Frage von Andrej1964, 1.532

Mein 18 Jahre alter Sohn macht mich fertig?

Hallo

Mein Sohn ist 18 Jahre alt geworden und sitzt seit dem letzten Dezember zu Hause und macht gar nichts mehr außer nur an seinem Rechner hängen. Er wird sofort patzig wenn man ihn ruft und hilft uns zu Hause auch nichts (seinen Eltern). Seitdem er in den Kindergarten gegangen ist war er schon immer unzufrieden und wir hatten nie ein gutes Verhältnis zu ihm, er hat uns auch schon oft gesagt dass er seine Familie hasst. Seit dem Kindergarten hat er sich auch noch nie irgendwo wohl gefühlt, alles war für ihn immer eine Qual hat er mir mal gesagt.

Er hat bisher schon einige Praktika gemacht aber das war meistens ein Disaster weil ihm keine Arbeit gefällt. Er argumentiert wie ein Kleinkind und sagt uns dass es unnötig ist arbeiten zu gehen da er ja sowieso irgendwann sterben muss und es ihm dann auch nichts gebracht hat wenn er dann sein Leben mit Arbeit "verschwendet". Egal mit welcher Methode man versucht auf ihn einzugehen reagiert er gleich: abweisend

Mir fällt bald nichts mehr ein und ich habe ihm jetzt angedroht dass ich ihn aus dem Haus werfe wenn er bis zum Sommer keine Ausbildung gefunden hat. Aber ich denke nicht dass ich es übers Herz bringe meinen eigenen Sohn aus dem Haus zu werfen und ich denke er weiß das. Wir haben ihm gesagt das es der Sinn des Lebens ist arbeiten zu gehen aber dann hat er nur gesagt dass er so nicht leben will und sich lieber umbringen will anstatt sein Leben der arbeit zu widmen.

Wir sind verzweifelt da er es wirklich oft sagt dass er sich umbringen will und in letzter Zeit sogar seine Freunde abweist und nur noch in seinem Zimmer sitzt. Er spielt auch keine Spiele mehr wie sonst immer, sondern sitzt nur vor sich hin oder schläft. Selbst zum essen kommt er nur selten...

was sollen wir machen? Bitte helft uns

Antwort
von Pudelwohl3, 1.262

Weil sich das sehr ernst liest und man hier eigentlich nur kurze Antworten geben kann, würde ich Euch empfehlen, Kontakt mit einer Erziehungsberatungsstelle aufzunehmen.

Eine Adresse bekommt Ihr sicher von Eurer Gemeinde oder dem Jugendamt genannt.

Es ist ziemlich wichtig, dass Ihr Euch aus dieser Falle befreien könnt. Wichtig für Euch - aber auch für Euren Sohn.

Kommentar von Huflattich ,

Zu spät er ist 18 Jahre alt.......

Kommentar von Sesshomarux33 ,

Es ist dafür nie zu spät.

Kommentar von Pudelwohl3 ,

Erziehungsberatungsstellen haben keine fixe Altersbegrenzung.

Kommentar von Miramar1234 ,

Nein,das nicht,aber sinnvoll wärs im Schulalter gewesen.Ich bin mir fast sicher das ein psychisches Problem unbehandelt geblieben ist.Den Eltern kann man nur Versagen vorwerfen und jetzt keinen Guten Rat mehr geben.

Kommentar von Pudelwohl3 ,

Ich möchte Dir, was Deinen Vorwurf an die Eltern anbelangt, widersprechen.

Weder rechtfertigt die eingestellte Frage solch eine Spekulation noch sind die Welt und das Leben so schlicht, wie Du mit Deinem Beitrag zu glauben scheinst.

Deshalb ist eine genaue Betrachtung und Analyse - sehr vieler dazugehöriger Aspekte - unbedingt sinnvoll.   

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 662

Hallo!

Auf mich wirkt es so (feste Rituale wie das dauernde PC-Sitzen, abgebrochene Praktika, Selbstmordgedanken, kein Interesse an seinen Kumpels, fehlende soziale Kontakte...) dass er depressiv ist bzw. dahingehende Probleme hat. Wenn er betont euch zu hassen, hat er vllt. irgendwelche traumatischen Erlebnisse gehabt die indirekt mit euch zu tun haben & die er noch immer nicht verarbeitet hat?!

Da kann es auch durchaus leicht denkbar sein, dass er wirklich ein ernsthaftes psychisches Problem hat & die Arbeiten/Praktika nicht aus Witz und/oder Unlust abbricht sondern weil er es psychisch nicht fertigbringt.. ich kannte einen Jugendlichen, der (auch mit 17/18) ganz ähnliche Schwierigkeiten hatte ---------> viele dachten der sei einfach nur faul, bis herauskam dass er in Wahrheit sehr schwer depressiv war... auch er hatte Probleme wie dass er sich von seiner Familie nicht angenommen fühlte, Selbstmordgedanken über die er offen sprach (!) sogar in der Clique, und i.wann kapselte er sich ab weil er nicht mal an seinen Hobbys mehr Spaß hatte. Er hat durch einen Psychologen & "Arbeitstherapie" neuen Mut bekommen, absolvierte 'ne Ausbildung als Kfz'ler & arbeitet heute ganz normal in einem Autohaus hier im Ort.

Ich würde an deiner/eurer Stelle über den Besuch bei einem Psychologen nachdenken.. wobei dein Sohn dem zustimmen muss weil es sonst nicht fruchtbar ist.. wenn er Depressionen hat dann wird er vor allen Veränderungen Angst haben & dem bestimmt nicht offen ggü. stehen... lasst ihm einfach Zeit, er kommt sicher i.wann selbst auf den Gedanken dass sich was ändern MUSS. 

Mit Ämtern oder Erziehungsberatungsstellen wäre ich vorsichtig.. das kann man alles umgehen.. evtl. könnte ein einfühlsamer Psychologe die beste Adresse sein. Denkt mal gemeinsam drüber nach allerdings ganz neutral & ohne eurem Sohn irgendwelche negativen Gefühle zu geben oder so.. verurteilt ihn zunächst mal nicht!

Hoffe, dass ich euch helfen konnte mit meinem Kommentar. Er beruht auf einer eigenen Erfahrung aus meinem Umfeld!

Antwort
von reginarumbach, 280

habe mir hier einige antworten durchgelesen und muss sagen, aus leidvoller eigener erfahrung, dass ich glaube, dass ihr a) viel zu spät reagiert jetzt, denn die probleme scheint es ja nicht erst heute mit ihm zu geben und b), dass es KEINE erziehungssache ist, dass er so abweisend und komisch drauf ist.

ich glaube vielmehr, dass es sich hier um eine psychische erkrankung handelt, die warum sie auch immer entstanden ist, hier in euerem sohn wirkt. ich mag gar nicht mutmaßen was es ist, ich weiß aber, dass dieses verhalten von ihm tatenlos im zimmer zu sitzen, nachts herauszuschleichen, sehr abweisend zu sein, keine freude am leben zu empfinden, suizidgedanken zu äußern, den weg in die arbeitswelt nicht zu finden, usw.usw. sehr wohl zum bild einer psychischen erkrankung passt. es gibt da auch welche, die durchaus viele sogenannte antisoziale tendenzen enthalten. er braucht deshalb hilfe und nicht auch noch konsequente maßnahmen, obwahl das hier vielen sehr logisch erscheinen würde ihn z.b. rauszuwerfen, den strom oder den geldhahn abzudrehen. ja, es gibt erkrankungen, die man als laie erstmal gar nicht erkennt, die sich aber genau so äußern. dann ist es besonders schwerwiegend für die betroffenen, wenn sie in ihrer einsamen welt, denn er fühlt sich ja ganz offensichtlich einsam und unverstanden, dann auch noch verstoßen werden.

