Frage von Isabella22102, 110

Mein 13 jähriger Sohn hat seit Hirnwasserentnahme ständig starke Kopfschmerzen mit erbrechen wenn er mehr wie 1 std sitzt das ist jetzt fast 3 Wochen her?

Antwort
von Deepdiver, 82

Geh damit sofort zum Arzt.

Das deutet nach einer Hirnhautentzündung hin.

Wer sich mit
einem der Erreger einer Gehirnhautentzündung angesteckt hat, entwickelt
meist nach einer Zeit von zwei bis zehn Tagen Meningitis-Symptome
(„Inkubationszeit“, abhängig vom jeweiligen Krankheitserreger). Dazu
gehören am Anfang unspezifische Beschwerden, wie man sie auch bei einem
grippalen Infekt hat: hohes Fieber,
Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Im weiteren Verlauf
kommt dazu aber noch ein charakteristisches
Hirnhautentzündung-Anzeichen: die Nackensteifigkeit.

Die Gehirnhäute sind – im Gegensatz zum Gehirn – mit sensiblen
Nervenfasern ausgestattet. Das bedeutet, dass die Hirnhäute
schmerzempfindlich sind. Kommt es im Rahmen einer Gehirnhautentzündung
zu einer Reizung der Gehirnhäute, wird dies durch die Nervenfasern
registriert und als Schmerzsignal an das Gehirn gemeldet. Die
schmerzhafte Nackensteifigkeit (Meningismus) ist ein sehr typisches Hirnhautentzündungs-Symptom.

Bei jeder Kopfbewegung werden die Hirn- und Rückenmarkshäute etwas
gedehnt, was im Falle einer Gehirnhautentzündung zu Schmerzen führt.
Besonders stark sind die Schmerzen, wenn das Kinn zum Brustkorb geführt
wird. Die Schmerzen führen nach kurzer Zeit auch zu Verspannungen der
Nackenmuskeln, wodurch die Nackensteifigkeit noch weiter verstärkt
wird. 

Hirnhautentzündung-Symptome bei Erwachsenen auf einen Blick

Schmerzhafte Nackensteifigkeit (Meningismus) Fieber Kopfschmerzen

Ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit Gliederschmerzen

Lichtscheu (Photophobie)

Überempfindlichkeit gegenüber lauten Geräuschen (Phonophobie)

Übelkeit und Erbrechen

Rückenschmerzen

Verwirrtheit und Benommenheit

Gegebenenfalls Schwindel, Hörstörungen, Epileptische Anfälle

Besonders stark sind die Meningitis-Symptome bei einer bakteriellen
Meningitis: Innerhalb von Stunden kann es von leichten grippeähnlichen
Beschwerden zu einer massiven Verschlechterung des Gesundheitszustandes
bis hin zum Tod kommen. Daher kann die Kenntnis der typischen Symptome
manchmal lebensrettend sein. Glücklicherweise sind deutlich häufiger
Viren verantwortlich für eine Hirnhautentzündung. Symptome und
Krankheitsschwere sind dann meist viel milder und entwickeln sich
langsamer. Bei Säuglingen und Kleinkindern fehlen meist die typischen
Hirnhautentzündungs-Symptome. Hirnhautentzündung kann daher bei ihnen
sehr schwierig zu erkennen sein. Welcher Erreger typischerweise welche
Beschwerden verursacht, wird im Folgenden erklärt.

http://www.netdoktor.de/krankheiten/meningitis/hirnhautentzuendung-symptome/

Kommentar von Isabella22102 ,

die würde ja ausgeschlossen durch die Entnahme ... und er hat kein Fieber oder andere Symptome die darauf hinweisen... kann das nicht eine Nebenwirkung auf die Entnahme sein ? Termin beim MRT und Neurologen haben wir jetzt bald ... Hausarzt und Augenarzt könnten nix feststellen ..

Kommentar von Deepdiver ,

Es müssen nicht immer ALLE Symptome auftreten.

Kommentar von Isabella22102 ,

kann doch nicht sein das eine Hirnwasserentnahme vorgenommen wird um eine Meningitis auszuschließen ... Befund war keine Hirnhautentzündung ... und dann nach einer Woche eine entsteht ..können die Kopfschmerzen nicht Nebenwirkungen von der Entnahme sein ... habe im Forum gelesen das einige damit noch zu tun haben ..

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