Frage von Arbeit2015, 19

Mein Arbeitgeber hat mir eine Kündigungszeit von 12 Monaten aufgedrängt. Jetzt will er wieder auf die gesetzliche Kündigungsfrist zurück. Darf er das?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 13

Der AG kann den Vertrag nicht einfach ändern, weil er es sich jetzt überlegt hat (warum auch immer).

Wenn Du nicht einverstanden bist, bleibt dem AG nur der Weg der Änderungskündigung. Bei dieser gibt es immer drei Möglichkeiten:

  1. Du nimmst an und unterschreibst (was Du ja nicht möchtest)
  2. Du lehnst ab und das kommt einer "Beendigungskündigung" gleich
  3. Du nimmst unter Vorbehalt an und lässt die Änderskündigung beim Arbeitsgericht prüfen. Lehnt das Gericht die Änderungskündigung ab, bleibt alles wie es ist.

Bei 2. und 3. musst Du allerdings innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage erheben, sonst gilt die Änderungskündigung.

Ich vermute mal, der AG wird Dir keine Änderungskündigung geben. Zum einen wird diese keinen Bestand vor dem Arbeitsgericht haben und zum anderen hast Du ja eine Kündigungsfrist von 12 Monaten die in diesem Fall auch gelten würde.

Antwort
von elektromeister, 19

Wenn die Kündigungsfrist verändert werden soll, kann der AG das nicht ohne Deine Zustimmung. Das ist ein esentlicher Vertragsbestandteil und deshalb für Dich auch ein "Geldwert". Die Einseitige Vertragsänderung ist also ausgeschlossen. Die Frage, die Dir der AG beantworten sollte: "Warum ist die Kündigungsfrist "damals" so vereinbart worden? Und was hat sich grundlegendes seither verändert?" Für Dich solltest Du dir die Frage beantworten: "Will mein AG mich auf Grundlage der Verkürzung der Kündigungsfrist loswerden?" Wichtig für Dich ist: Die Kündigungsfrist für Dich darf nicht länger sein, als die Frist, die Der AG zu beachten hat. das steht so im BGB § 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen. Der Absatz 1 gilt für Dich und der Absatz 2 bei längerer Betriebszugehörigkeit für Deinen AG.

Antwort
von Maximilian112, 13

Nachtigall ick hör Dir trapsen....

Warum wohl will der AG jetzt eine kürzere als die Vereinbarte Frist haben? Er kann das einseitig nur über eine Änderungskündigung machen. Ein Arbeitsgericht würde dem mE nicht zustimmen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten