Frage von Amyy15, 53

Warum mag mein Hund keine Hunde mit unklarer Körpersprache und ängstliche Hunde?

Meine Boxerhündin ist eig sehr verträglich. Habe nur festgestellt das sie Hunde mit unklarer körpersprache und ängstliche Hunde nicht wirklich mag. (sie muss nicht jeden mögen, die Frage ist nur warum genau diese!?)

Welpen zb knurrt sie meist an (was ein beispiel von unklarer körpersprache wäre und sie die nicht einschätzen kann) Und auch Hunde die sich laut ihr 'eigenartig' oder 'unnatürlich' verhalten mag sie nicht so. Haben sie erst mit einem jungen Border Collie zusammen gelassen, dieser jedoch war ziemlich feig und ist sofort immer weggelaufen in eine Deckung.

Meine fand dieses Verhalten nicht normal und ist aufgrunddessen immer hinterher gelaufen(art Beute Verhalten) und hat sie dann auch angeknurrt.

Haben die beiden dann wieder getrennt.

Kennt ihr das? Ist die Reaktion von meiner normal?

Ps. Bin ein sehr neugieriger Mensch und will allem immer gleich auf den Grund gehen ;-)

Antwort
von skjonii, 35

Ich denke nicht zwangsläufig, dass deine Hündin ein Problem mit der Körpersprache anderer Hunde hat. 

Das würde sich vor Allem äußern, wenn sie Möpsen bspw. aggressiv gegenüber tritt. Ein "normaler" Mops sieht für einen Hund, der das nicht kennt, immer aus wie kurz vorm ausrasten. 

Es gibt einfach Hunde die Welpen nicht mögen. Meiner auch nicht, er haut dann lieber ab, weil ihm das einfach zu viel Stress ist und er keine Lust darauf hat. 

Für mich klingt das eher wie eine generelle Unverträglichkeit, bzw. "Mobbing" und ja, sowas gibt es auch unter Hunden! Scheint als sei deine Hündin "die coolste in der Klasse und das müssen auch alle wissen" :D

Geh doch mal mit ihr zur Hundeschule und frage einen erfahrenen Trainer, der wird die da definitiv genaueres zu sagen können als eine Laien-Fern-Diagnose.

Kommentar von Amyy15 ,

Also unverträglich ist sie definitiv nicht.

Das sind immer nur einzelne Hunde oder einzelne Situationen.

Das mit "die coolest aus der Klasse" kann schon irgendwie stimmen :D

Sie ist nur definitiv keine die sich sofort grundlos unterwirft, wie manche Hunde es machen

Kommentar von skjonii ,

naja unverträglich und unverträglich ist ja auch nicht immer dasselbe. 

Nur weil sie nicht so furchtbar traumatisiert ist, dass sie jedem sofort an die Kehle will, heißt das ja noch nicht dass ihr Sozialverhalten einwandfrei ist. Aber andererseits muss ein Hund natürlich nicht jeden anderen Hund mögen und sich nicht prinzipiell zu unterwerfen, ist ja auch per se nichts schlechtes.

Wenn sie aber jede Gelegenheit nutzt um andere klein zu machen, finde ich das ehrlich gesagt schon ein wenig bedenklich. Das wäre eigentlich der Zeitpunkt an dem du eingreifen und sagen musst, dass du so was nicht hin nimmst.

Viele sagen ja immer "die machen das unter sich aus" aber der Meinung bin ich nicht. Wenn mein Hund einen anderen mobbt, hole ich in raus und wenn er von einem anderen grundlos angegangen wird, ebenso. Das ist n bisschen wie mit kleinen Kindern, finde ich :D

Kommentar von Einafets2808 ,

Tolle Antwort gefällt mir. 

"Wenn sie aber jede Gelegenheit nutzt um andere klein zu machen, finde ich das ehrlich gesagt schon ein wenig bedenklich"

Seh ich genauso. Für mich klingt das ebenso das die Hündin die anderen maßregelt oder mobbt. Klares Fallbeispiel der border Collie. 

