Frage von liba95, 91

Mein Kater traut sich nach Umzug nicht mehr raus, wird er sich schon dran gewöhnen?

Hallo ihr Lieben,

ich habe einen 3 jährigen großen, kastrierten Britisch Kurzhaar Kater und bin vor ca. einer Woche mit ihm umgezogen(bzw. habe ihn vor einer Woche in meine Wohnung geholt).Seit 1,5 Jahren hatte er bei meinen Eltern gewohnt, da ich ein Jahr lang in Frankreich gewesen bin und im Sommer waren wir noch beide bei ihnen. Ich habe nun mein Studium angefangen und mir extra eine ebenerdige Wohnung mit Terasse und Hinterhof/Garten gesucht, damit er, wie er es gewöhnt ist, rausgehen kann.Er hat sich ziemlich schnell an die neue Umgebung gewöhnt und scheint sich wohl zu fühlen, hat schon seine Ecken ausgesucht und kuschelt unheimlich viel und gern mit mir. Nach einer Woche in der neuen Wohnung wollte ich ihm auch erlauben rauszugehen, aber anstatt, dass er gleich rausrennt und das Revier erkundet, hat er sofort kehrt gemacht als er das erste Geräusch aus der Nachbarschaft gehört hat und bei mir Schutz gesucht... Dazu sollte ich noch sagen, dass es durch den Hinterhof ziemlich schallt, wenn jemand etwas sagt oder hustet etc. und 4 Häuser weiter ist ein Kindergarten, wo man die Kinder spielen hört. Allerdings hat er bei meinen Eltern auch direkt an der Hauptstraße gewohnt und hat sich dann eben im Garten aufgehalten und nun traut er sich nicht mal mehr mit mir zusammen auf die Terrasse  Was ich sehr seltsam finde, denn eigentlich ist er ein sehr passionierter Freigänger und liebt es in der Sonne zu liegen. Er mochte auch nie gern aufs Katzenklo gehen und hat lieber gewartet, bis man ihn rausgelassen hat. Jetzt geht er freiwillig mehrmals am Tag.

Ich mache mir nun etwas Sorgen. Ich möchte nicht, dass er sich hier in der Wohnung irgendwann langweilt während ich in der Uni bin und dass er nur noch die vier Wände meiner 2 Zimmer-Wohnung sieht oder vereinsamt.

Meint ihr, er wird sich schon dran gewöhnen? Wie soll ich das anstellen? Soll ich die Tür einfach immer auflassen, damit er sich nach und nach selbst raus traut? Oder soll ich ihn einfach mal "aussperren"? (NACHTRAG: Mit Aussperren meine ich, wenn er ruhiger geworden ist, mit ihm zusammen rauszugehen und einfach mal die Tür zuzumachen, damit er sich mit der Umgebung beschäftigen muss) Oder soll ich ihm einen Katzenkumpel aus dem Tierheim holen? Wobei das natürlich auch immer eine Geldfrage ist...

Wenn ihr Erfahrung damit habt, meldet euch gerne! Danke fürs Lesen und eure Hilfe!

Liebe Grüße!

Antwort
von Dackodil, 67

Was für ein kluger Kater! klüger als sein Frauchen ;-)
Man sagt normaler Weise, daß man eine Katze nach einem Umzug mindestens 2, besser 3 Wochen nicht raus lassen soll.

Katzen sind zwar Raubtiere, aber eben kleine Raubtiere und sehr angreifbar und gefährdet. Das weiß dein Kater instinktiv und verhält sich entsprechend.

Laß die Tür nach draußen offen, wenn du zu hause bist, damit er selbst regeln kann, wann er wie lange raus gehen möchte. Dabei braucht er die Sicherheit, daß er jederzeit wieder rein flüchten kann. Seine Ausflüge werden langsam weiter und länger werden.

Und wenn du deinen Kater liebst - sperr ihn ja nicht aus - einen größeren Schock kannst du ihm kaum versetzen. Die Folge könnte sein, daß er wirklich nicht mehr raus will, aus lauter Angst, im Notfall ist die Tür wieder zu und er hat keinen Fluchtpunkt.

