Frage von nussnougatbabe, 281

Mein Hund lässt sich nicht bürsten! Was tun?

Hii
Also mein kleiner Yorkshire Terrier lässt sich absolut nicht bürsten wehrt sich dagegen, beißt in die Bürste, strampelt mit den Beinen und rennt weg wenn es möglich ist
Dann bekommt man ihr aber auch nicht wieder da er sich unterm Sofa oder hinter irgendwelche Schränken versteckt
Jetzt ist meine Frage wie kann ich ihn bürsten ohne dass er sich wehrt oder es zumindest nicht mehr so schlimm findet?
Es ist mir wirklich sehr wichtig dass er das nicht mehr so schlimm findet weil ihn wirklich jeden Tag bürsten muss da sich sein Fell sonst total schnell verknotet

Antwort
von douschka, 146

Will auch noch meinen "Senf" dazugeben. Wir hatten einen 2 jährigen Riesenschnauzerrüden aus schlechter Haltung rausgekauft. Er sah aus wie ein Zottelbär, war ungepflegt. Nach dem er eine Woche bei uns war, wollte ich mich langsam an die Fellpflege machen. Mein Mann hatte ihn "vorn" beschäftigt und ich fing am Hals langsam und sacht an mich dann am Rücken entlang nur mit weicher Bürste nach hinten zuarbeiten. An der Kruppe (Teil zwischen Rücken und Rute) angekommen, riss er sich rum und biss mich ganz arg in den Bauch. Also Termin beim Hundefrisör. Erstaunlich, dort war er wie ein Lämmchen brav - ich war dabei. Es hat dort Stunden gedauert, da sehr viele Pausen eingelegt wurden und die Pflegerin sehr erfahren war. Bürsten und Kämmen war ihm unangenehm, die Schermaschine fand er klasse. Nur hintenherum wieder ein Problem. Mit Engelsgeduld konnte auch das bewältigt werden. Die Pflegerin, hörte noch vor dem Aufstand auf. Sie bestimmte dadurch die Zeit. Paar Sekunden wurden mit Erfolg für den Hund belohnt. Später stellte sich heraus, dass mein Hund durch massive Mißhandlungen des Vorbesitzers Schäden an der hinteren Wirbelsäule hatte. Nach und nach mit sehr viel Geduld, Motivation und Belohnung hat sich mein Schnauzer gern bürsten und trimmen lassen. Er wurde Staubsaugerfetischist. Wann immer ich das Teil in Betrieb hatte, er wollte abgesaugt werden.

Will sagen, dass Erziehung eine Sache ist, schlechte Erfahrungen die andere. Auch wenn es nicht ganz billig ist, gehe mit Deinem Hund zu einem guten Hundesalon und lasse Dich einweisen. Arbeite ganz stark am Vertrauensaufbau und suche Dir Hilfe bei gewaltfreier Erziehung.

Die Fellstruktur kann durch hochwertige Fütterung enorm verbessert werden. Es hat einen Grund weshalb sein Fell so schnell verknotet, denn normal ist das nicht. Lass ihn auch mal vom TA durchchecken (Blutbild). Oft ist es ein Komplex an Ursachen (Gesundheit, Stress, Fütterung, allgemeine Haltungsbedingungen).

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Tolle Antwort! Richtig gut!

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 145

Bau doch das brüsten positiv auf. Besorge dir soft bürsten mit abgerundeten spitzen.

Gibt deinem Hund was zum knabbern, jedesmal wenn er gebürstet wird. Dann ist er abgelenkt und hat noch was positives damit in Verbindung gebracht.

Wie alt ist dein Hund ?

Kommentar von nussnougatbabe ,

Er ist 8 Monate alt und wir haben es schon mit seinen allerliebsten Kaustangen probiert aber die waren ihm dann auch egal und er hat weiter versucht die bürste zu beißen

Kommentar von Einafets2808 ,

Clickerst du?

