Frage von Einafets2808, 65

Mein Hund 22 Monate rammelt Junghund von 6 Monaten und lässt ihn nicht in Ruhe: Wodurch kommt das?

Hallo liebe Community,

Meine beste Freundin hat sich nun nach langem überlegen wieder einen Hund angeschafft. Der kleine ist ein Labrador Mix aus dem Tierheim und sie hat ihn jetzt seid knapp 3 Wochen der Nero ist um die 6 Monate.

Zum Problem: seid 3 Wochen gehen wir regelmäßig spazieren. Ich und meine beste Freundin arbeiten in der gleichen Firma, beide Hunde dürfen mit ins Büro, nur wir sind in getrennten Abteilungen. Wir gehen täglich zur Mittagspause zusammen mit den Hunden raus.

Und ab und an die große Runde nach der Arbeit.

Vor ein paar Wochen haben wir die BH mit Bravour gemeistert und er besitzt einen guten Grundgehorsam. Aus dem Spiel rufen kein Thema . Meiner ist sehr sozial mit anderen Hunden, ob Welpe, kleine Rassen. Ich kann nicht klagen.

Aber seid dem meine Freundin ihren Hund hat, ist meiner nur noch gestresst und er belästigt ihn , das es zu Übersprungshandlung kommt.

Im Freilauf, rüpelt er und will den Nero nur noch unterdrücken, Anrempeln, Rammeln, lass ich ihm keine Möglichkeit, fiepst er und fängt an vor Frust zu bellen, auch Nacken beißen und runter drücken. Dem kleinen wird das schnell zu viel.

Weder Rückruf noch Abbruchkommando hilft da. Mittlerweile ist er an der Schlepp das ich eingreifen kann. Aber er lässt den kleinen nicht mehr aus dem Auge. Nero schnuppert , meiner will hin auch schnuppern (ist ja nicht das Problem) sofort springt er hinten drauf.

Er zieht, und zieht und jammert und bellt. Es ist sehr anstrengend, obwohl es mit Hunden in dem Alter nie Probleme gab. Er war vorsichtig mit Welpen und aufmüpfigen Junghunden, und sehr souverän. Aber ich kanns es mir nicht erklären.

Um Stress abzubauen habe ich ihn gut auf eine Leder Beißwurst konditioniert. Hat bisher prima funktioniert, das ich ihm das alternativverhalten beigebracht habe. Die nimmt er kurz, knautscht rum und lässt sie liegen.
Nero kommt nimmt sich die Wurst, Baily (meiner) rammelt. Also Wurst ist keine Option.

Allerdings möchte ich nicht so gerne auf die Spaziergänge verzichten, weil wir doch befreundet sind und auch zusammen arbeiten :-/

Nero wird auch als Labbi Mix mal ein stolzes Gewicht und Größe an den Tag legen. Weder möchte ich das klein Nero Fehlverknüpfungen  entwickelt noch das meiner gestresst ist.

Ich bin ratlos wie ich mit meiner Freundin am besten damit umgehen soll. Sicher um meinen zu schonen, würde ich auch gemeinsame Spaziergänge lassen.

Wodurch kommt das? Meine Überlegung war, das sein Alltag nun etwas anders aussieht. Mittagspause und meist große Runde gehen wir zusammen.

Meine Freundin hatte vorher , eine Hündin Border Hündin die 9 Jahre alt war. Also gemeinsame Spaziergänge kennt er. Auch kennt er Gruppenspaziergänge aus der Hundeschule, mit jung und alt Hunden.

Es ist auch ein Unterschied zu vorher, das weiß ich. Die Hündin war 9 Jahre und der Junghund 6 Monate.

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Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 23

Der Junghund, Labbimix ist gerade in die Pubertät gekommen und so souverän ist Dein Jung-Erwachsener nicht. Er empfindet den Jugendlichen als Konkurrenz oder dessen Verhalten stresst ihn.

So beginnt er halt zu huckeln, versucht den zu unterjochen. 

