Frage von Kenai212, 193

Mein Hund hat beidseitige Hüftdysplasie. Was kann ich tun?

Hallo liebe Leser, ich hoffe ihr könnt mir helfen. Mein 3 Jahre alter Labradorrüde hatte seit einigen Wochen Probleme beim Aufstehen. Er lahmte mit dem rechten Bein, nach ein paar Schritten ging es aber dann wieder. Schon immer fiel mir sein wackeliger Gang mit der Hüfte auf. Als das mit dem Lahmen dazu kam war der Besuch beim Tierarzt unausweichlich. Zunächst wurde ein Bandscheibenvorfall vermutet, aber es ist eine beidseitige Hüftdysplasie. Er wird momentan mit Schmerzmitteln behandelt, die aber nicht so recht helfen. Er hat immer noch Probleme beim Aufstehen und bleibt auch manchmal einfach liegen, obwohl man ihn ruft oder die Kühlschranktür öffnet. Er hat noch immer einen gesegneten Appetit und ist soweit auch relativ fit. Es ist von Tag zu Tag verschieden. Der Tierarzt schlug mir bei ausbleibender Besserung eine gewisse Muskeloperation vor, um das Gelenk zu entlasten. Ich weiß noch nicht in welchem finanziellen Rahmen sich diese Operation bewegen wird, die Kosten für ein künstliches Hüftgelenk werde ich allerdings nicht tragen können. Habt ihr Erfahrungen mit erkrankten Hunden und könnt ihr mir sagen, was es noch für Alternativen gibt um dem Hund ein langes und gutes Leben zu schenken? Ich bin dankbar für jeden Rat.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 145

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Goldakupunktur/Goldimplantation gemacht. Das beseitigt zwar nicht die Ursache der Beschwerden, aber es nimmt dauerhaft die Schmerzen.

Ich war mit meinen beiden Mädels bei Herrn Dr. Zohmann in Bad Wildungen im Vierbeiner-Rehazentrum (http://www.vierbeiner-rehazentrum.de/).

Außerdem empfehle ich dir, eine gute Physiotherapie für deine Fellnase zu suchen.

Operation wäre für mich die allerletzte Alternative, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Hol dir dazu am besten nochmal die Meinung eines zweiten Tierarztes ein, idealerweise eines Orthopäden.

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 116

Einer meiner Hunde hat ebenfalls beidseitig HD und ist noch relativ jung. Eine OP ist für mich die letzte Alternative. Was Du tun kannst:

1. Such Dir einen guten Physio mit Unterwasserlaufband. Gezielter und gelenkschonender Muskelaufbau ist extrem wichtig, weil die Muskulatur die Gelenke in den Pfannen hält und so die Beschwerden lindert. In Absprache mit dem Tierarzt kann die kurweise Gabe von Anabolikum (Laurabolin) sinnvoll sein. Das sind ca 3 Spritzen im Abstand von 6 Wochen zu je 60€. Kosten Physio: ca 25€ wöchentlich in der ersten Zeit, danach alle 2- 3 Wochen

2. Nasse Kälte ist Gift für Hunde mit HD. Kauf Deinem Hund einen Mantel, der die Hüftgelenke schützt. Es gibt einen von Hurrta, der über den Hundehintern geht und gut geeignet ist.

3. Guck Dich nach einem orthopädischen Hundebett um. Das erleichtert dem Hund das Liegen und Aufstehen. Gibt es in sehr guter Qualität von Sabro (Kudde), aber auch preiswerter bei anderen Händlern. Alternativ kannst Du auch eine orthopädische Kindermatratze nehmen.

4. Futterzusätze wie Grünlippmuschelpulver und Teufelskralle (kurweise) haben sich bewährt. Gleiches gilt für Traumeel und Zeel, google mal.

5. Kauf Dir eine Rotlichtlampe (ab 20€). Wenn der Hund akute Schmerzen hat, 10 - 15 min bestrahlen.

6. Lass Dir von einem Physio Massagegriffe zeigen. Die Muskulatur ist regelmäßig aufgrund der Schmerzen verspannt. Massagen verschaffen dem Hund Linderung.

7. Lass Deinen Hund auf ein anderes Schmerzmittel einstellen. Wenn der Hund Schmerzen hat, geht er in eine Schonhaltung und bewegt sich weniger. Beides ist Gift für die Muskulatur und damit für die HD.

8. Der Hund darf nicht mehr springen, keine Treppen mehr laufen und keine harten Stops machen (wie z.B. beim Ballwurf). Setz vermehrt auf Suchspiele und ähnliches, um den Hund auszulasten. Das Laufen auf Sand tut der Muskulatur ebenfalls gut.

9. Such Dir einen Osteopath, der den Hund mit betreut. Akupunktur ist auch eine gute alternative für akute Schmerzschübe.

10. Letzte Alternative vor einer OP ist Goldakupunktur. Such Dir da aber bitte einen Tierarzt, der dem Hund nicht blind zig Kugeln in den Körper haut, sondern einen, der gezielt die Punkte (durch vorherige Akupunktur) festlegt. Kosten liegen über 1.000€, ermöglichen dem Hund aber ein schmerzfreies Leben. Also leg bitte Geld zur Seite, falls die Behandlung notwendig wird.

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 100

Wurde der Hund geröntgt? Anhand von abtasten kann man keine richtige Diagnose stellen.

Es gibt verschiedene Einstufungen der Hüftdysplasie von 1-3. an welche ist dein Hund erkrankt?

Ich kenne einen 4 jährigen Labbi Rüden, wo sich die Besitzer die teuere Operation geleistet haben, das der Hund eine komplett neue hüpfte bekam. Glaube ein Goldimplantat, hat aber um die 4000 Euro gekostet. Mit Medikation usw. Nachuntersuchungen, 6 Monate schonen.

Heute springt der Bube wieder fröhlich rum, beschwerdefrei.

Antwort
von dogmama, 91

was es noch für Alternativen gibt um dem Hund ein langes und gutes Leben zu schenken?

würde mich an eine Tierklinik wenden und den Hund dort auch vorstellen.. Die können Dich hierbei sicherlich gut beraten.

Antwort
von Goodnight, 83

Ich glaube bei so einem jungen Hund bleiben sinnvollerweise nur künstliche Hüftgelenke. Natürlich hab ich keine Befunde deines Hundes, aber ist so das was ich von anderen kenne. Ich würde den Hund in einer Tierklinik vorstellen.

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