Frage von Wassernymphe22, 306

Mein Hund hat jmd. gebissen, wie weit bin ich haftbar?

Hallo, meine Haftpflichtversicherung ist ausgelaufen und ich habe blöder Weise versäumt, den Vertrag zu verlängern... in dieser speziellen Situation bin ich mir aber unsicher, ob ich hier wirklich haftbar gemacht werden kann.

Gewöhnlich habe ich großen Respekt vor Menschen, die Autoscheiben aufbrechen um Hunde vor einem Hitzschlag zu bewahren - doch in diesem Fall nicht. Als ich heute kurz im Supermarkt war (ich war keine fünf Minuten dadrin, denn dort waren vielleicht zwei weitere Kunden) hörte ich (als ich an der Kasse war) meinen Hund wie wild bellen, was er sonst nie tut. Ich ließ alles stehen und liegen und rannte raus, da sah ich, wie irgend so ein Typ versuchte, meinen Hund aus dem Auto zu zerren! (Die Heckscheibe war eingeschlagen).

Auch wenn mir nicht ganz klar ist, wie der Typ meinen 25 kg Husky aus dem Auto heben wollte, natürlich wollte mein Großer nicht so wie der Fremde und hat ihm den Arm zerbissen. Der Typ, der offenbar zu spät gemerkt hatte, dass in meinem Auto die Klimaanlage an war, etwa 20° im Auto waren und es noch dazu im Schatten stand, meinte dann er habe mein Kennzeichen notiert und würde mich wegen Tierquälerei anzeigen und auf Schmerzensgeld verklagen, dann ist er einfach weggegangen.

Mein armer Hund hat sich natürlich an der kaputten Scheibe geschnitten und musste sogar genäht werden! Wir haben natürlich ein/zwei Passanten neugierig gemacht. Ein Pärchen und auch eine Kassiererin haben mir ihren Namen und Nummern gegeben und meinten, sie würden jederzeit aussagen, dass das Ganze genauso passiert ist.

Was denkt ihr? Hunde gelten vor dem Gesetz als Gegenstände, genau wie Heckscheiben. Und Körperverletzung toppt doch Sachbeschädigung, oder? Wie stehen meine Chancen wegen der Klage? Einen guten Anwalt kann ich mir nicht leisten...

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 132

Sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen, hielte ich es für gut vertretbar eine Haftung für Dich unter dem Gesichtspunkt des Handelns auf eigene Gefahr abzulehnen. Hierdurch wird der sog. Kausalzusammenhang durchbrochen, der für eine Haftung des Tierhalters aus § 833 S. 1 BGB erforderlich ist.

Der Geschädigte hat sich nämlich in eine Gefahrenlage begeben, ohne dafür einen triftigen Grund zu haben (vgl. BGHZ 154, 316, 222ff.). Selbst wenn es 50° im Auto gewesen wären, hätte er den Hund wohl im Auto lassen und nur die Scheibe einschlagen müssen zum Belüften oder halt von innen die Tür öffnen.

Angesichts der Größe des Tieres kann er nicht erwarten, dass er dieses durch eine eingeschlagene Fensterscheibe zerren kann. Das Beißen des Hundes ist in dem Fall eine erwartbare, zumindest nicht ganz fernliegende Reaktion, insbesondere wenn es sich um einen völlig fremden Menschen handelt, der Sekunden zuvor die Fensterscheibe eingeschlagen hat.

Wenn Du tatsächlich beweisen kannst, dass das Auto im Schatten stand und es dort nicht besonders heiß war, dann spricht dies umso mehr dafür, dass der Geschädigte sich einem unnötig großen Risiko ausgesetzt und sich damit selbst gefährdet hat.

Nichtsdestotrotz wäre es in einem Gerichtsverfahren ratsam auf einen Vergleich hin zu arbeiten. Der Anspruch des Geschädigten scheitert nämlich allenfalls an dieser Stelle und nicht an anderen. Ein Richter kann dies natürlich auch anders beurteilen. Daher lieber auf Nummer sicher gehen und selbst etwas zahlen.

Wenn er Dich verklagt hätte dies den angenehmen Vorteil, dass Du seinen Namen und die Anschrift hast. Dann könnt Ihr ja auch einmal über den Ersatz der Kosten für Fenster und Tierarzt reden. Beide Sachen (also Körperverletzung und Sachbeschädigung) können auch in einem gemeinsamen Prozess verhandelt werden.

Antwort
von Trixie333, 153

Naja also das mit der Versicherung ist jetzt natürlich mega blöd. Es kommt drauf an, ob er dich wirklich verklagt. Er weiß schließlich auch, wenn er dich verklagt, dann wird dein Hund an ein Maulkorb etc kommen. Wenn er also wie es scheint, ein Tierfreund ist, wird er das nicht tun. Allerdings, wenn dein Hund ihn richtig gebissen hat, dann wird er ja ins Krankenhaus gehen, und das behandeln lassen müssen. Dort werden sie fragen, was passiert ist. Und dann will seine Versicherung das Geld nämlich zurück. Das ist das eigtl Problem.

Ich bin selber Tierfreund. Und Schatten etc, dennoch heizt sich das Auto übertrieben schnell auf. Ich selber habe auch einen Hund, und ich weiß, dass es zeitlich oft knapp wird. Aber dann lasse ich meinen Wauzi zu Hause oder nehme eine zweite Person mit, die sich drum kümmert.

Klar ist es blöd, wenn er tatsächlich keine 5 Minuten gewartet hat, allerdings denk mal drüber nach, es gibt Leute, die lassen ihren Hund einfach so 3 Stunden im Auto sitzen und ich bin mir sicher, du würdest dich wenn du sowas in der Zeitung lesen würdest, mega drüber ärgern, wenn niemand reagiert hat und das Tier stirbt.