Kommentar von Amyy15 ,

Sie nutzt nicht jede gelegenheit.. 

Es ist viell unter 10 Hunden einer dabei bei dem ihr etwas nicht ganz passt.

Und den mobbt sie jetzt nicht durchgehend, sondern gibt nur in abständen zu wissen, wann sich der andere mal 'zusammenreißen' soll.

(auch manchmal bei dauer kläffenden Hütehunden, wird ihr irgendwann das gebelle zu viel)

Kommentar von Einafets2808 ,

Das ist aber nicht ihre Aufgabe das zu kontrollieren. Sondern deine Hündin muss lernen,auch mit solchen Hunden hnzugehen. 

Eine Drohung ist keinesfalls verwerflich, wenn sie dem anderen Hund mitteile "hey bleib auf Abstand" aber da irgendwas zu regeln finde ich nicht in Ordnung. 

Durch sowas können Ganz schnell Konflikte passieren. 

Kommentar von skjonii ,

Also mein Border ist mit Sicherheit auch ein Hütehund und er kläfft so gut wie nie, bitte nicht diese Vorurteile :D

Fühl dich bitte nicht angegriffen davon, das soll nicht heißen, dass du deine Hündin nicht im Griff hast oder sie schlecht erzogen ist. Es gibt eben solche und solche Charaktere. 

Aber der Punkt ist trotzdem, dass du, auch wenn es nur 1 von 100 Fällen ist, das Verhalten nicht einfach so hinnehmen solltest. Grade bei ohnehin schon ängstlichen Hunden kann das zu massiven Problemen führen, die werden noch unsicherer und verlieren auch eventuell das Vertrauen zu ihrem Menschen, da der sie nicht "beschützt" hat. 

Es ist einfach generell Aufgabe des Menschen, den Hund in die Schranken zu weisen und nicht die anderer, womöglich sogar fremder Hunde. 

Kommentar von Wegelagere ,

Es hört sich schon nach mobben an. Das wäre dann ein Zeichen von Unsicherheit. 

Wenn einem Hund das Verhalten eines anderen nicht passt, gibt es einen auf den Deckel. Aber wenn der gemaßregelt Hund sich aus der Situation herausnimmt und sich zurück zieht, muss es für deine Hündin gut sein. Aber sie setzt ja nach. In dem Moment musst du eingreifen. Und sie zurückhalten.

Meiner muss immer alles schlichten. Er teilt also auch aus. Aber dann ist gut. Der wäre jetzt so einer gewesen, der deine Hündin gemaßregelt hätte. 

Kläffer sind oft selbst unsicher. Da sieht dein Hund seine Chance zu brillieren. Und gibt sich entsprechend. Du solltest deinem Hund Selbstsicherheit vermitteln. Dann hört sie von alleine auf.

Wie das geht kann ich dir leider nicht sagen. Meiner kam schon mit einer Selbstsicherheit, wie ein Panzer zur Welt. Kläffer ignoriert er. Welpen korrigiert er. Aber das ist eine kurze Sekunden Sequenz. Dann ist alles gut und es wird getobt. 

Wie verhält sich dein Hund gegenüber Erwachsenen Hunden? Ist sie da genauso, oder gibt sie nach?

Kommentar von Wegelagere ,

Wieso holst du sie dann nicht aus so einer Situation raus? Das ist doch Stress für deinen Hund.

Ich versteh nicht ganz warum dein Hund das alles regeln muss. Trifft man einen Hund der kläfft, geht man zügig dran vorbei. Situation beendet, kein Stress für irgendwen.

Aber du bleibst da stehen, bis es ihr zu viel wird? Kapier ich nicht.

Dein Hund hat nicht das Recht alles und jeden zu maßregeln und zu korrigieren. Und das ist deine Aufgabe, das von ihr fern zu halten.

Sie verlässt sich doch auf dich. Du gibst ihr die Grenzen vor. Irgendwann gerät sie mal an so einen Streitschlichter wie meinen, was ist dann? Siehst du das dann auch so cool? Ach das war schon alles richtig, meine hat ja nicht aufgehört.