Kommentar von nussnougatbabe ,

Nein noch nicht das hab ich zum Anfang noch nicht für nötig gehalten will es aber bald anfangen

Kommentar von Jaavi909 ,

würstchen und strecheln wärend dem bürsten auch gans leicht versuchen die bürste zuerst riechen lassen

Antwort
von dogmama, 137

wie kann ich ihn bürsten ohne dass er sich wehrt oder es zumindest nicht mehr so schlimm findet?

wie alt ist der Hund denn ? Mit Körper-u. Haarpflege beginnt man ja schon im Welpenalter!

Wenn Du nicht zurecht kommst, lass Dir mal von einem Hundefrisör helfen und zeigen wie man die Sache angeht!

Kommentar von nussnougatbabe ,

Er ist 8 Monate alt und als wir ihn bekommen haben haben wir ihn nicht jeden Tag gebürstet weil es da noch nicht besonders lang war aber als sein Fell auf einmal total verfilzt war haben wir ihn so oft wie möglich gebürstet
Er mochte es von Anfang an nicht da dachten wir es liegt an der Bürste dass sie ihm auf der Haut weh tut oder so dann haben wir eine andere gekauft aber damit ist es nicht viel besser

Kommentar von wotan0000 ,

**haben wir ihn nicht jeden Tag gebürstet weil es da noch nicht besonders lang war**

Grosser Fehler!

Kommentar von dogmama ,

Fell auf einmal total verfilzt war haben wir ihn so oft wie möglich gebürstet

und da hats mit dem Bürsten noch geklappt?

Sicherlich verbindet der Hund nun schlechte Erfahrungen damit. Filz bürsten und kämmen ist auch für einen Hund sehr unangenehm.

Ihr solltet Euch fachmännische Hilfe dazu holen. 

Körperpflege fängt im Welpenalter an, ganz egal ob der Hund viel oder wenig Haar hat. Sowas muß man von klein an auch als Training anwenden.

Meine Welpen werden bereits mit 7 Wochen an stillhalten, bürsten und kämmen gewöhnt!

Kommentar von nussnougatbabe ,

Nein das bürsten hat noch nie geklappt

Antwort
von DODOsBACK, 137

Nimm statt der Bürste einen Fellpflegehandschuh! Damit kannst du streicheln, massieren und Haare entfernen, je nach Druck. Und du kannst den Hund auch mal festhalten, wenn er wieder flüchten will. Rede mit ihm, streichle ihn mit der handschuhlosen Hand und mache weiter, sobald er sich beruhigt hat.

Manchmal hilft es auch, die "Behandlungen" (erst einmal!) kurz zu halten: morgens den Bauch, mittags die Beine, abends den Rücken usw. Dadurch lernt er, dass es zumindest nicht lange dauert.

Kommentar von nussnougatbabe ,

Ja so einen Handschuh haben wir auch aber dafür ist sein Fell zu lang
Das findet er auch nicht besonders schlimm aber damit bekommt man die Knoten nicht gut raus

Antwort
von wotan0000, 127

Mein Hund fand Bürsten als Welpe auch doof.

Daher haben wir eine weiche Babybürste und ganz viel Leckerlie investiert.

Heute flitzt er in die Stube, wenn er den Kamm sieht. Zum Abschluss bekommt der Bauch nochmals die Babybürste (das *fordert* er) und einen Hundekeks.

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Genau so geht das!

Antwort
von Maria3103002, 136

Vielleicht hat er Angst vor der bürste leg sie dich einfach mal vor ihn Hin bzw. Zeug sie ihm und nimm sie dann wieder weg oder lass ihn Damit spielen 

Antwort
von lieblingsmam, 119

Gehst Du die Fellpflege ruhig an, sodaß es sich dabei wohl fühlt? Hast Du die richtige Bürste?Vielleicht hat ihn die Bürste ein paarmal gepiesackt. Frag den Hundefriseur wie Du es richtig machst.

Kommentar von nussnougatbabe ,

Ja wenn ich ihn bürsten will mach ich es wenn er ruhig ist und nicht aufgedreht ist
Dann nehmen ich ihn auf den Schoß streichle ihn ein wenig und dann fang ich vorsichtig und langsam an ihn zu bürsten trotzdem findet er es total doof weil seine Haare immer verknotet sind obwohl ich ihn fast jeden Tag bürste

Kommentar von lieblingsmam ,

Vielleicht ist die Bürste nicht geeignet oder Du läßt Dir mal eine bessere Technik zeigen :)

Kommentar von nussnougatbabe ,

Ja das werd ich mal machen

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 101

Hallo nussnougatbabe,

Bitte sofort damit aufhören Deinen Hund zur Haarpflege oder Körperpflege zu zwingen!

