Frage von quanTim, 132

Mein Auto ist soweit ich weis nur auf mich versichert. Wenn ich jemanden anderen fahren lasse und es kommt zu einen unfall, übernimmt dann seine haftpflicht?

Antwort
von schleudermaxe, 17

Nein, warum sollte das gute Stück auch zwei Mal versichert sein? Einmal wurde doch schon bei der Zulassungsstelle hinterlegt, oder?

Antwort
von emib5, 63

Nein. Seine Haftpflicht übernimmt nichts.

Den Fremdschaden zahlt Dein KFZ-Haftpflicht. Du darfst dann wegen der Vertragsverletzung die vereinbarte Vertragsstrafe zahlen. Schau dazu in Deinen Versicherungsvertrag.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Du darfst dann wegen der Vertragsverletzung die vereinbarte Vertragsstrafe zahlen

Keine Vertragsstrafe, nur die höheren Beiträge rückwirkend bis zu einem Jahr

Kommentar von Menuett ,

Es gibt einige Billig-Versicherer die eine Vertragsstrafe fordern.

Und die ist meist happig.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Des ist gesetzich im VVG geregelt.... Darüber kann man sich nicht hinwegsetzen, auch eine billig Versicherung muss sich an die Gesetze halten.

Bei Bedarf such ich die Paragraphen gerne raus:

Schreiben kann eine Versicherung alles mögliche in ihren Bedingungswerken, aber letzlich unterliegen doch alle dem gleichen Gesetz und müssen sich an die selben halten.

Beispiel:

Die ERGO Versicherung schreibt in all ihre Sachversicherungs- Verträge eine Laufzeit von mindestens 5 Jahren vor. Mir ist jedoch kein Fall bekannt in dem die ERGO sich bei einer ordentlichen  Kündigung zum Ablauf des Dritten Versicherungsjahr in irgend einer Art und Weise gesträubt hätte.

Antwort
von nicinini, 70

Ruf bei deiner Versicherung an. Manchmal sind da auch gelegenheitsfahrten okay. Manchmal nicht, manchmal nur ab 25 Jahren etc. Da gibt es recht viele modelle

Kommentar von Colopia ,

Das ist ein guter Tipp. Denn z.B. Probefahrten oder Überführungen sind OK.

Bei manchen kannst du einfach melden, dass z.B. eine Woche ein anderer Fahrer fährt.

Antwort
von benadar, 75

Die Haftpflicht das PKW übernimmt immer! Es kann aber sein, dass die Versicherung dann nachträglich den erhöhten Beitrag nachberechnet, so als wäre immer jemand anderes mit dem Auto gefahren. Dieser Mythos, dass die nicht zahlen sitzt wirklich fest...

Kommentar von RudiRatlos67 ,

so als wäre immer jemand anderes mit dem Auto gefahren

Nöööö.... Nur bis zu einem Jahr rückwirkend ! ! !

Antwort
von kevin1905, 37

Die KFZ Versicherung versichert Fahrzeuge, keine Fahrer. Es spielt also keine Rolle ob du, deine Mutter, ein Hund oder ein Sack Reis am Steuer sitzen.

Privathaftpflicht ist prinzipiell bei Schäden im Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen außen vor (Gibt einige wenige Premium-Tarife mancher Anbieter die hier eine begrenzte Deckung einräumen).

Antwort
von RudiRatlos67, 56

Mein Auto ist soweit ich weis nur auf mich versichert


Nööö... Ein Auto ist nur für sich selbst versichert. Wenn bei einem Unfall Insassen zu schaden kommen, dann sind die Versichert. Ausgenommen der Fahrer !!!

Wenn ich jemanden anderen fahren lasse und es kommt zu einen unfall, übernimmt dann seine haftpflicht?

Nein.... Es kann hier nur von einer privaten Hatpflicht Versicherung die Rede sein und bei einer solchen Versicherung sind Schäden die durch die benutzung von Kfz und versicherungspflichtigen Booten entstehen grundsätzlich ausgeschlossen.

In dem Fall kann nur eine Kfz Haftpflicht Versicherung für Schäden gegenüber Dritten (alle beteiligten Unfallgegner, auch Mitfahrer im verursachenden Kfz ausgenommen ist der Fahrer des unfallverursachenden Kfz)
Unfallschäden eines mit dem Kfz verursachten Unfalls sind nur durch eine Kasko Versicherung gedeckt.

Bei der Kfz Versicherung gibt es Fahrerkreise. Sollte der Fahrer nicht zum vertraglich vereinbarten Fahrerkreis gehören, wird er gegen entsprechende rückwirkende Beitragserhöhung aufgenommen.

Antwort
von franneck1989, 72

Die Privathaftpflicht deines Freundes wird nicht zahlen, da der Gebrauch von Pkw nicht versichert ist.