Sein Verhalten dürfte in Zukunft bei einem dann fast zweijährigen Labbimix zur Abwehr führen, denn auch der Junghund wird gestresst und macht negative Erfahrung.

Dein Rüde ist erwachsen. Du darfst nicht erwarten, dass er - wie in seiner Jugend - mit jedem Rüden klar kommen wird. Derzeit versucht er "zukünftige Konkurrenz" auszuschalten.

Das Problem bekommst Du nur über die Gehorsamsschiene geregelt.

Mein Tipp: Holt Euch einen guten Hunde-Verhaltenstrainer zu solchen Ausgängen hinzu. Das Verhalten beider Hunde sollte betrachtet werden und die Interaktionen der Hundehalter.

Es bleibt nur eines derzeit: Social walk beider Hunde, beide angeleint. Man kann miteinander laufen - ohne zu spielen, ohne körperlichen Kontakt zu haben.

Nur so kommt es wieder zu einem Vertrauensaufbau und nicht zu Stressverhalten.

Bitte Deinen Hund nicht weghalten wenn er olfaktorisch Markierungen des "Kleinen" prüfen möchte. Aber eben mit Abstand.

Beide Hunde können lernen angeleint miteinander auf Abstand spazieren zu gehen. Jeder Hundeführer sollte sich aber um seinen Hund kümmern und mit diesem - kommunikativ spazieren laufen, kleine Aufgaben stellen.

Also bitte keinen Spaziergang zum "miteinander quatschen" und die Hunde laufen mit.

Lass Dich von dm Hundeverhaltenstrainer beraten. Es deutet sich an, dass Dein Rüde kein so sicheres Verhalten als Erwachsener haben wird, also nicht explizit souverän ist. Sondern er hat möglicherweise bislang ein erlerntes Verhalten gezeigt. Du musst lernen zu seiner Förderung und Sicherheit damit souverän umzugehen um ihm die Sicherheit zu geben ohne, dass er selbst regeln muss.

Daumendrück für einen guten Lernprozess miteinander in den Pausen - Aber das gegenseitige Stressen der Hunde sofort sicher stoppen, durch vorbeugendes Handeln. Also, nicht erst so weit kommen lassen, dass gesplittet und eingegriffen werden muss.

Antwort
von adventuredog, 44

hallo Einafets2008

ich könnte mir vorstellen das da zufällig 2 Dinge zusammen treffen:

zwischen 18 und 24 Monaten kommen Hund ein die sogenannte 2.Pubertät. Sie durchleben noch mal eine Flegelphase, viele werden plötzlich ängstlicher oder fremdeln (knurren plötzlich Menschen an o.ä.) und stellen so einiges in frage, was eigentlich schon geklärt war. Auch kommt es in diesem Alter häufig zu Rangordnungskämpfen von Hunden die sich bis dato gut verstanden. 

Bei euch kommt jetzt der neue Hund hinzu. Dieser befindet sich in einem Alter, indem er von seinen Eltern streng erzogen werden würde und ihm sein Rang im Rudel deutlich gezeigt wird. Er ist bereits ein aufmüpfiger Junghund - mit einem jüngeren Hund wäre die Gesellschaftung leichter abgelaufen - aber nun ja....

Diese Aufgabe muss nun dein Rüde übernehmen (denkt er). Da er sich selber aber im Wege steht, durch sein eigenes Durcheinander der Gefühle und Hormone,  übertreibt er, er findet nicht das Mass der Dinge, er ist schlichtweg verunsichert und überfordert. 

Regel du das bitte in Zukunft für ihn. Weist den jungen Hund in seine Schranken und lasst den älteren nicht auf ihm pausenlos herum rammeln (das ist auch nicht gut für Hüfte und Kniegelenke) - aber das du ihn "abpflückst" schriebst du ja bereits.