Du stresst deinen Hund und ärgerst andere Hundebesitzer. Ist immer ein geben und nehmen. 

Such dir einen guten Hundetrainer, der dir zeigt, wie dein Hund mehr Spass haben kann und du dann auch. Das ist keine Hexerei, du liebst doch dein Köterchen😘. Hol euch beiden ein bisschen mehr Lebensqualität.

Kommentar von Amyy15 ,

Mal abgesehen von dem was ihr schreibt, aber ihr stellt uns so da als hätte ich einen unerzogenen Hund der alles und jeden jederzeit kontrollieren will.

Das stimmt so garnicht.

Diese situationen der letzten 2 jahre kann ich auf einer Hand abzählen.

Und hatten auch schon die umgekehrte situation.

Ich zweifle stark daran das eure Hunde immer mit jedem super zurecht kommen und man jeden kleinen Konflikt vermeidet.

Da ich jederzeit eingreifen kann und ich meinen Hund kenne, halte ich es nicht für notwenig da extra ein Training zu machen und ihr zuvermitteln das sie sich mit jedem verstehen soll.(das muss sie nicht)

Mit Hunden bei denen es nicht passt, wird einfach im zukunft nicht mehr 'gespielt'


Ach ja und...lieb für den Tipp, aber die Lebensqualität ist uns damit eig kaum eingeschränkt 

Kommentar von skjonii ,

Also wie gesagt, von meiner Seite aus war das nicht angreifend gemeint und ich will dir auch ganz bestimmt nichts unterstellen.

Mir fällt immer wieder auf, auch beim Thema Pferde ganz extrem, dass Leute teilweise richtig fertig gemacht werden weil sie eine in den Augen anderer Leute dumme Frage stellen, weil sie entweder jung sind oder nicht viel Erfahrung haben oder es vielleicht einfach falsch beigebracht haben. Das ist meiner Meinung nach super unnötig, für genau solche Fragen gibt es diese Seite ja. 

In deinem Fall ist das so oder so meckern auf hohem Niveau aber es sollte meinerseits auch überhaupt kein meckern sein! Es geht ja einfach nur darum, sich mal eine andere Meinung einzuholen und ein paar neue Denkansätze oder Blickwinkel zu bekommen. Nicht mehr und nicht weniger :)

Kommentar von Wegelagere ,

Nun dann hat sich das halt falsch dargestellt. Und sicher hat niemand einen Hund der immer 100 % funktioniert. 

Aber lies dir einfach mal deine Posts durch. Dann kommt es schon so rüber, als hättest du häufig Probleme. Und gemeckert hat niemand, sondern jeder hat nur auf deine Frage einen gut gemeinten Ratschlag gegeben.

Du kannst dich nicht beschweren, wenn es so missverständlich formuliert ist, dass es sich für andere nach einem Regelfall anhört und nicht nach Ausnahmen. Niemand hat von einem schlecht erzogenen oder schwierigen Hund gesprochen. Und ich glaube auch nicht, dass es jemand gedacht hat. Die Kritiken gingen ja an dich.

Ich war bisher mit jedem meiner Hunde beim Hunde Trainer und find das auch nicht schlimm. Im Gegenteil man trifft nette Leute bekommt wertvolle Tipps und ich werde es auch mit jedem zukünftigen Hund tun. Das ist doch keine Schande wenn zum Hunde Training geht. Und es ist auch kein Zeichen, dass wir denken, du kannst nicht mit deinem hund umgehen, bzw. er ist schlecht erzogen. Es ist nur einfacher wenn ein objektiver Dritter mal dabei schaut. Weil auch davon kann sich fast kein Hundebesitzer freisprechen, wir sehen unsere Köterchen alle durch eine rosarote Brille.

Aber dieses Missverständnis kannst du in Zukunft vermeiden, wenn du klarer formulierst.

