Frage von Maria190375, 41

Mein Mann u ich wollen die scheidung u er will mir das vierjährige kind wegnehmen, hat er chancen?

ich bin körperbehindert. werden dadurch seine chancen erhöht?

Antwort
von DFgen, 17

Wenn ihr euch nicht selbst einigen könnt, bei wem das Kind nach der Trennung leben soll, muss das Familiengericht entscheiden, welchem Elternteil das "Aufenthaltsbestimmungsrecht" für das Kind zugesprochen wird.

Im Vordergrund steht das Wohl des Kindes. Es muss also entschieden werden, welcher Elternteil eher in der Lage ist, das Kind zu betreuen, zu versorgen...., ob das Kind ggf. aus seinem gewohnten Umfeld genommen werden kann usw... Dabei spielen weder körperliche noch finanzielle... Beeinträchtigungen eine vordergründige Rolle.

Der Elternteil, der kein ABR zugesprochen bekommt, hat aber ein Umgangsrecht mit dem Kind, darf also weiterhin regelmäßig Zeit mit ihm verbringen. Und auch alle relevanten Entscheidungen für das Kind müssen beide Eltern weiterhin gemeinsam treffen - das gemeinsame Sorgerecht bleibt von der Trennung bzw. späteren Scheidung ja unberührt....

Antwort
von GoodFella2306, 32

Normalerweise haben Frauen auch heutzutage immer noch die besseren Karten, wenn es um die Zusprache des Kindes bei einer Trennung geht. Wenn du glaubhaft in Verbindung mit deinem Anwalt nachweisen kannst, dass Du trotz Deiner Körperbehinderung in der Lage bist deine Tochter zu versorgen, dürftest du dir höchstwahrscheinlich keine großen Sorgen machen.

Kommentar von scharrvogel ,

solche aussagen sind fatal, gerade in der heutigen zeit, in der die rechte der väter immer weiter in den vordergrund treten. beide haben die gleichen chancen. der der das soziale umfeld erhält, hat die karten in der tasche.

Antwort
von scharrvogel, 19

deine behinderung spielt keine rolle. es sei denn es behindert dich daran, dass du dich nicht kümmern kannst im ausreichenden maße.

das kind bekommt der, der das kind am besten versorgen kann, das bessere betreuungsmodel hat und das soziale umfeld erhalten kann. somit nimmt dir dein mann nichts weg, was dir eh nicht gehört. es ist nicht dein kind sondern euer kind und entweder einigt ihr euch darüber oder er setzt dich vor kalte fakten. darüber musst du mit deinem anwalt sprechen, hier kann dir keiner ausrechnen wer mehr chancen hat.

wenn du ausziehst, kann er dir problemlos die mitnahme des kindes verweigern. ohne seine einwilligung, kannst du das kind nicht mitnehmen, nicht ummelden und nirgends in kita etc anmelden. andersrum ist es das gleiche, er kann das kind nicht einfach mitnehmen. es sei denn er tut es dann, wenn du es nicht mitbekommst und er hätte bereits eine klage im eilverfahren am laufen, die ihm noch am gleichen tag das vorläufige abr in die tasche hängt. dann kann er das. selbiges kannst auch du.

also lote für dich genau aus, was du realistisch leisten kannst. kannst du allein die versorgung gewährleisten und auch finanzieren, kannst du die betreuung sicherstellen: kita, tagesmutter etc. verbleibst du in der ehelichen wohnung? sprich mit einem anwalt darüber und lass dich beraten.

guck auch hier rein, wenn du magst: www.allein-erziehend.org

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