euer verhältnis zu ihm scheint auch nicht gut zu sein, da ihr wohl schon früh nicht an ihn heran gekommen seid, was auch absolut für eine psychische erkrankung spricht, denn kein kind zieht sich einfach so in sich selbst zurück und lehnt kategorisch seine eltern ab.

wenn es möglich ist, dann versucht euch mal beim psychiatrischen dienst eurer stadt, oder eures kreises zu informieren wie und wo ihr hilfe bekommen könnt. noch einmal, wie es aussieht, handelt es sich hier NICHT um eine erzieherische herausforderung, sondern um eine psychische erkrankung. da helfen erzieherische maßnahmen NICHT. 

ich wünsche euch gute nerven und durchhaltevermögen. versucht, auch wenn sein verhalten für euch unverständlich und asozial wirkt, ihn nicht zu verurteilen, sondern einen zugang über verständnis zu bekommen und holt euch hilfe, sonst schafft ihr das nicht mit ihm. er wird ganz sicher weiter abrutschen und noch wesentlich seltsamere verhaltensweisen an den tag legen. wartet nicht länger euch zu informieren, sonst wird es keine chance auf heilung geben, sondern ein großes unglück und nur noch missverstehen.

alles GUTE euch!   

Kommentar von reginarumbach ,

p.s.: dass er sein ganzes leben immer als qual empfindet und nicht zurecht kommt, ist ein ganz starker hinweis auf eine frühe erkrankung. er kommt mit dem alltag, den wir leben und als selbstverständlich empfinden nicht zurecht, fühlt sich womöglich überflutet und überfordert, kann die einfachsten dinge nicht durchhalten, sitzt tatenlos im zimmer, kümmert sich nicht richtig um sein leibliches wohl. wie als wäre ihm das leben selbst zu viel. ja, es sollten therapeuten aufgesucht werden. unbedingt.

Kommentar von Hermannson ,

Super wie viel Mühe sich alle geben beim denken. Ich glaube hier sind viele Ratschläge herausgekommen die man anwenden kann. Jedoch klingt Psychische Erkrankung mir etwas zu dramatisch. 

Wenn man es so nennen will, muss man dabei sagen, dass es unterschiedliche Schweregrade gibt.

Ich glaube der Junge ist frustriert, enttäuscht (es ist ja auch Teilweise sch... wenn man als junger Erwachsener langsam merkt wie die Welt tickt) Man sollte dem Sohn eher zeigen, dass es sich lohnt etwas zu mache aus seinem Leben.

Ich muss da dran denken wie die Amis das machen. Da nimmt sich ab einem gewissen Alter einfach ein Erwachsener Mann des Jungen an und unternimmt etwas(eine Art Pate oder großer Bruder): Boxen, Jagen, Fischen, Autos oder egal was. Aber Psychiater... ich bezweifele dass das in so einer Situation jemals optimal war.

 Aber das ist auch nur meine Subjektive Einschätzung, das gebe ich zu.

Antwort
von violatedsoul, 202

Der Sinn des Lebens ist sicher nicht, arbeiten zu gehen. Arbeit ist nur ein Teil des Lebens.

Der Sinn des Lebens sollte sein, sich angenommen zu fühlen, willkommen zu sein. Zu viele haben aber Zukunftsängste, Vertrauensprobleme, Versagensängste.

Unsere Gesellschaft ist eine Leistungs(druck)Gesellschaft, in der jeder untergeht, der sich wagt, eine Schwäche zu haben und sie auch noch zugibt.

Euer Sohn ist meiner jüngeren Tochter ähnlich. Auch zugeknöpft bis obenhin, lässt keinen an sich ran, redet wenig und wenn man sie etwas fragt, kommt nur eine genervte Antwort. Ich entschuldige aber nichts mit der Pubertät, das ist mir zu einfach gedacht. Für mich ist es auch eine gehörige Portion Ignoranz und Arroganz, sich so zu präsentieren. Niemand tut ihr was, niemand hat ihr was getan.

Unterstützung kann man sich zwar holen. Aber wer nicht reden will und alles ablehnt, dem kann keiner helfen. Meine "Allzweckwaffe" ist nur immer wieder zu sagen, dass man reden und sich anvertrauen kann und dass man immer da ist und hilft.

Aber wollen muss es die Gegenseite.

Rauswerfen ist im Moment noch keine Option. Aber das ewige Hotel Mama und Papa gibt es auch nicht. Was bedeutet, eine Ausbildung hat er sich zu suchen. Wenn er sich anhaltend weigert, dann stellt alles ein, was ihr für ihn tut. Den Arzsch hinterhertragen bringt ihn nicht weiter.

Was seine Gedanken angeht, könnt ihr euch an den Kinder-oder Hausarzt wenden. Es gibt Adressen von Kinder-und Jugendpsychologen. Dort könnt ihr euch beraten lassen.

Antwort
von zippo1970, 211

Hallo!

Schwierige Situation. Das sind bei deinem Sohn, schon psychische Auffälligkeiten, mit denen er eigentlich, aus meiner Sicht, in eine Psychiatrische Facharztbehandlung gehört.

Wenn er mit Selbstmord droht, gibt es vielleicht auch Möglichkeiten, ihn auch gegen seinen Willen, einer Behandlung "zuzuführen". Ich würde sein Verhalten auf jeden Fall. mal mit einem Psychiater besprechen, und sehen ob er vielleicht Rat weiß.

Für euch als Eltern, ist das natürlich nicht leicht. Und natürlich weiß er, dass ihr ihn nicht raus schmeißt. Und Selbstmorddrohungen sind natürlich ein Gutes Mittel, um seine Ruhe zu haben, vor nervigen Fragen und Ratschlägen. Er hat euch ganz schön im Griff.

Ihr dürft aber natürlich nicht vergessen, mit 18 Jahren, hat er jetzt auch eine gewisse Eigenverantwortung, für sich und sein Leben. Ihr werdet nicht immer für ihn da sein können. Je schneller er das begreift, desto besser.

An eurer Stelle, würde ich mir auf alle Fälle, professionelle Hilfe bei einem Arzt/Psychologen suchen. Weil alleine werdet ihr damit nicht fertig.

Alles Gute!

LG :-)

Kommentar von MeliS1998 ,

Und Selbstmorddrohungen sind natürlich ein Gutes Mittel, um seine Ruhe zu haben, vor nervigen Fragen und Ratschlägen.

Ich denke, um überhaupt auf den Gedanken von Selbstmord zu kommen, muss man schon ziemlich depressiv sein. Dass das nur als Drohung angesehen werden sollte, wage ich zu bezweifeln.

Kommentar von zippo1970 ,

Hallo  MeliS1998!

Prinzipiell hast du natürlich Recht. Deswegen schrieb ich ja auch, dass der Sohn, der Fragestellerin, meiner Ansicht nach, in psychiatrische Behandlung gehört.

Aber aus meiner Erfahrung heraus, ist es gar nicht so selten, dass Menschen, die auch mal "öfter" mit Suizid "drohen", oder davon reden, dass auch oft aus dem Grund machen, um andere Menschen zu manipulieren. Was natürlich auch psychische Ursachen hat, und nicht als "Boshaftigkeit" zu werten ist.

LG :-)

Kommentar von Georg63 ,

Ich denke, um überhaupt auf den Gedanken von Selbstmord zu kommen, muss man schon ziemlich depressiv sein.

Dem ist nicht so. Solche Gedanken kommen jedem (oder vielen) gelegentlich. Schlimm wirds nur, wenn man sich da reinsteigert. Normalerweise hat man anderes zu tun, als sich über sowas seinen Kopf zu zergrübeln - darum hilft am besten "etwas tun" - was auch immer, aber regelmäßig.

Antwort
von IShallTry, 14

Bin Selber 17 Jahre alt und fast 18 und hoffe das ich helfen kann.

