Seit einem halben Jahr habe ich meinen Hund aus dem Tierheim und er mag keine anderen Hunde. Ich hab es schon mit Hundeschule probiert, aber sobald er einen anderen Hund sieht, bellt er, stachelt sich hoch, bekommt eine Nackenbürste und will hin. Ist er nicht an der Leine, dann geht er direkt auf die Hunde rauf (2xpassiert-keine Sorge, Besitzer waren damit einverstanden, dass ich den Hund ableine!). Er hält schon mal inne, und wedelt mit dem Schwanz, schnuppert und geht dann wieder rauf. Er ist jetzt 2,5 Jahre alt. Und nimmt auch keine Rücksicht auf Welpen. Ltd. Tierheim hat er schlechte Erfahrungen gemacht mit anderen Hunden (Spanien u. Deutschland) Was soll ich tun?

Ableinen würde ich ihn erstmal nicht, solange er dann auf andere Hunde losgeht. Da ist viel Geduld gefragt. Vielleicht ist er unsicher, weil er noch nicht genug selbstvertrauen u. vertrauen zu dir hat.
Angeleint lassen, und wenn dir ein Hunde begegnet einen Bogen machen. So groß, dass er ruhig bleibt, dann LOBEN! Dann nach und nach den Bo´gen verkleinern, bis er schließlich auch ruhig bleibt, wenn du nur noch einen kleinen Schlenker machst.

Ihn von anderen Hunden fernhalten.
Hunde haben ein sehr gutes Gedächtnis, es besteht m.E. keine große Hoffnung, dass sich das irgendwann ändern wird.
LG
Wieselchen
engelhaar am 26. April 2008 23:32 Genau richtig, es gibt Hunde, die kann man nur Angeleint lassen oder in einsamen Gegenden in der Nähe laufen lassen. Haben hier in der Nachbarschaft auch einen Schäferhundrüden, der sich sofort auf andere Hunde stürzt.

Es gibt Hunde, die auch ohne schlechte Erfahrung nichts mit anderen Hunden zu tun haben wollen. Lass es ruhig dabei- Du bist jetzt sein kleines Rudel und wenn er glücklich damit ist, ist es vollkommen in Ordnung! Wenn andere ihren Hund frei herumlaufen lassen ist das (deutlich gesagt) deren Problem wenn dein Hund sich wehrt. Bei Welpen solltest Du schon mal vorsichtig sein- sie können mit evtl. Drohgebärden deines Hundes noch nicht viel anfangen.
biete im Katzen an :-)
Offenbar muss der Hund zu eine Hundepsychologen - ja auch das gibt es
angelela am 26. April 2008 23:31 grrrr... da isser wieder...:-)
hey, was soll das denn, ich bin von dir netteres gewohnt - oder hab ich dich missverstanden? :-)
Marah am 26. April 2008 23:35 Ich würde ihm einen schön gegrillten Skeptiker anbieten- danach brauch er auch keinen Hundepsychologen mehr...
leider nicht so gut, denn daran würde er sich GARANTIERT die Zähne ausbeißen :-) und das würde mir WIRKLICH leid tun ich bin doch ein Hundefreund, (kleingedruckt: leider kein Katzenfreund und damit habe ich mir jetzt viele Feinde eingehandelt)

das ist schwierig.. ich würde es aber nicht aufgeben und ihn immer wieder mit anderen zusammen bringen.. und nicht direkt dazwischen gehen wenn er sich mit einem anderen beißt.. er muss erstmal merken was sozialverhalten ist und das wirst du denke ich nicht anders hin bekommen.. meine nachbarin hat sich auch eine hündin geholt und die hat genau das verhalten hezeigt und ich habe die kleine trotzdem immer wieder zu meinem hund gelassen und nach und nach wurde es besser.. mittlerweie (nach ca 1 jahr) spielt sie mit allem was ihr entgegen kommt.. bitte nicht aufgeben.. und ganz wichtig immer ohne leine.. sonst denkt er er muss dich beschützen..

meiner ist jetzt 13 jahre alt. hat 5 hunde zusammengebissen in seinem leben. dem ist bis heute noch nicht zu raten und zu helfen. hab alles probiert. hilft nur eins, anleinen und bei hundebegegnung kurz halten. das mit dem wedeln, schnuppern und anschliessendem beissen kenn ich auch. welpen niedermachen ebenfalls. der hat se nicht alle, aber ich hab ihn lieb und warte jetzt darauf, dass der alte sack den löffel abgiebt. für einen schäferhund ist fast 14 ein gesegnetes alter. ABER, bis zu seinem letzten day pass ich auf ihn auf.

Wenn dein Hund weiblich, verstehe ich das Problem sehr gut!
Brigitta am 27. April 2008 03:35 Hündinnen vertagen keine Hündinnen!!!
Baiana am 27. April 2008 10:22 Das ist Quatsch! Meine Hündin verträgt sich deutlich besser mit Fähen als mit Rüden. Und ich kenne eine Menge Fähen, die kein Problem mit Geschlechtsgenossinnen haben.
radijas am 9. Oktober 2008 10:31 Eine Fähe ist ein weiblicher Wolf. Hast du einen Wolf?
niemand weiß, was dein hund bis jetzt erlebt hat. er muß dich und seine neue umwelt erst kennen und verstehen lernen. er muß lernen, dass du der rudelführer bist und nicht er. d.h. du entscheidest, wer als feind angesehen wird und nicht er. wenn du in der hundeschule kein erfolg hattest, warst du in der falschen hs. suche eine neue. mit viel geduld und erfahrender anleitung kann euch geholfen werden. achte auf deine körpersprache. vielleicht merkst du es nicht, das du die leine sofort fester hälst wenn ein hund kommt. er merkt sofort deinen stress und es färbt auf ihn ab. gewöhn ihn unbedingt an einen maulkorb. so kannst du später den umgang mit anderen hunden üben ohne angst zu haben, er könnte den anderen verletzen. es mag vielleicht lange dauern und es wird viele rückschläge geben, aber ich würde die hoffnung nicht aufgeben. viel erfolg

Aggression bei Hunden kann ganz unterschiedliche Ursachen haben.
In jedem Fall musst Du sehr viel Geduld haben und viel mit dem Hund arbeiten.
Verknüpfe andere Hunde wieder als positiv, indem du jedes mal, wenn ein anderer Hund in die Nähe kommt, etwas besonders Leckeres aus der Tasche zauberst oder ein Spielzeug, dass Dein Hund besonders gerne mag (wichtig: und nur dann gibt es das).
Außerdem hilft ein Halti, damit Du den Hund bei Hundebegegnungen besser unter kontrolle hast. Lasse ihn nicht den anderen Hund fixieren, führe ihn immer auf der anderen Seite vom anderen Hund und laufe einen großen Bogen um den anderen Hund. Wenn Dein Hund den anderen Hund nicht anmacht oder besser noch Dich anschaut, kräftig belohnen. Niemals schimpfen in dieser Situtation, auch wenn es nicht klappt.
Das Ziel muss es sein, dass Dein Hund wieder mit anderen "normalen" Kontakt haben kann - denn "leider" ist ja die Hundehaltung ohne Kontakt zu Artgenossen auch nicht das Gelbe vom Ei.
Das alles ist fürchterlich anstrengend und nervig - aber es lohnt sich!!!
Es kann auch nicht schaden, eine gute(!) Hundeschule aufzusuchen, die auf Verhaltenstherapien spezialisiert sind. Achte dabei auf eine gute Ausbildung der Tiertrainerin - leider machen die meisten Hundeschulen mehr kaputt als dass sie helfen.