Antwort
von NoradieHexe, 7

Nein für so ganz normal halte ich das Verhalten nicht. Zumindest wenn sie einem hund der auf distanz geht hinterher läuft und ihn auch noch anknurrt. Dass sie mit Welpen nicht kann, könnte aber normal sein, da sie dieses seltsame Verhalten der welpen vielleicht einfach nicht gelernt hat. Vielleicht ist sie es einfach auch gewöhnt, dass andere hunde nach ihrer pfeiffe tanzen. Egal warum. Ängstliche oder unsichere Hunde passen dann ggf. nicht in ihr Bild. Weil sie sich eben anders als gewünscht verhalten. Ohne deinen Hund zu sehen bleibt nur raten. Selbst nach genauer Beobachtung würden es nur Vermutungen bleiben. Wenn du es weisst, dann regel das Ganze einfach selbst. 😁

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 26

Für mich hat das nichts damit zutun das deine Hündin auf unverträgliche Artgenossen trifft. 

Ein souveräner Hund ist klar in der Körpersprache, und akzeptiert auch Hunde die etwas ängstlicher sind und Jagd Ihnen nicht hinterher. 

Das hätte ich sofort unterbunden und nicht zugeschaut wie sie diesen noch mobbt. Du kennst die vorgeschichte vom border nicht. 

Ich hätte schnuppern zugelassen,in sofern der border das zugelassen hätte. Sehe ich aber der andere Hund zeigt sich devot und geht schon Bögen oder möchte die Situation meiden.wird meiner abgerufen und weiter geht's. 

Nur so lernt der Hund auch richtig mit etwas ängstlichen Artgenossen umzugehen. 

Treffe ich auf so Hunde,sucht meiner erstmal Blickkontakt und fragt quasi um "Erlaubnis" da reicht ein blick und ich gebe meinem zu verstehen "nein der wird in Ruhe gelassen" 

Das anknurren bei Welpen  ist kein Zeichen von unklarer Körpersprache sondern eine Drohung von wegen "lass mich in Ruhe bleib fern" 

Dann solltest du auch weiter ziehen. Und wenn Hunde bellend auf sie zu laufen. Und sie dann knurrt gibt's sie ebenso zu verstehen "lass mich in Ruhe" 

Mein rüde geht super vorsichtig mit unsicheren Hunden um und weiß auch das diese nicht gemobbt werden oder gemaßregelt werden. 

Ebenso Welpen,kapiert er das sie übermütig und stürmisch sind. Er duldet einiges und ist sehr toleranz.. und wenn die Sympathie passt spielt er ganz souverän mit Ihnen. 

Macht sich klein unterwirft sich auch mal ,so das die Welpen in aller Seelenruhe auch mal am Nacken knabbern darf. Und auf seinen Bauch springen darf.

Das macht meines Erachtens Gutes sozialverhalten aus. Wo ich ihn überhaupt nicht hin lasse sind pubertierende Junghunde zwischen 6-8 Monaten. Grundsätzlich möchte er da permanent erziehen und massregeln und stalkt,wenn man den gleichen Weg hat den Junghund, jegliches Fehlverhalten in seinen Augen wird korrigiert.

Deswegen Nope darf meiner da nicht hin,ich denke aber das es bei meinem Rassetypisch ist,das muss für ihn in geordnete Bahnen laufen. Bis er kapiert hat das es nicht seine Aufgabe ist,diese zu erziehen oder zu Maßregeln .

Meines Erachtens liegt der Fehler bei dir, und reagierst nicht schnell genug.

Kommentar von Amyy15 ,

So wie ich es eingeschätzt habe, hat sie erst reagiert als der Border Collie weggelaufen ist, sie hat geschaut was der macht und dann ist sie immer hinterhergelaufen (keine ernste situation, sonst hätte man sofort abgebrochen)

Ist der Border zb beim Besitzer gewesen(der ihn kurz gehalten hat) dann war für meine das auch inordnung da dieser ja nicht wegelaufen ist.

Aber wie gesagt, haben dann abgebrochen

Kommentar von Wegelagere ,

Sie darf nicht hinter her. 

Kommentar von Einafets2808 ,

Ganz genau. 

Antwort
von nowka20, 1

er ist eben durch und durch gesund

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