Caro007 am 16.05.2009 um 19:37 Uhr
Mein Hund hat panische Angst bei Gewittern (wenn es donnert) , bei Böllern/Knallern , wenn ich ein Buch lautstark zuklappe, usw. Dann zieht er seinen Schwanz ein und läuft in geduckter Haltung (zitternd, mit angelegten Ohren und nicht mehr ansprechbar) durch die Wohnung, bis er einen dunklen Ort (z.B. meinen Kleiderschrank) gefunden hat. Dort verkriecht er sich dann so lange, bis das Gewitter usw. aufgehört hat bzw. er sich wieder normalisiert hat.
Was kann ich tun, um ihn von der Angst zu befreien, ohne zum Hundepsychologen zu laufen??
Bild/er:

Gegen Gewitter kann man ja nichts machen, aber den Rest kann man trainieren. Knall das Buch zu oder schepper mit einem Kochtopf und gib ihm sofort ein Leckerchen, bald wird er dann solche Geräusche mit etwas angenehmen verbinden. Dauert ein bisschen, aber der Aufwand lohnt sich.
Unser Züchter hat uns erzählt dass es eine CD gibt wo die Geräusche oben sind die die Hunde am meißten fürchten - es soll anscheinend wirklich helfen - man dreht sie am Anfang ganz leise auf und steigert sich dann damit sich der Hund schön langsam daran gewöhnt
du hast wahrscheinlich anfangs falsch reagiert. Z.B. " ist doch alles nicht schlimm Kleines, beruhige dich..." Solches Verhalten von Seiten der Besitzer suggerieren dem Hund, daß es eben doch schlimm ist. Genauso machen es ja auch viele falsch bei Hundekontakten. "Spiel nicht mit dem großen Hund, er beißt dich..." es wird lange dauern, bis dein Hund ruhiger wird. Das mit dem Leckerchen geben ist fragwürdig. Bist du zu langsam, verknüpft er es evtl. falsch. Weil, sobald er schon Panik schiebt, er kein Leckerchen mehr bekommen darf. Sonst wird er dafür belohnt Panik zu schieben. Was für eine Rasse hast du? Wie lat ist der Hund? Wie lange ist er bei dir? Davon ist auch viel abhängig. Siehe den Wolf-Schäfer-Mix. Meine Labbydame hat auch Schiß vor Gewitter, verkriecht sich dann auch, läuft aber nicht vor mir weg draussen. Sie merkt es schon Stunden vorher, daß überhaupt ein Gewitter naht. Eben durch die Luftdruckveränderung. Sie vertraut mir bei Gewitter und auch bei Knallern draußen, sodaß sie bei mir bleibt. "Frauchen passt schon auf mich auf" Da es nicht störend ist, habe ich gegen ihre Angst nichts gemacht. Sie war als Welpe mit auf Großveranstaltungen und Feuerwerken. Das war Stresstraining von der Rettungshundestaffel. Hat bei ihr nur bedingt geholfen... Die Angst ist erst im Laufe der Jahre entstanden. Sie ist eben sensibel... Mag auch keinen Streit oder laute Stimmen...
Caro007 am 19. Mai 2009 15:19 Sie ist eine Yorkshire Terrier Hündin.
Auf dem Bild erkennt man wohl nicht viel...stellt ja auch sie da, wie sie sich im Dunklen verkriecht.

Der ist verängstigt,das kann man mit Geduld und Liebe abtrainieren.

