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Mein Mann war spielsüchtig. Hatte er jetzt einen Rückfall?

gefragt von ela71 am 12.09.2008 um 8:01 Uhr

Mein Mann war (ist?) spielsüchtig, er hat jeden Euro in Spielhallen gebracht. Er hat damals alles geklaut, was er zu Geld machen konnte. Er hatte mich bestohlen und unsere 3 Kinder, total rücksichtslos! Ich habe mich dann von ihm getrennt und verlangt, dass er eine Therapie macht. Angefangen hatte er eine Therapie, schnell hat er aber gemerkt, dass es einfacher ist, wieder zu seinen Eltern zu gehen (die wohnen in Italien, 2.500 km entfernt). Nach 8 Wochen ist er zurückgekommen und seitdem wohnt er wieder bei uns. Er hat es geschafft, jetzt 6 Monate einen großen Bogen um jede Spielhalle zu machen. Am Samstag nach einem Streit, hat er 50 € verspielt. Jetzt habe ich natürlich Angst.


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nervensystem
beantwortet von nervensystem am 12. September 2008 08:06
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ja, denn er hat es nicht gelernt wie er frust bewältigt. scheinbar lenkt spielen von seinen problemen ab, darum wird es er immer wieder tun. er war nicht spielsüchtig, er i s t spielsüchtig

Kommentar von D0515a06384727a8135c03f2aa8e5d40smallTaraa am 12. September 2008 08:16

Riiischtiiisch! Es bleibt es sein leben lang!!!


LittleDammi
beantwortet von LittleDammi am 12. September 2008 08:03
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spielsucht ist auch eine sucht, heisst, dass er auch niemals ganz geheilt sein wird. allerdings kann ich auch nicht verstehen, dass du ihn wieder aufgenommen hast.

Kommentar von ayki79 am 12. September 2008 08:42

Nach einer Therapie ist man zwar nicht geheilt, aber er müsste diese auch zuerst einmal zuende bringen WENN ER DAS MÖCHTE - und nicht, wenn du ihm das "vorschreibst" - das bringt gar nichts, wie du siehst! Mir ist das auch oft passiert, dass ich wieder auf meinen Ex (Alkoholsucht) reingefallen bin und ihm geglaubt habe. Bis ich für mich endlich meine eigenen Grenzen gezogen und mich getrennt habe, denn so konnte es nicht mehr weitergehen! Am Montag ist unser Scheidungstermin, wir sind jetzt mittlerweile fast 2 Jahre getrennt. Und seit der Trennung geht's mir besser denn je - trotz unseren zwei kleinen Kindern (4 und 6 Jahre alt) - es war die beste Entscheidung meines Lebens!!!


anonym
beantwortet von ayki79 am 12. September 2008 08:31
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Er ist auf jeden Fall wieder rückfällig geworden. Mein Ex-Mann ist alkoholabhängig, und es gibt zwischen jeder Sucht Parallelen! Es war ein Fehler, ihn ohne Therapie wieder aufzunehmen! Durch solche Dinge ziehst du die Krankheit nur in die Länge. Es geht eine Zeit lang gut, und danach fängt alles viel schlimmer von vorne an. Ein Teufelskreis! Wenn du entkommen möchtest, gibt es nur eine Lösung: Trennung, denn er hat es nicht verstanden und möchte nichts an seiner Sucht ändern!


Annatheonlyone
beantwortet von Annatheonlyone am 12. September 2008 08:09
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Naja wenn wieder Konflikte entstehen muss er im Haus bleiben. Wie wäre es mit einem schönen Rückzugsraum was rein gar nichts mit zocken zu tun hat. Sonst rede mal mit ihm wenn er es sich fest in den Kopf gesetzt hat schafft er es auch. Ablenkung und Unterstüzung benötigt er.


