Frage von regis2009, 108

Mein Freund drückt sich um die Scheidung von seiner Ex, mit der er 3 minderjähr. Kinder hat. Was hat das rechtlich/finanziell an Folgen in ernsten Situationen?

Wir kennen uns fast 5 Jahre und leben seit 1,5 Jahren in gemeinsamer Wohnung. Hier ist auch räumlicher Platz für die 3 Kinder. Sie kommen regelmäßig zu Besuch. Er hatte bereits 1x die Scheidung eingereicht und später nach Gesprächen mit ? (Ex und anderen Personen?)wieder zurückgezogen. Das Verhältnis zur Ex ist schwankend-angespannt, verletzend bis sachlich ruhig. Insgesamt selten und meist auf ie Kinderkontakte bzw. Finanzen über den Unterhalt hinaus bezogen. Er ist Beamter, sie Teilzeitkraft mit Sozialaufstockung sowie den Zuschüssen für die Kinder. Er schweigt bei der Frage nach der selbstversprochenen Wiederantragstellung zur Scheidung. Unsere Beziehung läuft sehr gut-ich habe nur gern Klarheit und Schlussstriche bei beendeten Dingen/ Beziehungen. Er geht verletzenden Auseinandersetzungen am liebsten aus dem Weg-wir können alle Fragen ohne dies klären, wenn es mal Meinungsverschiedenheiten gibt. Nach Kenntnis um die Scheidungsrücknahme haben wir zumindest die Vorsorge-/ Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung erstellt und hinterlegt. Wie dies bei seiner Ex aussieht weiß ich nicht. Finanziell sing wir beide berufstätig und tragen( indirekt gemeinsam) die Insolvenz, die sich aus der Trennung der beiden und danach nicht erfolgter finanzieller Schuldentilgung um Hauskredit u.a. ergeben haben. Meine Fragen sind nun die finanziellen und rechtlichen Folgen bozogen auf die Rentenpunkte für die Ex-laufen diese weiter für sie oder endete das mit der räumlichen Trennung. Und was wird mit den Kindern, wenn ihr was zustößt solange sie minderjährig sind-kommen sie dann automatisch zu uns oder wer entscheidet dann mit( außer den kKindern)? Ich erlebe sie seit 5 Jahren und es gibt dabei gute und schlechte Phasen-wie in jeder Familie mit Kindern, doch täglich wäre noch mal eine völlige Lebensumstellung.

Antwort
von petrapetra64, 10

Bei ihrem Tod kommen die Kinder wohl zum Vater, wenn keine grundlegenden Gründe dagegen sprechen, ob geschieden oder nicht, spielt hier keine Rolle. Natürlich musst du das mit den Kindern dann mittragen und ihr müsst darüber sprechen. Und das Jugendamt wird mitmischen und rausfinden, was die beste Lösung für die Kinder ist. Je nach Alter und Kontakt könnten auch Grosseltern und engere Familie in Frage kommen. 

Die Rente wird erst bei der Scheidung geteilt, da er mehr verdient als sie, wachsen ihre Ansprüche dadurch ständig an. Erst bei der Scheidung werden dann seine Rentenpunkte auf ihr Konto übertragen, das ist endgültig. 

Die Patientenverfügungen sind schon mal nicht schlecht, man muss aber sicherstellen, dass dies wirklich Hand und Fuß hat, nicht nur, dass du Auskunft erhälst, sondern dass du auch Entscheidungen treffen darfst (z.B. ob die Geräte abgeschaltet werden, wenn er im Koma liegt). Denn sonst hat die Ehefrau die Entscheidung zu treffen, auch gegen deinen Willen. 

Auch ein Testament sollte er unbedingt machen, bzw. ihr beide. Das halte ich für besonders wichtig. Denn wenn dein Partner stirbt, dann erbt die Ehefrau und die Kinder alles und du gar nichts. Grundsätzlich ja in Ordnung, aber wenn du bedenkst, dass eure Einrichtung ggf. gemeinsam angeschafft wurde, davon gehört ihr auch die Hälfte und wenn er es alleine gezahlt hat, dann gehört es ihr sogar ganz, sie kann dir also die Wohnung leer räumen oder auch private Andenken, die dir wichtig sind, einfordern. Da kann ein Testament wenigstens helfen und dich schützen. 

Auch die Beerdigungswünsche kann man regeln, sonst ist es die Entscheidung der Ehefrau. 

Bei meiner Freundin war es so, die beiden haben 3 Jahre zusammen gewohnt. Seine Frau wollte auch keine Scheidung, Mit seiner Frau hatte er ein Haus und diese hat nie steuerpflichtig gearbeitet. Außerdem hat er noch nach der Trennung eine Eigentumswohnung gekauft und ausgebaut und vermietet, meine Freundin hat die Arbeit mitgetragen und sich um alles gekümmert. Die Kinder waren erwachsen. 

Als er plötzlich verstarb mit 59 Jahren ohne vorherige Ankündigung, kam es natürlich zu Streitigkeiten. Die Ehefrau bekam natürlich die Witwenrente, aber das war ja auch okay, meine Freundin arbeitet ja auch voll. Und bei der Beerdigung hatte sie Glück, der Ehefrau war es egal und zu viel Arbeit und zu teuer und sie überlies meiner Freundin die Organisation/Arbeit und Kosten natürlich auch. Aber sie konnte alles nach ihrem Willen regeln. 

Die Eigentumswohnung gehörte natürlich dann auch der Ehefrau und den Kindern und sie forderte sofort die Herausgabe aller Unterlagen. Was meine Freundin da reingesteckt hatte, war natürlich dann weg. Und das alte Auto meiner Freundin ging an den Sohn ihres Freundes kurz vor seinem Tod, er wollte ihr das Geld dafür in Raten zahlen, mündlich vereinbart. Das Geld war für meine Freundin auch weg. 

