Frage von Fragemaster14, 103

Mein Chef meinte zu mir, ich soll heute länger bleiben, da Sie eine Austellungsfläche abbauen müssen. Muss ich länger bleiben oder kann ich gehen?

Also zu mir: Ich bin Aushilfe in einem Möbelladen, ich bin 17 Jahre alt. Arbeiten tu ich jeden Samstag von 09.00 bis 17.00 inkl. 1 oder eine halbe Stunde Pause.

Ich habe heute schon ganz alleine die Fläche abgeräumt, also alles Handtücher usw weg und wieder woanders eingeräumt. Jetzt stehen halt noch die Möbel und so weiter da, aber mein Chef meinte heute früh zu mir heute wird es bis 19.00 Uhr.

Darf er mich einfach da behalten oder habe ich das Recht zu gehen?

Danke im Vorraus!

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Antwort
von wilees, 57

Worin liegt Dein Problem einmal länger zu bleiben?

https://www.aubi-plus.de/ausbildung/arbeitszeiten/jugendliche/

Zwingen kann man Dich wohl nicht, aber man kann überlegen ob man Dich längerfristig weiterhin als Aushilfe beschäftigen möchte.

Antwort
von Maximilian112, 44

Es wird nix nützen wenn ich dir sage das der Chef das vorher hätte ankündigen müssen oder zumindest fragen ob du länger bleiben kannst.

Warum hast du dem Chef nicht sofort gesagt Ich kann nicht, darf nicht, will nicht wasauchimmer. Gute Frage wird das nicht definitiv beantworten können.

Und: Recht haben und Recht bekommen ist ein Unterschied.

Wie gesagt Kommunikation hilft aber immer.

Antwort
von Ontario, 30

Dein Chef kann dich nicht zwingen länger zu bleiben, er kann dich darum bitten. Du kannst freilich gehen. Es könnte aber auch sein, dass das für immer in dieser Firma ist. Es sind  n u r  2 Stunden die du mal länger bleiben sollst und damit könnte man doch eigentlich leben. Wenn du den ganzen Tag die Fläche geräumt hast, dann fiel diese Arbeit doch in deine normale Arbeitszeit. Besser wäre es freilich gewesen, wenn dir dein Chef das Längerbleiben schon ein oder zwei Tage zuvor mitgeteilt hätte. Dass es in einer Firma mal zu einer längeren Anwesenheit , als der üblichen, kommen kann finde ich normal. Nur wenn es sich dann irgendwann mal zu einem Dauerzustand entwickeln sollte und die Mehrstunden auch nicht bezahlt werden, dann sollte man reagieren. Denn dann riecht das nach Ausbeutung.  Bei den zwei Stunden, wie in deinem Falle, würde ich nicht reklamieren. Vielleicht zeigt sich dein Chef irgendwann mal erkenntlich, wenn du ihm deine Hilfe nicht versagt hast. Das muss man eben abwägen.

Antwort
von Michaeloe, 51

Die Höflichkeit erwartet das Er dich am besten bei deinem letzten Aushelfen schon vorab informieren sollte .

Zwingen kann er dich nicht , nur bitten  !

Nachteil , wenn du gehst könnte es für immer sein .

Antwort
von clemensw, 34

Eine Arbeitszeit von über 8,5h ist für Jugendliche nicht zulässig (bei entsprechend kürzeren Arbeitszeiten in der restlichen Woche).

Bei 1h Mittagspause wäre also das gesetzliche Limit bei 9 Uhr + 8,5h Arbeit + 1h Pause = 18:30 Uhr erreicht.

Antwort
von glaubeesnicht, 59

Du arbeitest dort als Aushilfe. Natürlich hast du das Recht zu gehen, wirst aber damit auch deinen Job los sein.


Antwort
von 123Paluna, 43

Genau solche Arbeitskräfte braucht man. Die nur an sich denken und nicht an´s Team und pünktlich den Stift fallen lassen. So wird das nichts.

Kommentar von clemensw ,

Genau solche Chefs braucht man, die sich einen Dreck um geltendes Recht kümmern und offenbar zu geizig sind, reguläre Mehrarbeit zu bezahlen.

Kommentar von AalFred2 ,

Wie kommst du darauf, dass die Mehrarbeit nicht bezahlt wird?

Kommentar von 123Paluna ,

Wir wissen weder ob der Chef sich einen Dreck um geltendes Recht schert noch ob er zu geizig ist die Mehrarbeit zu bezahlen. Ist reine Spekulation!

Kommentar von AalFred2 ,

Genauso wie es reine Spekulation ist, dass der Fragesteller nur an sich denkt und nicht an irgendein Team.

Antwort
von DietmarDreist, 64

Schau mal in deinem Arbeitsvertrag nach, ob da flexible Arbeitszeiten in irgend einer Form geregelt sind. 
Ansonsten stimme ich dem Kollegen DerDieDasDash zu, du kannst natürlich (am besten mit ner guten Ausrede) sagen, dass du da nicht kannst. Wird deine Situation im Betrieb aber rein faktisch nicht leichter machen. 

Antwort
von Strolchi2014, 42

Wenn du einfach gehst, wirst du wohl den Job los sein.

Antwort
von GenLeutnant, 56

Rechtlich gesehen müssen Überstunden bis zu 48 Stunden vorher angekündigt werden.Wenn Du Ihn aber mit dieser ,,Rechtslage'' kommst und einfach gehst,dann bist Du sicherlich in Zukunft das schwarze Schaf.

Kommentar von AalFred2 ,

Rechtlich gesehen müssen Überstunden bis zu 48 Stunden vorher angekündigt werden

Aha. Wo steht das?

Kommentar von GenLeutnant ,

Ankündigung von Überstunden:
Es herrscht zunächst Konsens darüber, dass Überstunden vorher angekündigt werden müssen. Nach einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt / Oder (Az.: 7 Ca 3154/04) müsse der Arbeitgeber die Mehrarbeit mindestens vier Tage im Voraus ankündigen, um seinen Angestellten Raum für die Gestaltung ihres Privatlebens zu lassen.Eine Anordnung von Mehrarbeit darf nicht willkürlich erteilt werden, das heißt, sie darf nur mit gutem Grund erfolgen.

Quelle: Juraforum.de (sk)

Kommentar von AalFred2 ,

Das ist zwar grundsätzlich korrekt, kann aber durchaus im Notfall auch wesentlich kurzfristiger geschehen.

Kommentar von GenLeutnant ,

Dann kann man alles als ,,Notfall'' auslegen.Wer es mit sich machen lässt...bitteschön.

Kommentar von AalFred2 ,

Nein, kann man nicht. Es soll aber durchaus Mehrarbeit geben, die sich nicht Tage vorher ankündigt. Wem dann am Wohl seines Arbeitgebers so wenig gelegen ist... bitteschön.

Ansonsten gibt es keine gesetzliche Festlegung, wie weit im Voraus Überstunden anzukündigen sind.

Kommentar von GenLeutnant ,

Ansonsten gibt es keine gesetzliche Festlegung, wie weit im Voraus Überstunden anzukündigen sind.

Oh doch.Geregelt ist dies in § 315 BGB und § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz.In diesem Paragraph ist die Arbeit auf Abruf geregelt. Der Arbeitnehmer ist zur Arbeitsleistung nur verpflichtet, wenn der Arbeitgeber ihm die Lage seiner Arbeitszeit mindestens 4 Tage im Voraus mitteilt.Diese gesetzliche Wertung hat der Gesetzgeber für Abrufarbeit aufgestellt und es ist klar, daß diese Frist auch grundsätzlich für Überstunden zu gelten hat.

Kommentar von AalFred2 ,

Diese gesetzliche Wertung hat der Gesetzgeber für Abrufarbeit aufgestellt und es ist klar, daß diese Frist auch grundsätzlich für Überstunden zu gelten hat.

