kottenlindi am 29.06.2009 um 13:21 Uhr
und ich kanns nicht so recht beantworten weil so viele Faktoren (Temperatur in der Eiszeit, ab wann geht Glas kaputt etc) mit reinspielen. Ist ein Physiker oder Geologe unter euch der dazu was Fundiertes sagen kann?

Glas eher nicht! Glas ist eine Starre, also ein Flüssigkeit mit extrem hoher Viskosität. So ist das Fenster-Glas in den 1.000-jährigen norwegischen Stabkirchen unten dick und oben hauchdünn. "Eiszeitglas" wäre somit in den Untergrund "geflossen". Metalle hätten da schon mehr Chancen, aber auch nur wenn sie "korrosiongeschützt" die Zeit überdauert hätten. ;-)
Es gibt 3500 Jahre alte Glasgefäße und 7000 Jahre alte Kupferäxte. Wenn also solche Sachen so lange überdauert haben, dann hätten sie wohl auch die doppelte Zeit überdauert. Somit ist es schon wahrscheinlich und möglich, dass Metall- und Glasgegenstände aus der letzten Eiszeit bis heute erhalten geblieben wären.
Es gibt übrigens 30 Millionen Jahre altes Glas
durchaus, glas kann ja auch durch blitze oder ähnliches entstehen, metall ist schwieriger, wir reden ja hier immerhin über eien zeitraum von 35000 jahren, aber bei google einfach mal eiszeitfunde eingeben, da gibts bestimmt tolle interessante sachen zu entdecken

Naja Metalle ändern ihre Struktur wenn bei Hitze oder Kälte, aber Gegenstände, die nicht so komplex sind oder so sollten schon das Maß an Kälte überstehen. Neben der Kälte ist aber noch die Gefahr der oxidation.
Glas und die heutigen Legierung wie V 3 / V 4 auch.
Metall nicht, da es irgendwann verrostet und zerbricht. Glas schon eher. Nur wäre es, wie alles andere auch, durch einen Gletscher zermahlen worden. Also an einem Ort, bei dem sich ein Gletscher drüber bewegt: nein, das ist unwahrscheinlich. Aber ansonsten: Glas ja.
Quandt am 29. Juni 2009 15:07 Nö.
Glas und Metall überstehen die Eiszeit bestimmt, da die Temperaturunterschiede nicht ausreichen, um die Molekularstruktur in den Gegenständen zu verändern. Auch Knochenfunde wurden gemacht von denen viele noch aus Zeiten vor der letzten Eiszeit stammen.
Dass Glas eine Flüssigkeit ist und auch nach dem Erstarren noch fließt, ist mWn falsch. Vor (knapp) tausend Jahren ist Glas im Schleuderverfahren hergestellt worden daher die unterschiedliche Dicke.
In München steht ein 3500 Jahre altes Glas, was auch nicht weg geflossen ist.
Wo ist denn das her? Erstens sagte ich Starre und ob Du nun die extrem langsame Kristasllgitterverformung als fliessen oder kriechen bezeichnest, ist völlig egal! (Obwohl "Kristallgitter" bei einer amorphen Substanz die falsche Bezeichnung ist!) Die Eiszeit ist auch ein wenig länger her, als Dein Münchner-Gals alt ist und die Nutzung von Anführungszeichen bei einer Metapherisierung scheint normalerweise als bekannt vorauszusetzen zu sein.
Das Glas nach der Starre noch fließt, dafür hätte ich gerne eine Quelle. Rein aus Interesse. Wenn das wirklich stimmt, dann ist das irre interessant.
An einer Quelle für seine großspurige Behauptung wäre ich auch mal interessiert.
Prof. Dr. Herbert Schumann, Lehrstuhl III für Anorganische Chemie an der TU Berlin, magst Du noch seine Konfektionsgröße haben?
Prof. Dr. Herbert Schumann, Lehrstuhl III für Anorganische Chemie an der TU Berlin. ;-)
Du sagtest "Flüssigkeit mit extrem hoher Viskosität". Zwischen Fließen und Kriechen gibt es den entscheidenden Unterschied, dass Fließen quasi keine Kraft benötigt (siehe Wikipedia "Fluid"). Glas kriecht aber nur unter Krafteinwirkung. Das alte Flachgläser unten dick sind liegt am Herstellungsverfahren der Gläser und der Tatsache, dass Kegel besser auf der breiten Seite stehen!
Die Eiszeit ist gerade mal vier mal so lange her wie das Glas in München alt ist. Das ist kein roßer Faktor. Zudem gibt es wohl 150000 Jahre alte Obsidianwerkzeuge aus Äthiopien. Obsidian ist aber auch ein Glas.
Lerne mal den Satz "ich habe mich geirrt". Man macht sich doch zum Brot, wenn man keine Ahnung hat, korrigiert wird, und dann wie ein kleiner Klugscheißer Belehrungen von sich gibt ("Metapherisierung"). Zumindest ein wenig Recherche wäre gut!
ich bin ein wenig erschrocken wie komplex doch offenbar tatsächlich die Antwort auf diese Kinderfrage ist und danke euch schonmal dafür daß ich mich nun gar nicht mehr "dumm" fühle weil ich sie nicht beantworten konnte! Die ultimative Antwort scheint es irgendwie nicht zu geben.
so ist das mit einfachen Fragen manchmal. Die Behauptung, dass Glas unter günstigen Bedingungen nicht wenigstens 20000 Jahre überstanden haben könnte ist schlicht falsch. Quandt ist da einem alten Märchen aufgesessen.
Er halt Pech gehabt, dass es jemand gemerkt hat. Männer müssen sich nun mal gegenseitig ausstechen!
Die Antwort auf die Frage Deines Kindes ist "Ja könnten sie unter jeweils günstigen Bedingungen" und lobe Dein Kind mal für die schlaue Frage!
Dann schau doch selbst und recherchiere, mein Guter. Auch bei Wiki und auch unter Glas, - tja und dann muss ich meinem alten Prof und dem Fachbereich für Anorganik noch mitteilen, dass sie jahrzehntelang Schwachsinn gelehrt haben. Darf ich Dich als Quelle angeben?
Der Klugscheisser, ups, ´tschuldigung, der kleine Klugscheisser! ;-)