Es gibt eben auch Regentage, mach dir erstmals keinen Kopf. :)

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 100

du bist immer fuer biss und andere gefahen, die von deinem hund ausgehen verantwortlich!

hast du jetzt deine hafltpflicht gekuneidgt -die kosten max. 60 euro pro jahr - bist du jetzt dumm dran -denn du musst bezahlen.

eine klimaanlage im auto laeuft nur, wenn der motor laeuft. du hast doch sicher nicht den motor laufen lassen - denn dann waere ja auch der PKW offen gewesen und keiner haette eine scheibe eingeschlagen,.

wen willst du hier veraeppeln? auch bei 2 kunden im laden kann es oft laenger als 5-10 minuten dauern, bis man wieder draussen ist. bei der derzeitigen hitze ist schon dann die hitze im auto viel zu hoch.

entweder du zahlts die folgen des bisses und deine heckscheibe selber oder laesst dich auf einen langwierigen und ebenfalls kostspieligen rechtsstreit ein.

du hast weder fuer hafltpflicht noch fuer einen rechtsanwalt geld -wie willst du dann reagieren, wenn dein hund mal eine etwas hoehere tierarztbehandlung braucht?

Kommentar von Berni74 ,

Wäre ich der Geschädigte, würde ich den Fragesteller noch wegen Tierquälerei anzeigen. Bei diesen Temperaturen den Hund im verschlossenen Auto zu lassen, ist schon grob fahrlässige, wenn nicht sogar vorsätzliche Tierquälerei. Leider häufen sich jedes Jahr die Meldungen, daß Hunde solche Dummheiten ihrer Halter mit dem Leben bezahlt haben. :-(

Antwort
von Lapushish, 140

Im Prinzip ist es leider so, dass man auch Einbrechern, die vom Hund gebissen werden, gegenüber verantwortlich ist. Das wird mit Sicherheit je nach Fall abgewogen, aber ja, hier in Deutschland muss ein Hund völlig ungefährlich sein. Ich persönlich finde das schwachsinnig. Wenn du mal googlest siehst du, dass es hunderte Fälle gibt, in denen ein Hund den Einbrecher verletzte und die Besitzer dafür belangt wurden. Unglaublich, aber wahr.

Ansonsten ist es Sachbeschädigung, was der Mann getan hat und ist ausschließlich bei Gefahr im Verzug (Auto in der prallen Sonne, Hund letagisch) legal.

Aber nur mal so: auch 5 Minuten im Schatten bei den Temperaturen sind die Hölle für einen Hund. Eine Klimaanlage kann immer mal ausfallen (vor allem wenn das Auto aus ist?!) Stell dir vor, du stolperst im Laden und kippst um. Keiner weiß, dass dein Hund im Auto ist. Unwahrscheinlich aber möglich.

Natürlich ist der von dir geschilderte Fall so Seiten des Mannes absolut nicht ok - aber ich wollte dich freundlich daraufhin weisen...

Kommentar von Lapushish ,

ABER ich denke beide Seiten werden keine dicke Strafe bekommen. Der Mann wollte ja nun nur helfen. Gut, es war unnötig und hat mehr geschadet, als dass es geholfen hat.. Aber lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig eingreifen. Wärst du nun tatsächlich ohnmächtig, wärst du froh, wenn jemand deinen Hund aus dem Auto holt. Ich denke, die Polizei wird dafür vielleicht halbwegs Verständnis haben, denn der Mann wollte ja nicht einbrechen oder dein Auto stehlen, sondern lediglich helfen, auch wenn das nicht nötig war.

Du wirst denke ich gar nicht belangt werden. Es ist zwar so, dass ein Hund niemals beißen darf, niiiemals, aber vermutlich wird in dem Fall, vor allem mit Aussage der Zeugen, keine Strafe oder Konsequenz verhängt. Hoffe ich jedenfalls... LG

Kommentar von Sheltiemama ,

Lapushish: 

Also, wenn jemand versuchen würde, meine absolut liebe Sheltiehündin über eine Leiste mit Scherben zu ziehen, und ihr dabei den Bauch aufschlitzt, dann würde sie sich auch wehren und das machen, was ein Hund in so einer Situation tun kann: Beißen.  Das ist eine ganz normale Reaktion.  Das kannst du keinem Hund abtrainieren.

Kommentar von Lapushish ,

Habe ich auch nicht behauptet. Ich habe die Gesetzeslage erklärt, nicht meine persönliche Meinung. Worte wie 'leider' in meinem Text sprechen wohl für meine negative Einstellung dazu.

Antwort
von BenniXYZ, 71

Moin, ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Haftpflichtversicherung ausläuft, von alleine. Entweder hast du sie gekündigt, oder sie ist dir vom Versicherer gekündigt worden.

Wenn der Typ dich verklagt, dann hast du wenigstens seine Daten und kannst deine Ansprüche anmelden. Schließlich hat er deine Heckscheibe zertrümmert.

Eine Hundehalterhaftpflicht kostet 50€/Jahr, daran sollte man nicht sparen!

Antwort
von HalloRossi, 142

Ein Beissvorfall durch einen Hund wird immer unabhängig der Schuldfrage durch die Hundehaftpflicht geregelt. Wenn du keine hast, musst du auf jedenfall die Arztkosten übernehmen. Schadenersatz Ansprüche wegen deine kaputten Scheibe wirst du kaum stellen können. Bzw es wäre sehr Aufwendig zu beweisen, zB nicht nur das du eine Standklimaanlage hattest, sondern auch das die an war. Schaffst du das? Ganz ehrlich: ohne Rechtschutz würde ich es einfach so hin nehmen, Scheibe selbst bezahlen, Arztkosten bezahlen und vor allen daraus lernen!

Kommentar von AalFred2 ,

Wenn du keine hast, musst du auf jedenfall die Arztkosten übernehmen.

Aus welchem Gesetz soll sich das denn ergeben?

