Mehrere Fragen über die Reaktion von Säuren mit Metallen?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Moin,

zunächst etwas zu deinen Chemikalien:

Salzsäure und Schwefelsäure sind starke anorganische Säuren;
Ethansäure (= Essigsäure) ist eine relativ schwache organische Säure.

Magnesium und Zink sind ziemlich unedle Metalle;
Eisen ist so lala edel;
Kupfer ist ein relativ edles Metall.

Kupferoxid ist eine salzartige Verbindung.

Die Reaktion zwischen Säuren und Metallen verläuft um so heftiger, je unedler das Metall und je stärker die Säure ist. Mit dieser Erkenntnis kannst du jetzt schon einmal verstehen, warum zum Beispiel Salzsäure mit Magnesium oder Zink viel heftiger reagiert als mit Eisen (noch langsamer geht's dann mit Kupfer).
Klar wird dadurch auch, dass Salzsäure (oder Schwefelsäure) heftiger mit zum Beispiel Magnesium reagieren als Essigsäure.

Im Falle des Kupferoxids hast du im Grunde eine "Schutzschicht" über dem Metall, welche das Metall passiviert (nicht gleich zugänglich für die Säure macht); die Säure muss also erst einmal die "Schutzschicht beseitigen. Das geht, aber es macht die Sache eben noch einmal langsamer.

CuO + H2SO4 ---> CuSO4 + H2O

Kupfersulfat ist leicht wasserlöslich, wird also vom Kupferblech entfernt. Aber Kupfer ist auch ein relativ edles Metall und reagiert daher nur seeehr langsam mit verdünnten Säuren.

Cu + H2SO4 ---> CuSO4 + H2

Du solltest bei den Reaktionen zwischen Säuren und (unedlen) Metallen vermeiden, den Vorgang bei offener Flamme durchzuführen, weil bei dieser Reaktion Wasserstoff(gas) entsteht. Wasserstoff ist ein brennbares Gas. In bestimmten Mischungsverhältnissen mit (Luft-)Sauerstoff ergibt sich sogar explosionsfähiges Knallgas. Guckst du hier:

Mg + 2 HCl ---> MgCl2 (Magnesiumchlorid, ein Salz) + H2 (Wasserstoff)
2 H2 + O2 ---> 2 H2O (und viel Energie!)

Metalle werden von Natronlauge meistens nicht besonders stark angegriffen, weil sich auf der Metalloberfläche Metallhydroxide bilden, die eine Schutzschicht bliden (sie passivieren das Metall; s.o.). Das passiert, weil die Metallhydroxide meistens weder wasser- noch laugenlöslich sind und deshalb als Schutzschicht auf der Metalloberfläche verbleiben.
Das gilt jedoch nicht für Aluminium (und auch nicht für Zink, wenn die Natronlauge sehr konzentriert ist).

2 Al + 6 H2O + 2 NaOH ---> 2 Na[Al(OH4)] + 3 H2

Eine oxidierende Säure (zum Beispiel Salpetersäure) schafft es im Gegensatz zu nicht-oxidierenden Säuren (wie beispielsweise Salzsäure) sogar relativ edle Metalle (Kupfer, Silber) aufzulösen, weil sie die Metalle zuerst in deren Oxide überführt und die Metalloxide dann auflöst. Dabei enstehen auch nitrose Gase (zum Beispiel NO) und die sind giftig. Deshalb muss man unterm Abzug arbeiten. Die genauen chemischen Vorgänge erspare ich dir jetzt mal, weil ich glaube, dass du die sowieso nicht verstehen würdest (komplizierter Redoxvorgang!).

Die letzte Frage kannst du leicht selber ergoogeln (Stichwort "Verätzung")...

LG von der Waterkant.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von musicmaker201
12.07.2016, 19:21

Sehr schöne und Ausführliche Antwort :)
Allerdings reagiert Kupfer aufgrund des positiven Standardpotentials nicht mit H⁺. Hier wirkt der Säurerest der Schwefelsäure oxidierend, wobei SO₂ und nicht H₂ frei wird.

1
Kommentar von Sissi97
12.07.2016, 22:05

danke hat mir echt geholfen :)

0

Hier mal ein paar Tipps:

Zu 1) und 3) 

Versuch doch mal eine Reaktionsgleichung für die Reaktion einer Säure mit einem Metall bzw. einer Säure und CuO aufzuschreiben.

HCl + Mg --> ???

HCl + CuO --> ???

Wenn Du das herauskriegst, kannst Du 1) und 3) bestimmt beantworten.


Zu 2)

Überlege mal was "Stärke einer Säure" bedeutet ;)


Zu 4)

Überleg mal ob diese Säuren außer der "klassischen Säurereaktion" auch noch andere Reaktionen eingehen können.


Zu 5)

Überleg mal welche Metalle besonders edel/unreaktiv und welche besonders unedel/reaktiv sind.



Wenn Dir die Lösung zu einer Aufgabe nicht einfällt, dann versuch doch mal im Kommentar ein paar konkrete Fragen zu stellen. Ich bin in 3 1/2 Stunden wieder online.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sissi97
12.07.2016, 18:30

es gibt ja so leute die sowas gar nicht können deswegen im internet nachsehen oder nachfragen. Was sagt dir das? das ich in chemie überhaupt nicht gut bin. und sorry aber wenn du dir schon die Mühe machst sowas zu schreiben hättest du gleich die Antwort schreiben können 

0
Kommentar von Sissi97
12.07.2016, 18:37

Super was soll ich dann damit anfangen?!

0
Kommentar von Sissi97
12.07.2016, 22:05

ja was meinst du warum ich frage? weil ich das überhaupt nicht kapiere und dann ja...

0

Machst du deine Hausaufgaben auch selber, oder sollen wir das hier für dich erledigen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sissi97
12.07.2016, 17:42

Habe nach einigen Fragen im Internet gesucht und nicht wirklich Antworten gefunden und nicht mehr wirklich viel ZEit

0
Kommentar von Sissi97
12.07.2016, 18:05

Kannst du mit bitte helfen?

Bin nicht so gut in Chemie 

0
Kommentar von Sissi97
12.07.2016, 22:06

ja wie soll och das lernen wenn nichzs im internet steht und in unserem buch auch nicht

0