Ich war vor kurzem in einer ähnlichen Lage, dein Sohn muss erstmal durch eine Aktion überrascht werden die neu für Ihn ist, die ihm Spaß macht und seine Handlungen ändert. Es wird Ihnen sicherlich nicht gefallen, aber wenn er wieder nichts macht und es ist so 19:00 Uhr, dann steh auf, geh zu ihm, leg deine Hand auf seine Schulter und sag: " Komm wir gehen trinken, ich bezahl."

Wenn er so ist wie ich, dann wird er dieses Angebot nicht ausschlagen.

Möglicherweise sind so viele Jungs und im Falle das es klappt und er betrunken wird, rede auf Ihn ein das Ihr einen tollen Abend habt, und durch etwas Arbeit noch besseres im Leben geschieht.

Zwei betrunkene Männer ist normalerweise der Beginn auf eine Männerfreundschaft, deshalb geh ich mit meinem Vater manchmal auf ein Bier raus :). Wenn er akzeptiert, gib Ihm am Anfang was starken, zwei - drei Jägermeister, kommt auf seine "Breite" an.

Er wird sich auf jeden Fall wundern warum du auf diese Idee kamst, also hab zwei Antworten am Start, weil auf die erste er vielleicht mit "Na klar... " antwortet, wird die zweite auf Ihn wirken als würdest du Ihm die Wahrheit sagen.

Viel Glück mit deinem Sohn, hoffe er ändert sich zum guten.

Antwort
von Huflattich, 68

Er argumentiert wie ein Kleinkind und sagt uns dass es unnötig ist arbeiten zu gehen da er ja sowieso irgendwann sterben muss und es ihm dann auch nichts gebracht hat wenn er dann sein Leben mit Arbeit "verschwendet". 

Dem Herrn muss gezeigt werden das es schon Sinn macht zu arbeiten.Warum habt Ihr Euch so gequält und gearbeitet ? 

Zu erkennen wofür man arbeitet gibt dem Leben einen Sinn. Also für Strom, Miete, Essen,warmes Wasser etc.. Klar, er wird patzig o.k. kein Problem dann wird er es halt .

Wir Erwachsene - Eltern  haben immer Angst vor den Konsequenzen, wenn wir unsere Kinder erziehen, auf den - in unseren Augen - rechten Weg bringen wollen. Die Drohung sich umbringen zu wollen ist heftig, damit umzugehen schwer. So weiter zu leben, aber sicher auch keine Lösung. 

Wenn Du ihn "raus wirfst", musst Du am Ende noch für seinen Lebensunterhalt aufkommen - und ob er sich nicht was antut weißt Du auch nicht. Gegensteuern ist schwer jedoch unabdingbar. .   

Ich würde folgendes drastisches probieren. Strom abdrehen, essen abdrehen,Wasser abstellen Alles was ihm Spaß macht entfernen Leistung gegen Ware. Fängt er an zu arbeiten, gibt es Strom, Heizung Wasser (duschen) alles was Leben so ausmacht. 

Dann würde ich ihm eine Lehrstelle/Arbeit suchen und klar machen, dass wenn er das diesmal nicht durchzieht die Annehmlichkeiten gestrichen sind.

Vermutlich schreibe ich nur so klug weil ich die Situation falsch einschätze.und ob meine Maßnahmen klappen würden, weiß ich nicht. Daher wie immer

alles ohne Gewähr entscheiden müsst natürlich ihr. 

Zumindest wird er recht überrascht sein, so entschlossene Eltern vor sich zu sehen, die einen Standpunkt vertreten. 



Antwort
von Zeroknight, 239

Ich bin weiblich und werde bald 17. Ich kann mich nicht nur ausgesprochen gut in die Lage Ihres Sohnes versetzen, sondern weiß nur zu gut, was wohl in seinem Kopf vorgeht.
- Ich denke sehr oft darüber nach, worin der Sinn des Lebens steckt; Siebzig Jahre ackern? Für was? Alle sind doch auf ihre Art und Weise psychisch erkankt. Dann frage ich mich, bei all den Dingen, die hier geschehen, was denn eigentlich menschlich ist? Alle sagen:"Diese Abscheulichkeiten! Das ist doch nicht menschlich!" Ja, aber was ist denn eigentlich menschlich? Vielleicht ist es ja sogar menlisch, so grausam sein zu können...
Und dann bin ich selbst unzufrieden. Es ist sehr wahrscheinlich auch seine eigene Unzufriedenheit, nicht unbedingt mit sich selbst, über die Dinge, wie sie nunmal sind.
Ich möchte mich keinesfalls mit Ihrem Sohn vergleichen, nur ist mir bei Ihrem Text aufgefallen, dass er wohl schon sein ganzes Leben lang eher zurückgezogen ist. Meine Eltern - meine gesamte Familie - Erzieher, Lehrer, Bekannte... All sie sorgen sich um mich mein Leben lang, weil ich eine stille Person bin und niemand an mich heran lasse. Auch mache ich immer dasselbe; morgens aufstehen, in die Schule gehen, nach Hause kommen.
Ich habe Freunde, die mir sagen, dass sie mich lieben, aber ich bekomme mich selber nicht hoch. Mir fehlt einfach auch die Energie, durch die Fragen in meinem Kopf, was das hier alles für einen Sinn hat.
Natürlich gibt es schöne Momente, aber seltsamerweise... überwiegt das Schlechte.
Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber ich dachte, ich versuche mal meine Gedanken aufzuschreiben, durch gewisse Ähnlichkeiten zu ihrem Sohn und da ich in seinem Alter bin. Vielleicht verstehen Sie es dadurch auch ein wenig besser (?) Wundern Sie sich bitte nicht all zu sehr über meine Ausdrucksweise, was heute nicht mehr unbedingt übglich in der Jungend ist, ich lese sehr viel ect.
Vielleicht kann ich Ihnen ja auch noch etwas weiterhelfen, wenn Sie noch bestimmtere Fragen haben.
LG Zeroknight :)

Kommentar von Andrej1964 ,

Ich und meine Frau kamen aus der Sovjetunion nach Deutschland und haben immer hart gearbeitet um unseren Kindern etwas zu ermöglichen, nebenbei stundenlang bis in die Nacht herein deutsch gelernt und hin und her. das war nicht leicht aber bei unserem älteren sohn hat es sich gelohnt, er ist vernünftig geht arbeiten und sucht eine wohnung. 

vielleicht liegt es auch daran dass wir immer gearbeitet haben und nie Zeit für unsere Kinder hatten dass er jetzt so ist, ich mache mir da schon vorwürfe. 

Kommentar von Irukandji00 ,

Möglicherweise assoziiert er "Arbeiten" aufgrund seiner Erfahrungen in der Kindheit mit alleine sein, Unzufriedenheit, Hilflosigkeit, oder Unerwünschtheit. Machen Sie ihm klar, dass sie ihn lieben und an seinem Wohlergehen interessiert sind. Ich bin auch der Meinung, dass eine Familientherapie oder zumindest irgendeine Art von Hilfe von außen einen Nutzen haben wird. Es kann nur besser werden. Ich wünsche alles Gute.

Antwort
von jessica268, 167

Ich will jetzt niemand Vorwürfe machen, aber der Sinn des Lebens ist nicht arbeiten zu gehen. Sondern: seinen eigenen Weg zu finden.

Da haben sich wohl mittlerweile die Emotionen hochgeputscht. Er will wahrscheinlich sogar seinen Weg gehen, weiß aber noch nicht wie. Und braucht wohl Zeit.

Heutzutage gibt es doch Möglichkeiten für Jugendliche sich erstmal auszuprobieren. Er könnte doch z.B. ein Jahr lang an einem anderen Ort etwas ausprobieren. Dann haben alle Abstand erstmal. Z.B. ein freiwilliges soziales Jahr. Dann ist er beschäftigt. Lernt mal die Arbeitswelt kennen. 

