Mehrmaliger Anstrich schädlich für Wände?

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8 Antworten

Aus Erfahrung:

Hast Du sehr häufig Mieterwechsel und wird somit ein bis mehrmals pro Jahr gestrichen, ist das sicher auf Dauer irgendwann zu viel. Wenn jedoch alle paar Jahre mal ein Wechsel stattfindet und es werden normale gute Wandfarben verwendet (keine Latexfarben etc.), ergibt sich dadurch kein Nachteil.

Schimmel entsteht immer dann, wenn die Temperatur der Wandoberfläche unterhalb des Taupunktes liegt und die Luftfeuchtigkeit entsprechend hoch. Es ist ein Irrglaube, dass eine Wand überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen muss. Überschüssige Feuchtigkeit muss raus gelüftet werden.

Wäre es so, würde eine Wand in einer schlecht belüfteten Wohnung immer feuchter und damit immer kälter werden, was wiederum erst recht Schimmelbildung begünstigt.

Andersrum: Kann die Wand keine Feuchtigkeit aufnehmen, bleibt sie an der Oberfläche und verdunstet sehr schnell, wenn ordentlich und gut gelüftet wird. Das innere der Wände bleibt damit also eher trocken. Vergleichbar mit einer gefliesten Badezimmerwand. Die Fliesen selbst setzen keinen Schimmel an. Die Fugen, in die Feuchtigkeit eindringen kann, jedoch schon und da sie selbst bei guter Lüftung nicht sofort austrocknen, bleibt die Schimmelgefahr.

Also: Keine Sorge! Das A und das O zur Schimmelvermeidung ist die ordentliche Lüftung. Meine Mieter erhalten, wenn sie über Schimmelgefahr jammern, ein Schimmelradar, das ihnen ständig anzeigt, ob Gefahr besteht und ob gelüftet werden muss. Kostet 23 € und wenn es beachtet wird, spart es ordentlich Geld und Ärger.

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Kommentar von Franz577
04.07.2016, 13:09

Ich vermiete diese Wohnung erstmalig und wie oft ein Mieterwechsel stattfinden wird, ist noch nicht absehbar.

Die aktuellen Mieter sind auf jeden Fall schon mal fest für 2 Jahre drin (vertraglich so vereinbart).

Aber was würde man im Falle eines "zu viel" dann machen?

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Nein, sind sie nicht, Wände atmen nicht :-D, aber mal was anderes, was willst Du dann machen? Die Wände abkratzen und dann streichen? Warum nicht einfach tapezieren, und wenn sie oft genug gestrichen sind, Tapete wieder runter.

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Kommentar von Franz577
04.07.2016, 08:38

Es tapezieren aber nicht alle, sondern streichen die Wände direkt an. Ist das schlechter?

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In den meisten Mietwohnungen sind Rauhfasertapeten. Die kann man einige male überstreichen und irgendwann ist die Farbschicht zu dick und die Tapete löst sich. Dann muss eine neue drauf.

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Kommentar von Franz577
04.07.2016, 08:36

Und wenn keine Tapeten da sind, sondern nur der nackte Putz?

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Direkt die Wand gestrichen?! Das ist ein Problem. Bei zu viel Farbe auf der Tapete könnte man diese entfernen, neu tapezieren und fertig. Wurde die Wand zugepinselt sieht das anders aus. Die Farbe zieht womöglich in den Putz ein, Schicht um Schicht kommt dazu und der so "getränkte" Gips ergibt irgendwann eine dichte Barriere, da atmet nichts mehr. Klar, ohne Tapete ist das Schimmelrisiko kleiner (weniger organische Stoffe), aber bildet sich Feuchtigkeit auf dem Putz und es entsteht doch Schimmel, ziehen die Sporen in den Putz und dann muss dieser aufwendig entfernt werden. Wenn schon streichen,, dann mit Silikatfarben.

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Kommentar von Franz577
13.07.2016, 10:01

Ich werde jetzt nicht wirklich schlau aus den ganzen Antworten, weil der eine so und der andere so sagt.

Verbieten kann ich es dem Mieter ja nicht, daß er die Wände direkt anstreicht und die Art der Farbe oder daß er vorher noch tapezieren muß kann ich ihm auch nicht vorschreiben, oder?

Falls das mal zu Problemen führen sollte, frage ich mich nur, wie man dem Mieter dann nachweisen kann, daß es durch das Streichen verursacht wurde.

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Ja, deine Bedenken sind begründet. Ich hatte das selbst schon in einer vermieteten Wohnung. In ungedämmten Gebäuden "atmen" die Wände zumeist schon etwas. Wenn dann Schicht auf Schicht Farbe auf der Tapete ist, beeinflußt das die Klimatik der Räume. Nachdem die Tapete entfernt wurde (die Farbe bröckelte richtig ab), frisch tapeziert und gestrichen, kam der Schimmel nicht wieder.

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Kommentar von Franz577
12.07.2016, 10:15

Von einer Tapete ist aber nicht die Rede, sondern vom direkten Anstreichen der Wände.

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solange man Dispersionsfarben nimmt, so oft du magst. Wände können "Atmen" sofern die aus Steine erbaut wurde.

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Nach mehrmaligem Überstreichen kann die Rauhfasertapete irgendwann "runterkommen"

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Kommentar von Franz577
04.07.2016, 08:37

Ich habe nichts von einer Tapete geschrieben. Es geht nur um die nackte Wand.

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Ja, du hast vollkommen Recht. Die Wände werden immer dichter, was vor allem an Außenwänden die Schimmelbildung begünstigt.

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Kommentar von Franz577
04.07.2016, 10:14

Wie jetzt?

Die einen sagen, es macht nichts und du sagst, daß es die Schimmelbildung begünstigt.

Was kann man denn dagegen machen bzw. gibt es vielleicht spezielle Farben oder Anstriche, die das verhindern?

Wenn das wirklich so ist, wie du sagst, warum dürfen dann die Wände immer wieder gestrichen werden bzw. warum hat man als Vermieter keine Handhabe dagegen?

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