Kommentar von liba95 ,

Du musst ja nicht gleich beleidigend werden. ;-) Ich lasse mich garantiert nicht anonym im Internet von irgendeiner fremden Person als dumm betiteln. (Ja, das habe ich so aufgefasst!) Wie ich schon mal geschrieben hatte: Das mit dem Aussperren hätte ich sowieso nicht gemacht - jedenfalls nicht in dem Rahmen, wie ihr es alle verstanden habt. Ich habe es lediglich als Option aufgeführt, weil ich von Leuten, die wirklich professionell mit Katzen arbeiten oder sich schon lang mit Katzenhaltung beschäftigen ein breites Spektrum an Möglichkeiten erwartet habe! Was für mich sowas (in kleinen Schritten) nicht ausgeschlossen hätte. Ihr fasst das alle so auf, als hätte ich ihn im hohen Bogen nach draußen geschmissen, die Tür zugeknallt und am Fenster gestanden und hätte mich darüber gefreut, dass mein Kleiner verzweifelt versucht Schutz zu suchen... Ich hätte es in kleinen Schritten versucht und mich dann, wenn er schon ruhiger geworden ist, mit ihm zusammen nach draußen gesetzt und einfach die Tür geschlossen. Das wäre meine Vorstellung davon gewesen, ihn auszusperren. Vielleicht habe ich eine unglückliche Wortwahl getroffen, dass die ganzen Katzenspezialisten hier an die Decke gehen, wie man sowas machen kann. Finde dieses Verurteilen einfach furchtbar! Als würde ich meinen Kater nicht lieben, ich habe mir extra eine teurere, große Wohnung gesucht, damit ich seinen Bedürfnissen gerecht werden kann, beschäftige mich mehrere Stunden am Tag mit ihm und habe mir einfach Sorgen gemacht, weil er so untypisches Verhalten gezeigt hat. (Bei meinem letzten Umzug WOLLTE er nach einer Woche unbedingt raus und war gar nicht mehr reinzubekommen). - Genug aufgeregt. Danke für deine Antwort! Jedenfalls für den Part, in dem du nicht verurteilst, sondern, wenn auch von oben herab, Ratschläge gibst.  

Kommentar von Dackodil ,

Hallo liba,
sorry, wenn ich dir so auf den Schlips getreten bin. Hast das ;-) übersehen?
Wenn du die Fragen hier mal ein wenig verfolgst, verstehst du, warum die Reaktionen hier für dich etwas heftig waren. Was hier teilweise ernsthaft gefragt und gemacht wird, hätte ich früher nicht für möglich gehalten. Ich nehme also erst mal alles so, wie es geschrieben ist. Gedanken lesen kann ich nicht. So, wie du es jetzt darstellst, hört es sich ja auch ganz anders an.

Weiterhin viel Freude an der neuen Wohnung und streichel den Kater von mir.

Expertenantwort
von maxi6, Community-Experte für Katze, 75

Dein Kater sollte erst mal mindestens 4-6 Wochen nur in der Wohnung bleiben, damit er sich an die neue Umgebung mit den neuen Gerüchen und Geräuschen gewöhnen kann. Also zwinge ihn nicht, raus zu gehen, denn er könnte sich in der ungewohnten Umgebung erschrecken, weglaufen und nicht mehr zurückfinden.

Aussperren ist in dem Fall ne sehr dumme Idee, aber ein Kumpel für Deinen Kater fände ich nicht schlecht. Ich persönlich bin nicht für ne Einzelhaltung bei Katzen, vor allem dann nicht, wenn sie länger alleine in ner Wohnung bleiben müssen.

 

Antwort
von ShinyShadow, 91

Zunächst mal: Nach einer Woche ists noch viel zu früh, ihn raus zu lassen! Nach einem Umzug sollte man sie 2-3 Monate erst mal drin lassen... Sodass sie die Wohnung auch als neues Zuhause annimmt. Kann gut sein, dass sie sonst den Weg ins alte Zuhause sucht!

Wenns dann soweit ist: Einfach die Tür mal ne Weile auf lassen :) Er wird dann schon raus gehen :)

Wegen dem Thema Zweitkatze: Find ich generell super die Idee! Katzen sind zu Zweit fast immer glücklicher :) Aber wenn er jetzt sooo lang allein war, muss sie schon zu ihm passen.

Kommentar von liba95 ,

oh? so lang? bei meinem letzten umzug hatte ich ihn auch ca 1 woche drin bis ich ihn rausgelassen habe und damit ist er ziemlich locker umgegangen. deswegen war ich auch so verwirrt, dass er es diesmal nicht so einfach weggesteckt hat. aber dann warte ich nochmal eine zeit. blöd nur, dass wir  zu weihnachten für 2 wochen zu meinen eltern fahren. dann fangen wir im januar quasi wieder von vorn an...
und mit der 2. katze... da hatte ich an ein kleines kätzchen gedacht, an das er sich eher gewöhnen würde und das kleine würde sich nach dem großen richten...