Aber bitte nicht weiter sagen, daß Arbeit das Wichtigste im Leben ist. Genau das ist wohl sein Problem. 

Kommentar von Georg63 ,

der Sinn des Lebens ist nicht arbeiten zu gehen. Sondern: seinen eigenen Weg zu finden.

Damit hast du nicht ganz unrecht - aber dieser Weg sollte so gewählt werden, dass er einem das lebensnotwendige Einkommen beschert - es sei denn man ist mit dem goldenen Löffel geboren und kann es sich leisten, von einem Vermögen zu leben.

Antwort
von safur, 145

Mit Vorschriften und Vergleichen kommt man da nicht weiter.

Frag ihn doch mal worauf er Lust hat bzw. was ihn motiviert. Wenn dann wieder nur so belanglose Dinge kommen (! erstmal akzeptieren), dann versuch den Fokus auf etwas anderes zu lenken.

Was interessiert ihn denn? Wie wäre es mit einer Reise? Frauen? Sport? Auto? .. Er hat doch bestimmt Wünsche, kennst du einen davon?

Rauswerfen würde ich ihn nur dann wenn Ihr Euch anbietet ihm zu unterstützen. Er muss sich selbst Gedanken machen wie seine Wohnung aussieht. Ehrlich gesagt, klingt er mir nicht in der Lage sowas gerade zu treffen.

Was ist denn im Kindergarten passiert? bzw. danach?

Er vermisst etwas von Euch, weißt du selbst was das sein könnte? Wie zeigst du Liebe / Anerkennung?

Antwort
von Goodnight, 118

Wende dich bitte an deinen Hausarzt. Dein Sohn hat sicher Depressionen. Das könnt ihr gar nicht alleine stemmen.

Antwort
von PurpleMiku, 255

Wir haben ihm gesagt das es der Sinn des Lebens ist arbeiten

Das ist so ziemlich der einzige Punkt, bei dem ich eurem Sohn zustimmen muss.

Man lebt nicht um zu arbeiten. Das ist wirklich schwachsinnig.

Wie dem auch sei. Lasst ihn arbeiten und macht nichts mehr für ihn.

Er soll sich selber zu essen machen, wenn er bei euch lebt muss er miete zahlen. Wenn er die innerhalb einer bestimmten Frist nicht bezahlen kann oder will, nehmt ihr ihm das was euch gehört, aber von ihm benutzt wird. (Internet, vielleicht das Auto).

Es ist bestimmt nicht leicht oder nett, allerdings wird er es nur so lernen. Ihr seid keine schlechten Eltern, weil ihr ihm etwas verbietet oder er plötzlich mal erwachsen werden muss. Ehrlich gesagt macht genau so etwas gute Eltern aus.

Kommentar von Andrej1964 ,

Ich weiß nicht wie ich ihm sonst klar machen soll dass Arbeit im Leben eine große Rolle spielt. Er weigert sich zu arbeiten und wird wütend wenn man ihn zu arbeiten zwingt obwohl wir ihn nicht oft zwingen zu arbeiten aber sonst geht es ja nicht. er kan auch gut arbeiten und strengt sich auch immer an wenn er arbeitet aber er macht es äußerst ungern

Kommentar von PurpleMiku ,

Naja. Ich Arbeite auch nicht wirklich gerne. Es ist halt das Notwendige Mittel, um sich Sachen die man mag leisten zu können. Seit konsequent. Wenn er keine Miete zahlen kann, wird ihm etwas fehlen. Etwas, was euch gehört und er benutzt. Essen soll er sich selber kaufen und machen. Er muss erwachsen werden. So ist das Leben.

Kommentar von Andrej1964 ,

Was mir auch aufgefallen ist dass er seit einem Monat mitten in der Nacht immer öfter das Haus verlässt und dann morgens um fünf uhr oder so erst wieder kommt, also immer dann wenn wir schlafen, ich habe ihn mal gefragt was das soll aber er hat abgeblockt auch als ich ihm einen Anschiss gegeben hat, das hat es nur schlimmer gemacht

Kommentar von PurpleMiku ,

Ihr seid nicht wirklich konsequent. Wieso bekommt er ärger, wenn er Nachts das Haus verlässt. Er ist 18. Im Prinzip kann es euch egal sein und es geht euch eigentlich auch nichts an. Das er deshalb ärger bekommt, suggeriert doch, dass ihr ihn teilweise noch wie ein Kind behandelt, erwartet dann aber von eben diesem Kind zu arbeiten.

Das ist jetzt eine Kleinigkeit und bestimmt nicht der Grund, weshalb er nicht erwachsen werden möchte. Vielleicht fallen euch dadurch aber weitere Sachen ein, bei denen ihr ihn wie ein Kind behandelt.

Kommentar von Andrej1964 ,

Das kann schon sein. mir ist es eigentlich egal was mein sohn in seiner freizeit so macht, hauptsache er macht etwas anderes als sich isolieren. Meine frau ist da schon anders, sie will immer gerne wissen wo er gerade hingegangen ist und fragt ihn dann aus. 

Kommentar von PurpleMiku ,

Da muss sich deine Frau dann aber etwas zurückhalten. Wenn sie will das er Erwachsen wird, darf sie ihn nicht wie ein Kind behandeln. Beides geht nicht.

Ich bin selber 21, wohne bei meiner Mutter (Ausbildung dieses Jahr fertig und dann mit etwas Glück ein duales Studium in Bayern und bin dann demnach auch bald weg) und war früher auch sehr sehr faul. Eigentlich bin ich es noch immer. Allerdings koche ich für mich selber (Meine Mutter bringt mir manchmal was vom Einkaufen mit, das wars dann aber auch), putze mein Zimmer usw.

Nicht, weil es meine Mutter so wollte. Sie würde heute noch für mich kochen. Ich wollte es einfach so. Ich wollte selber nicht mehr wie ein Kind behandelt werden.

Kommentar von fcb312 ,

Auf den punkt gebracht

Kommentar von schimmelmund ,

Wenn es nach meiner Mutter ginge würde ich noch mit 30 bei ihr wohnen und dürfte nicht selbst kochen.

Bin aber mit 19 ausgezogen.

Antwort
von howelljenkins, 78

naja, der sinn des lebens ist "arbeiten zu gehen" ... das ist ja genau der grund, weshalb er sein leben fuer sinnlos haelt. sehe ich auch anders. der sinn meines lebens ist sicher NICHT, arbeiten zu gehen. ich arbeite, um zu leben.

was ich an eurer stelle machen wuerde: er kann bei euch wohnen, aber er ist nur geduldet. das heisst: seine waesche wird nicht gemacht, essen kann er, was da ist, extrawuerste gibt es nicht und es wird ihm auch nichts gebracht. wenn er irgendwelche wuensche hat, wird darauf keine ruecksicht genommen.

er bekommt auch kein geld, sein zimmer wird nicht aufgeraeumt oder geputzt und es wird ihm auch sonst nichts abgenommen.

dafuer lasst ihr ihn in ruhe. wenn er in seinem zimmer verschimmeln moechte, kann er das tun. er kriegt bloss keine unterstuetzung mehr. 

sollte er von selbst auf den gedanken kommen, einen arzt aufzusuchen oder sogar eine therapie anzustreben, koennt ihr ihm ein bisschen entgegenkommen. ebenso, wenn er sich einen ausbildungsplatz sucht etc.

ansonsten ist er eben bloss geduldet. 

