ich mache mir sorgen um meinen besten kumpel. er ist derzeit in einer etwas schwierigen lebenssituation und hat vor ein paar monaten aufgehört, seine wohnung zu pflegen. inzwischen nimmt das bedenkliche ausmaße an. er lässt seine wohnung immer mehr vemüllen, sammelt jeden mist von zeitungen über pizzakartons. seine küche kann man kaum noch betreten, da es dort total stinkt, das geschirr verschimmelt und alles voller fruchtfliegen ist. ich denke, dass er an einem messie-syndrom leidet und will ihm auf jeden fall helfen. ich hab ihm schon angeboten, mit ihm die bude aufzuräumen, aber er will nicht. wie kann ich ihm helfen? braucht er nicht auch therapeutische hilfe?

so etwas kann schon mal mit einer schwierigen lebenssituation zu tun haben.
wenn er früher nicht so war, kann sich das auch wieder zum guten wenden, wenn er die schwierigkeiten überwunden hat.
dabei sollte ihm in erster linie geholfen werden.
ändert sich absolut nichts, dann sollte er wirklich therapeuttische hilfe bekommen.
das klingt für mich noch nicht unbedingt nach einem Messi-Syndrom, sondern eher danach, dass er momentan eine Null-Bock-Phase hat. Messis sammeln alles, weil sie der Meinung sind, dass sie die Dinge alle noch einmal brauchen. Er scheint aber enfach keine Lust zuhaben, seinen Müll wegzuräumen. Es gibt zwei Möglichkeiten: 1. Du räumst ihm die Wohnung auf und putzt für ihn, in der Hoffnung, dass er danach weiter Ordnung hält oder 2. Du wartest, bis er total vermüllt ist und sein Leidensdruck so groß, dass er um Hilfe bittet. Sollte er deine Hilfe ablehnen, würde ich ihm ganz klar sagen, dass Du seine Wohnung in diesem Zustand nicht betreten wirst, da Du das absolut ekelig findest. Über ein Messi-Syndrom musst Du nachdenken, wenn er anfängt wirklich alles zu horten (mehr oder weniger übersichtlich). Aber auch dann funktioniert Hilfe nur, wenn er es einsieht, dass er Hilfe braucht.

Eigentlich ist das ein Zeichen dafür, dass ihm alles über den Kopf wächst und er aus dieser verfahrenen Situation nicht mehr allein herausfindet. Mit ihm zusammen aufräumen wird kaum möglich sein. Die Idee Punkt 1 von lilith4870, halte ich da noch für die Sinnvollste, da dann ein neuer Anfang möglich ist.
Dein Freund leidet unter den Folgen der Trennung, und läßt alles liegen um einen Zustand fast fotographisch festzuhalten, der nun aber vom Fluß der Zeit fortgerissen wird. Das Horten und liegen lassen von Gegenständen ist sein einziger Rettungsfloss, wenn man ihm den auch noch wegzieht, dann ertrinkt er (Psychose).Wirklich helfen heißt hier nicht aufräumen wollen, sondern dasein trotz allem, die äußere Trauer respektieren, und die innere Leere, die die Trennung hinterlassesn hat mit Wärme und Mitverwantwortung (Mitleiden) füllen! Er wird schon von allein herausfinden, sobald seine Lebenskräfte wieder stark geworden sind und er sein Selbstvertrauen wieder gewonnen hat! Komanches