Kommentar von Menuett ,

Der Hund hat nicht zu beißen. Egal in welcher Situation.

§ 833
Haftung des Tierhalters

Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die
Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist
derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den
daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht tritt nicht
ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf,
der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen
bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des
Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden
auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.

Kommentar von HalloRossi ,

Die normalen Tierhalterhaftungs Richtlinien. Die Schuldfrage ist zweitrangig! Mein Pferd ist mal jemanden, der so doof war sich barfuß neben das Pferd zu stellen, aus den Fuß gelatscht. Mein Pferd hatte weder Schuld das der Fuß gebrochen war noch war es böse Absicht. Trotzdem musste meine Pferdehaftpflich zahlen

Kommentar von AalFred2 ,

In welchem Gesetz finde ich denn die Tierhalterhaftungsrichtlinien?

Kommentar von dsupper ,

Als Tierhalterhaftung wird eine Spezialform der Gefährdungshaftung bezeichnet, nach der im deutschen Schuldrecht der Tierhalter grundsätzlich für die Schäden haftbar gemacht werden kann, die das Tier anrichtet. Die Haftung nach § 833 Satz 1 BGB greift ausdrücklich auch ohne Verschulden des Halters ein. Die Haltereigenschaft definiert sich – unabhängig vom Eigentum – nach der Sachherrschaft über das Tier und einem eigenen Interesse an der Verwendung oder der Gesellschaft des Tieres. Diese Gefährdungshaftung ist bedingt durch die spezifische Tiergefahr, die sich verwirklicht, wenn das Tier unberechenbar reagiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tierhalterhaftung

und unendlich viele weitere Ausführungen dazu

Kommentar von AalFred2 ,

Ich weiss, was Tierhalterhaftung ist.

Kommentar von HalloRossi ,

Warum fragst du denn? Dieser Text sagt doch alles aus, was du wissen musst

Kommentar von AalFred2 ,

Okay, dann deutlich. Das hier

Wenn du keine hast, musst du auf jedenfall die Arztkosten übernehmen.

ist grundsätzlich falsch.

Kommentar von Menuett ,

Der Geschädigte wird von der Krankenkasse einen Fragebogen bekommen.

Darin wird nach dem Halter des Tieres gefragt. Ist es kein Eigenschaden, so haftet der Tierhalter für die Kosten und die KK wird sich an ihn halten.

Und er wird zahlen.

Kommentar von AalFred2 ,

Nein, das stimmt so nicht. Die Gefährdungshaftung kommt einfach nicht zum Tragen, wenn man sich der Geschädigte bewusst und grundlos in die Gefahr begeben hat.

Kommentar von HalloRossi ,

Richtig

Kommentar von HalloRossi ,

Das ist nicht richtig! Du wirst sehen! Die Schulfrage spielt keinerlei Rolle ( siehe Beispiel mit meinem Pferd). Ich schwöre es dir! Beim einem Hundebiss wird es rechtlich völlig außer Acht gelassen, ob der Hund mit Absicht oder ausversehen gebissen hat oder ob der Gebissene selber Schuld hat. Das spielt rechtlich einfach keine Rolle!

Kommentar von AalFred2 ,

Es geht hier nicht um Schuld. Ich habe auch nie von Schuld gesprochen. Führt der Geschädigte die Gefahrensituation bewusst herbei, beispielsweise ein Einbrecher, hat sich die Gefährdungshaftung erledigt.

Antwort
von xAdmiralAckbarx, 112

Wenn die Sachlage sich wirklich genau so abgespielt hat, dann würde ich wie folgt vorgehen..

- Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstatten. Alleine schon um die Kosten für die Heckscheibe und auch die Kosten für Verbandsmaterial und einer etwaigen Behandlung des Hundes erstattet zu bekommen.

Ich kann mir vorstellen, dass man in solchen Situation auch vielleicht das Wichtigste nämlich das Rufen der Polizei vergisst. Ist vielleicht auch geschockt über die möglichen Folgen für einen Selber. Wenn dies aber genau so gewesen ist, hast du als Halter nichts zu befürchten. 

Ein Auto ist in der prallen Sonne in der Lage sich innerhalb von ein paar Minuten bis auf 60 C aufzuheizen. Die entsprechende Hitze sieht man dem Hund aber auch an. 

Kommentar von Wassernymphe22 ,

Danke für Deinen Tipp, aber eine Strafanzeige dient doch lediglich der Strafverfolgung, davon bekomme ich doch nichts erstattet. Klagen kann ich nicht, weil sich der Typ weigerte, mir seine Personalien zu geben... oder was meintest Du?

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Die Strafanzeige kann schon mal helfen überhaupt die Identität ausfindig zu machen.. Dann kommt noch dazu, dass man in einem Gerichtsverfahren auch als Nebenkläger auftreten kann. Nicht selten werden "als Strafen" hier Auflagen gemacht dass der Schaden entsprechend bezahlt werden muss etc.... 

Antwort
von kevin1905, 158

Hallo, meine Haftpflichtversicherung ist ausgelaufen und ich habe blöder Weise versäumt, den Vertrag zu verlängern...

Du brauchst schon den Einschluss der Hundehaltung oder eine separate Hundehalterhaftpflicht. Diese ist in manchen Bundesländern sogar gesetzlich vorgeschrieben, so dass dir auch von Seiten der Staatsmacht auch noch Ärger drohen könnte.

Ferner verlängern sich Sachversicherungsverträge automatisch, wenn man nicht selbst kündigt, oder gekündigt wird (§ 11 VVG).

Allerdings wurde hier eine nicht durch Notwehr oder Nothilfe gedeckte Sachbeschädigung an deinem Fahrzeug begangen, daher würde ich mal behaupten, dass von Seiten des durch deinen Hund Geschädigten nicht unbedingt etwas kommen würde. Dessen Personalien wurden wohl nicht festgestellt?