Antwort
von Hermannson, 179

Ich war selber nicht immer ganz einfach für meine Mutter(bin 32). Daher kann ich mir vorstellen wie er tickt.Vielleicht gibt es eine Männliche Person die er respektiert und etwas positiven Einfluss nehmen könnte. Aber wenn er 18 ist, ist es tatsächlich schwer, denn sowas wie Computer wegnehmen geht schlecht und Schulpflicht ist nicht mehr existent. Ich würde vielleicht versuchen ihn in ruhe zu lassen und ihn nicht zu rufen. Dreh den Spieß um. Keine Wäsche waschen, kein Essen kochen.  Auf jeden fall trotzdem nett bleiben, Ihm einfach sagen, wenn er meint alt genug zu sein, soll er sich auch selbst bewirtschaften. Lass Ihn an die lange leine Inkl. selber Einkaufen. Kühlschrank-Trennung. Und keinen Streit machen. Er ist dein Sohn und gebe ihm Zeit. Auch wenn es ein paar Jahre dauert, wenn Du ihm ein Zuhause (Dach über dem Kopf )gibst. wird er zur Vernunft kommen. Auch wenn es nicht leicht wird, immer Stark bleiben und keine Schwäche zeigen. Solange er keine Drogen nimmt (ich meine nicht Marihuana), ist alles noch im grünen bereich. Streit, Wut, Enttäuschungen usw machen alles noch viel schlimmer. Und glaube mir, er meint nicht alles immer so wie er es sagt jedenfalls nicht dauerhaft, er ist leider nur auf dem Papier "erwachsen", aber immerhin.

alles Gute

Kommentar von Andrej1964 ,

Das schlimme ist das wir kaum etwas von ihm wissen weil er uns so gut wie nie etwas erzählt, nur das nötigste eben. Wir haben noch einen älteren Sohn der 21 (der eine ausbildung hat) ist aber die beiden haben ein sehr schlechtes verhältnis deswegen denke ich nicht dass er ihn respektiert oder als Vorbild wahr nimmt 

Kommentar von Hermannson ,

Wie gesagt versucht liberal zu sein, auch wenn es schwer fällt. Ihr müsst wieder eine Beziehung aufbauen. Sonst wird alles irreparabel sein.

Kommentar von Irukandji00 ,

ich weiß nicht ob es der richtige Weg ist, ihm von heute auf morgen kein Essen mehr zu kochen und keine Wäsche mehr zu waschen. Wahrscheinlich hat Ihr Sohn das noch nie gemacht und wäre mit der Situation überfordert. Das halte ich für kontraproduktiv, immerhin liegt der Kern des Problems ja nicht darin, dass er faul o.ä. ist. Ich würde vermuten, er hat Depressionen oder mit einem Trauma zu kämpfen und da hilft es nicht, wenn man ihm noch weitere "Steine in den Weg" legt (übertrieben gesagt).

Kommentar von Hermannson ,

Ja ich hatte vorhin schon geschrieben, das das vielleicht übertrieben war. Das war mein erster Gedanke. Aber ich bin darauf gekommen, dass das nicht zur Entspannung der Situation beitragen würde, was dringend wünschenswert wäre. Nur sollte der Junge für Freiheiten auch gaanz langsam an Pflichten gewöhnt werden. 

Antwort
von nintendoluk, 149

Wenn er so oft vorm PC sitzt und seine Arbeit nicht machen will, würde ich an eurer Stelle einfach den Stecker ziehen. Dann soll er für seinen Strom etwas Hausarbeit machen.

Ihr solltet versuchen, ihm klar zu machen, wie gut er es eigentlich bei euch hat.

Ich bin selbst ein 18-Jähriger Junge, sitze auch sehr oft vorm PC, mache aber meine Hausarbeit, weil ich weiß, dass meine Eltern die Macht über den Sicherungsschalter haben ^^

Noch ein Tipp: Geht es langsam an: Wenn er aktuell wirklich diese ausgeburt der Faulheit ist, die du oben Beschrieben hast, dann wird es ihn total überfordern, wenn er von heute auf morgen sich zu 100% Umstellen muss.

Ein guter Anfang wäre es z.B., dass er wenn er von der Schule heimkommt, erstmal die Spülmaschine aufräumen soll, bevor er seinen PC einschalten darf.
Das könnt ihr dann von Zeit zu Zeit weiter führen, sodass er sich langsam an die arbeit "gewöhnt".

Und wenn er mal wieder "Patzig" wird wenn man ihn ruft:
Denkt dran, Zocken ist ein Hobby wie Tennis, oder Fußball. Man möchte i.d.R. die Runde fertig-spielen, bevor man Zeit für etwas anderes hat. Gerade bei manchen Online-Spielen dauert eine Runde bis zu einer Stunde.

Dass man da nicht einfach so aufhören will, liegt nicht nur daran, dass man selbst weiterspielen möchte, sondern auch daran, dass man seine Mitspieler (oder auch Online-Freunde) enttäuscht, wenn auf einmal ein Teammmitglied fehlt. Anders als beim Fußball gibt es hier meistens keine Ersatzspieler.

Ich will damit auf keinen Fall den Umgangston von deinem Sohn rechtfertigen. Es ist nur so, dass viele Jugendliche (Ich früher auch) häufig Probleme mit ihren Eltern haben, weil diese Ihre Hobbys nicht nachvollziehen können.
Ihr könnt nicht von ihm Verlangen, dass er sofort aufspingt, wenn ihr ihn ruft. Lasst ihm etwas Zeit und kündigt es an, ein paar Stunden bevor er zu euch kommen soll. Dann lernt er sogar ein bisschen Terminplanung :-)

Wenn er die Termine dann immer verpennt, könnt ihr immer noch den Strom wegnehmen. Er wird sich dann zwar furchtbar aufregen und euch für irgendwelche virtuellen Niederlagen beschuldigen, aber in seinem inneren wird er sich selbst die Schuld geben, weil er ja wusste was passiert.
Nach ner Zeit wird er es dann auch lernen.

Ich wünsche euch viel Glück :-)

LG
Lukas

Kommentar von nintendoluk ,

P.S.: Wenn du interesse für sein Hobby entwickeln willst und ihm ein paar mal beim Computern zusehen willst, mach das nur Tagsüber und Klopfe vorher!
Wenn er ein Headset (Kopfhörer) auf hat, bedeutet das meistens, dass er mit seinen Freunden redet, da ist es eher peinlich wenn die Eltern kommen.
Frag ihn auch mal ob du mitspielen kannst, oder ob er ein Spiel hat bei dem du mitspielen könntest.
Wenn dir dein Kind wichtig ist, wird dir das auch Spaß machen ;-)

Antwort
von peterobm, 172

da steckt möglicherweise mehr dahinter. Depressiv, kann auch psychisch-manisch sein.

Kommentar von Hermannson ,

Ihr seid alles sone "Hobbypsychologen" kaum zu fassen.

Kommentar von peterobm ,

klugsch.... sowas in der Art hab ich in der Familie, selbige Anzeichen

Kommentar von Irukandji00 ,

Ein Hobby-Psychologe zu sein erscheint mir immer noch besser, als keinerlei Empathie zu besitzen.

Kommentar von Hermannson ,

Wenn Du meine Antworten liest, wirst Du erkennen, dass ich durchaus Empathie fähig bin. Manchmal bin ich einfach für klare Worte! Und Hobbypsychologe will hier jemandem eine Manie aufs Auge drücken. Das macht sich gut in der Psychiatrie-Akte des Sohnes.

