Frage von Anneka78, 63

Mein Chef erwartet von mir,dass ich mich privat weiterbilde,obwohl es eine berufliche Aufgabe betrifft. Darf er das von mir erwarten?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 21

Ist die Weiterbildung für Deinen Job notwendig? Wenn ja, hat der AG für die Weiterbildung zu sorgen und die Kosten zu tragen.

Dein AG kann dann ja mit Dir eine Rückzahlungsklausel (§ 307 BGB)vereinbaren nach der Du die Kosten anteilig zurückzahlen musst, wenn Du den Betrieb vor einer gewissen Frist verlassen möchtest.

Aber selbst diese Rückzahlungsklauseln bei einer Weiterbildung sind nur erlaubt wenn die Bindungsfrist nicht unverhältnismäßig lang ist und Du auch einen Vorteil von der Fortbildung hast, die nicht nur den Job im jetzigen Betrieb betrifft (wenn sich z.B. Dein "Marktwert" erhöht)

Auf eigene Kosten und in Deiner Freizeit musst Du auf alle Fälle keine Weiterbildung machen wenn der AG diese verlangt.

Antwort
von Vocationalist, 5

Hallo, ich denke, Du musst hier abwägen. Was ist für Deine berufliche Entwicklung wichtig und notwendig. Die Frage betrifft dann nicht nur den derzeitigen Arbeitgeber, sondern das Berufsfeld, in dem Du arbeitest oder arbeiten möchtest. Ist das, was sich Dein Arbeitgeber wünscht für Dich und deine Zukunft hilfreich und relevant? Bringt es Dir mittelfristig (innerhalb der nächsten 5 Jahre Aufstieg, mehr Geld, mehr Verantwortung...), dann ist es gut, wenn das deine Ziele sind. Bringt es nur dem Arbeitgeber Vorteile, verbessert aber weder deine Jonchancen noch Deine Möglichkeiten im Betrieb, dann solltest Du Dir die frage stellen, ob privater Einsatz sinnvoll ist, ob Du im richtigen Unternehmen bist etc. Häufig ist es auch bei Weiterbildungen üblich, dass der Betrieb die Kosten trägt, der Arbeitnehmer die Freizeit einbringt. Wenn auch hinterher beide Seiten in gleichem Maße profitieren, ist das eine gute Lösung. Viel Erfolg!

Antwort
von Manioro, 41

Schau mal ins Bildungsurlaubsgesetz   und stell einen entsprecheenden Antrag bei deinem Arbeitsgeber

Antwort
von Schnoofy, 8

Erwartungen darf jeder haben.

Deine Frage zielt aber in Wahrheit darauf ab, welche Konsequenzen es haben können, wenn Du seine Erwartungen nicht erfüllst.

Ich denke juristisch - oder besser gesagt arbeitsrechtlich - dürfte das für Dich keinerlei Konsequenzen haben, da Dir kein Arbeitgeber vorschreiben kann. wie Du deine arbeitsfreie zeit verbringst.

Real kann es natürlich sein, dass z. b. bei einer anstehenden Beförderung oder auch drohenden betriebsbedingten Kündigungen andere Kollegen bevorzugt behandelt werden, die eben diese Erwartungen des Arbeitgebers erfüllt haben.

Der Arbeitgeber kann argumentieren  sie hätten einen Weiterbildungsvorteil gegenüber Dir und sind deshalb höher qualifiziert.

Antwort
von Paguangare, 23

Wünschen darf der Chef sich das. Ich kann mir schon vorstellen, dass er sich darüber freuen würde.

Einfordern darf er es nicht, dass jemand sich unbezahlt in seiner Freizeit für die Firma einsetzt,

Wenn man sich jedoch freiwillig so engagiert, könnte man dafür mit Vorteilen rechnen, z.B. Beförderung oder Gehaltserhöhung. Oder man vermeidet mittelfristig eine Kündigung.

Wenn man Pech hat, oder der Chef ein Ausbeuter ist, wird einem aber dafür nicht gedankt.

Antwort
von Jewi14, 27

Dann dreh den Spieß um und sage, du nimmst dann Bildungsurlaub und während der Zeit muss der Chef dich weiterbezahlen.

Antwort
von Kuestenflieger, 6

Viele Einverständnisse für sie , hier .

Machen nur sie nichts was sie weiterbringen könnte .

Antwort
von Kuestenflieger, 38

gute mitarbeiter sind dankbar für derartige angebote .

Kommentar von Muhtant ,

Ja...während der Arbeitszeit...Denn Freizeit ist Freizeit.
Ist genauso wenn der Chef verlangt in deiner Freizeit nach der Arbeit noch 2h Fachliteratur zu wälzen...

Kommentar von Kuestenflieger ,

andere fragen erst einmal nach !  anneka sagt darüber gar nichts .

aber das ist wohl in , zu zeit . nur forden -nichts bringen .

Kommentar von Jewi14 ,

Genau, das ist ein guter Arbeiter. Einfach in seiner Freizeit auch noch was für die Firma tun, was eben nur der Firma nutzt.

Ein guter Arbeiter aus Sicht der Firma, ein dummer Arbeiter aus Sicht des Otto Normalbürgers.

Ein guter Chef würde sich zumindest an die Kosten der Weiterbildung beteiligen oder sonstwie beteiligen. Das hier ist aber nichts anders als Ausbeutung! Ein guter Chef wird die Leistungen eines MA anerkennen, was hier eben nicht der Fall ist. Aber manche lassen sich halt gerne ausbeuten, wie du.

Kommentar von Kuestenflieger ,

vielleich ist ja nur mehr allgemeinbildung gewünscht ?

auch bei ihnen ?

Kommentar von Jewi14 ,

Ich erwarte schon ein Mindest-IQ, den Sie leider nicht erfüllen und erfüllen können. Diskussion beendet, es überfordert Sie!

Antwort
von Griesuh, 8

Jeder Arbeitnehmer hat neben der Teilnahmepflicht an betrieblich angebotenen Fortbildungen auch die Pflicht sich in seinem Beruf in eigeniniative Fort u. Weiter zubilden.

Das liegt ansich in der Natur der Sache, wenn man beruflich weiterkommen will und von dem Betrieb unabhängig bleiben möchte.

Und für solche Fälle gibt es den Bildungsurlaub.

Einfordern kann das der AG jedoch nicht.

Bei bezahlten Fortbildungen durch den AG, kann dieser den AN für definierte Zeiten an den Betrieb binden.

Verläst der AN den Betrieb vorher, so wären die bezahlten Forbildungsgelder anteilsmäßig zurück zu erstatten.

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