Frage von xXxYoloGirlxXx, 303

Mein Hund 'duckt' sich wenn ich ihn streichel möchte, normal?

Ich habe schon eine andere Frage gelesen, was zeigt das ich nciht alleine bin. Wir haben den Hund seit letztem Oktober, eine 2 Jahre alte Labrador-Husky. Sie war vorher in Spanien und laut tierarzt wurde sie wahrscheinlich geschlagen (sie hat sehr viele narben die auch von selbst zuwuchsen udn nciht genäht wurden, Angst wenn man eien Flasche hält wie wenn man sie wirtft, anfangs angst vor walking/ wanderstöcken) hat dort auf der Straße gelebt, bis so eine sie dann in ein Tierheim dort gebracht und dann spenden für einen Flug nach Deutschland gesammelt hat und so und wir sie uns dann geholt haben

Nur wenn ich sie streicheln möchte, also am Kopf, dann gehen ihre Ohren halt so runteer (falls ihr wisst was ich meine) und sie senkt ihren Kopf schräg, warum macht sie das? Ist es normal?

(ich würde auch eher sagen sie hat keine Angst vor mir, da ich sehr viel mit ihr machen sie sich auch sosnt immer über mcih freut udn so)

Antwort
von Hamburger02, 211

Das löst bei ihr zunächst den Reflex aus, dass es Hiebe gibt.

Das braucht sehr viel Zeit und gute Erfahrungen, bis sie ihre alten Erfahrungen vergisst.

Tipp: wenn du sie streicheln möchtest, komme nicht mit der flachen Hand von oben sondern mehr von unten bzw. von vorne. Und vermeide zunächst den Kopf oben zu streicheln. Probier einfach aus, wobei sie nicht gleich zusammenzuckt.

Kommentar von xXxYoloGirlxXx ,

Dankeschön. ^_^

Ich werd's mal versuchen.

Antwort
von Virgilia, 160

Benimmt sie sich auch so, wenn du sie woanders streichelst  (z.B. an der Brust)? Viele Hunde mögen es einfach nicht, wenn sie am Kopf angefasst werden, besonders, wenn die Hand "aus dem nichts" oder direkt von vorne kommt. 

Die Dogge meiner Eltern lässt sich z.B. nur von meinen Eltern und mir freiwillig am Kopf berühren, von meiner restlichen Familie, Freunden oder gar Fremden nicht, obwohl sie nie schlechte Erfahrungen machen musste. Und die Hündin von meinem Freund und mir liebt es zwar hinter den Ohren gekrault zu werden, aber wir müssen uns erst von der Brust "hocharbeiten", sonst zuckt sie zurück. 

Wenn deine Hündin auch bei anderen Körperstellen so reagiert, weckt der Kontakt mit der Hand wahrscheinlich allgemein schlechte Erinnerungen. In dem Fall ist es vermutlich am besten, wenn sich die Hand langsam, seitlich nähert. Mit der Zeit wird sie merken, dass ihr keine Gefahr droht und sie sich entspannen und die Zuwendung genießen kann :) 

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 64

Bei mir lebt auch ein Hund welcher einmal schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat.

Manchmal, aber zum Glück immer seltener hat er "Flashbacks" und fällt in längst vergessenes Meideverhalten zurück.

Das kann bei ganz banalen Alltagssituationen passieren. Zum Beispiel wenn ich eine Fernsehfernbedienung in der Hand hatte und mich ihm zuwandte. Das löste bei ihm Angstverhalten aus.

Ich achte dann darauf was der Auslöser des Verhaltens ist und vermeide diesen Auslöser dann ganz bewusst.

Es kann aber dennoch immer zu Situationen kommen welche ich nicht von mir aus vermeiden oder beeinflussen kann. Um meinem Hund da hindurch zu helfen haben wir ein Entspannungssignal eingeübt.

Nachdem er sehr, sehr misstrauisch war und gestreichelt werden (welches zum Entspannungssignal einüben/ Wohlfühlhormonausschüttung hinzugehört) ihn misstrauisch machte und er dann immer eine Strafe erwartete, habe ich ihm aus einem Buch vorgelesen und ihn dabei berührt, später leicht massiert und dann konnte ich ihn streicheln.

Das Entspannungssignalwort ""Easyyyyy" wurde dabei eingeübt.

Nun kann ich ihn auch draußen in für ihn stressigen Situationen helfen, mit der konditionierten Entspannung, aus Stressverhalten (auch Meideverhalten) wieder aufzuwachen um ihm dann ein anderes, eingeübtes Verhalten abzurufen. So kann ich ihm helfen aus solchen Situationen selbst wieder heraus zu kommen.

http://www.easy-dogs.net/home/blog/training/gastautor/heike_hillebrand/entspannu...

Lese Dir diesen Link durch, dort ist das gut verständlich beschrieben.

Du solltest aber auch darauf achten, daß Du mit Deiner menschlichen Verhaltensweise deine Hündin nicht ins Meideverhalten bringst. Denn über den Kopf gestreichelt, oder gar in den Arm genommen werden ist für Hunde keine Belohnung.

Dieses Menschenverhalten ist für Hunde eine aktive Bedrohung. Wenn er sehr gutmütig ist wird er sich vor "Peinlichkeit winden" um der Sache zu entkommen. Er zeigt dann Meideverhalten, weil er eigentlich sich zu sehr eingeengt und bedroht fühlt.

Habe Dir noch ein Video mitgebracht sehe Dir das ganz genau an. Du lernst etwas draus. Dem Hund bitte nicht frontal annähern, nicht drüber beugen, nicht über den Kopf streichen.