Das ist schlichtweg falsch.

Kommentar von GenLeutnant ,

Aha.Wo steht das ?

Kommentar von AalFred2 ,

Es steht ebne nirgendwo, dass diese Frist auch für Überstunden zu gelten hat. Deshalb ist deine Aussage falsch.

Kommentar von GenLeutnant ,

Ok.Dann schaffen wir die Gesetzbücher eben ab.

Kommentar von AalFred2 ,

Wirre Logik. Weil du Unrecht hast, schaffen wir Gesetzbücher ab. das macht noch weniger Sinn als deine Antwort.

Kommentar von GenLeutnant ,

Weil Du nicht einsehen willst,daß die Bekanntgabe von Überstunden gesetzlich geregelt ist.Ich gehe langsam davon aus,daß Du ebenso zu den Arbeitgebern gehörst,der die Kollegen nach Lust und Laune verheizt.Von Gesetzen wollen die AG nichts hören und wissen,geht es aber vor's Arbeitsgericht bekommt der AN doch sein Recht.

Wem dann am Wohl seines Arbeitgebers so wenig gelegen ist... bitteschön

Ich tanze jedenfalls nicht nach der Willkür des AG und damit bin ich bisher immer gut gefahren.

Kommentar von AalFred2 ,

Weil Du nicht einsehen willst,daß die Bekanntgabe von Überstunden gesetzlich geregelt ist.

Sie ist eben nicht mit konkreten Fristen geregelt. Solltest du weiterhin das Gegenteil behaupten, müsstest du mal das Gesetz liefern, welches die Fristen enthält oder unter Zitierung eines relevanten juristsichen Kommentars belegen, dass hier Fristen aus anderen Gesetzen anzuwenden sind.

Kommentar von GenLeutnant ,

Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf urteilte,daß eine pauschalisierende Überstundenklausel im Arbeitsvertrag unwirksam ist.Die pauschale Abgeltung aller Überstunden ohne Festlegung einer Höchstgrenze verstoße gegen das sogenannte Transparenzgebot für Arbeitsverträge.Es sei nicht erkennbar,in welchem Umfang das Monatsgehalt eine Mehrarbeit bereits mit abdecke.Zudem hat das Arbeitsgericht in Frankfurt/Oder entschieden,daß ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter mindestens vier Tage im Voraus über die anstehende Mehrarbeit zu informieren hat,denn den Arbeitnehmern müsse ein Mindestmaß an Gestaltungsmöglichkeiten für ihr Privatleben eingeräumt werden.(Az.: 7 Ca 3154/04)

Das scheinst Du alles zu ignorieren.

Kommentar von GenLeutnant ,

Ich werde hier auch keinen weiteren Kommentar mehr posten,da die Unterredung sinnlos erscheint.Für mich ist der Drops hier gelutscht,deshalb ein schönes Restleben noch und

Thread Closed

Kommentar von AalFred2 ,

Du meinst also, du willst deine Behauptung nicht belegen. Auch gut.

Kommentar von AalFred2 ,

Der erste Teil ist vollkommen ohne Relevanz für die Frage. Das Amtsgerichtsurteil gilt in einem Spezialfall, den weder du noch ich kennen. Insofern lässt  sich hieraus keine allgemeine Regel ableiten.

Antwort
von jimpo, 19

Es könnte Dir ein Zacken aus der Krone fallen.

Antwort
von lupoklick, 24

Nein ICH muß nichts abbauen (Sie,,,)

DU kannst   gehen

. und daheim Bewerbungen schreiben ,,,,,,,

Antwort
von josef788, 39

mach lieber was dein chef dir sagt aber lass dir die überstunden aufschreiben

Antwort
von DerDieDasDash, 41

Du hast das Recht zu gehen, klar. Wenn Du danach aber nochmal da zur Arbeit kommst, wirst Du´s nicht ganz einfach haben.

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