Sein Vorgehen war nicht korrekt. Zuerst ist die Situation korrekt einzuschätzen, ob für das Tier wirklich eine Gefahrenlage eingreten ist. Dann muss man versuchen den Besitzer ausfindig zu machen und Polizei etc. verständigen. Danach kann man die Scheibe einschlagen, wenn wirklich eine Gefahrensituation vorliegt.

Einen guten Anwalt kann ich mir nicht leisten...

Wenn ich sowas lese kriege ich als Mensch aber besonders als Versicherungsmakler einen mittelschweren aggressiven Kotzreiz.

Wenn du dir einen 25 kg Hund leisten kannst, hast du auch gefälligst so viel Geld zu haben um dir eine entsprechene Haftpflicht leisten zu können und am besten noch eine Rechtsschutz oben drauf, ansonsten gehört der Hund abgeschafft.

Wenn du mittellos bist oder bedürftig kannst du versuchen beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein und im weiteren Verfahrenshergang Prozesskostenhilfe zu bekommen (Im Strafrecht gibt es keine PKH, sondern nur Pflichtverteidigung und die auch nur, wenn Anwaltszwang herrscht).

Antwort
von phantasma1, 94

du handelst fahrlässig und hast dann keine haftpflichtversicherung? warum hast du den hund im auto überhaupt gelassen? lass den das nächste mal zu hause, statt ihm im auto sich selbst zu überlassen. das ist tierquälerei, gerade bei so großen tieren.

wegen der verletzung könnte er abhängig von der schwere der verletzung schmerzensgeld etc einklagen. wieviel dabei rum kommt ist eine andere sache. was strafrechtlich auf dich zukommt ist eine andere sache. immerhin hat der hund den menschen angegriffen - auch wenn nicht ohne grund.

wenn du dir keinen anwalt leisten kannst, musst du beratungshilfe beantragen. wie kannst du dir leisten einen so großen hund zu unterhalten?

Kommentar von Wassernymphe22 ,

Es ist Tierquälerei, einen Hund fünf Minuten bei 23° im Schatten mit Standklimaanlage warten zu lassen? Abstrakt denken müsste man können... Wenn wir fahren, ist das doch genau das Gleiche, nur dass wir dann vlt. sogar in der Sonne fahren und mein Hund dann auch noch angeschnallt ist, oder siehst Du einen weiteren Unterschied?

Was Tierquälerei gewesen wäre, wäre einfach nicht anzuhalten und zu sagen: "Nein Großer, Dein Wasser ist alle und welches mit Kohlensäure trinkst Du nicht, also... entweder hast Du Pech oder Du trinkst das Abgestandene aus dem Kofferraum..."

Wenn man die Umstände nicht kennt sollte man nicht sinnlose Anschuldigungen machen. Und ich meinte lediglich, einen guten Anwalt könne ich mir nicht leisten, nicht überhaupt keinen.

Antwort
von raphthatruth, 146

Mach dir keine sorgen für mich klingt das eher wie ein Diebstahl versuch. Würde erstmal abwarten was so kommt (ich schätze nichts) und wenn doch was kommt hast du riesige Chancen mit der Kassiererin und den Passanten ordentlich da rauszukommen. Aber ich würde auf jeden Fall Gas geben und die dumme Versicherung erneuern als Zeichen des guten Willens falls es zur Verhandlung kommt.

Kommentar von Andretta ,

Ich finde auch, es klingt eher, als habe da wer den Hund klauen wollen. Passiert inzwischen recht häufig, dass Hunde aus Autos gestohlen werden.

Antwort
von XY123XY123, 107

Ich denke, dass Du hier diejenige/derjenige bist, die/der Ansprüche geltend machen kann. Du hattest vermutlich Tierarztkosten und die Scheibe ist hin. Dass Dein Hund sich wehrt, ist in dieser Situation völlig normal.

Kommentar von XY123XY123 ,

Und übrigens: Hunde gelten vor dem Gesetz ganz sicher nicht als Gegenstände.

Kommentar von uni1234 ,

§90a BGB. Erst denken, dann schreiben...

Kommentar von dsupper ,

Der FS sollte froh sein, wenn er wirklich bei dieser Hitze einen Hund im Auto gelassen hat, dass er keine Strafanzeige wegen vorsätzlicher Tierquälerei bekommt.

Kommentar von XY123XY123 ,

@uni1234: Was willst Du? In dem von Dir zitierten Paragraphen steht gleich am Anfang "Tiere sind keine Sachen. " Erst denken, dann schreiben...

Kommentar von Wassernymphe22 ,

@XY123XY123:

Hast Du Dir den Paragraphen mal bis zum Ende durchgelesen? 

"Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist."

Kommentar von XY123XY123 ,

Ja und? Deshalb sind sie ja vor dem Gesetz trotzdem keine Sachen. Hier der gesamte Paragraph 90a BGB (für alle, die hier die Kommentare lesen und sich fragen, worum es geht): "Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist."

Kommentar von Wassernymphe22 ,

Das ist Wortklauberei. Sie werden wie Sachen behandelt, darauf kommt es an. "Sie werden durch besondere Gesetze geschützt.", meint hier sicherlich die Tierschutzgesetze, die allerdings nur in direkten Fällen zur Geltung kommen. Fakt ist: Wird Dein Hund überfahren, kann Der Fahrer im Normalfall wegen Sachbeschädigung strafrechtlich verfolgt werden, nicht wegen (fahrlässiger) Tötung, wie bei einem Menschen.

Kommentar von XY123XY123 ,

Wenn jemand vorsätzlich Deinen Hund überfährt, wird er nicht nur wegen Sachbeschädigung belangt. Sondern auch wegen Tierquälerei. Wenn jemand Deinen Regenschirm überfährt, wird er nur Schadensersatz leisten müssen.