Antwort
von Kashazhij, 346

Nein, nicht zu spät. Bei mir wäre das Jugendamt bis zum 21. Jahr (oder 22-23) tätig gewesen, hätte ich mich mit 18 selber nicht davon entwendet, indem ich 600Km weit weg zu meinem Freund gezogen bin. Das Jugendamt hat allerdings, wenn er 18 ist, nicht mehr ganz so viel zu sagen, da er alles tun kann, was er will. Was allerdings hilft (ist ziemlich hart) ist, wenn ihr eine Psychiatrie anruft & ihnen die Suizidgedanken schildert. Sie kommen dann angefahren & holen ihn einfach ab & arbeiten an ihm. Wie gesagt, ist ein sehr harter Schritt, aber das würde nur zum Besten dienen, für beide Seiten. Was ihr noch machen könnt - ihr könnt für euren Sohn einfach da sein. Einfach mal zu ihm setzen & sagen "Hey, wir sind da, wenn du uns brauchst". Das 18. Lebensjahr ist für viele ein schwieriges Alter. Irgendwann kommt er zur Besinnung, die Frage ist nur, ob er es rechtzeitig getan hat, oder nicht. Ich hatte mit meinem 18. Lebensjahr genau dieselbe Ansicht, verursacht durch andere Umstände, aber dennoch dieselbe Ansicht. Ich will niemanden beunruhigen, aber man versucht bei dieser Situation & Einstellung in eine andere Welt zu flüchten. Dass euer Sohn euch von seinen Suizidgedanken erzählt bedeutet, dass er sich innerlich die Nähe zu euch wünscht. Evtl. hat er versucht diese Nähe in seinen Freunden zu finden, als das nicht geklappt hat, hat er sich von ihnen mehr, oder weniger, abgewendet. Wenn er jetzt schon bei jedem Gespräch über eine Arbeit abweisend wirkt, macht noch mehr reden es nurnoch schlimmer. Versucht mal das Thema eine Weile nicht mehr anzusprechen. Erst dann macht er sich Gedanken darüber, aber das erfordert Geduld. Ich wünsche euch sehr viel Glück & alles Gute. Meine Antwort darf sehr gerne kommentiert werden. 

Liebe Grüße, Kasha. 

Antwort
von MERCfan, 323

Erstmal denke ich das rauswerfen keine so gute Idee ist, da er dann erst recht nicht mehr weiß was er mit sich anfangen soll. Ich bin jetzt kein psychologe oder sowas in der art aber ich denke das sollte man nicht tun. Aber es gibt bestimmt einige Therapiemöglichkeiten. So schlimm das jetzt auch klingt (was ja eigentlich nicht Schlimm ist) aber ich denke das ist die beste Möglichkeit. Dadurch dass er jetzt 18 ist ist es natürlich schwer ihn zu irgendwas zu zwingen da er ja laut Gesetzt Erwachsen ist. Aber ich würde vielleicht zu Familienberatungsstellen gehen und wenn die nicht weiterhelfen konnten, zum Psychologen. Aber beides erstmal ohne den Sohn, am besten erstmal ohne das er das weiß. Ich weiß das mit dem Psychologen ist hart aber ich denke das er genau der Richtige ansprechpartner für diesen Fall ist. Beobachtet aber intensiv was er macht am Computer. Ich würde sogar fast sagen das ihr ihm den Computer fürs erste wegnehmt. Aber achtung das ist eigentlich Diebstahl aber wenn es für sein bestes ist würde ichs machen. Dann will ich euch nicht beängstigen aber es gibt genug junge leute die auf die Schiefe bzw. Kriminelle Bahn gekommen sind. Also passt auf euren Sohn auf und schaut genau was er macht. Und ich will euch wirklich keine Angst machen und versteht das bitte nicht Falsch, aber der IS sucht junge leute die mit ihrem Leben nichts mehr anzufangen wissen. Schaut deshalb was euer Sohn macht. Ich hoffe, dass ich euch helfen konnte. Bitte sucht euch hilfe von Experten möglichst nicht im Internet! LG MERCfan

Kommentar von Andrej1964 ,

Ich habe in den Anworten schon mal geschrieben dass das schlimme an unserem Verhältnis mit unserem Sohn ist dass wir kaum etwas von ihm wissen weil er uns wirklich kaum etwas erzählt und auch am Esstisch nie mit uns richtig redet. wenn er was sagt, ist es meistens was gehässiges. 

Kommentar von MERCfan ,

Ich habe hier irgendwo noch den Tipp mit dem Internet abstellen gelesen. Denke das ist auch eine Möglichkeit. Das ist ja kein Diebstahl da das Internet von euch bezahlt wird. Ich denke zumindest das es so ist.

Kommentar von Andrej1964 ,

Ich denke dass ich es zumindest mal versuchen kann auch wenn das wieder streit gibt. Danke für diesen Tip. Ich bin aber auf jeden Fall der meinung das mein sohn irgendwas verheimlicht vor allem weil er immer öfter sich nachts rausschleicht und dann morgens erst wieder kommt. 

Kommentar von MERCfan ,

@Andrej1964 Ok, aber bitte Versucht es mit der Beratungsstelle. Ich weiß das macht man eigentlich nicht aber wenn ihr das Passwort seines PC's habt oder er garkeins eingebaut hat das sucht doch mal was er im Internetverlauf sich so alles angeschaut hat. Vielleicht findet ihr was.

Kommentar von Andrej1964 ,

Das wird ziemlich schwer sein weil er so gut wie immer in seinem Zimmer ist und er würde es sofort merken

Kommentar von Hermannson ,

Der Sohn ist 18 und glaubt mir es ist besser nicht immer alles zu wissen. PC- Passwort?! Nicht euer Ernst. 

Kommentar von danacos ,

Nicht dein Ernst, oder? Sie haben ein schlechtes Verhältnis zu ihrem Sohn, er meint ihnen etwas verheimlichen zu müssen und findet wohl Zuflucht in was auch immer er am PC macht - da rumzuspionieren geht gar nicht und wird nur dazu führen, dass er sich noch mehr abkapselt und seine Eltern noch mehr hasst. Was auch immer er im Internet den ganzen Tag macht, ist zu 99% nicht der Grund des Problems sondern eine Folge davon.

Kommentar von Hermannson ,

Der Sohn würde über eine Familienberatung lachen. Und oft setzen genau solche Berater einem dumme Sachen in den Kopf, wie zb Rauswerfen. Man sollte, im Gegenteil, alles daran setzen das der Sohn einen ernst nimmt und respektiert. Das bedeutet Liberal & Konsequent sein.

Kommentar von MERCfan ,

@Hermannson Ich weiß mit dem PC-Passwort ist eine Sache die eigentlich wirklich nicht geht aber im Schlimmsten fall würde ich es machen.

Kommentar von MERCfan ,

@Andrej1964 Ich würde trotzdem zur Beratungsstelle gehen. Egal ob jemand anderer Meinung ist. Aber vor allem aus dem Grund den Hermannson genannt hat das euren Sohn über eine Familienberatung lacht, würde ich erstmal ohne sein wissen dahingehen und einfach anhören was die sagen. Und ich würde fast sagen das ihr auch Parallel zum Psychologen geht und auch seine Meinung euch anhört. Ihr könnt aber auch vielleicht versuchen das ein Psychologe mit eurem Sohn kontakt aufnimmt und ihr ihm nochmal darauf hinweißt das der Psychologe unter Ärztlicher Schweigepflicht steht, er ihm also alles erzählen kann ohne das ihr es mitbekommt aber er ihm trotzdem Helfen kann.

Kommentar von Hermannson ,

Der Psychologe müsste am besten jemand sein der kein Psychologe ist. Jemand zu dem er aufschauen kann. Vielleicht ein Boxlehrer (nur eine Idee) oder ähnliches. Aber es ist natürlich nie verkehrt sich auch mal eine Meinung von einem Psychologen zu holen.

Antwort
von pizzacolaO, 184

Dann provoziert ihn..Isst alle einfach gemeinsam in seinem Zimmer so ist er gezwungen entweder mit zu essen oder sein Zimmer zu verlassen. Vielleicht fehlt ihm auch einfach eine Bezugsperson wie eine Freundin..? Wenn er nicht arbeiten gehen möchte soll er wenigstend einen Hobby nachgehen( für den Anfang) und wenn er dann immer die gleichen Menschen um sich hat und die über ihr Leben erzählen..dann fühlt er vielleicht Neid und will auch was erreichen. Ladet all seine Freunde zu ihm ein..aus Scham wird er vielleicht wieder auftauen..

