Frage von Louise77, 68

Mein Enkel 17 hat seit einem Jahr Epilepsie. Die Anfälle treten meist kurz nach dem Aufwachen auf, egal wie lange er schläft. Wer kennt das?

Die Ärzte sagen es ist jedes Mal ein Grand Mall. Seit drei Monaten nimmt er nun Medikamente, aber alle paar Wochen krampft er wieder! Ich bin sehr besorgt, obwohl er gründlich untersucht wurde in der Klinik. Mit Schlafentzug usw. Das Medikament macht schlechte Leberwerte, aber die Anfälle kommen immer noch. Oder dauert es länger, bis die Wirkung voll einsetzt? Er hat gerade eine Lehre begonnen, fährt mit der Bahn usw. Nun steht er schon immer nach Wecker 2Std früher auf, damit er nicht krampft, wenn er unterwegs ist Hat Jemand von euch oder den Experten Erfahrungen oder Tipps? Ist das eine spezielle Form, nur nach dem Aufwachen? Wie lange nach Beginn der Einnahme wirkt das Medi?Vielen Dank vorab.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von eisbaer76, 41

Wie sind denn die Lichtverhältnisse beim Aufwachen? Es kann das schlichte Geräusch des Weckers sein, oder flackerndes Licht im Raum (frühe Sonne etc) Ich schätze so früh ins Bett zu gehen, das der Wecker überflüssig wird, wäre ein vielversprechender Versuch. Wenn man aus Tiefschlaf- oder Reemphase gerissen wird, passiert einiges im Gehirn. Der Anfall ist "nur" die Folge aufgeschaukelter Nervenfeuer zwischen linker und rechter Gehirnhälfte.

Ein sanftes Aufwachen kann helfen.

Kommentar von Louise77 ,

In seinem Zimmer ist es stockdunkel, weil Außenjalusie!

Kommentar von Louise77 ,

Ich überlege gerade, ob er die Jalusie auf lassen sollte. Dann wird es ja nur allmählich hell. Am Wochenende klingelt ja auch kein Wecker und es passiert!

Kommentar von eisbaer76 ,

Zumindest kostet der Versuch nichts und ist unschädlich.. :D
Würde mich interessieren, ob es was gebracht hat.

Kommentar von Louise77 ,

Ich danke dir sehr! Ich berichte.

Antwort
von ArchEnema, 20

Meines Erachtens sollten die Medikamente schon nach wenigen Tagen anfangen zu wirken. Wenn die Leberwerte merklich verändert sind ist der Blutspiegel jedenfalls erreicht und die Wirkung sollte voll da sein. Sieht also irgendwie danach aus, als würden die Tabletten nichts bringen...

Die Medizin tappt da leider immer noch im Dunkeln.

Ich würde es mal mit einer ketogenen Ernährungsweise probieren. Das hat schon vielen geholfen. D.h. nicht mehr als 30 bis 50g verwertbare Kohlenhydrate am Tag, den Energiebedarf über gesunde Fette (Kokosöl ist besonders ketogen) decken, Eiweißzufuhr moderat, nicht übertrieben.

http://lchf.de/wp-content/uploads/2015/05/Flyer-2014_-web.pdf

Antwort
von sweetsecret005, 35

Wenn die Medikamente nicht helfen sondern nur Probleme mit der Leber verursachen würde ich das Medikament absetzen. Schicken Sie Ihren Enkel in die Schweiz zu einem Profi. Diese Leute werden Sie nicht mit billigen Tabletten wegschicken sondern so gut sie können helfen.....

Viel Glück

Antwort
von geckobruno, 36

Hallo,

mein Sohn hatte auch Epilepsie und er war auch sehr schwer einstellbar mit Medikamenten. Allerdings liegt das auch schon über 10 Jahre zurück.

Uns hat damals eine Selbsthilfegruppe sehr geholfen.Dort waren zum Teil auch Ärzte die man fragen konnte, aber auf jeden Fall gab es dort ebenfalls Betroffene und nur die können einem wirklich helfen.....sucht doch im Netz nach einer solchen Gruppe oder fragt bei den behandelnden Ärzten ob die von einer solchen Gruppe wissen.

Ich wünsche euch alles Gute!

Antwort
von klausjosef1955, 15

Hallo, es gibt viele verschiedene Arten von Epilepsie, unter anderem eben solche, die nach dem Aufwachen auftreten.

Die Therapie dieser Epilepsie ist offenbar schwierig, und man kann von diesem Forum nur Denkanstöße erwarten, aber bei dieser speziellen Frage keine zuverlässige Antwort, die man verantwortungsvoll umsetzen kann.

Ich empfehle, sich an ein Epilepsie-Zentrum zu wenden, z.B. das in Bielefeld-Bethel, Klinik Mara I, Tel.: 0521 722-78813. Ich hoffe, das ist die richtige Durchwahl. Ansonsten versuche es über die Bethel-Pforte, Tel. 0521 14401.

Oder eben ein anderes Epilepsie-Zentrum in Deiner Nähe.

Antwort
von CocoKiki2, 22

ich kenn mich nciht so gut mit epilepsie aus aber ich weiss, dass wenig schlaf die anfälle auslösen kann. vielleicht schläft er auf grund seiner ausbildung zu wenig?

bei der epilepsie gitb es unzählige wirkstoffe die verhindern könen, dass anfälle auftreten. welches mittel bei wem wirkt ist individuell und muß nach der reihe getestet werden. bei hoffnungslosen fällen wird ein mix aus verschiednen stoffen versucht.

außerdem könnt ihr noch b11, b12, b9 und d3 vitamine supplementieren, denn die medikamente führen zu einem mangel dieser vitamine.

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