnötige Angst aus dem Hund zu holen.

Wer weiß was dieses Tier schon alles erlebt hat. Ich würde versuchen über einen Tierazt einen Hundepsychologen oder Hundetrainer zu bekommen. Bestimmt ist in dem Alter noch vieles machbar !!!! Viel,viel Glück dabei !
Ich finde das er angst hat allein zu bleiben , wir haben uns auch mal einen hund aber außem tierheim geholt er war 7 mon und hat vor alles und jedem eine todesangst . wir wussten das aber nicht so genau da wir beide berufstätig sind und der hund noch nicht so weit war um mit ins altenheim zukommen musste er mit meiner hündin schonmal allein bleiben . Aber er hat jedes mal kaputt gemacht und geklaut . Als wir einmal nachhause kamen hat es in unserem badezimmer nur noch gefunkelt da er die steckdosen aus der wandgerissen hat und drauf gepinkelt hAT ,die tierärztin und psychologen konnten in diesem fall aber nicht wirklich viel machen , also blieb mir nix anderes über als den hund wieder abzugeben zum tierschutzbund . Aber bei deinem hund kann die mitsicherheit der Tierarzt helfen denn es ist ja nicht so schlimm vorgeschritten und mit einem psychologen kannst du vielleicht herausfinden was er durchgemacht hat! viel erfolg
Vielleicht hat der Hund viel Prügel bekommen, wo er früher war, der Verdacht liegt nahe. (Wir haben unseren einen Hund jetzt ein Jahr und noch heute, bei plötzlichen Bewegungen mit der Hand, duckt er sich weg. Aber inzwischen weiss er, daß wir ihn nicht schlagen) Idee: Leg ihm immer das gleiche Kleidungsstück, eines das er haben darf, in den Wäschemops, später auf den Mops, dann davor und dann vielleicht immer näher und später auf seinen Platz. Vielleicht kannst Du ihr das klauen so abgewöhnen und es ihm als Schmusetuch überlassen. Vielleicht braucht er das, um sich sicher zu fühlen und Verlustängste, wenn Du gehst, zu bekämpfen. Wenn Du die Möglichkeit hast, lass' ihn jetzt am Anfang erst mal nicht so lange am Stück alleine. Wenn das nicht geht, trainiere mit ihr auch öfter am Tag - ohne Grund - das Weggehen. Geh aus der Wohnung, bleib ein paar Minuten weg und dann immer etwas länger, damit der Hund lernt: Weggehen ist was ganz normales. Ignorier sie, wenn Du reinkommst erstmal. Begrüße sie erst etwas später und gib ihr auch kein Leckerli, wenn Du nach Hause kommst, lob sie auch nicht: wofür lobst Du sie denn, wenn Du kommst. Das weiss der Hund nämlich nicht, kann sein, daß Du das einpinkeln damit eher noch verstärkst. Sie pinkelt, Du lobst, sie pinkelt du gibst Leckerchen. Ignoriere ihr Verhalten, wisch es weg - ohne Kommentar - und geh zur Tagesordnung über. Es wird sicher eine Weile dauern, bis sie wirklich Vertrauen zu Dir hat, aber ich denke mit Geduld kannst Du das schaffen. Wenn Du sehr unsicher bis, zieh einen Tierpsychologen zu Rate.
Es kann evtl Monate dauern, bis der Hund genug Vertrauen aufgebaut hat. Probiere es mal mit Tellinton TTouch. Gibt da ein gutes Buch, es werden aber auch Kurse angeboten (kann man im Internet finden). Die Zeit, die er alleine bleiben muß, langsam steigern und auch öfter mal am Tag alleine lassen.
Das ist mal eine hilfreiche Antwort..ich habe seit 4 Tagen ausprobiert, einfach reinzukommen und zu sagen..ja,ja..alles gut. Dann tue ich so, als wenn ich gar nicht weg gewesen wäre und sie regt sich nicht mehr ganz so auf..stimmt also schon was Du schreibst. Danke!
Vielleicht bin ich auf dem richtigen Weg..der Hund ist sonst sehr aufgeschlossen und anhänglich.
ok, mir fällt da was ein. gib deinen hund in einen raum. gib ihm seine decke, seine was auch immer.... er soll sich hinlegen. dann gehst du aus dem zimmer und machst die tür zu. komm nach minuten wieder rein. wenn der hund dort liegt, dann belohnen. wenn nicht, dann nicht strafen, aber leg den hund wieder dort hin. verkürze dann die wartezeit. wenn du wiederkommst und er liegt wieder da, dann belohnen. dadurch merkt sie erstens, dass du wiederkommst. zweitens, dass es nicht schlimm ist. drittens möchte sie versuchen, es dir recht zu machen. also wird sie bald dort bleiben und sich freuen, dass sie alles zu deiner zufriedenheit gemacht hat. hoffe, das hilft! viel erfolg!
das hört sich gut an !
Das hört sich machbar und für den Hund nett an..vielen Dank!