Antwort
von Camper3, 41

Ich bin jetzt selbst zwar kein Profi in dem bereich und erst 17 Jahre alt und hänge viel am Computer (hab jedoch eine Ausbildungstelle), aber du könntest vlt ja so sachen machen wie z.B.

- Den PC wegschmeißen/einschließen/verstecken

- Ihr macht ihm nichts zu essen/wäsche und er muss das dann selber machen

- Alles bezahlen was er von Papi und Mami bekommt (Essen, Wasser, Strom)

Du kannst ja auch selbst noch ein bisschen die Grauenzellen anstrengen und dir sowas ausdenken das er vlt angeregt wird sich erstmal einen Job zusuchen.

Ansonsten denke ich hier werden noch andere gute Antworten sein ^^

Antwort
von halbsowichtig, 61

Depression ist kein schlechtes Benehmen, sondern eine lebensbedrohliche Krankheit.

Anscheinend schleppt der Junge seit der Kindergartenzeit eine psychische Störung mit sich herum. Was genau es ist und woher es kam, kann nur ein guter Psychiater herausfinden.

In Folge der unbehandelten Störung scheint er über die Jahre eine Depression entwickelt zu haben. Ohne professionelle Hilfe wird da leider nicht viel möglich sein.

Antwort
von Grautvornix, 135

Erhlich?

So wie du das schilderst, hättet ihr viel früher reagieren müssen.

Nun gut, hört sich nach einer Depression an, wenn er nicht will kannst du nichts machen.

Er ist 18, damit kann er machen was er will, aber du musst das nicht so hinnehmen.

Da er keinen Ausbildung hat, bist noch bis 25 unterhaltspflichtig.

Du kannst ihn rausschmeissen, aber musst ihn bei der finanzierung einer eigenen Wohnung unterstützen.

Wie ernst seine Drohungen sich umzubringen sind, kannst nur du beurteilen. Ich denke er weiß genau das er euch damit vor ein unlösbares Problem stellt. Hat ja bisher immer gut funktioniert.

Was den Sinn des Lebens betrifft, so ist das nur deine Ansicht.

Den muss jeder für sich selbst finden, und ihm zu sagen das er darin besteht Arbeiten zu gehen, war nicht sehr hilfreich.

Denke mal drüber nach vieleicht gibt es ja noch andere Dinge die du ihm vermittel kannst.

Du könntest auch einen Psychologen aufsuchen, der dir hilft das Blatt zu wenden.

Ihn kannst du nicht zwingen dies zu machen.

Antwort
von 716167, 190

Dreh ihm Geld und Internetzugriff ab.

Kommentar von Andrej1964 ,

Er bekommt noch Geld von seiner alten Arbeitsstelle wegen Überstunden und Internet nutzt er sowieso nicht mehr.

Kommentar von Georg63 ,

Er bekommt noch Geld ..

Und zahlt er davon seinen Anteil an den Haushaltskosten?

Antwort
von akinat0r2000, 100

Also ich sag jetzt mal was ich machen würde(Bin 15 Jahre alt, also die Antworz nicht zu ernst nehmen weil ich da noch nicht erfahren bin, logischerweise) . ich würd mich fragen, was er genau am Conputer macht, also versuch mal Interesse an das zu generieren, was er am Pc. Seisst irgendwelche Ballerspiele etc. Dann. Versuch dich langsam ranzutasten, wie er meinst, wie deine Zulunft aufsehen soll. Möchte er Kinder, will er die Liebe seines Lebens finden. Und dann sagst du ihm dass man das alles nur mit Geld schafft. 

Mein Vater z.B mag seine Arbeit und in seinen Augen ist es keine Arbeit, was er macht.

Antwort
von Dahika, 58
Antwort
von HelpFulAnswer, 163

I don't know, aber...

ihr solltet mal mit eurem Sohn ein Ernstes Wort sprechen, ihn versuchen zu zeigen das Leben wichtig ist. Dabei haben es andere schlimmer, Obdachlose zum Beispiel die kämpfen Tag für Tag für ein glückliches Leben und denken nicht an den Tod.
Vielleicht solltest du ihm nach seinen tiefsten Bedürfnisse fragen und ihm diese Wahr machen, um ihn glücklich zu machen.

Kommentar von Etter ,

"Dabei haben es andere schlimmer, Obdachlose zum Beispiel die kämpfen Tag für Tag für ein glückliches Leben und denken nicht an den Tod."

Ich kann nicht sagen, ob er Depressionen hat oder wie schwer, aber wenn er welche hat, dann wird es wohl kaum helfen ihm das Leid der Welt noch unter die Nase zu reiben.

Es gibt da 3 Möglichkeiten:

a) Es heilt ihn (halte ich für absolut unwahrscheinlich)

b) Es ist ihm absolut egal, weil er selbst genug Probleme hat (mein Favorit)

c) Die Aktion macht seine Laune schlechter

Antwort
von Georg63, 123

Der Bursche hat sichs ja bequem eingerichtet. Er wird das auch nicht freiwillig ändern, denn ihm gehts doch gut.  Wer geht schon freiwillig und gern arbeiten, wenn er nicht grad seinen Traumberuf ausüben darf?

Er argumentiert auch nicht wie ein Kleinkind, sondern wie ein dreister Teenager, der keinerlei Achtung und Respekt vor seinen Eltern hat.

Er behandelt euch als Dienstboten und Geldbeschaffer - das habt ihr nicht verdient!

Führe ihn an die Realität heran. Mit langfristigen Drohungen (im Sommer "evtl." rauswerfen) erreichst du nichts - das nimmt er einfach nicht ernst.

Zeig ihm, wie das Leben ohne Arbeit und somit ohne Geld aussieht.

1. Maßnahme: sofort: Internetanschluss für ihn abschalten.

2. nichts mehr für ihn kaufen - keine Klamotten, keine Kosmetika, kein spezielles Essen o.ä.

3. Maßnahme:Alles einkassieren, was er nicht rechtlich als sein Eigentum beanspruchen kann. Hat er einen Smartfonevertrag? Gerät kassieren und jede Diskussion abblocken. Er kann sich ja selber eins kaufen.

4. Maßnahme: Küche Abschließen..... Er bekommt sowiel, wie er zum überleben braucht - kein Luxus - keine Extras.

5. wenn er knallhart ist, wird auch der Strom abgedreht.

Er muss erstmal praktisch erleben, wie es so ohne Geld ist. Dabei hat er sogar noch sein Zimmer und sein sonstiges Zeugs.

Kommentar von MeliS1998 ,

Ihm gehts doch gut?? Er hasst seine Familie, erlebt sein Leben als Qual und hat Suizidgedanken. Hört sich nicht an als ginge es ihm bequem und gut...

Kommentar von Georg63 ,

Klar - wer nur rumhängt, nichts zu tun hat, kommt auf die schlimmsten Gedanken - die einen werden aggressiv nach außen, andere nach innen.

Er braucht eine Struktur in seinem Leben und dazu muss seine Lethargie unterbrochen werden.

Kommentar von MeliS1998 ,

Wenn ich den Text vom Fragesteller richtig verstanden habe, erging es dem Sohn auch schon während der Schulzeit so, also auch schon, also er was zu tun hatte.

Seine Lethargie kann er aber nur selbst durchbrechen, nicht dadurch, dass andere ihn dazu zwingen. Im schlimmsten Fall bringt er sich wirklich um, weil sein ihm ohnenhin schon unterträglich scheinendes Leben noch härter gemacht wird.

