Frage von cobra919, 157

Mehrwertsteuer auf Zahlungsgebühren?

Hallo com, derzeit ist es noch nicht relevant für mich allerdings wird es in Zukunft , ich betreibe einen Shop wo ich allerdings Gebühren an den zahlungsdienstleister zahlen muss, muss ich diese Gebühren versteuern da ich dies auf die kunden wälze . Oder ist es so machbar z.b 10 Euro Produkt 1,90 Euro MwSt 2 Euro Zahlungsgebühr Total 13,90€ Hoffe könnt mir helfen T

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 114

Natürlich gehören die Einnahmen aus den Gebühren zum Umsatz.

Also 10,- + 2,- = 12,- + 19 % 2,28 = 14,28 Euro.

Kommentar von cobra919 ,

das Problem ist, dieser Zahlungsanbieter hockt natürlich nicht in Deutschland, sprich ich zahle dene keine Mehwertsteuer auf die Gebühr. Das bedeutet wiederum für mich ich darf jetzt auch noch die mehrwertsteuer auf die gebühr zahlen? reintheoretisch sendet der Verbraucher ja das Geld an den Zahlungsanbieter der außerhalb Deutschland sitz, dieser Zahlt mir dann abzüglich aller Gebühren das geld aus, gibts da keine möglichkeiten auf die mwst der Zahlungsgebühr zu verzichten?
Danke schonmal für die Antwort :)

Kommentar von wfwbinder ,

Wieso, es ist doch netto völlig egal. Ob Du nun für etwas im Einkauf 2,- Euro zahlst, oder 2,38 inkl. Steuer ist doch egal.

Und der Zahlungsanbieter würde auch in Deutschland keineSteuer zahlen, weil diese  Umsatze von der Steuern befreit sind. 

Wäre das nciht so, würdest Du an die 1,90 + Steuer zahlen.

Es bleibt also gleich.

Kommentar von cobra919 ,

eigentlich habe ich ein falsches beispiel gemacht ich korrigiere mal eben.
Beispiel ich möchte etwas verkaufen für 10€.
Bei meinem Zahlungsanbieter wählen wir jetzt mal eine zahlungsmöglichkeit die 20% gebühren kostet.
Sprich das Zahlungsgateway verlangt nun 12 euro vom Verbraucher, auf der Rechnung steht jetzt: 1x Produkt1  10€ Inkl MwSt
Payment Fee: 2€


Und der Zahlungsanbieter würde auch in Deutschland keineSteuer zahlen, weil diese  Umsatze von der Steuern befreit sind. 

Dann würde es ja heißen das ich doch eigentlich auch keine zahlen muss auf diese Gebühr. oder gilt das für die und für mich nicht?.
Rein Theoretisch habe ich nichts mit der 12 euro zutuhen, mein Programm selber würde schreiben das ein Produkt im wert von 10€ verkauft wurde. von den 2 Euro weiss es nichts, ich weiss es ja auch nur wenn ich die transaktion dann beim Zahlungsanbieter ansehe das ich Gebühren gezahlt habe, aber eigentlich zahlt der Verbraucher ja die Gebühren an den Zahlungsdienstleister und nicht an mich.
Sprich der Zahlungsdienstleister zieht von dem Geld was er bekommen hat die gebühren ab und sendet es dann mir.

Kommentar von wfwbinder ,

Wieso zahlt der Kunde 12,- Euro, wenn Du ihm nur eine Rechnung von 10,- Euro stellst?

Werden Dir nicht von Deinem Umsatz die Zahlungsgebühren abgezogen?

Kommentar von cobra919 ,

dadurch das ich ja derzeit keine Mwst verlangen muss, mach ich das ganz anderst. ich rechne ganzeinfach die zahlungsgebühr drauf, sprich im beispiel würde er jetzt ne rechnung von 12 euro kriegen von der zahlungsgebühr würde garnix stehen. sobald ich aber Mwst verlange weiss ich nicht wie ich da vorgehen muss um am meisten gewinn zu halten, wenn ich das genau so machen würde würde ich am schluss 38% weniger Gewinn machen. schließlich möchte ich dann mehr gewinn erziehlen und nicht doppelt soviel arbeit und der selbe lohn

Kommentar von cobra919 ,

diese Zahlungsgebühr wäre für mich ein nicht verbuchbarer umsatz da ich den ja nie kriege, ist ja nicht so das ich das ganze geld kriege und dann dem zahlungsdienstleister die gebühr bezahle. Nein. die nehmen sich selber ihren teil dann senden sie mir das Geld, ich weiss nicht ob das schon zählen kann das sie eigentlich ein vertrag mit dem kunden machen. sprich das ganze ist ja wie amazon als verkäufer, amazon verkauft dir die ware du zahlst automatisch die gebühr und sie geben dir das geld.

Kommentar von wfwbinder ,

Der Dienstleister zieht sich zwar das Geld ab, aber das ist praktisch nur eine Zahlungsverkürzung. Bei Amatzon kaufe ich ja auch eine DVD. Es wird von meiner Karte abgezogen. Verkäufer ist DVD-Discount. 

Ich zahle 12,- Euro, beim DVD Discount kommen nur 10,- Euro an.

Ändert aber nichts daran, dass DVD Versand buchen muss:

Bank 10,- Euro + Zahlungskosten 2,- Euro an

Einnahme 10,08 Umsatz + 1,92 Euro Umsatzsteuer.

Kommentar von cobra919 ,

ich erkläre ihnen mal das problem so: das ich pro produkt 10% gewinn mache. Wenn jetzt MWST dazukommen würde. würde ich nurnoch 6,2% gewinn machen, jetzt verstehen sie vielleicht mein gedanke.
Derzeit habe ich nur ein Kleingewerbe. falls ich mal vergrößern möchte müsste ich quasie Doppelt soviel umsatz und arbeit machen und würde das selbe rauskriegen, kla ne option bleibt auf die Kunden wälzen aber wenn man sich schon auf dünnem Eis bewegt ist das eben auch schwierig

Kommentar von wfwbinder ,

Bitte begreife, dass Du netto kalkulieren musst udn dann die Steuer oben drauf kommt.

Mit Deiner Bruttokalkulation, wirst Du immer Probleme haben.

Wareneinkauf 5,- Euro netto (wenn Dir Steuerausgewiesen wird 5,95)

+ Zuschlag für Deine Geschäftskosten Beispiel 30 % 1,50 Euro.

+ Versandkosten 2,- Euro

+ Zahlungskosten 1,90 Euro.

Umsatz netto 10,40 Euro + 19 % Steuer 1,98 = 12,38 Euro.

Dann passt es.

Bei zah.ungsanbieter zahlst Du 1,90, bei der Post 2,- Euro, an das Finanzamt 1,98 = 5,88 Ausgaben, 12,38 einnahmen = 6,50 - Ware 5,-, bleiben 1,50 für Geschäftskosten

Kommentar von cobra919 ,

Ok sprich, auf diese Zahlungsgebühr muss ich ebenfalls eine Mwst erheben. Also bei 2€ Zahlungsgebühr ist meine tatsächliche zahlungsgebühr: 2,38€ . Dumm gelaufen würde ich mal sagen habe mir da mehr erhofft.

Antwort
von DerSchopenhauer, 98

siehe "wfwbinder"

umsatzsteuerlicher Merksatz:

Nebenleistungen teilen das Schicksal der Hauptleistung

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