Frage von Ommerherr, 51

Mein Mann hatte einen Arbeitsunfall. Nach dem letzten Kranksein wurde er stufenweise um 1.000 Euro runtergesetzt. Kann ich diese Diff. steuerlich absetzen?

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Antwort
von PatrickLassan, 13

Nein. Man kann bestimmte Ausgaben als Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Es handelt sich in diesem Fall aber nicht um Ausgaben, sondern um nicht erzielt Einnahmen.

Antwort
von RudiRatlos67, 22

Ja und Nein

Die Berechnung funktioniert immer nur innerhalb eines Jahres.
Direkt absetzbar ist die Differenz nicht....

Aber:

Wenn dein Mann in den ersten Monaten des Jahres Beispielsweise 4.500 Euro verdient hat, dann wurde für diese Monate die Steuerprogression für 54.000
(mtl. EkSt. 619,62) Euro Jahresbrutto zugrunde gelegt. Am Ende des Jahres hat er jedoch durch die Gehlatskürzung nur bspw. 30.000  Euro Brutto verdient. Daduch ergibt sich eine deutlich günstigere Steuerprogression die in dem Beispiel für das ganze Jahr gesehen nur 1.198 beträgt. Falls Dein EHEMANN Alleinverdiener ist.
Über den Daumen gerechnet würde der Mann in meinem Beispiel alle Steuern die er ab März bezahlen musste, vollständig auf dem Wege der Einkommenssteuererklärung zurück erhalten.

Nun ist meine fiktive Berechnung nur für mein Beispiel gültig und ganz sicher gibt es bei Euch völlkommen andere Vorraussetzungen (ich habe kein Ehegattengehalt berücksichtigt und bin bei dem Beispiel von LstKl III ausgegegangen). Was aber auf jeden Fall deutlich wird ist, dass man bei einer derartigen Gehlatskürzung sehr viel zuviel Steuern bezahlt haben muss, die man sich auf dem Wege der Einkommenststeuererklärung zurück holen sollte. Andernfalls ist es eine großzügige Spende an das Finanzamt.... Leider ohne Spendenquittung :)

Kommentar von PatrickLassan ,

Du irrst dich ein wenig.

Es trifft zwar zu, dass in den ersten Monaten zuviel Lohnsteuer einbehalten wurde, da von einem zu hohen jährlichen Arbeitslohn ausgegangen wurde, daher wird es bei Abgabe einer Einkommensteuererklärung wahrscheinlich zu einer etwas höheren Erstattung kommen. Zu einer vollständigen Erstattung käme es jedoch nur dann, wenn das zu versteuernde Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegen würde.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

ich hatte auch nicht geschrieben, dass es zu einer vollständigen Erstattung kommen würde. sondern, ich hatte anders gesagt, geschrieben, das die EkSt für das ganze Jahr, bereits mit der Februarzahlung (=Januar u. Feb. insgesamt ca. 1.200 Euro abgeführte EkSt) bereits abgegolten sei und das alle EkSt. welche ab März gezahlt worden sind, bezogen auf mein Beispiel zuviel gezahlt wurden.

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