Tja so was gibts .. hatte auch mal so ein Nervenbündel ...da hat immer der ganze Schrank gewackelt! Aber die Büsche die im Gewitter hin und her schwanken die hat sie angeknurrt...so bald der erste Blitz kam sssssssst ab hintern Sessel. Sie war ein Wolf/Schäferhund mix hat wärend der Ausbildung bei jedem Schußtest das Weite gesucht Wir konnten das auch nie ganz abstellen... Denke mal das da ein Gen da war das sie automatisch Flüchten lies wenn es knallte !
Hi du hast schon viele gute Tipps zur Erziehung und Desensibilisierung erhalten. Hier noch ein tipp um an den Ursprung evtl näher heran zu kommen: Lass mal die Augen überprüfen. Auch ein fast blinder oder blinder Hund kann sich nach seiner Nase so orientieren, dass es dem Laien garnicht auffällt das ein Organ ausgefallen ist. Ich wünsch alles Gute.
Hallo Magst du es wenn ein Blitz Knaller neben deinem Ohr Explodiert? Hunde haben ein gutes Gehör und da ist eben Jeder Krach eine Belastung. An Normale Geräusche solltest du dein Tier gewöhnen. Strahle bitte selber ruhe aus, dann weis dein Tier es ist alles in Ordnung. Bist du unruhig oder reagierst auf jeden krach dann überträgt sich das auch auf das Tier. . Bei Gewitter Fenster zu und was an das für bekannten Krach sorgt "Radio“
Der arme Hund...! Wir haben unseren Hund an Silvester immer in die Tiefgarage fahren müssen damit er keine Panikattacken wegen der Böller bekommt. Versuche es mit einem Re-Training mit einer 2. Person die auf Ankündigung Schreckensgeräusche macht. Du selber sei ganz nah bei ihm, beruhige ihn und rede lieb auf ihn ein (z.B. Ist alles in Ordnung!)und lobe ihn für jedes überstandene Geräusch mit großen Lob und Leckerli.Aber nicht zu viele Geräusche auf einmal! Oft hilft diese Methode bei Hunden!
Dein Hund vertraut Dir auf jeden Fall NICHT, denn wenn er Vertrauen in Deine Führung hätte, würde er Schutz bei Dir suchen und sich nicht in Möbeln verkriechen und nur selbst in Sicherheit bringen.
Das klingt jetzt ziemlich brutal und ich möchte Dich auf keinen Fall angreifen. Das mal vorausgeschickt ;). So etwas passiert ja nicht, weil Du zu dumm bist, Deinen Hund anzuleiten, sondern ist einfach ein ungeheures Mißverständnis zwischen Euch beiden. Trösten kannst Du Deinen Hund niemals, weil er es nicht verstehen kann. Es verstärkt eher seine Ängste.
Stelle Dir vor, Du findest jemanden auf der Straße, der verunglückt ist. Dann stellst Du Dich nicht neben ihn und sagst: "Oh Gott, Du siehst aber schlecht aus! Du wirst wohl gleich sterben!" Du würdest eher versuchen, dem jenigen Mut zu machen, indem Du freundlich und positiv mit ihm umgehst.
Versuche, derartige Verstecke für den Hund auf jeden Fall unzugänglich zu machen, damit er seine Angst dort nicht "aussitzen" kann. Bewege Dich so, als wäre gar nichts Besonders. Starre Deinen Hund nicht an, wenn er sich panisch verhält!!!! Damit machst Du ihm noch mehr Angst. Wenn Du hektisch wirst, weil Dein Hund Angst hat, dann wird er noch unsicherer!!!
Gegen die Geräuschempfindlichkeit kann man eine Desensibilisierung machen. Im Handel gibt es Geräusche-CD´s die man leise anmacht und einfach laufen läßt. Tag für Tag läßt man diese CD dann lauter laufen, so daß der Hund schon an diese Geräusche gewöhnt wird. Diese Geräusche ersetzen natürlich nicht das Realerlebnis, aber mit etwas Glück kann sich Dein Hund schon darauf einstellen, ohne daß er verängstigt durch die Gegend saust und Schutz unter Möbeln sucht usw.
Sucht Euch lieber doch einen Verhaltesntherapeuten das Problem! Einen Hundeverein kann ich Euch für das Beseitigen dieses Verhaltens nicht empfehlen. (Nichts gegen Hundevereine!!!!) Mit Druck kann hier übrigens man gar nichts erreichen. Wenn der Hund Angst hat, ist er lernblockiert. Wenn ich Dir ein Messer an die Kehle halte und Dich bitte, mir die 3. Wurzel aus (-27) zu ziehen, kannst Du mir das auch nicht ausrechnen, weil alle Deine Sinne auf das Messer gerichtet sind und Deine Angst Deine Denkprozesse überschattet. Viel Erfolg!

Fang an mit fast noch harmlosen Geräuschen zu trainieren. Lass den Hund ablegen, schaffe eine entspannte Situation, dann ein Geräusch, das er gerade noch akzeptiert. Daraufhin lobst du ihn, wenn er ruhig liegengeblieben ist, evtl. sofort ein Leckerli. Das steigerst du noch einmal und wenn er ruhig bleibt, wiederholst du das Geräusch nochmal ein paarmal. Am nächsten Tag fängst du mit diesem Geräusch wieder an, Lob, Steigerung, Lob, Wiederholung. Er muss jedenfalls eine positive Situation mit lauten Geräuschen in Beziehung bringen, geht nur in kleinen Schritten und viel Geduld.