Antwort
von jimpo, 83

Natürlich wird ein Hund als Gegenstand gewertet aber, wer läßt ein Tier bei solchen Temperaturen im Auto? Das ist Tierquälerei.

Kommentar von Berni74 ,

Und Tierquälerei wird sehr wohl geahndet...

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 131

Hallo,

das es bei einem Hund IMMER um eine Gefährdungshaftung geht, zahlt der Halter auch IMMER für alle entstandenen Schäden - OHNE, dass überhaupt ein Verschulden etc. überprüft wird.

Einige Aussagen finde ich schon sehr sehr unstimmig:

- bei so einer Sachlage - Notlage für den Hund, eingeschlagene Scheibe, Beißvorfall - wird KEINE Polizei gerufen?

- eine Versicherung braucht man nicht zu verlängern - das geht nämlich völlig automatisch, wenn nicht gekündigt wird

- Eine Klimaanlage im Auto funktioniert ja nur, wenn der Motor läuft, denn der treibt den Kompressor an.

Hört sich für mich also eher nach Märchenstunde an.

Kommentar von inicio ,

genau.

Kommentar von AalFred2 ,

Aber auch die Gefährdungshaftung nach §833 BGB greift nicht immer.

Kommentar von dsupper ,

Gäbe es niemals eine Ausnahme - gäbe es auch keine Regeln.

Kommentar von AalFred2 ,

Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, das ist inhaltlich ziemlicher Blödsinn.

Aber um es mal deutlich zu sagen: Im geschilderten Fall dürfte die Gefährdungshaftung deutlich hinter dem Eigenverschulden des "Retters" zurückstehen.

Kommentar von dsupper ,

Nein, das ist kein inhaltlicher Blödsinn. Gäbe es nämlich keine Ausnahme, wäre eine Regel ein Tatsachenbestand.

Nein, hier wird, wenn es so tatsächlich passiert ist, kein Eigenverschulden zum Tragen kommen. Wer bei diesen Temperaturen einen Hund - auch kurzzeitig - im Auto lässt, macht sich der vorsätzlichen Tierquälerei schuldig.

Wenn ein Passant dann helfend eingreift und dabei verletzt wird - ist das sicher kein "Eigenverschulden". Zivilcourage - auch bei hilflosen Tieren! - ist eine höchst seltene Eigenschaft und wird nicht damit bestraft, dass man auf dem dadurch erlittenen Schaden sitzenbleibt.

Die Sache mit der Klimaanlage ist nonsens - der FS sollte froh sein, wenn er keine Strafanzeige wegen vorsätzlicher Tierquälerei erhält.

Kommentar von Drizzt1977 ,

Erkläre mir bitte, wieso die Aussage mit der Klimaanlage Nonsens ist? Entweder läuft sie (soll auch Standklimanlagen geben) und kühlt das Auto, somit ist keine Notsituation gegeben. Das hätte man mit dem Griff an die Scheibe auch eigentlich feststellen können. Oder du wirfst den TE vor, dass die Aussage mit der Klima gelogen ist?

Kommentar von dsupper ,

Eine Klimaanlage im Auto kann nur wirksam funktionieren, wenn der Motor läuft!

Und natürlich kommt jetzt wieder die "Ausrede" einer Standklimaanlage - das ist schon klar.

Genauso, wie man in so einem Fall "vergisst" die Polizei zu rufen ... ist ja auch völlig normal, wenn einem die Scheibe eingeschlagen wird, der Hund beißt, der Hund sich verletzt etc. pp. Passiert ja ständig und immer wieder .... (lol)

Kommentar von Wassernymphe22 ,

@dsupper: Natürlich habe ich die Polizei gerufen, allerdings erst, nachdem ich meinem Hund einen Druckverband machen konnte und sofort zum Tierarzt musste... Und selbst dann haben die mir gesagt, dass sie wegen soeiner Nichtigkeit nicht kommen, wenn dann solle ich Strafanzeige erstatten und ende. 

Hast Du schon mal die Polizei bei einem Unfall gerufen? Selbst als mir einer ungebremst mit 60 Sachen hinten drauf gefahren ist, sind die nicht gekommen... 

Und ich sagte, ich habe versäumt, den Vertrag zu verlängern und nicht, dass ich mir keine Versicherung leisten kann...

Diesen Kommentar-krieg habe ich jetzt nur überflogen, aber was stand da von der heißeste Tag des Jahres? Hier waren 23° im Schatten. 

Aber Du hast natürlich Recht - wäre es tatsächlich so heiß wie Du gesagt hast, wäre es für meinen Hund eine Quälerei gewesen, zumal auch eine Standklimaanlage mal ausfallen kann.

Dennoch, solange der Hund nicht lethargisch gewesen war, hätte man in den Laden gehen müssen und den Besitzer ausrufen lassen müssen, erstecht weil der Laden in jwd war und dementsprechend ziemlich leer... 

Kommentar von dsupper ,

Merkwürdig, wie sich die Polizei bei euch verhält! Ein Einbruch in einen PKW ist ein Offizialdelikt - da müssen die kommen - und ein Raub - auch der eines Hundes - ebenso! Schon komisch, dass sie das bei euch nicht wissen?

Ich habe auch nirgendwo geschrieben, dass du dir die Versicherung nicht leisten kannst, sondern, dass eine Versicherung immer weiterläuft - wenn man sie nicht gekündigt, bzw. einem gekündigt wird. Insofern ist deine Ausführung, du hättest sie nicht "verlängert" unglaubhaft, denn da gibt es nichts zu verlängern.

Wenn es bei euch nur 23 Grad waren - dann musst du ja an einem merkwürdigen Ort in Deutschland wohnen - aber selbst bei 23 Grad hat ein Hund nichts in einem geschlossen Auto zu suchen.