Dein Hund soll die Haarpflege genießen.

Guck Dir das Video an, beginne ganz von vorne. Solange bis Du und Dein Hund das dann beherrscht bitte geb den Kleinen zu seinem Züchter für die notwendige Haarpflege.

Kommentar von YarlungTsangpo ,

https://m.youtube.com/watch?v=uVb5JVxFRBg

Falls das Video oben nicht geht, hier der Link

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Womöglich hast Du auch das falsche Handwerkszeug. So sollte Deine Hundebürste aussehen:

http://www.tiierisch.de/produkt/pflege-buerste-fuer-hunde-und-katzen-beidseitig

Dann benötigst Du nach dem Entwirren mit der Bürste einen geeigneten Kamm.

Kommentar von nussnougatbabe ,

Wir haben unser Hund von einer Tierschützerin die ihn von einem jungen Paar hat die total überfordert mit ihm waren und die haben ihn von einem unseriösem Züchter den wir leider nicht kennen deshalb können wir ihn nicht zu denen geben

Kommentar von nussnougatbabe ,

Wir haben nicht so eine doppelte sondern zwei einzelne

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Die Bürste soll in jedem Fall geschützte Drahtstifte haben. Die Ausführung ist zu empfehlen. Ihr benötigt dann noch um das gebürstete Haar komplett durchzukämmen einen, besser zwei Kämme. Dieser Typ Kamm ist sehr empfehlenswert.(nicht die Marke)

http://www.bonali.de/Zubehoer/Hundekamm-super-Style.html

Beim Kämmen wird das Haar mit der zweiten Hand vor der Haut festgehalten, damit es niemals ziept. Der Kamm und Bürste sollen in jedem Fall Edelstahlzinken haben.

Wenn ihr keinen Züchter habt, dann bitte einen guten Hundesalon aufsuchen zur Übergangspflege. Bleibt dabei und lasst ihn nicht alleine dort. Lasst euch das zeigen.

Noch etwas: Niemals den Hund auf den Schoß nehmen zur Körperpflege. Das raubt dem Hund seine Würde. Das zwingt ihn noch mehr. 

Der Hund kann neben dir auf dem Sofa liegen, oder du sitzt auf dem Boden beim Hund - und nun beginnt ihr ganz behutsam, wie im Video mit neuer Bürste und neuem Kamm und vielen, extraguten Leckerchen (wird vom Futter abgezogen) zu üben.

Der Kleine soll das verlorene Vertrauen zu Euch wieder gewinnen.

Wenn absolut alles nicht klappt -  bevor er dann so verfilzt, dass der Tierarzt mit Narkose scheren muss - bitte in den Hundesalon und dem Kleinen einen Kurzhaarschnitt machen lassen. Sieht beim Yorkshire ganz flott aus.

Aber ein Armutszeugnis wäre es dennoch.

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Noch angemerkt: Falls der Kleine ein sehr trockenes Haar hat, welches zum Verfilzen neigt, solltet ihr noch das Haar drei Tage vor dem Bürsten und Kämmen von Verfilzungen 

Marrakesh oil 

http://www.beautytester.de/testbericht/earthly-body-marrakesh-oil/

...einarbeiten. So werden Verfilzungen ganz leicht zu lösen sein, so daß der Hund nicht mehr fürchten muss geziepst zu werden.

Dieses Öl immer wieder auf die Handflächen verteilen und ins gesamte Haar des Hundes einreiben und einarbeiten, einmal wöchentlich, macht ein vollkommen leicht zu pflegendes Fell.

Das macht man am besten draußen beim Gassi, da ist der Hund abgelenkt und wird das nicht als negativ empfinden. Niemals aber dazu zwingen!

Antwort
von JoachimWalter, 73

Einen Hund würd ich auch nicht bürsten...

Kommentar von PeVau ,

:-DDD

Kommentar von amdros ,

Aber vllt. doch kämmen ;-)

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