Statt dessen seitlich annähern, den Hals leicht kraulen oder tätscheln - kurzes verbales Loben dabei - z. B. "Prima" ... fertig.

Jeden Tag kannst Du etwas am Umgang mit dem Hund - positiv - hinzulernen.

Antwort
von Achwasweissich, 62

Wenn sie sich dabei auf deine Hand lehnt und sich so streckt das du besonders gut ran kommst machst du es richtig ;) Meine Hündin und auch die meiner Mutter legen wenn sie gekrault werden die Ohren ganz eng nach hinten an, egal wo wir kraulen aber besonders wenns der Hintern ist (sie lieben es^^)

Wenn sie sich wegdreht gefällt ihr nicht was du tust, grade am Kopf sind da viele Hunde recht eigen, besonders bei der Vorgeschichte. Sie duldet es dann zwar, schließlich mag sie dich aber Spaß macht es keinen.

Antwort
von Chiarissima, 73

Deine Hündin hat schlechte Erfahrungen gemacht, von daher wird sie vermutlich immer vorsichtig bleiben. Du solltest sie nicht von oben auf dem Kopf streicheln. Die wenigsten Hunde mögen das. Ein entspannter Hund steckt das weg, für deine Hündin ist es Stress. Streichle sie von unten am Hals und vermeide es, dich über sie zu beugen, das wird sie als viel entspannter empfinden. 

Antwort
von Goodnight, 35

Viele Hunde mögen es nicht immer und jederzeit gestreichelt zu werden.  Gerade wenn sie auf etwas anderes konzentriert sind oder in Ruhe gelassen werden möchten. Am Kopf mögen es viele Hunde gar nicht.

Geht uns Menschen ziemlich ähnlich.

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 116

Hallo

***Nur wenn ich sie streicheln möchte, also am Kopf, dann gehen ihre Ohren halt so runteer (falls ihr wisst was ich meine) und sie senkt ihren Kopf schräg, warum macht sie das? Ist es normal?***

abgesehen von der Vorgeschichte. 99 % aller Hunde die ich kenne, mögen es nicht am Kopf gestreichelt zu werden. Ob sie gut oder schlecht sozialisiert wurden.

Dein Hund beschwichtigt dich und mit dem Kopf senken, will er deiner Hand ausweichen oder sie meiden. Klares Anzeichen für dich, Hand zurück nehmen.

Lerne deinen Hund lesen, mein mag es am Kragen, seitlich vom Bauch oder am Schwanzwirbel.

Hier ist tolles Video , was kurz und knapp erklärt wie man Hunde begrüßt.

https://www.facebook.com/sat1tv/videos/1304126109603453/

Antwort
von MilkaWay, 60

Das ist so wie ein Trauma.
Es hat einfach Angst wieder geschlagen zu werden. Das hat unsere Katze auch. Ich habe sie viel getreichelt und geschmust. Jetzt hat sie keine Angst mehr

Antwort
von Flauschy, 74

Viele Hunde werden ungern am Kopf gestreichelt selbst wenn sie schon als Welpen bei ihren Menschen eingezogen sind.

Ich würde den Hund zukünftig nicht mehr Kopf streicheln wenn er das nicht mag.

Meine Hunde werden sehr gern vorne an der Brust oder am Rutenansatz gestreichelt. Versuch das mal und achte auf ihre Reaktion.

Kommentar von xXxYoloGirlxXx ,

Das ist es ja. Sie ist SEHR verschmust, Wird sehr gerne geknuddelt, gestreichelt, mit ihr gekuschelt, einfach alles. Nur das sie den Kopf duckt finde ich einfach etwas komisch.

Antwort
von HappyHund, 59

Stell dir vor du wurdest in deiner Kindheit jeden Tag geschlagen. Da hättest du doch auch ein mulmiges Gefühl, wenn jemand mit ausgestreckter Handfläche auf dich zukommt - weil du diese Geste mit sogleich einsetzenden Schmerzen in Verbindung bringst. Gib ihr einfach etwas Zeit, so dass sie Vertrauen zu dir gewinnen kann.

Antwort
von makibu345, 50

Guck das sich deine Hand von vorne nähert.

Wen der Hund es nicht will erkennst du es.

Antwort
von xLyriczZ2, 78

Ja sie ist das anscheinend nicht gewohnt das man gut mit ihr umgeht, deshalb hat sich auch Angst, sie sollte es allerdings nach einer weile verstehen das du ihr nichts böses willst.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 31

bitte setze dich ruhig in ein zimmer auf den boden. warte bis der hund von selbst kontakt zu dir aufnimmt.

dann stereichel langsam seine flnken.

viele hunde moegen ncht wenn man sich von oben herab ihnen naehrt um sie zu streicheln, viele hunde moegen nicht am kopf gestreichelt werden.. wenn mein ganz entsapnnt sind, darf ich sie am bauch streichen und sie moegen beide, wenn ich ihre ohren kraule...

Antwort
von Weisefrau, 50

Hallo, du hast viele Gute und Richtige Antworten bekommen aber eines brennt mir noch auf der Seele.

Als Hundehalter noch dazu bei einem Hund aus dem Tierschutz, brauchst du ein Grundwissen über Hunde. Lies mal die Bücher von Martin Rütter. Die sind einfach geschrieben und gut zu verstehen.

Kommentar von xXxYoloGirlxXx ,

Warum soll ich denn ein Buch über Hunde lesen?

Kommentar von Weisefrau ,

Nun ein Buch wird nicht reichen. Durch Lesen kannst du lernen zB die Körpersprache des Hundes.

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