america
beantwortet von america am 12. September 2008 08:44
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bei uns in der spiothek sind auch pc die ich schon mal benutzt habe, auch sonst mal gehe ich dort mal hin wenn ein fußballspiel auf dem großbildschirm läuft und trinke in ruhe meine cola (ich trinke keinen alkohol, zudem wird dort auch kein alkohlisches getränk verkauft). mit der zeit lernt man vom sehen auch die "zocker"kennen. meist ruhige in sich gekehrte typen. und manchmal siehst du ein altes gesicht nicht mehr. so habe ich dann erfahren dass der eine seine ganzen ersparnisse, die er sich zum ruhesitz mit seiner frau in seiner portogiesischen heimat sowie eine lebensversicherung verzockt hat. eine kollegin von mir trennte sich von ihrem mann, da sie sich nicht mehr auf die straße traute, weil jeder nach ihrem mann fragte und wann er nun seine 50, 100 oder 200 euro wieder bekäme. ich denke diese armen selen sitzen stets vor diesen dingern und warten auf das große geld. doch gewinnen tut immer die maschine. ohne fremder professionelle hilfe kriegst du das nicht weg.


griechesucht
beantwortet von griechesucht am 12. September 2008 09:32
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....Er wird es immer wieder tun, wenn er sich nicht therarieren lässt... Und selbst dann ist ein Rückfall mögkich. Setz ihn vor vollendeten Tatsachen. Entweder er hört auf, oder er ist für dich gestorben, wenn er´s net sein lässt...

Kommentar von ela71 am 13. September 2008 08:54

Das habe ich schon oft versucht, wir waren ja schon öfter getrennt und er hat schon öfter eine therapie angefangen. Allerdings macht er das nur, weil ich das erwarte. Das bringt nichts!!


anonym
beantwortet von hammerhai am 12. September 2008 09:43
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Wenn Du nicht konsequent mit einem Süchtigen - egal welcher Art - umgehst und ihn ständig mit seiner Realität konfrontierst, dann entwickelst Du ganz schnell ein deckendes - co-abhängiges Verhaltensmuster, was fatale Folgen für Dich und Deine Kinder hat. Du musst klar und konsequent sein, setzte ihn wieder vor die Tür, denn auch nach einer Therapie kann er nur clean bleiben, wenn er die Ursachen seines Suchtverhaltens sich immer bewusst macht. Hat er das nicht geschafft, wird er vielleicht aus der einen Sucht rauskommen, aber dann der nächsten Sucht verfallen. Das muss er für sich selber begreifen lernen.

Kommentar von ela71 am 14. September 2008 08:43

Ich verstehe das, leider hat er das alles noch nicht begriffen. Eine Trennung ist sehr schwer für mich, weil er meine große Liebe ist, wenn er mal "normal". Sein Verhalten ist beim Spielen auch verändert, er wird ungerecht und ist unausstehlich.


anonym
beantwortet von ayki79 am 12. September 2008 13:21
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grisu05
beantwortet von grisu05 am 13. September 2008 07:58
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Warum diese Frage? Wenn er 50 Euro verspielt hat, hatte er tatsächlich einen Rückfall.


Lena101
beantwortet von Lena101 am 13. September 2008 10:17
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Konsequenz ist dein einziges Mittel gegen seine Spielsucht. Setz ihn umgehend vor dir Tür, so schwer dir das auch fallen mag. Wenn du ihm immer wieder hilfst, wird er nie von seiner Sucht wegkommen. Es ist wichtig, dass nicht nur er eine Therapie macht, sondern dass auch du, als Co-Abhängige, dich beraten lässt. Wende dich bitte an die Suchtberatung des Diakonischen Werks oder der Caritas in deiner Stadt. Viel Glück!

Kommentar von ela71 am 14. September 2008 08:40

Ich glaube das werde ich tatsächlich mal tun. Manchmal habe ich echt das Gefühl, dass ich durchdrehe und ich eine Therapie nötiger habe als er.

Kommentar von ayki79 am 15. September 2008 18:46

Lies mal das Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben" oder "Ich befreie mich von deiner Sucht"... vielleicht hilft es dir weiter! Und, wenn du meinst, du benötigst selbst Hilfe, dann nimm diese für dich in Anspruch. Konzentriere dich ab jetzt nur noch auf dich selbst und nicht auf sein Problem. Denn das muss er ganz alleine lösen!!! Viel Glück!

Kommentar von ela71 am 15. September 2008 21:17

Danke!!

Kommentar von ayki79 am 26. September 2008 18:32

Achso, und geh mal FÜR DICH zu einer Suchtberatungsstelle für Angehörige von Süchtigen (Caritas z. B.). Dieses Gespräch hat mir damals den letzten Ruck gegeben und mir sehr weitergeholfen!!!


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