Die Änderung in seinem Denken muss erreicht werden, da stimme ich dir zu, aber weder du noch ich noch seine Eltern sind erfahrene Psychotherapeuten, die wüssten, wie man ihm dabei hilft.

Kommentar von Georg63 ,

Er selbst hat nach eigenen Angaben kein Interesse an irgendeiner Veränderung.

Für die Eltern und auch für sich selbst ist der Zustand eine Zumutung, zumal er sich ihnen gegenüber völlig unangemessen verhält.

Wenn tatsächlich Suizidgefahr besteht, käme eine Zwangseinweisung in Frage.

Ich würde es erstmal mit samftem Druck versuchen - sie sollen und wollen ihn ja nicht rausschmeißen, obwohl er das verdient hätte.

Rechtlich gesehen hat der Bursche keinen Unterhaltsanspruch gegenüber den Eltern - sie dürften ihn tatsächlich ohne Geld vor die Tür setzen und er müsste dann schaun, dass er ALG2 beantragt.

Kommentar von reginarumbach ,

ich glaube nicht, dass Georg63 jemals mit einer schwelenden und ausbrechenden, schweren psychischen erkrankung live konfrontiert war, sonst würden die kommentare völlig anders ausfallen, da ihm klar wäre, dass ein betroffener ganz andere unterstützung braucht, um seine instabilität eingefangen zu bekommen. 

für mich macht es keinen sinn mehr hier zu schreiben und zu diskutieren, da sehr viele menschen, die leider nicht wirklich wissen um was es eigentlich geht hier ihr urteil abgeben. und ja, das ist ja genau das schlimme daran, dass die unterschiede zwischen echter und pseudopersönlichkeit gar nicht so leicht zu erkennen sind, so dass auch deutliche anzeichen gründlich missverstanden werden. 

ich muss es nochmal betonen, das verhalten dieses jungen mannes ist keine erziehungsherausforderung, mit konsequenten maßnahmen erreicht man hier gar nichts außer weiterem abrutschen in eine erkrankung. so wie es der schreiber ausdrückt, befindet sein sohn sich vielmehr an einem punkt, der kurz vor einem völligen einrasten in schwerwiegender erkrankung ist. das dauert jahre da wieder herauszukommen und der zenith an unmöglichkeiten steht erst noch.  bevor. verständnis, behandlung und der richtige rahmen tut not, aber bestimmt nicht der hier vorgeschlagene maßnahmenkatalog.

ich gehe fest davon aus, dass die eltern sich bereits in dieser hinsicht um ihren sohn 'bemüht' haben, nur genützt hat es nichts. es gibt in der beschreibung mehrere deutliche anzeichen, dass es hier nicht um eine pädagogische fehlleistung der eltern geht, sondern um eine ernsthafte psychische erkrankung. aber ...und da beißt die katze sich in den schwanz, wer damit noch nicht wirklich zu tun hatte, der kann das einfach nicht wissen. (gibt aber dennoch, aus unverständnis heraus, kommentare ab. schade eigentlich. das ist wirklich blöd an 'gute frage'. aber git, jetzt bleibt es mal wieder den eltern überlassen sich im dschungel der ratschläge zurechtzufinden. man kann nur hoffen, dass sie den richtigen weg einschlagen...)

Kommentar von Georg63 ,

Ich habe 3 Fälle direkt in der Familie - einer ist inzwischen ausgestanden - geholfgen hat Struktur, Ausbildung und Arbeit.

Zuerst natürlich der Wille, Hilfe anzunehmen. Der muss notfalls erwungen werden, sonst vertieft sich das Problem.

Antwort
von Otilie1, 142

oh je, das hört sich nicht gut an. lasst euch doch mal bei einem jugendpsychologen beraten

Antwort
von sazicu, 108

Der ist depressiv! Psychisch krank! Ihr erkennt das nicht?!

Antwort
von viomio82, 125

Ich fasse mich jetzt mal kurz....auch wenn es weh tut, manchmal muss man Menschen fallen lassen damit sie begreifen etwas ändern zu müssen. Ich würde ihn vor die Tür setzen

Kommentar von viomio82 ,

Moment....den Absatz mit den Suizidgedanken habe ich überlesen...er sollte einen Therapeuten aufsuchen und ansonsten wenn er solche Gedanken äussert- zwangseinweisung psychiatrie wegen Selbstgefährdung! so wäre ihm am besten geholfen!

Kommentar von Hermannson ,

Solche Kinder sagen eine Menge um den Eltern weh zu tun, oft wird dann zurückgeschossen und so schaukelt sich alles hoch. Natürlich ist es schlimm wenn der Sohn Suizidgedanken äußert. Aber ihn einsperren wird seinen Gemütszustand nicht ändern... und Psychiatrie, da bekommt er dann die ersten Drogen. Das ist nicht übertrieben. Darum sollte man sich diesen Schritt gut überlegen. Wenn die Psychiatrie auch nicht in jedem Fall auszuschließen ist, für ihn glaube ich schon.

Kommentar von reginarumbach ,

wenn es sich wirklich um eine psychische erkrankung handelt unddavon kannmanschon ausgehen nach den schilderungen, dann ist es besser er bekommt die pillen der psychiater als auch noch kriminell zu werden, um an die handelsüblichen drogen heranzukommen. wenn er die erstmal entdeckt, dann ist sein weiterer absturz wohl definitiv nicht mehr aufzuhalten. es gibt sehr wohl psych. erkrankungen, die in kriminalität münden. ganz schlimm, weil die betroffenen wegen dieses symtoms dann eben nie hilfe und heilung erfahren, sondern die erkrankung sich verfestigt und sie sich dazu noch ausgestoßen und falsch erleben.

Kommentar von Hermannson ,

Der Junge will sich nicht helfen lassen und er ist 18, darum kann er im Grunde machen was er will.Man sollte sich überlegen, ob man das Vertrauen zurückgewinnen will oder es ganz verlieren will. Für mich hört sich das ganze nach spät pubertärer  Frustration an. 

Kommentar von Hermannson ,

ich habe so einen BULLSHIT oft gehört und in Praxis gesehen. Die die fallen gelassen wurden, kamen an die Nadel oder ähnliches. Die mit den Lockeren Eltern, haben alle die Kurve irgendwann gekriegt, außer sie waren vorher auf Heroin.

Kommentar von viomio82 ,

Tja bei manchen vielleicht Bullshit...bei anderen wirkt es aber Wunder!!

Kommentar von Hermannson ,

Bullshit.

Kommentar von viomio82 ,

Mein Lieber ich bin Krankenschwester und Patienten mit Suizidgedanken benötigen Hilfe! Eine Psychiatrie ist erstmal ein Schock aber dort bekommt man erstmal Hilfe um sich selbst zu schützen. Wenn man dort Medikamente einnimmt dient dies zur Verbesserung wie beispielsweise ein Antidepressiva. langfristig sollte natürlich eine ambulante Psychotherapie stattfinden aber ich rede jetzt nur von dem Akutfall das jemand sich etwas antun will! Die meisten Suizide könnten mit der richtigen Therapie verhindert werden. Ich kenne genug die sich selbst das Leben genommen haben, deshalb bin ich bei Äußerungen über Suizidgedanken sehr hellhörig. Dieser Junge auf den sich die Frage bezieht benötigt Hilfe. Er will zwar keine Hilfe annehmen aber wie gesagt Möglichkeit der Zwangseinweisung besteht bei seinen Äußerungen.

Kommentar von Hermannson ,

Großen Respekt für Deinen Beruf, und sorry wegen meiner Wortwahl.

Bin trotzdem anderer Meinung.

Kommentar von viomio82 ,

Kein Problem hab es nicht böse aufgefasst....und Deine Meinung ist ok, jeder macht seine eigenen Erfahrungen mit solchen Geschichten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten