Frage von Mimihops1803, 266

Mein Hund will nicht raus?

Also ich habe mir vor 4 Tagen einen Hund vom Tierschutz geholt vermutlich in die Richtung bracke mischling.
Die ersten Tage ist er sehr gerne spazieren gegangen doch seit gestern geht er gewisse Strecken nicht mehr alle die sich weiter als 1 Straße von unserem Haus entfernen . Wir haben keinen garten also müssen wir mit ihm raus gehen . Er bleibt dann einfach stehen und bewegt sich nicht nach vorne .
Was mein ihr was es sein könnte ? Muskelkater ( im Tierschutz Bulgarien wurde er in einem Zwinger gehalten und hatte wenig Auslauf ) Überforderung ? Zu viele Eindrücke die er verarbeiten muss ? Es ist nichts passiert was ihm Angst oder gar schmerzen bereitet hat . Gestern hat er sich sogar aus dem Geschirr befreit und ist weggerannt . Er ist sofort nach Hause gelaufen zum Glück !
Was ist mit ihm los ?

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von 1Woodkid, 75

Er hat einfach angst. Gib ihn  die Vorwärtsbewegung,indem Du seine Hinterbeine anhebst und etwas schiebst. Sein Gehirn muss sich vorwärts bewegen,dann klappt das auch . Auf keinen Fall ziehen oder ihn locken. er muss da alleine durch und seinen Kopf voran trainieren.Auch nicht beruhigen oder auf ihn einreden.  Er wird sich nach kurzer Zeit überwinden. Wenn geht,nimm einen anderen Hund zur Hilfe,an den er sich orientieren kann.

Kommentar von Bitterkraut ,

Gib ihn  die Vorwärtsbewegung,indem Du seine Hinterbeine anhebst und etwas schiebst

Wie bitte? Das ist nicht dein Ernst?

Kommentar von 1Woodkid ,

Hast Du noch nie was von Heilpraktiken beim Hund gelesen? Bevor Du Dich hier empörst erkundige Dich bitte ersteinmal........

Kommentar von Bitterkraut ,

Was bitte hat das mit Heilpraktik zu tun?

Kommentar von 1Woodkid ,

Der Hund hat angst,vorwärts zu gehen. Das heist,sein Gehirn muss auf VORWÄRTS konditioniert werden. Das geht am besten,indem man ihn hilft , einen Fuss vor den anderen zu setzen.Natürlich langsam und Schritt für Schritt. Geht er alleine,sofort loben. Nicht drauf losschieben wie ne Schubkarre(versteht sich doch wohl von selbst)...

Antwort
von Quarkqualle, 5

Er hat vermutlich Angst. Wenn du ihn vom Tierschutz hast, wer weiß was er mal erlebt hat. Vielleicht erinnert ihn etwas in seiner Umgebung an etwas das für ihn eine negative Erfahrungen bedeutet hat. Lass ihm Zeit.

Antwort
von Fuchssprung, 49

Du musst dir das Vertrauen deines Hundes erst noch verdienen. Wenn er sich aus dem Geschirr befreit und nach hause rennt, ist das ein eindeutiges Zeichen, dass er sich bei dir nicht sicher fühlt. Sicherheit ist aber ein Grundbedürfnis, genau wie Futter und Wasser. 

Deshalb solltest du alles tun, dass dein Hund sich in deiner Nähe sicher fühlt. Wie verhält er sich denn, wenn du ihm zuhause die Leine anlegst? ist er da bereits unsicher und ängstlich?

Dann leg ihm die Leine an, ohne dass du mit ihm raus gehst. Nimm sie einfach nach einer Weile wieder ab und ein paar Minuten später legst du sie ihm wieder an. Das machst du so lange bis dein Hund keine Angst mehr zeigt. Er kann sich ja nicht ewig fürchten.

Wie gehst du mit ihm durch die Wohnungstür? Geht der Hund vor dir hinaus oder geht er hinter dir raus? Gib ihm Sicherheit beim Verlassen der Wohnung indem du voraus gehst. Der Hund soll dir aus der Tür folgen. Draußen lass ihn an der kurzen Leine neben dir gehen. Lass ihn nirgends schnüffeln. Unterbinde das sofort mit einem kleinen Zug zur Seite. Er soll sich nicht selbst beschäftigen, sondern nur auf dich achten. Du führst ihn und er soll nichts anderes wahrnehmen als deine Führung. Kein Duft, kein anderer Hund, kein Mensch soll ihn ablenken. Ihr seit schließlich nicht auf Patrouille, sondern nur auf einem kleinen Ausflug der ihm die Angst nehmen soll. Da muss er sich nicht um die Sicherheit sorgen, denn dafür bist nur du zuständig. Deshalb ist es auch so wichtig, dass er nicht vor dir geht. Wenn er doch vor dir geht, dann legst du ihm die Last der Führung auf. Die kann er aber nicht tragen, wie er ja schon gezeigt hat. Also halte ihn dicht neben dir. Damit erringst du sein Vertrauen. 

Entscheide selbst wie weit du mit ihm gehen willst, aber übertreibe es nicht. nach dem du ein Stück mit ihm gegangen bist, drehst du um, gehst zurück und ein paar Minuten später gehst du noch einmal mit ihm los. Achte darauf, wie er sich fühlt und wenn er sich beim zweiten Mal besser fühlt, dann gehst du dieses Mal einfach ein Stück weiter mit ihm. 

Antwort
von Bitterkraut, 61

Wie alt der Hund?

Für mich klingt das wie ne sog. SpookyPeriod, das sind Entwicklungsphasen bei Hunden, ähnlich den Fremdelphasen beim Kind.

Trift vielleicht nicht so zu, aber das Verhalten deutet auf ähnliches, im Gehirn des Hundes tut sich was, der muß verarbeiten.

Eine andere Möglichkeit wäre, daß ihn etwas erchreckt hat, oder daß die Marke eines Hundes ihm Angst macht, nach dem Motto, dem komm ich lieber nicht in die Quere.Wär für nen ehemaligen Straßenhund nich ungewöhnlich z.B.

Hab Geduld, geh erst mal einen anderen Weg, geh nur soweit, wie der Hund gut mitgeht, ziehe und  zerre ihn nicht, laß ihm Zeit. Ermuntere ihn leise und freundlich, aber ohne dauernd auf ihn einzureden.

Ich verlinke mal was zum Thema SpookyPeriods - auch, wenn das altersmäßig nicht hinkommt,solltest du mit demHund voerst  so umgehen, wie es dort beschrieben wird. http://www.natuerlichmithund.com/deutsch/tipps-f%C3%BCr-hundehalter/fremdelphase...

Kommentar von Mimihops1803 ,

Vielen Dank informiere mich mal in die Richtung 🐾

Kommentar von Mimihops1803 ,

Er ist gerade 1 Jahr

Kommentar von Bitterkraut ,

Dann lies dir mal den Link durch. Villeicht kommt dir das bekannt vor. Ein solcher Ortswechsel und völliger Wechsel der Lebensumstände kann sicher einen solchen Entwicklungsschub auch auslösen/befördern.

Hab viel Geduld, Geduld ist jetzt das, was du an Vertrauensarbeit einbringen mußt. Und zeig dich trotzdem dem Hund selbstsicher. Er wird lernen, daß du ihm Sicherheit bietest, das ist jetzt das wichtigeste, das schafft Bindung, und dann kann es weitergehen mit euch.

Erwarte nix, gib alles, früher oder später gibt der Hund alles vielfach zurück. Ganz von selbst.

Antwort
von Otakujeannedark, 26

Ich könnte mir vorstellen das er traumasiert ist. Da es eine so Exakte entfernung ist tippe ich mal darauf das er davor misshandelt wurde und nun glaubt er dürfe nirgens einen grösseren Bereich laufen.
Vielleicht mal nen Hundepsychologen befragen

Antwort
von Pregabalin, 21

Bloß nicht viel machen. Er braucht nun Zeit um sich an all die Familienmitglieder und das Hause gewöhnen. Du merkst es, wenn er von alleine zu Euch/Dir kommt. Nichts mit Zwang machen.Schau mal, er war viele Jahre? im Zwinger und hat wohl Angst, das ihm sein neues zu Hause auch wieder genommen wird. Am besten ist, ihr gewährt im aboslute Sicherheit, geht 4-5 Mal am Tag mit ihm zum Pippi machen raus, am besten vor die Türe und lasst ihn ansonsten gewähren. Es wird..Ds verspreche ich Dir zu 100%.

Kommentar von Mimihops1803 ,

Danke er war ein halbes Jahr im Zwinger und ist jetzt grade ein Jahr alt geworden.
Ich hoffe es :) er ist so lieb

Antwort
von XLeseratteX, 80

Tiere aus dem Tierschutz und vor allem Tiere die schlechtes erlebt haben, kann man nicht wie ein normales Tier behandeln.

Lasst ihm die Zeit die er braucht. Wenn er nur 5 Meter geht und Pippi macht und zurück will, geht mit ihm zurück.
Ihr dürft ihn auf keinen Fall zwingen.

Wenn er dort nur im Zwinger gehalten wurde, kennt er dieses riesen Freiraum nicht. Auch das kann beängstigend wirken.

Was haben die Tierschützer denn über ihn erzählt? Inwiefern haben sie schon mit ihm gearbeitet?

Falls sich seine Muskeln abgebaut haben, muss das langsam wieder antrainiert werden.
Ich bin mit meinem auch erst nur ganz kurze Strecken gelaufen und dann immer längere. Bis er seine Muskelmasse wieder aufgebaut hatte.
Das hat ca. 1 Jahr gedauert.

Er muss Euch auch erstmal richtig kennen lernen.
Beschäftigt Euch mit ihm. Aber nicht zu extrem, nicht das er sich eingeengt fühlt.

Kommentar von Mimihops1803 ,

Oke also meinst du wir haben ihn überfordert ?
Dann mach ich jetzt langsamer . Zwingen tue ich ihn auf keinen Fall .
Er hatte Ca 1 h Auslauf am Tag auf einem kleinen Hof sonst war er im Zwinger er kennt Keinerlei Kommandos

Kommentar von Bitterkraut ,

Körperlich ist der nicht überfordert. Wären seine Muskeln so athophiert, das er von einem Schritt auf den anderen nicht weiterlaufen könnte, würde man dassehen und der Tierschutz hätte ihn erst gepäppelt.

Kommentar von XLeseratteX ,

Wahrscheinlich leicht überfordert. Ja, macht erstmal etwas langsamer. Aber das wird alles werden. Er ist wirklich ein hübscher und er ist Euch, auch wenn er es nicht sagen kann, unglaublich dankbar für ein liebes und warmes zuhause. Meiner konnte auch keine Kommandos. Er konnte überhaupt gar nichts. Er war ein verwirrtes kleines etwas, bis auf die Knochen runter gehungert. Bringt ihm alles nach und nach bei. Aber ich bin da ganz zuversichtlich, dass das mit ihm und Euch was wird. Wichtig ist eigentlich nur, dass Ihr Euch dem Hund anpasst und die Körpersprache verstehen lernt. Dann wisst Ihr was ihm fehlt und könnt richtig handeln. :-) Ich wünsche Euch da viel Glück und ein langes miteinander.

Kommentar von XLeseratteX ,

Hat man bei meinem damals auch nicht direkt gesehen. Zumal das Foto nicht wirklich vorteilhaft ist. Aber es muss natürlich wieder irgendwer kommen und einen als blöd hinstellen, obwohl man da selber schon oft mit zu tun hatte. Ob er körperlich überfordert ist, kann keiner von uns sagen, da man ihn dazu erst laufen SEHEN müsste. Daher kannst Du nicht sagen: " der ist nicht überfordert"! Das Verhalten des Hundes zeigt eindeutig auf, dass was noch nicht ganz passt. Und nicht der Hund hat sich anzupassen, sonder der Mensch an den Hund. Man kann mit ihm nicht einfach loslatschen und ihn behandeln wie einen normalen Hund. Und nicht jeder Tierschutz ist gleich Tierschutz. Deswegen hatte ich auch danach gefragt. Unser Tierschutzverein ist beispielsweise unbrauchbar. Die kümmern sich nicht, haben alle samt keine Ausbildung und sitzen die meiste Zeit draußen und rauchen.

Antwort
von Pinchschlo, 13

Vielleicht gefällt es ihm bei euch sehr gut aber deswegen hat er auch Angst dass er wieder weg gebracht wird.

Antwort
von PuzzlesChoice, 23

Also Muskelkater hat dein Hund sicher nicht, das würde man an seinen Bewegungen sehen, sprich er würde humpeln, lahmen.

Was erwartest du von 4 Tagen ?

Wer ständig in einem engen Käfig gelebt hat, kann Panik bekommen, wenn er auf einmal "frei" sein darf. Das ist dann die Angst vor großen Freiraum, anstatt vor engen Käfigen.

Du solltest behutsam nur kleine, bekannte Runden machen, auch wenn es nur wenige Minuten sind.

Fange in der Wohnung an, deinen Hund auf dich zu prägen, z.B. mit Leckerlies, aber überfordere ihn nicht. Wenn ein Hund keine Lust mehr hat merkt man das sehr schnell.

Der Hund brauch erstmal Vertrauen. Ihn überall vorzustellen oder richtig auf die Pirsch zu gehen ist noch viel zu früh.

Manche Verunsicherungen gehen niemals weg.

Kommentar von Mimihops1803 ,

Oke ja also momentan gehe ich maximal 10 min mit ihm

Antwort
von Frangge, 74

Lass ihm Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Jeden Tag ein Stückchen mehr und loben, loben und nochmals loben, wenn er mitmacht, ansonsten ignorieren. Gerade Hunde aus dem Tierschutz brauchen oft sehr lange, Vertrauen zu fassen.


Kommentar von Mimihops1803 ,

Oke ich hoffe das legt sich weil er echt ein klasse Hund ist

Kommentar von Frangge ,

Mit viel Arbeit gibt sich das. Aber mach dich bitte auch darauf gefasst, dass du unter Umständen nicht alle "Macken" deines Hundes wegbekommst. Ich weiß wovon ich rede, habe fast täglich mit Hunden gerade aus Rumänien und Bulgarien zu tun. Ihr spielt euch schon noch ein, keine Sorge.

Antwort
von MiraAnui, 25

Bitte gleich doppelt sichern und ein Sicherheitsgeschirr anziehen, es werden zu viele "gerettete" Hunde überfahren.

Dann ist es für ein Hund so viele eindrücke, die er nicht kennt. Für ihn ist es wahrscheinlich zu viel.

Ist bei euch am Haus viel los? Wenn ja lad den Hund ins Auto und fahr irgendwohin wo es ruhiger ist.

Kommentar von Mimihops1803 ,

Er ist doppelt gesichert
Ich wohne auf dem Land da ist überhaupt nix los es ist sehr sehr ruhig . Wenn was kommt ist es eher eine Kutsche als ein Auto .
Aber das ändert ja nix daran das er nicht gehen will

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