Kommentar von Wassernymphe22 ,

Achso entschuldige, dass ich mir eine Versicherung nicht leisten könne, hat jemand Anderer geschrieben, also sorry. Was Deine restlichen Anschuldigungen angeht, ist mir das jetzt ehrlich gesagt zu blöd, mich hier online vor irgendeiner anonymen Person zu rechtfertigen... 

Kommentar von dsupper ,

ist mir das jetzt ehrlich gesagt zu blöd, mich hier online vor irgendeiner anonymen Person zu rechtfertigen... 

lol - ja das ist mir klar. Solche Aussprüche kommen immer, wenn man keine passende Erklärung hat - hätte man diese nämlich, könnte man sie auch schreiben.

Kommentar von Wassernymphe22 ,

Wirklich? Du willst das jetzt echt wissen? Aber gut, da wir anscheinend Beide gerade nichts Besseres zu tun haben und es langsam schon so lächerlich wird, dass es schon wieder lustig ist: 

Meinen Versicherungsvertrag hätte ich verlängern müssen, weil er noch bis letzten Monat auf meinen (jetzt) toten Vater lief.

Auch wenn Du es nicht zu glauben scheinst, aber soetwas wie Standklimaanlagen gibt es wirklich. 

Wir sind im Urlaub auf Rügen. 

Ich bin in irgend so einen kleinen Laden rein und hab eine Flasche Wasser geholt. (Die übrigens für meinen Hund war, da wir aufgrund unerwarteter Ereignisse länger unterwegs waren und sein Wasser fast alle war, es wäre also eine viel größere Qual für ihn gewesen, hätte ich nicht angehalten. Wir waren wirklich im hintersten jwd und es gab nicht einmal ein Restaurant, wo man mal kurz mit Hund die Flasche auffüllen könnte.)

Hab ich irgendetwas vergessen? 

Kommentar von dsupper ,

(lach)

Kommentar von Wassernymphe22 ,

Entschuldige, aber eine Sache muss ich doch noch wissen: Dürfte man Deiner Theorie nach auch bei dem Wetter nicht mit dem Hund Auto fahren? Oder wo ist Deiner Meinung nach der Unterschied für den Hund zwischen Fahren und Warten? 

Selbst wenn ich keine Klimaanlage hätte, würde ich meinen Hund beim Fahren nicht der direkten Zugluft aussetzten und beim Fahren fahren wir evtl. durch längere Sonnenstrecken...

Kommentar von dsupper ,

Sorry, aber es handelt sich keineswegs um meine "Theorie", sondern um einen Sachtatbestand, der sogar in § 8 der Tierschutzhundeverordnung : "dass man "für ausreichende Frischluft und angemessene Lufttemperaturen zu sorgen hat, wenn ein Hund ohne Aufsicht in einem Fahrzeug verbleibt".

Es ist auch wissenschaftlich längst bewiesen, dass in einem Auto im Sommer schnell Temperaturen von bis zu 70 Grad entstehen können. Bereits bei einer Körpertemperatur von 40 Grad - normal sind 38,5 - besteht die Gefahr des Hitzetodes für den Hund.

Fahr doch einfach mal 10 Minuten durch die Sonne - mit Fenster zu. Findest du es erträglich?

Stell dein Auto 10 Minuten ab - Fenster zu und bleib sitzen. Merkst du den Unterschied?

Fahrtwind kühlt - das ist nicht nur ein dummer Ausspruch, sondern eine Tatsache. Und man kann im Auto problemlos Fenster öffnen, ohne, dass der Hund einen Zug bekommt.

Außerdem - du hast doch eine Klimaanlage! Wozu dann also diese nicht relevante Frage? Nur, die läuft eben nicht, wenn das Auto aus ist.

Kommentar von Berni74 ,

Entweder läuft sie (soll auch Standklimanlagen geben) und kühlt das Auto, somit ist keine Notsituation gegeben

Wer sich nichtmal eine Hundehalterhaftpflicht leisten kann, hat garantiert kein Auto mit Standklimaanlage.

Außerdem hätte man das gehört, und dann hätte der Geschädigte garantiert nicht das Fenster eingeschlagen.

Kommentar von AalFred2 ,

Nein, das ist kein inhaltlicher Blödsinn. Gäbe es nämlich keine Ausnahme, wäre eine Regel ein Tatsachenbestand.

Doch ist es. Natürlich können Regeln auch Tatsachen beschreiben. Die meisten Physikalischen regeln tun das zum Beispiel.

Nein, hier wird, wenn es so tatsächlich passiert ist, kein Eigenverschulden zum Tragen kommen. Wer bei diesen Temperaturen einen Hund - auch kurzzeitig - im Auto lässt, macht sich der vorsätzlichen Tierquälerei schuldig.

Das bestreite ich. Mein Auto erwärmt sich im Schatten bei diesen Temperaturen innerhalb einer Viertelstunde auf höchstens 25°. Da ist keine Tierquälerei zu erkennen.

Wenn ein Passant dann helfend eingreift und dabei verletzt wird - ist das sicher kein "Eigenverschulden". Zivilcourage - auch bei hilflosen Tieren! - ist eine höchst seltene Eigenschaft und wird nicht damit bestraft, dass man auf dem dadurch erlittenen Schaden sitzenbleibt.

Wahhlloses Einschlagen von Autoscheiben ist keine Zivilcourage.

Kommentar von dsupper ,

Nein, erst wenn das Tier dann an Überhitzung gestorben ist, und keiner geholfen hat - dann wird wieder einmal - wie so oft - die fehlende Zivilcourage bemängelt!

Das passiert in jedem Sommer so häufig in Deutschland und auch anderswo - aber ist ja nur ein Hund! Verantwortung sieht für mich völlig anders aus. Und es sind immer nur "5 Minuten".

Kommentar von AalFred2 ,

Im geschilderten Fall war nicht einmal annähernd etwas von

an Überhitzung gestorben

zu erkennen.