Ich würde beide vorerst nicht so ohne weiteres laufen lassen, sondern wenn man sich trifft mit den Hunden arbeiten. Unterordnungsübungen und  Gehorsam. Mit liebevoller Konsequenz und deinem Durchsetzungsvermögen werden beide bestimmt bald die beten Hundekumpel!

Kommentar von adventuredog ,

nicht beten sondern besten    :-)

Kommentar von Bitterkraut ,

Beten geht auch in Ordnung ;)

Kommentar von Einafets2808 ,

der Nero macht ja nichts, er sucht ja schon Schutz und es wird im schnell zu viel. Das ist es ja, der geht ja meinem nicht mal auf den Keks.

Meist ist er Souverän mit so Jungspunte hat sie ignoriert und hat sein Ding gemacht. Schnuppern, markieren, schnuppern.

Danke für deine Antwort.

Kommentar von Bitterkraut ,

Dann mußt du deinen mehr kontrollieren, da gibts halt kein Gerenne auf der Wiese oder sonstwo zusammen. der Youngster braucht auch seinen Freiraum, den mußt du mit deinem Hund quasi mitgestalten, indem du deinen zurückhältst, ob mit Leine oder sonstwie mußt du selber wissen, mein Hund bliebe mindestens die Hälfte der Zeit/Strecke an der Leine, damit der andere ich mal in Ruhe umsehen, lösen, schnuppern kann.

Kommentar von adventuredog ,

kleine Frage:

"junger Hund aus dem Tierheim"

  ist der bereits kastriert??

Kommentar von Einafets2808 ,

Nein ist nicht kastriert.

Kommentar von adventuredog ,

hm das ist es dann also auch nicht.

Antwort
von NoradieHexe, 65

Du hast mehrere Möglichkeiten.

Entweder du wartest mit den gemeinsamen Spaziergängen noch ein paar Wochen, damit der Hund aus dem Tierschutz erst mal runterkommen kann.

Oder du trainierst gezielt mit deinem Hund, dass Distanzverkürzung zum anderen Hund nur bei ruhiger Annäherung stattfindet. Mit den "Schnüffelstellen" kannst du belohnen.

Antwort
von Weisefrau, 45

Hallo, ich kenne das Problem und die Lösung ist auch einfach. Du musst deinen Hund besser kontrollieren. Bally will nur zeigen das er der stärkere ist. Dazu hat er auch das Recht-aus Hundesicht- aber du Entscheidest wann genug ist. Setz dich durch aber mit Ruhe.

Antwort
von Bitterkraut, 44

Unterbinde das Rammeln doch, dasmußt du ja nichtzulassen. Bring ihn unter Kontrolle, dazu brauchst du keine beißwurst, da lernt er nur, wenn ich rammle krieg ich die Wurst.

Kommentar von Einafets2808 ,

Das tue ich ja sowie ich ihn runter hole. Geht er wieder und wieder und wieder und wieder hin.

Kommentar von adventuredog ,

kann es sein, dass dein Rüde dich nicht 100%ig ernst nimmt? 

Kommentar von Bitterkraut ,

dann ruf ihn eben vorher ab. Geh mal ne Weile mit Leine oder laß den Hund anderweitig im Gehorsam/unter enger Kontrolle, damit ihm klar wird, daß du dich um alles kümmerst und er sich rauszuhalten hat ;). Leztlich ist das eine Frage des Managements.

Kommentar von Einafets2808 ,

Es gab eben nie Probleme mit anderen Hunden, in so einem Alter. Würde er zu Rüpelhaft bei Hundekontakt. Hat ein Abruf gereicht, Unterordnung, Freigabe, dann war Ruhe.

Seid dem wir zusammen gehen, hat er den kleinen nur auf den Kicker und lässt ihm keine Ruhe, obwohl Nero ins meideverhalten geht.

Antwort
von lolacr7, 46

Er möchte dem junghund vielleicht klar machen das er der stärkere ist und er in der Rangordnung über nero steht . Wie du dagegen allerdings etwas tun kannst weiß ich leider auch nicht .

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