Fakt ist, je mehr vorher festgelegt wurde, umso besser ist es im Fall der Fälle. Und Fakt ist auch, was du derzeit mitträgst an Schulden, dieser Anteil von Dir wird nach seinem Tod nicht mehr relevant sein. 

Antwort
von sassenach4u, 6

Wie traurig, du zahlst seine Schulden mit ab und er tut nichts für euere Beziehung.

Du hast keine Rechte, erben tun die "EX" und die Kinder, selbst mit Testament bekommen alle, auch die Frau, solange nicht die Scheidung eingereicht ist, mindestens den Pflichtteil- und dann?

Er soll dich ja nicht gleich heiraten, aber mal an seine eigene Rente denken, mit jedem Monat länger erhöht er die Rente seiner Ex und schmälert seine eigene.

Warum zahlst du seine Schulden mit ab? Spar das Geld für dich, wer weiß, wann du es noch mal brauchen kannst.

Antwort
von djNightgroove, 9

Solange die beiden verheiratet sind, bekommt sie weiter die Rentenpunkte und hat auch alle weiteren Rechte, z.B. beim Tod deines Freundes würde ihr ein Erbteil zustehen. Wenn ihr was passiert, kämen die Kinder so oder so zum Vater, egal ob verheiratet oder nicht.

Jetzt aber mal von den rechtlichen Dingen abgesehen: Warum will er keine Scheidung, wenn er doch von ihr getrennt lebt, nicht zu ihr zurück will und mit dir glücklich ist? Warum hat er den ersten Antrag zurückgezogen? Entziehen kann sie ihm die Kinder nicht einfach so, notfalls muss man halt vor Gericht gehen.

Wenn du bei der Schuldentilgung mitzahlst, geht zu einem Anwalt und haltet das alles schriftlich fest, damit du, wenn's hart auf hart kommt, dein Geld einklagen kannst.

Antwort
von MonikaDodo, 38

Die Rentenpunkte laufen so lange weiter, bis er geschieden ist. Vielleicht ist das der Grund warum er sich nicht scheiden lassen will. Damit seine Ex mehr von seiner Pension hat. Ich rate dir aufzupassen, du zahlst seine/ihre Schulden mit ab. Aber.... Du selbst hast 0 Anspruch auf irgendwas.

Kommentar von regis2009 ,

genau deshalb ist eine Unruhe in mir-trotz gutem Verhältnis im aktuellen Leben. Ich hoffe dass da nicht noch was ganz anderes dahinter steckt-ich weiß es einfach nicht, ist nur ein blödes Gefühl, was aus dem Rückzug aus der Scheidung ohne klare Erklärung entstanden ist.

Kommentar von MonikaDodo ,

Dein Bauchgefühl trügt nie! Auch wenn der Kopf es nicht wahrhaben will. Bei mir hat es IMMER gestimmt, letztendlich.

Kommentar von MonikaDodo ,

Mach ihm doch den Vorschlag... Bis er geschieden ist, zahlt er seine Schulden allein zurück und du kannst dir was nebenhin sparen, für deine Absicherung. Denn du hast ja keine. Geht ihr auseinander... Wars das. Schau mal wie er reagiert.
Ich würde das so ganz klar machen.

Antwort
von beast, 53

Solange der Mann noch verheiratet ist passiert gar nichts. Ein Versorgungsausgleich( Rentenpunkte) wird erst nach der Scheidung fällig. Da muss derjenige  der mehr Rentenpunkte  hat  dem anderem welche abgeben.

Die Kinder kommen automatisch zum Vater wenn ihr etwas zustößt. Selbst wenn ihm kein( geteiltes) Sorgerecht bei der Scheidung zugesprochen wird.

Antwort
von Goodnight, 18

Warum nur lässt du dir das gefallen..? 

Antwort
von wfwbinder, 16

Je länger die Ehe dauert, desto mehr Rentenpunkte bekommt der weniger verdienende (in diesem Fall die Ehefrau.

Solange die beiden verheiratet sind, besteht das Ehegattenerbrecht.

Wenn Du mit Deiner Beziehung auf der derzeitigen Basis:

Unsere Beziehung läuft sehr gut-

zufrieden bsit, dann genieße es.

Die Insolvenz hast Du mitgetregen (also vermutlich den Haushalt zu einem großen Teil finanziert.

Aber finde Dich mit der Rolle ab, die Du hast:

Die Geliebte ohne Rechte.

Antwort
von Margita1881, 40

die Rentenpunkte für die Ex-laufen diese weiter

ja die laufen weiter und solange bis sie geschieden sind

Und was wird mit den Kindern, wenn ihr was zustößt

die werden dann bei Euch einziehen

Kommentar von regis2009 ,

Und wenn es nie zur Scheidung kommt? Er wird ungefähr 10 Jahre vor ihr in Rente gehen...

Kommentar von Margita1881 ,

Und wenn es nie zur Scheidung kommt?

wie geschrieben: ...die Rentenpunkte laufen weiter; Du hast Null Rechte/Ansprüche.

Kommentar von petrapetra64 ,

wenn er in Rente geht, dann erwirbt er in Zukunft keine Rentenansprüche mehr, sie aber schon, dann ändert sich das Verhältnis zu seinen Gunsten. Wenn sie dann in Rente geht und sie noch nicht geschieden wären, dann bekommt sie extrem wenig Rente. Spätestens dann wird sie wohl die Scheidung wollen, denke ich, um ihre Auszahlung deutlich zu erhöhen. 

Während der Trennungszeit kann sie auch für sich Unterhalt verlangen, wenn es notwendig ist und sie mehr Geld braucht. 

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