Ein Hund im Auto ohne Beschwerden rechtfertigt nun mal nicht das Einschlagen irgendwelcher Fensterscheiben. Wo kämen wir denn da hin

Kommentar von Berni74 ,

Im geschilderten Fall war nicht einmal annähernd etwas von


an Überhitzung gestorben


zu erkennen

Warst Du dabei?

Hier schildern die Leute die Fragen immer so, daß sie wenigstens ansatzweise unschuldig aussehen... Ich glaube nicht, daß jemand ohne vorliegen einer tatsächlichen Gefahr für den Hund die Autoscheibe eingeschlagen hätte. Aber dann müßte sich die Fragestellerin ja outen....

Kommentar von AalFred2 ,

Schön, dass ihr Hundefreunde euch Sachverhalte so zusammenbasteln könnt, dass sie in euer Weltbild passen. Juristen hingegen beurteilen Sachverhalte nach dem was bekannt ist. Das ist in diesem Falle nun mal nur die Schilderung des Fragenden.

Kommentar von Berni74 ,

Das ist in diesem Falle nun mal nur die Schilderung des Fragenden.

... die sich spätestens bei ihren Aussagen bei der Polizei oder vor Gericht so in Widersprüche verstricken wird, daß selbst Juristen ihre Beurteilung der Sachverhalte ändern werden. ;-)

Kommentar von AalFred2 ,

Oh, ein Kurs im Glaskugellesen.

Kommentar von dsupper ,

DAS würde der FS sicher auch nicht zugeben. Es war immerhin der heißteste Tag diesen Jahres, da nutzt auch kein Schatten und da nutzt auch keine Klimaanlage (die nicht laufen kann). Schon diese Aussage - und auch, dass keine Polizei gerufen wurde - sollte einen schon sehr stutzig machen - mich macht es das auf jeden Fall - und genau auf diese Unstimmigkeiten bezog sich meine Antwort.

Kommentar von dsupper ,

Eine Tatsache ist ein wirklicher, nachweisbarer, wahrer und anerkannter Sachverhalt. Eine Tatsache kennt daher keine Ausnahme.

Eine Regel ergibt sich aus bestimmten Regelmäßigkeiten, die durchaus auch mal eine Ausnahme zulassen.

Kommentar von AalFred2 ,
Kommentar von dsupper ,

lol - sag ich ja - diese Lenzsche Regel ist die berühmte Ausnahme zur Regel

Kommentar von AalFred2 ,

Nein, sie ist ein Beleg zur Widerlegung deiner Behauptung.

Kommentar von dsupper ,

lach - nein, es untermauert meine Aussage, dass es keine Regel ohne Ausnahme gibt - dies ist eben die berühmte Ausnahme.

Kommentar von AalFred2 ,

Du hast behauptet, es gäbe keine Regel ohne Ausnahme. Ich habe dir eine Regel ohne Ausnahme geliefert und damit deine Behauptung widerlegt. Ich könnte auch noch diverse mehr lieferen.

Kommentar von dsupper ,

lol - du willst es einfach nicht verstehen? EBEN - keine Regel ohne Ausnahme - dadurch, dass besagte Lenzsche Regel keine Ausnahme hat - ist sie die Ausnahme - und ja, wenn es noch weitere gibt, sind das auch Ausnahmen - das beeinträchtigt aber doch die Regelmäßigkeit nicht, dass Regeln regelmäßig auch Ausnahmen zulassen

Aber darum geht es doch in der Frage auch überhaupt nicht.

Kommentar von AalFred2 ,

Wir reden doch nicht über Sprichworte sondern über deine Behauptung. Du behauptest, es gibt etwas nicht. Ich zeige dir das, von dem du behauptest, es gäbe es nicht. Du bist widerlegt.

Kommentar von dsupper ,

Wer redet über Sprichworte? Du hast mir die Ausnahme von der Regel gezeigt (nämlich eine bestimmte Regel, die keine Ausnahme hat). Damit ist doch genau das bestätigt, was ich behaupte! Na ja, wenn das für dich zu schwer zu begreifen ist, dann sollte es jetzt hiermit auch gut sein .... manchmal möchte jemand auch etwas einfach nicht begreifen - das ist ja auch ok.

Kommentar von AalFred2 ,

Auch wenn du es jetzt leugnest, hast du behauptet, etwas könne keine Regel sein, wenn es keine Ausnahmen hat. Die Lenz'sche Regel ist eine Regel und hat keine Ausnahmen. Also ist damit deine ursprüngliche Behauptung widerlegt. Wir konstatieren: Auch etwas, was keine Ausnahme hat, kann eine Regel sein.

Kommentar von Berni74 ,

Wahhlloses Einschlagen von Autoscheiben ist keine Zivilcourage.

Das war nicht "wahllos", sondern "Notstand" und damit sehr wohl gerechtfertigt.

"Wer eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, um eine durch sie
drohende Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht widerrechtlich, wenn die Beschädigung oder die Zerstörung zur Abwendung der Gefahr erforderlich ist und der Schaden nicht außer Verhältnis zu der Gefahr steht."

Und die Verhältnismäßigkeit ist sehr wohl gegeben, wenn ein Hund im Hochsommer im verschlossenen Auto zurückgelassen wird.

Kommentar von AalFred2 ,

Nein, ist es nicht. Und in deinem Link steht auch das genaue Gegenteil.

Kommentar von dsupper ,

Anmerkung: Es war gestern der heißeste Tag dieses Sommers (bisher), mit weit über 35 Grad.

Kommentar von AalFred2 ,

Ein Ort war doch gar nicht angegeben.

Kommentar von Berni74 ,

Nein, hier wird, wenn es so tatsächlich passiert ist, kein
Eigenverschulden zum Tragen kommen. Wer bei diesen Temperaturen einen
Hund - auch kurzzeitig - im Auto lässt, macht sich der vorsätzlichen
Tierquälerei schuldig.