Richtet dein Freund einen Fremdschaden an, so wird er von deiner Kfz-Haftpflicht reguliert.

Beschädigt er dein Auto, haftet er dafür dir gegenüber. Hier würde nur eine Vollkasko bezahlen.

Ebenfalls haften wird er für eine eventuelle Rückstufung im Schadenfreiheitsrabatt.

Sobald die Versicherung von dem zusätzlichen Fahrer erfährt, wirs sie rückwirkend die Beiträge anpassen und entsprechend nachfordern. Das zahlst du natürlich.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

1.
Beschädigt er dein Auto, haftet er dafür dir gegenüber.


2.
Ebenfalls haften wird er für eine eventuelle Rückstufung im Schadenfreiheitsrabatt.


IRRTUM ! ! !
BEIDES FALSCH:
Der Besitzer hat dem Fahrer das Auto zur Benutzung überlassen. Schadensersatzansprüche gibt es nur, wenn diese zwischen  Eigentümer / Besitzer und dem Benutzer vorher vereinbart wurden.
Mit anderen Worten: wenn ich mein Auto verleihe, nehme ich alle Risiken die mit dem Verleih verbunden sind auch billigend in kauf. Nur eine anderslautende beiderseitige Willenserklärung kann das wirtschaftliche Risiko auf den Benutzer übertragen.


Kommentar von franneck1989 ,

Das sehe ich anders

Natürlich haftet der Entleiher gemäß dem allgemeinen Grundsatz nach §276 BGB für Vorsatz oder Fahrlässigkeit. Dazu zählt ein selbstverschuldeter Unfall allemal.

Anders sieht es natürlich bei allgemeiner Abnutzung und Verschleiß aus "bestimmungsgemäßem Gebrauch" aus, siehe §602 BGB

Auch bei einer Gefälligkeitshandlung würde die Haftung entfallen.

http://www.frag-einen-anwalt.de/privater-Autoverleih---f9471.html?utm_expid=3390...

Kommentar von schleudermaxe ,

Ach, wenn ich also jemanden fahren lasse, gibt es zuvor einen Leihvertrag? Seit wann muß das so sein und wo steht das?

Und warum verlangt meine Versicherung keinen Nachschlag und auch keine Strafe, wenn es vorkommt? Machen die etwa etwas Verbotenes?

Kommentar von RudiRatlos67 ,

@Schleudermaxe:

Ach, wenn ich also jemanden fahren lasse, gibt es zuvor einen Leihvertrag? Seit wann muß das so sein und wo steht das?

Hallo... ?????
Ein Vertrag bedarf nicht zwangsläufig der Papierform oder der Anwesenheit eines Notar... Ein Vertrag ist eine beiderseitige Willenserklärung und wenn beide Seiten einverstanden sind entsteht daraus ein Rechtsgeschäft das meistens dem BGB unterliegt. Wenn Du ein Brötchen beim Bäcker kaufst, gehst du damit einen KAUF Vertrag ein, der Bäcker bietet seine Ware an, Du nimmst das Angebot an, Der Bäcker legt das Brötchen auf die Theke und Du bezahlst es, damit ist ein Rechtsgeschäft (in diesem Fall ein Kaufvertrag) zustande gekommen, bittest Du jemanden Dir seinen Kugelschreiber zu leihen und er überreicht dir diesen, geht ihr beide einen LEIH- Vertrag ein, verlangt er 5 cent für die Tinte und die Rückgabe innerhalb 1 Tag und du gehst darauf ein, gehst Du einen MIET- Vertrag ein. Schnekt er Dir dabei einen Kugelschreiber und Du nimmst diesen an, geht Ihr beide einen SCHENKUNGS- Vertrag ein. Bei manchen Rechtsgeschäften ist die Schriftform- bei anderen (zb. Grundstücke und Immobilien oder Erbverträge) ist zwingend die Notarielle Form erforderlich.

Um also Deine Frage zu beantworten:

Ja, es gibt jedes mal einen Leihvertrag wenn Du jemandem Dein Auto ohne Gegenleistung überlässt. Seit wann das so ist weiß ich nicht, aber es steht genauso im BGB


Kommentar von franneck1989 ,

Habe mir die Frage nochmal genau zu Gemüte geführt. Der Fragesteller schreibt davon, jemanden "fahren zu lassen". Das geht schon in Richtung Gefälligkeitshandlung ("Fahr du mal, mir gehts schlecht"). Dann würde ich dir zustimmen, denn dort gilt üblicherweise ein stillschweigender Haftungsausschluss.

Antwort
von Wonnepoppen, 59

kommt darauf an, wer schuld ist!

Zur Sicherheit mit der eigenen Versicherung abklären lassen!

Antwort
von FreierBerater, 30

NEIN - auf gar keinen Fall!!!!

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