Kommentar von miboki ,

Es ist egal, ob Du ein kleines Kätzchen oder eine ausgewachsene Katze nimmst. Bei Kätzchen gibt es keinen "Welpenschutz". Eine Katze, die nicht mehr gesäugt wird, wird als "ausgewachsen" angesehen. Wir haben unserem 1 jährigen ein 4 Monate altes Kätzchen zugesetzt. Das gab ein paar Tage richtig Stress. Aber solange kein Blut fließt, unternehmen wir nichts. Es sind Tiere und da muss immer mal wieder die Rangordnung geklärt werden. Im Internet gibt es übrigens viele Informationen zu dem Thema - wir haben und vorher auch sorgfältig informiert. 

Expertenantwort
von polarbaer64, Community-Experte für Katze, 84

Dein Kater hat Angst, raus zu gehen, weil du das viel zu früh von ihm erwartest. Nach einem Umzug rechnet man mindestens 6-8 Wochen, bis sich eine Katze eingewöhnt hat, und sich auch zuhause fühlt. 1,5 Wochen sind nichts. Selbst WENN der Kater jetzt rausgehen und rumstreunern würde, bestünde die Gefahr, dass er nicht mehr zurückfindet. Er hat noch gar kein Gefühl dafür, wo er jetzt ist, ob das sein Zuhause ist, wie es da riecht. Das alte Zuhause ist noch viel zu sehr in seinem Kopf, und er würde instinktiv den Weg dorthin zurück suchen. Je nachdem, wie weit das weg ist, kann das sehr gefährlich werden.

Lass den Kerl über den Winter drin, besorge ihm zeitnah einen felinen Kumpel, und dann können beide im Frühjahr zusammen die Umgebung erkunden.

In einer 2-Zimmerwohnung gibt es auch Platz für 2 Katzen (Katzen sollen sowieso nicht einzeln gehalten werden). Auch wenn es nicht so wahnsinnig geräumig sein sollte, haben die beiden ja dann die Option auf Freigang.

Zwinge den Kater bitte nicht nach draußen, und mache am besten die Tür schnell wieder zu, bis er wirklich zuhause ist.

Antwort
von conelke, 79

Ich würde die Tür offen lassen, wenn Du da bist und ihm signalisieren, dass er jederzeit raus kann, wenn er will.

Antwort
von Sunnyshi, 69

Ich würde ihn am besten langsam an die neue, unbekannte Gegend gewöhnen, aber eher keine ,,Katzenkumpel", da sie sich nicht unbedingt verstehen. Wir haben auch 4 Katzen, die sich auch nicht besonders gut verstehen, was nicht gerade schön ist...

Kommentar von polarbaer64 ,

Wäre interessant zu wissen, wie "Nicht-Verstehen" aussieht. Leider interpretieren immer wieder Leute ein "Nicht-Verstehen" in ihre Katzen, obwohl es sich hier nur um normales Revierverhalten und Rangordnung handelt. Katzen dürfen sich auch mal streiten, wenn sie sich nicht einig sind, und es darf auch einer der Chef sein. Es sind Raubtiere und keine Plüschies für´s Regal :o) . Wer Friede - Freude - Eierkuchen sucht, sollte sich nicht gerade 4 Katzen aussuchen.

Antwort
von miboki, 69

Natürlich sollte man eine Katze möglichst nicht alleine halten aber ob er sich jetzt noch an einen Partner gewöhnt? Das kann auch in die Hose gehen. Grundsätzlich ist es so, dass nach einer Woche eine Katze sich noch nicht an die neue Umgebung gewöhnt hat. Die ersten vier Wochen lässt man das Tier erstmal in Ruhe und nicht nach draußen. Gerade draußen gibt es so viele neue, fremde Gerüche - sicher auch von anderen Katzen. Gib Deiner Katze viel Zeit und Ruhe und warte noch ein paar Wochen, bevor Du sie rauslässt. Bitte nicht aussperren - niemals! 

Kommentar von liba95 ,

das mit dem aussperren hätte ich wohl eh nicht gemacht. hätte meinen schatz nicht ins kalte wasser werfen können... danke für deine antwort :)

Antwort
von kleinermann343, 65

(Da ich nicht alles felesen habe hier meine antwort die du vielleich schon gemacht hast) fehe doch mal mit deinem kater zusammen raus mit ner leine und das mal ne woche lang..... wird bestimmt helfen...

Kommentar von polarbaer64 ,

Katzen sind Fluchttiere und haben an einer Leine nichts verloren! Die Gefahr, dass sie sich im Panikfall strangulieren, ist viel zu hoch.

Kommentar von kleinermann343 ,

Trotzdem mal zusammen rausgehen?

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