Wenn ein Passant dann helfend eingreift und dabei verletzt wird - ist
das sicher kein "Eigenverschulden". Zivilcourage - auch bei hilflosen
Tieren! - ist eine höchst seltene Eigenschaft und wird nicht damit
bestraft, dass man auf dem dadurch erlittenen Schaden sitzenbleibt.


http://hund.info/rechtliches-zum-hund/rechtslage-bei-autoscheibe-einschlagen-zur...

Letztlich wird es auf einen Rechtsstreit hinauslaufen, und da die Fragestellerin zum Glück kein Geld für den Anwalt hat, wird der Geschädigte hoffentlich auch zu seinem Recht kommen.

Daß es Auflagen für den Hund hinsichtlich Maulkorb o. ä. geben wird, halte ich im gegebenen Fall eher für unwahrscheinlich. Eher wird die Fragestellerin eine Strafe wegen Tierquälerei bekommen.

Kommentar von Wassernymphe22 ,

Hey, keine Ahnung, warum ich das jetzt schreibe (wahrscheinlich weil ich immer Recht haben muss!?), aber da Du Dich ja "Experte" nennst... natürlich stimmte es nicht ansatzweise, was Du geschrieben hast! 

"Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn [...] entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde." - BGB § 833 Haftung des Tierhalters.

Schon der Sachbearbeiter lachte über die Forderungen des Klägers. Bitte überlege Dir, was Du anderen rätst.

Kommentar von dsupper ,

lol - bevor du derart "kluge" Dinge schreibst, solltest du bitte nicht Sätze bzw. Inhalte aus dem Zusammenhang reißen, so dass sich ein völlig falscher Sinn ergibt.

Richtig heißt dieser § 833 BGB nämlich:

"Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.
DAS ist ja wohl hier nicht der Fall.

Nirgendwo steht, dass der Husky dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt der FS dient.

Bitte überlege DU dir, Gesetze nur zu schreiben, wenn du sie KORREKT zitierst und nicht nur das, was deiner Meinung gerade mal so dienlich ist.

Kommentar von Wassernymphe22 ,

Autsch. Von Juristendeutsch hast Du wohl noch nie etwas gehört. Was denkst Du, warum ich den Paragraphen zitiert habe? Im Gegensatz zu Dir schreibe ich nicht einfach irgendwelche Sachen, die ich einfach mal so annehme, ohne genau darüber bescheid zuwissen, zumindest nicht ohne das deutlich auszudrücken.

Falls Du es nicht verstehst: Auch wenn mein Hund lediglich der privaten Lebensführung dient, findet dieser Paragraph hier Anklang, weshalb es auch gar nicht erst zu einer Verhandlung gekommen ist. 

Kommentar von AalFred2 ,

Und warum der § hier Anklang finden sollte, kannst du ja mit Sicherheit auch erläutern, oder?

Kommentar von Wassernymphe22 ,

Bist Du wirklich so beschränkt oder willst Du nur das letzte Wort haben? Warum sollte ich das erläutern können? Ich bin weder diejenige, die hier falsche "Ratschläge" und Unwahrheiten verbreitet, noch eine Juristin. Und ich kann und ich will Dir hier jetzt keinen Crashkurs in Juristendeutsch geben. 

Kommentar von AalFred2 ,

Sag mal Kleine, findest du das nicht ein bisschen dreist? Du hast offensichtlich keine Ahnung und nennst andere beschränkt. Dazu bedarf es dann schon einer gewaltigen Chuzpe.

Um es deutlich zu machen: Dein Verweis auf §833 BGB ist hier Blödsinn.

Kommentar von Wassernymphe22 ,

Warum sollte das dreist sein? Ich habe keine Ahnung, also vertraue ich auf meine Anwältin, den Leiter des rechtswissenschaftlichen Fachbereichs meiner Uni, den Staatsanwalt und auf viele Andere, mit denen ich gesprochen habe, von denen ich sicher sein kann, dass sie sich auskennen. 

Was ich dreist finde ist, keine Ahnung zu haben und sich trotzdem derartig wichtig zu nehmen und den Menschen falsche Tatsachen aufzubinden.

Kommentar von dsupper ,

lol - aber weder deine Anwältin, noch der Leiter des rechtswissenschaftlichen Fachbereichs noch der Staatsanwalt (? - was hat der denn damit zu tun - ich glaube, du übertreibst, denn es handelt sich hier ja um kein Offizialdelikt) würden dir eine derartige Auskunft geben und auf den § 833 BGB verweisen - das ist absoluter Unfug.

Kommentar von AalFred2 ,

Dann hast du offensichtlich etwas von dem, was sie dir erzählt haben, massiv missverstanden. Denn juristsich gesehen ist das mal völliger Unsinn. Aber grundsätzlich behaupte ich einfach mal, du lügst.

Es ist trotzdem dreist, etwas zu behaupten, was man nicht annähernd erläutern kann, und sich dann mit dem Verweis auf Juristendeutsch, welches hier im Übrigen keinerlei Rolle spielt, herauszureden. Ansonsten existiert so etwas, wie falsche Tatsachen nicht.

Kommentar von dsupper ,

weshalb es auch gar nicht erst zu einer Verhandlung gekommen ist. 

lol - du willst doch nicht im Ernst glauben oder jemandem glauben machen, dass es wegen so einer Sache innerhalb von noch nicht einmal 3 Wochen zu einer Verhandlung kommen würde.

Märchenstunde geht anders - aber mit all deinen Aussagen zeigst du leider sehr klar, dass nichts davon Hand und Fuß hat und alles nur an den Haaren herbeigezogen ist.

Und was an einer klaren Aussage "durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist," Juristendeutsch ist, dass musst du auch erst einmal erklären.

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